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Alles psychisch, oder doch nicht?

S1tef%anshxg hat die Diskussion gestartet


Alles psycho, oder was?

Hallo, jetzt muss ich doch mal hier im Forum etwas schreiben, da ich nicht mehr richtig weiter weiß. Vielleicht habt ihr ja noch Ideen oder Anregungen. Aber Vorsicht, Text ist sehr lang, ironisch und sarkastisch geschrieben. Wer nicht so viel lesen möchte, dem stelle ich unter diesen Text noch eine kleine Zusammenfassung zur Verfügung. Und noch eines Vorweg, ich habe diesen Text auf dem iPad erstellt, da mir der Luxus eines richtigen Rechners mit Internetzugang hier auf dem Lande, 2 km von der Großstadt entfernt, verwehrt ist. Und wer Rechtschreibfehler findet, kann sie gerne behalten!

Also erstmal zu mir: männlich, 38 Jahre, verheiratet, Sohn 5 Jahre.

Beruf: Verkäufer von Freizeitsportartikel der etwas erhöhten Preisklasse.

Etwas noch zur Vergangenheit: 2006 ist in der 39. SSW unser erstes Kind ohne weitere Gründe im Mutterleib verstorben.

Zum Arzt bin ich früher nur gegangen, wenn wieder irgendwelche Bänder gerissen waren oder ich mich wegen Erkältungen nicht mehr auf den Beinen halten konnte.

Irgendwie scheint alles 2009 angefangen zu haben. Hatte seit 3 Tagen heftige Schmerzen im linken Unterbauch. Bin dann Freitags als gar nichts mehr ging in die Notaufnahme gegangen. Dort wurde mir eine Divertikulitis bestätigt und 6 Tage behandelt. Nach zwei Wochen Absicherung durch Darmspiegelung. Danach war alles wieder gut, außer dass erste Extrasystolen einsetzten, die ich zu diesem Zeitpunkt nicht als eine ernste Sache gefühlt habe. Nur für den Magen nehme ich seitdem Omep 40 regelmäßig.

Im November 2010 ging es mir auf der Arbeit plötzlich sehr mieß. Ich muss hiermal erwähnen, dass ich zwei Tage zuvor noch einen Kühlschrank mit ca. 70 kg durch die Gegend geschleppt habe. Es entwickelte sich eine heftige Panikattacke mit vollem Programm, wie Heftiges Zittern, wobei ich dieses Wort erst viel später kennen lernte. Also wusste keiner was mit war, der Notarzt wurde gerufen und ab ging es in die Notaufnahme mit Verdacht auf Herzinfarkt. Todesangst: Ich sterbe! Weder der Notarzt noch die Ärzte im Krankenhaus bemerkten, dass es es "lediglich" eine Panikattacke war. Blutabnahme ergab erhöhte Leukozyten, Lunge geröntgt , alles gut. Suchen sie sich einen Hausarzt und schönen sich ein paar Tage. Muss dabei sagen, dass der Job schon stressig, aber immer Spaß gemacht hat.

Also bekannt die Suche nach einem Hausarzt. Der erste innere Arzt meinte dann ganz trocken zu mir: es kann sein, dass sie Aids oder Krebs haben bei den Leukozyten. Aha, Schock! Komisches Gefühl, nach Hause gewankt. Dann nachmittags neuen Arzt gesucht. Netter Mensch! Sie haben eine Lungenentzündung! Antibiotika. 3 Tage später: ach doch nicht. Vielleicht ist es ja Pfeiffersches Drüsenfieber. Naja, auch gut. Dann eben das. Es ging mir ja auch besser. Also wieder arbeiten! 4 Wochen später ging es mir auf Arbeit wieder sehr schlecht. Also fuhr mich ein Kollege nach Hause. Aber auf dem Weg, wieder Herzrasen, Schweiß und und und, Angst!!! Todesangst! Also schnell beim Hausarzt rum und auch er erkannte nicht die Panikattacke, sondern Rettungswagen gerufen, auf zur Klinik: eventuell Herzinfarkt. In der Rettungsstelle der gleiche Arzt wieder, wie beim erstem Mal. EKG normal. Leukozyten noch mehr erhöht. Könnte der Stress sein. Ansonsten Schonung angesagt. Zwei bis drei Wochen Pause. Kein Wort von Panikattacke. Also wieder auf nach Hause. Auf dem Weg schon wieder Anflüge von PAs. Aber zusammenreißen. Bis eben war es ja kein Herzinfarkt! Trotzdem: was ist mit mir los? Muss doch was am Herz sein, oder? Naja weiter schonen!

