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Kraftlosigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen: Was könnte das sein?

Rgajaxni


Das ist/war mein Psychiater. Muss mir nach erneutem Umzug hier einen neuen suchen. Werde da nächste Woche meinen Hausarzt aufsuchen und mit dem das weitere vorgehen nochmal absprechen.

m$aumxa


habe mal eine Frage, hast Du manchmal Muskelversagen, auch evntl nur leicht ausgeprägt, wie erschlaffen der Gesichtsmuskulatur, oder weiche Knie

R~ajkani


Es ist wohl manchmal so, dass ich das Gefühl hab, keine Kraft in den Händen zu haben. Dann kann ich zB kein Messer halten und solche sachen. Warum fragst du?

m>auxma


Ich habe spontan an [[http://de.wikipedia.org/wiki/Narkolepsie Narkolepsie]] gedacht

R'ajaTni


Wenn ich das so lese... Naja mal drüber nachgedacht hab ich da schon oder auch Schlafapnoe. Trau mich aber nicht dass beim Arzt anzusprechen. Ich will die Müdigkeit nochmal versuchen etwas näher zu beschreiben.

Also in der Regel habe ich immer einen gewissen Grundtonus an Müdigkeit über den Tag. Also richtiges "Wach-werden" gibt es bei mir eigentlich seit langem schon nicht mehr. Bei der Arbeit ist es teilweise so gewesen, dass wenn ich 5 Minuten mal nichts zu tun hatte ich im stehen eingeschlafen bin. Bin dann vor Schreck zusammengezuckt, weil ich gemerkt hab, dass ich grade Umfalle und hab mich gefangen. Im Bus oder bei der Autofahrt, teils auch wenn ich selber aktiv fahre, habe ich mit starker Müdigkeit zu kämpfen. Oft schaff ich es keine 5 Minuten im Bus wach zu bleiben.

Bei der Arbeit bin ich das letzte halbe Jahr auch in den Pausen immer eingeschlafen. Dann findet man mich gelegentlich noch mit Kugelschreiber in der Hand beim Kreutzworträstel schlafend auf dem Stuhl. Also es ist schon extrem in meinen Augen.

mDauxma


Ich würde es auf jeden Fall mal beim Arzt ansprechen, oder suche doch gleich mal einen Neurologen auf.

Schaden kann eine Untersuchung in diese Richtung ja auf keinen Fall.

B3-f2laxt


Hallo Rajani,

schön, dass du das Problem nochmal genauer beleuchtet hast.

Das Problem ist ja, dass "wage" Symptome wie Schwindel, Kopfschmerz, Müdigkeit und Schwäche sich oft nicht leicht in einen sinnvollen Rahmen bringen lassen. Zumal man vorher nie weiß, ob sie überhaupt zusammenhängen, welche Wirkungen als unerwünschter Effekt der Medikamente auftreten (Fluoxetin eventuell?) etc.

Kannst du denn einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Medikamenten und Symptomen ausmachen? Also der erhöhte Ruhepuls (97/min bedeutet, dass du definitionsgemäß schon tachykard wirst, wenn du dich bloß vom Stuhl erhebst) ist definitiv nicht grundlos hinzunehmen! Dass sich dein Herz dann öfter mal überschlägt ist dann kein Wunder.

Zum SpA:

- Ich kann verstehen, dass du grad nicht die Kraft und vielleicht auch nicht den Nerv dafür hast, momentan Krankengymnastik zu machen, aber behalte das unbedingt noch im Auge.

Zum PCOS

- machen sich die PCOS-Symptome stark bemerkbar? Und ist es durch die Juliette besser geworden? Oder stresst dich das ganze aktuell sehr?

Zum Diabetes

- hier, würde mich auch ein neuer oGTT interessieren. Hat der Diabetologe begründet, weshalb er das Metformin plötzlich wieder hochgeschraubt hat? Du meintest doch, die Werte wären super?

- Du hast LADA erwähnt. Wurde dafür ein Antikörper-Test gemacht? Sind überhaupt Autoimmunerkrankungen in der Familie bekannt?