So jetzt ging es ja erst richtig los. Immer wieder Schmerzen in der Brustgegend, Angst und und und. Was ist, wenn mir das außerhalb der Wohnung passiert? Aber das hinderte mich noch nicht daran vor Panik und Co. nach draußen zu gehen. Aber es wurde teilweise so heftig, dass mal die Notaufnahme anderer Krankenhäuser getestet wurden. Immer das selbe Ergebnis: EKG in Ordnung, Blut naja, die Leukozyten halt.

Aber dann: Ärztin in der Notaufnahme hatte eine Idee! Wie wärmeres denn mal mit einem Besuch beim Neurologen/Psychiater? Aha. Schnell mal bei Google die Symptome eingehackt. Diagnose: entweder todkrank oder siehe da, Burn Out. Andere hatten ähnliche Probleme wie ich. Und das tolle daran, der Psychater hat lustige und vor allem wirksame Pillen dagegen oder dafür.?!

Gesagt, getan. Termin ging recht schnell. Anfang Dezember Vorstellung beim Psychater. Guten Tag! Was gibt's. ........... Ach so. Das sind Panikattacken. Panik was? Ist das gefährlich. Nein! Aber doof! Was passiert da, außer Den typischen Symptomen vom Herzinfarkt noch? Angst vor der Angst, Vermeidungsverhalten, Depression usw. Aber hier ist Citalopram, bitte 20 mg am Tag. Das hilft! Ok danke. Krankschreibung über 3 Monate obendrauf. Nächster Termin 4 Wochen und eventuell mal ne Therapie. Hej Super, danke. Ich kam als Ahnungsloser und war voll mit Informationen, die ich nicht brauchte. Aber legale Drogen in der Tasche! Und noch der Tipp, bei PA bitte Tavor nehmen, weil wenn das nicht hilft ist es doch das Herz! Bis jetzt waren es ungefähr 6 Tavor die ich probiert habe. Zum Glück nicht mehr!

Also erste Pille gleich mal eingeworfen. Dumm, keine Reaktion. Die nächsten paar Tage heftige Nebenwirkungen. Gleiche Symptome wie Herzprobleme. Anruf beim Psychater! Dann bitte weniger davon und langsam steigern. Ok! Klingt gut. Funktionierte auch. Nebenwirkungen nicht so schlimm. Aber!!

Jetzt begann die Angst vor der Angst! Probleme nach draußen zu gehen, das grübeln fing an. Saß auf der Terrasse, es fing an zu schneien und frieren. Noch größere Angst! Was jetzt Wenn du einen Herzinfarkt bekommst? Kommt der Rettungswagen bei dem Wetter rechtzeitig? Kann einem geholfen werden? Aber die Pillen haben ja auch ihre guten Seiten! Man konnte DSDS schauen ohne irgendwelche Gefühlsregungen. Wie geil!

Dann mal wieder nächster Besuch beim Psychater. Ich habe gar keinen Appetit mehr, 8 kg abgenommen und irgendwie geht es nicht vorwärts. Kein Problem. Dann nehmen Sie halt die doppelte Dosis! Und das wirkt dann? Natürlich, wer ist denn hier der Arzt? Oh ja, Entschuldigung! Sie natürlich! Aber ich hab da noch son Problem. Mein linker Arm bzw. die Finger schlafen öfters ein! Ach ja? Grübel! Das sind Teile der Depression, die Sie haben! Na dann, auch gut.