- Hast du mal versehentlich Metformin vergessen zu nehmen? Wenn ja, wurde dann das Zittern und Herzrasen schlimmer?

zum Kopfschmerz:

- So wie du ihn beschreibst, klingt das tatsächlich wie der klassische "idiopathische" Kopfschmerz (also meist Migräne oder Spannungskopfschmerz), es könnte aber auch projezierter Schmerz von der Halswirbelsäule sein. Zudem ist es möglich, dass Medikamente* die Ursache sind. Wenn letzteres vom zeitlichen Zusammenhang her nicht sein kann, dann wäre mein nächster Schritt der zum Neurologen oder Schmerztherapeuten. Ich weiß nicht, was du alles schon durchprobiert hast, aber Ibuprofen ist ja nicht alles. Man muss da einfach etwas herumprobieren. Zwing dich nicht, 24/7 mit Schmerzen zu leben!!!

*Ich kann Nelas Rat übrigens nur zustimmen und würde auf einen Wechsel der Medikamente bestehen. Du musst mit den Wirkungen leben und du entscheidest, ob du die verkraften kannst oder nicht. Ist doch völlig übliche Praxis, dass der Arzt alternative Medikamente vorschlägt, wenn die Wirkung einfach zu schwach ist oder unerwünschte Wirkungen Überhand nehmen. Zugegeben kann ich mir schon vorstellen, dass dein Therapeut eher "dagegen" geraten hat, eben weil Psychopharmaka ja oft etwas Zeit brauchen, bis sie sich "eingespielt" haben und es beim Absetzen Rebounds gibt. Doch was gibt's es denn schon zu verlieren? Das Mittel soll DIR helfen. Wenn's das nicht tut, wird es ausgetauscht. Genau wie Therapeuten, die sich grundlos stur stellen :)D

Schwindel:

Was du beschreibst klingt nicht wie "echter" Schwindel (Gleichgewichtsorgane und -Nerven betroffen) sondern könnten gut in den Ursachenkomplex des Kopfschmerz passen. Starke Migräne kann z.B. mit Schwächeanfällen und einer Aura einhergehen, was Betroffene dann als "schwer zu beschreibenden Schwindel" charakterisieren.

Zur Schilddrüse:

Schilddrüse wurde mal getestet.

Und was kam da raus? Seh' ich das richtig, dass die Werte nur leicht in Richtung Hypothyreose zeigten und der Endokrinologie dir sozusagen nur einen "Gefallen" tun wollte, indem er dir eine minimal-Dosis Thyroxin verschrieben hat?

Die letzte richtig anständige Blutuntersuchung dürfte schon etwas her sein. Sonst wurde nur der BSG und Cholesterin und so gecheckt, aber nichts tiefgründigeres. Eisen ist bei mir immer schon niedrig gewesen, hat aber nie solche Müdigkeit verursacht.

Magst du mal die Werte mitteilen? (mit Datum, sonst verliert man den Überlblick :-p )

Also gerade bei dem krassen Bild, das du hier beschreibst, sollten unbedingt mal aktuelle Blutwerte angeschaut werden. Du kannst dich ja wieder beim Endokrinologen vorstellen und ihn mal nach seiner Meinung fragen. Es gibt wirklich ziemlich viele Ursachen (Schilddrüse, Nebenniere, verschlechterte Eisenwerte).

Zur Tagesmüdigkeit:

Was du hier beschreibst:

Also in der Regel habe ich immer einen gewissen Grundtonus an Müdigkeit über den Tag. Also richtiges "Wach-werden" gibt es bei mir eigentlich seit langem schon nicht mehr. Bei der Arbeit ist es teilweise so gewesen, dass wenn ich 5 Minuten mal nichts zu tun hatte ich im stehen eingeschlafen bin. Bin dann vor Schreck zusammengezuckt, weil ich gemerkt hab, dass ich grade Umfalle und hab mich gefangen. Im Bus oder bei der Autofahrt, teils auch wenn ich selber aktiv fahre, habe ich mit starker Müdigkeit zu kämpfen. Oft schaff ich es keine 5 Minuten im Bus wach zu bleiben.

schreit doch förmlich nach einer Schlaf-Diagnostik :-o . Ich hatte aus deinen ersten Posts gar nicht herausgelesen, dass es so extrem ist. Eine Schlafstörung passt wirklich sehr gut, weil neben der Müdigkeit und Schwäche auch der erhöhte Ruhepuls und Frösteln kennt man beides vom Nächte durchmachen... sowie die extreme Migräne erklärt.

Vielleicht ist deinem Freund ja Nachts schon was besonderes aufgefallen? (Atempausen, Schnarchen, viel Beinbewegung etc.)? Auf jeden Fall ist es wohl der beste Tip überhaupt, dich vom Neurologen mal ins Schlaflabor überweisen zu lassen.

Damit hast du nun sogar 3 Gründe zum Neurologen zu gehen:

1) Kopfschmerzmittel

2) Untersuchen lassen (einfach Kraftprüfung, Reflexe)

3) Tagesschläfrigkeit abklären

Du kriegst das schon hin. Erst aufrappeln, und dann einen Schritt nach dem anderen :-)

Ich freu' mich von dir zu hören!

R>ajaxni


Danke für deine ausführliche Antwort, B-flat.

Dein Beitrag hat mich teilweise zum Nachdenken angeregt und ja es hat kurz bevor das Anfing ja wirklich etwas ungewöhnliches gegeben. (oder waren dass schon die "Vorwehen")

Ich kann es grade nicht mehr beschreiben, interessanter Weise habe ich da grade keine Erinnerung drann, was genau war, aber am Wochenende bevor das begann, gings mir auch einen tag ziehmlich schlecht. So schlecht, dass ich nichtmal meine Medikamente genommen hab. Mir muss wohl ziehmlich übel gewesen sein dann, schätze ich mal. Ich weiß es echt nicht mehr. :-|

Zum Thema LADA: Nein da wurde nie weitergehend etwas getestet. Der Arzt hat sich nur gefreut wie Keks, dass er so nen Fall in der Praxis hatte.

Wegen dem PCOS: Meine Hauptprobleme bestehen da drin, dass ich nicht abnehmen konnte, sondern sogar in kurzer Zeit damals stark zugenommen hatte. Glaub 4 Kilo in 1 bis 2 Wochen, das machte mich skeptisch. Zu dem Zeitpunkt habe ich ja nicht hormonell verhütet. Dazu kam starke Akne und sehr fettige Haut. Tja nachdem mein damaliger Arzt das Metformin runtergesetzt hatte kamen die 12 Kilos die ich unter der Einnahme verloren hatte postwendend wieder zurück. Warum der Diabetologe das dann wieder erhöht hat... ich kann mich wage drann erinnern, dass es hieß ich müsse dieses Medikament wahrscheinlich ein Leben lang nehmen.

Achja unter der Juliette ist es wieder erheblich besser geworden. Zumindest eben die fettige Haut und die Akne. Mit dem Gewicht kämpfe ich noch immer.

Zur Schilddrüse: Der Endokrinologe hat mich damals dahingehend nie behandelt. Erst der neue Hausarzt, welcher auch in der Praxis meines Diabetologen war, verschrieb mir die Tabletten. Müsste die Ergebnisse erst wieder raussuchen, aber ich meine der TSH-Wert war deutlich zu niedrig. Begründung eben, dass fehlende Jod im Trinkwasser.

Zu den Eisenwerten speziell: Meine liegen meist so bei 10 bis 20 Zählern über dem Minimum, aber auch wenn es mal zu wenig war, hatte ich nie solche Müdigkeit. Eisentabletten vertrag ich nicht so recht. Um dann Stuhlgang zu haben müsste ich wahrscheinlich Abführmittel nehmen.

Und zu guter Letzt auch noch etwas zu meinem Schlaf (wenn man es denn noch so nennen kann):

Ich schnarche Nachts, bin teils selbst schon davon hochgeschrekt beim Einschlafen. Ist allerdings wohl abhängig davon in welcher Position ich liege. Bemühe mich also diese Positionen zu vermeiden. Mein Freund meint allerdings auch, dass es in letzter Zeit wohl schlimmer geworden ist. Mandeln sind vor Jahren entfernt worden, weil chronisch entzündet. Desweiteren habe ich eine Laserbehandlung der Nasenschleimhäute vor 2 Jahren ca. durchführen lassen, da ich der Meinung bin schlecht Luft zu bekommen und ein teil der Kopfschmerzen auch dadurch entsteht. War auch ne Zeit lang ganz ok, aber es ist schon lange wieder wie zuvor. Der HNO erwähnte etwas von zu stark ausgeprägter Nasenschleimhaut in Kombination mit einer recht zierlichen Nase.

Achja aber es ging ja eigentlich um den Schlaf an sich. Naja ich werde oft wach, wenn ich dann endlich eingeschlafen bin, dreh mich um und schlaf dann weiter. Regelmäßig kommt es allerdings vor, dass ich dermaßen verknotet im Bett liege, dass mir eins meiner Gelenke höllisch weh tut. Meist Knie oder Schulter, gerne aber auch mal die Ellenbogen. Einschlafende Gliedmaßen sind bei mir unterdessen Alltag, nachts als auch am Tage.

BU-flaxt


Hey Rajani,

es hat kurz bevor das Anfing ja wirklich etwas ungewöhnliches gegeben. (oder waren dass schon die "Vorwehen")

Ich kann es grade nicht mehr beschreiben, interessanter Weise habe ich da grade keine Erinnerung drann, was genau war, aber am Wochenende bevor das begann, gings mir auch einen tag ziemlich schlecht. So schlecht, dass ich nichtmal meine Medikamente genommen hab. Mir muss wohl ziemlich übel gewesen sein dann, schätze ich mal. Ich weiß es echt nicht mehr.

du, interpretier' da mal nicht so viel hinein. Die Frage mit dem Medikamentenvergessen habe ich nur gestellt, um daraus vielleicht noch etwas diagnostisch nützliches zu erhalten. Aber eigentlich war das unnötig, da man durch das Vergessen von Metformin sowieso keine Unterzuckerung zu erwarten hat. Und, dass dir an dem Tag so übel war ist, denke ich, nur ein unseliger Zufall. Vielleicht hast du den Beginn der Symptome einfach unbewusst mit diesem Wochenende verknüpft, weil es dir als einziges markantes Ereignis im Gedächtnis hing.

Über ein Wochenende entwickeln sich Dinge wie Allergische Reaktionen, Infektionen... Hingegen brauch Schlafprobleme, endokrine Störungen etc. da schon etwas länger. Also keine Panik ;-)

Zu LADA:

Nein da wurde nie weitergehend etwas getestet. Der Arzt hat sich nur gefreut wie Keks, dass er so nen Fall in der Praxis hatte.

Naja hey, stell' dir vor, der arme sieht die ganze Woche, Tag aus Tag ein, immer nur seine Altersdiabetes-Stammkunden. Und dann auf einmal kommt da plötzlich ein junger, schillernder Kolibri in die Praxis geflattert :-p Nein, du hast recht, es ist schon ziemlich makaber, aber du hast es bestimmt nicht persönlich genommen.

Also für die Diagnose-Sicherung bedarf es eigentlich einer Antikörper-Bestimmung, sonst hat man ja gar keinen Beweis, dass es das eigene Immunsystem ist, das die Bauchspeicheldrüse angreift. Vielleicht hatte er dir Blutabgenommen aber nicht alles erwähnt, was er testet? WIchtig wäre es schon zu wissen, denn LADA bedeutet, dass die Insulin-Produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse allmählich zugrunde gehen und man daher irgendwann auf Insulin umsteigen muss (wie bei den Typ-I Diabetikern).

Zu PCOS:

Das ist gut, dass die Symptome unter der Juliette rückläufig sind. Metformin ist im übrigen auch hier wirksam und unterdrückt das PCOS zusätzlich. Von daher ist es in deiner Situation also doppelt hilfreich! Zusätzlich unterstützt es die Gewichtsreduktion. Dazu komme ich gleich noch.

Zur Schilddrüse:

Wenn es schon so lange her ist, kommst du sowieso nicht drumherum, die Werte nocheinmal überprüfen zu lassen. Was ich nicht verstehe: Einen Jodmangel behebt man doch nicht alleine mit Thyroxin, sondern hauptsächlich mit Jodtabletten – bei Erwachsenen ein Kombinationspräparat aus beidem, wobei aber der Jodanteil deutlich überwiegt. Also das ist schon merkwürdig. Und jetzt ist die ganze Geschichte vergessen? Nee, lass das bei Gelegenheit auch mal abklären, denn eine gestörte Schilddrüsenfunktion lähmt dich ja nur zusätzlich. (Nur jetzt nicht blind Jod-Tabletten schlucken, solange unklar ist, ob wirklich zu wenig Jod (=> Jodmangel) oder zu wenig Thyroxin (=> die "eigentliche" SD-Unterfunktion) das Problem war!)

Zum Eisen:

Da musst du dir auch keine großen Gedanken machen. Der Hb wird ja immer mitbestimmt, es wird also bei der nächsten Blutentnahme schon auffallen, wenn der durchhängt

Zum Schlaf:

Ich schnarche Nachts, bin teils selbst schon davon hochgeschreckt beim Einschlafen. Ist allerdings wohl abhängig davon in welcher Position ich liege. Bemühe mich also diese Positionen zu vermeiden. Mein Freund meint allerdings auch, dass es in letzter Zeit wohl schlimmer geworden ist. Mandeln sind vor Jahren entfernt worden, weil chronisch entzündet. Desweiteren habe ich eine Laserbehandlung der Nasenschleimhäute vor 2 Jahren ca. durchführen lassen, da ich der Meinung bin schlecht Luft zu bekommen und ein teil der Kopfschmerzen auch dadurch entsteht. War auch ne Zeit lang ganz ok, aber es ist schon lange wieder wie zuvor. Der HNO erwähnte etwas von zu stark ausgeprägter Nasenschleimhaut in Kombination mit einer recht zierlichen Nase.

Achja aber es ging ja eigentlich um den Schlaf an sich. Naja ich werde oft wach, wenn ich dann endlich eingeschlafen bin, dreh mich um und schlaf dann weiter.

Das Nasenlumen ist also sehr verengt, weshalbt du schwer Luft bekommst und Nachts auch auffällig schnarchst. Das spricht stark für eine sog. schlafbezogene Atemstörung (SBAS). Betroffene schildern genau dasselbe Problem: Lautes Schnarchen (vor allem auf dem Rücken liegend), Obstruktion durch enge Atemwege, und dadurch ständige Weckreaktion, wodurch sie ständig aus dem erholsamen Tiefschlaf gerissen werden. Am morgen sowie im Laufe des ganzen Tages fühlen sie sich dann wie überfahren, laufen mit roten Augen herum und nicken ständig weg. Das ist das klassische Bild der SBAS. Dabei sind die Patienten auch meist übergewichtig, weil dies zusätzlich die Atemwege im Halsbereich verengt.

Wenn du erst spät einen Termin beim Neurologen bekommst, dann schau mal, ob du vorher einen Termin beim Pulmologen bekommst. Zu dem nimmst du die ganzen HNO Befunde mit. Die Pulmologen kennen sich i.d.R. sehr gut mit SBAS aus und die schicken ihre Patienten ebenfalls zur Diagnostik ins Schlaflabor. (einen Termin beim Schlaflabor zu bekommen, kann sich hingegen hinziehen..)

Zu den Schmerzen:

Regelmäßig kommt es allerdings vor, dass ich dermaßen verknotet im Bett liege, dass mir eins meiner Gelenke höllisch weh tut. Meist Knie oder Schulter, gerne aber auch mal die Ellenbogen. Einschlafende Gliedmaßen sind bei mir unterdessen Alltag, nachts als auch am Tage.

Was nimmt dein Vater denn eigentlich gegen die Schmerzen und wie hilft es ihm? Also wenn es durch deine aktuelle Schmerzmedis nicht besser wird, dann lohnt sich ein Besuch beim Rheumatologen. Und bei der Gelgenheit kannst du ja erneut versuchen, das mit der Krankengymnastik anzusprechen. Das mindeste ist doch, dir einen geeigneten Physiotherapeuten an die Hand zu geben. Denn Bewegung ist unheimlich wichtig. Auch wenn man da eingeschränkt ist. Man muss halt ausprobieren welche Bewegungen einigermaßen beschwerdefrei klappen und was man daraus für sinnvolle Übungen machen kann (inwiefern ist z.B. Krafttraining möglich?)

Damit bin ich auch beim letzten Punkt: Gewichtsreduktion.

Von deiner bisherigen Schilderung gehe ich einfach mal davon aus, dass du Übergwicht hast? Das in den Griff zu bekommen würde sehr vielen verschiedenen Baustellen helfen: Seien es die Gelenke, der Schlaf, der Diabetes, Hormonhaushalt oder das allgemeines Wohlbefinden. Also schon ein Knaller, eigentlich. Nur wie stellt man's an?

Ernährung ist ja immer die eine Sache, Bewegung die andere. Und dann dauert das ja immer. Und natürlich bist du durch deine Verfassung momentan wohl auch nicht großartig motiviert irgendetwas davon in Angriff zu nehmen, was ich total verstehen kann. Ich selbst bin auch leider kein Motivationsguru, aber ich kann dir nur ans Herz legen, alles Schrittweise anzugehen. Wie groß die Schritte sind, kannst du selbst bestimmen, wichtig ist nur, dass du unter keinen Umständen stehen bleibst und den Kopf hängen lässt. Stattdessen immer nach vorne schauen und immer mindestens einen nächsten Schritt geplant haben!

Heute einen Termin beim Neurologen gemacht? Super! Dann werde ich morgen nach dem Einkaufen ein paar Stichpunkte für das Arztgespräch anfertigen, um nichts wichtiges zu vergessen. Und nächsten Montag hole ich mir den Überweisungsschein vom Hausarzt.

(Und wenn du nun am Montag feststellen solltest, dass der Hausarzt unerwartet geschlossen hat, dann weichst du einfach auf einen anderen Schritt aus (du hast ja vorausgeplant) oder improvisierst und gehst zu einem anderen. Hauptsache du bleibst nicht auf der Stelle stehen, und schmeißt am Ende hin.)

So wirst du nach und nach all die Probleme besser kontrollieren können: Wenn sich die Schmerzen bessern, dann kann man ja etwas mehr Bewegung versuchen. Wenn du die Diagnostik Batterie hinter dir hast und dadurch das ein und andere geklärt werden konnte, wirst du dich sicherer fühlen. Zu dem können die Probleme dann therapeutisch gezielter angegriffen werden. Nach einem AD-WEchsel wird vielleicht deine Stimmung heller. Wenn du einige Wochen regelmäßig Gymnastik gemacht hast, wird das Programm immer festerer Bestandteil deines Alltags. Bewusste Ernährung wird langfristig dein Körpergefühl verbessern. etc. etc.

Ich hoffe du verstehst, worauf ich hinaus möchte? Es ist natürlich ein langer Weg, aber Wenn es holprig wird, nimmst du halt kleinere Schritte, und wenn es wieder leichter wird, kannst du größere Schritte machen! Just try not to stop and keep goin' instead :)^

Bis bald! Ich freu' mich von dir zu hören :-)

Reajanxi


Meine Güte, du schreibst ja jedes Mal Romane! ;-D

Also bezüglich meinem Vater kann ich leider nichts sagen. Das wurde zu Hause irgendwie wohl totgeschwiegen. Ich weiß, dass er regelmäßig zum Turnen gegangen ist, alle paar Jahre zur Reha war und auch Massagen und Packungen bekommen hat. Mehr kann ich nicht sagen. Und fragen kann ich da auch nicht, ich habe keinerlei Kontakt mehr zu meinen Eltern.

Aber du sagst schon das Richtige. Mein Leben ist eine einzige Baustelle. Nennen wir meinen Körper Europa und jedes Mitgliedsland ist ein Problem was ich hab. Es läuft im Moment so viel aus dem Ruder, dass ich seit einiger Zeit nicht mehr weiß wo vorn und hinten ist. Gedanklich renn ich dazu mit dem Kopf vor die Wand, fühl mich mit 30 grade wie ein körperliches Wrack.

Und von Außen kommt ein unendlicher Druck. du bist faul, warum hast du noch keine neue Arbeit, räum mal auf, du bist distanziert, du interessierst dich nicht für Familie, du und dein Aber, nein es gibt kein Problem und wenn dann bist du das selbst, usw...

Zugegebener Maßen habe ich vor einiger zeit auch einfach kapituliert. Bin zum Arzt gegangen und hab gesagt ich kann nicht mehr. Seit dem nehm ich ja die ADs. Aber es scheint für die Ärzte zum Teil wohl noch nicht schlimm genug. Naja...

Br-fl a>t


Na schön, dann halte ich mich einmal kurz ;-)

Also bezüglich meinem Vater [weiß ich], dass er regelmäßig zum Turnen gegangen ist, alle paar Jahre zur Reha war und auch Massagen und Packungen bekommen hat

Und mindestens genau das sollte dir dein Rheumatologe oder Hausarzt auch geben können. Zumindest am Anfang sollte man, was Gymnastik angeht, von erfahrenen Physiotherapeuten angeleitet werden. Und auch Packungen, Massagen machen bei vielen wirklich einen Unterschied.

Mehr kann ich nicht sagen. Und fragen kann ich da auch nicht, ich habe keinerlei Kontakt mehr zu meinen Eltern.

Hm, das ist schade, v.a. wenn soetwas wie ein Streit der Auslöser war. Du kannst dir ja überlegen, ob das später irgendwann ein Schritt auf deinem Weg sein soll. Natürlich sind manche Fehler unverzeihlich, aber viele auch nicht.

Zugegebener Maßen habe ich vor einiger zeit auch einfach kapituliert. Bin zum Arzt gegangen und hab gesagt ich kann nicht mehr. Seit dem nehm ich ja die ADs

Genau das ist übrigens ein Beispiel dafür, was ich mit "stehenbleiben" meine. Du warst einfach total fertig und hast zwar noch ganz richtig geplant, dass du jetzt zum Arzt gehst, aber dann hört es plötzlich auf; oder hast du dir beim Gang zum Arzt schon überlegt, was du als nächstes machst um "weiterzukommen"? Oder was ein nächster Schritt wäre, wenn die AD nicht mitspielen? Oder was ein nächster Schritt wäre, wenn sie super anschlagen?

Aber es scheint für die Ärzte zum Teil wohl noch nicht schlimm genug. Naja...

Mach nicht den Fehler und setz' alles auf eine Karte. Auch wenn die Karte "Dr. med X" wie ein Trumpf aussieht. Wenn Dr. med X dir nicht helfen kann, bleibst du stehen und es ist nicht einmal seine Schuld. Seine Aufgabe ist es, dir den Klotz vom Bein zu nehmen, wenn es dir schwer fällt zu gehen. Doch wenn der eine Arzt damit versagt, gibt es dir nicht "das Recht einfach stehenzubleiben". Genauso könnte er ein Genie sein und dir die perfekten AD verschreiben, sodass sich deine Füße federleicht anfühlen. Aber du selbst bist immernoch verantwortlich dafür, die nächsten Schritte zu planen und zu setzen und dein Leben im Fluss zu halten.

Du weißt ja worauf ich hinaus will: Mit Klotz am Bein musst du halt kleine Schritte machen. Aber auch dann kommst du irgendwann an einen Punkt, wo es viel besser geht. Wenn du hingegen stehenbleibst, nur weil dir alles einfach zu langsam geht, wirst du überhaupt nicht an diesen Punkt gelangen.

Du siehst, ich liebe Metaphern ;-D

Mein Leben ist eine einzige Baustelle. Nennen wir meinen Körper Europa und jedes Mitgliedsland ist ein Problem was ich hab.

Der ist clever ;-D

Dann will ich das Bild auch gleich mal nutzen: Es wird nie ein perfektes Europa geben :-o Aber das spielt auch keine Rolle, um hier glücklich zu sein, oder?. Wenn es heute Menschen gäbe, die das politische Europa noch in den letzten Jahrhunderten erlebt hätten, die wären empört über was für "Lappalien" sich die Leute heutzutage beschweren. Das heißt weder, dass es "Lappalien" sind, was heute politisch schief läuft noch dass man sich nicht darüber beschweren sollte. Aber diese Menschen hätten viel schlimmeres gesehen und dadurch einfach einen anderen relativen Bezug zu den Dingen. Sie wären superglücklich im heutigen Chaos-Europa.

Du selbst wirst, wie jeder andere auch, nie einen Zustand perfekter Gesundheit genießen, das weißt du ja. Aber wenn du in Bewegung bleibst, kannst du eines Tages auf 2012/2013 zurückblicken und staunen, wie viel besser es dir geht als damals und wirst dadurch mehr Glück verspüren, als ein hypothetischer Jemand, der sein Leben lang nie mit irgendeinem einzigen richtigen Problem zu kämpfen hatte.

Und von Außen kommt ein unendlicher Druck.

Lass sie reden 8-) Die sehen nicht genauer hin und darum fällt ihnen der Klotz nicht auf, den du noch mit dir rumschleppst. Stattdessen sehen sie nur 'da ist aber jemand ziemlich langsam unterwegs'. Doch wenn diejenigen an deiner Stelle wären, dann würde es ihnen nicht anders gehen. Die würden auch von Arzt zu Arzt rennen müssen, hätten berufliche Schwierigkeiten usw. Also nimm' das Gerede nicht persönlich und schau' weiter geradeaus. Das wird schon.

Halt uns auf dem Laufenden!

Rzajaxni


Hihi, lass dich von mir nicht abhalten alles ausführlich zu schreiben. ;-D

Ja geplant war eigentlich eine Auszeit in überschauberer Länge um wieder fit zu werden und alles wieder richtig anpacken zu können. Nun sind es unterdessen 4,5 Monate Auszeit, meine starken Beschwerden durch den Rücken sind endlich weitestgehend weg, aber diese Müdigkeit lähmt mich eben extrem. Wenn ich das in den Griff kriegen könnte, säe die Welt schon wieder anders aus. Und vor allem brauche ich genrell Perspektiven und Ziele.

R5acjani


So...

Nun war ich also beim Hausarzt, und die Antworten sind erstmal ziehmlich ernüchternd: Machen sie Sport! Gut, muss ich sowieso, aber wie? Ich kann ja nichtmal das Treppenhaus wischen ohne danach 2 Stunden total zittrig zu sein. Und während der Arbeit bestand das Problem ja auch und da war ich 12 Stunden auf den Beinen und hab teils 2 Stunden Ware verräumt. (und da spreche ich nicht von Maggi-Fix-Tüten einräumen, sondern schon schwere Sachen)

Das Fluoxetin muss durch ein anderes Mittel ersetzt werden, welches nicht müde macht. Hmm ok wusste ich schon, fehlt nur noch der Arzt der das auch macht.

Zur Sicherheit macht er aber ein großes Blutild, hat den TSH extra nochmal erwähnt. Da lagen auch reichlich Röhrchen, dumm nur, dass meine Venen da grade anderer Meinung waren. Also morgen 2ter Versuch. Dafür hab ich dann jetzt wenigstens 2 Pflaster und nen blauen Arm... :-/ ;-D

Reajxani


Achja, Nüchternzucker wurde auch gemessen, lag bei 90. Ist für mich ja schon fast hoch. ;-D

l"e saeng real


Du schreibst, dein Eisen liegt 10-20 Zähler über dem unteren Grenzwert. Redest du vom Ferritin? Wie hoch genau ist der Wert? Ferritin ist das Speichereisen, eine bloße Bestimmung vom Hb reicht nicht aus, um einen Eisenmangel sicher zu bestimmen!

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