Also jetzt erstmal eine Woche 30 mg Citalopram, dann 40 mg! Oh ja. Wie cool ist das denn? Einen Super Trip auf Kosten der Krankenkasse! Es fehlten nur noch die Rosa Elefanten und die Indianer in der Küche! Ach ja, und aggressiv macht das ganze auch. Da ich mir einen neuen Hausarzt suchen musste, mein alter wollte mit einem Psycho nix zu tun haben, hatte aber vorher noch mal meinen Rücken lediert beim Einrenkversuch, mal wieder zu diesem sehr alten aber sehr erfahrenen Arzt hin. Und fix mal 10 kg zugenommen, wegen Heißhungerattacken!

Lassen sie das Zeugs aus dem Balg. Sofort ausschleichen! Und bitte mal zum Orthopäden gehen wegen dem Arm. Panikattacken ja, aber man kann auch Läuse und Flöhe haben! Und ne Therapie müssen sie beantragen, nachdem sie sich einen Psychotherapeuten gesucht haben. Ok, wusste ich so nicht. Dachte das macht der Psychater, aber nun gut. Wird alles gemacht. Aber was ist mit den komischen Schmerzen unter und in der Brust? Das ist doch Einbildung. Magen ist bestimmt in Ordnung bei 40 er Omep. Aber Leberwerte sind auch ganz mieß und Leber vergrößert. Das kommt wohl vom Citalopram. War dann zum Glück auch nach ein paar Wochen wieder gut.

Termin beim Orthopäden wahrgenommen. Überweisung zum Neurologen zum nerven messen im linken Arm. Und siehe da, keine Depression im linken Arm, sondern der Ulnarisnerv Defekt. Vorschlag: dringend OP. Mal sehen.

Parallel mal einen Psychotherapeuten ausgelotet. Komischer Typ. Aber mal sehen. Erster Termin bei ihm! Hab die und die Probleme. Auch auf dem Herweg komisches Gefühl, aber ich bin einfach weitergegangen. Sehr gut gemacht! Aber PAs haben sie nicht! Äh, wie jetzt? Keine PAs? Nein, die gehen anders, aber ich erkläre ihnen nicht wie! Dann haben sie erst recht welche. Ok, danke bis zum nächsten Termin!

Nächster Termin eine Woche später! Möchten Sie bei mir die Therapie machen? Ich denke schon! Warum nicht! Also entsprechende Anträge in die Hand bekommen. Dann Gespräch weitergeführt.......... Sie Rauchen? Sie trinken Kaffee? Sie trinken Alkohol? Sie essen Fettes Fleisch und weitere ungesunde Sachen? Ja, ich fühle mich schuldig! Äußertest Monaten schon kein Alkohol mehr! Jetzt kam nach längerem Überlegen die Antwort auf alle meine Probleme: ist ja auch kein Wunder bei ihnen. Kommt alles davon!!!

Antworten
Sqte7faxnshg


Ok, ich mal zum Hausarzt, ihm das erzählt. Na bei dem machen "wir" bestimmt keine Therapie! Anderen suchen. Na dann. Nach ein paar vielen Telefonaten jemanden gefunden. Inzwischen ging es mir ja auch deutlich besser ohne die ADs. Aber wenn's doch hilft dann doch eine Therapie. Kann ja nicht schaden, mal über seine Probleme zu reden. Und da ich ja auch wieder arbeiten ging, war es also alles nur eine Terminfrage mit dem Therapeuten. Aber irgendwann Anfang April die erste Sitzung bei ihm.

Sehr netter Mann! Verständnisvoll! Tolerant! Hatte auch einen Hund in der Praxis. Einfach toll dachte ich. Meine ganzen aktuellen Probleme durchgegangen. Aha. Sie haben also Angst und Panikattacken! Also doch! Tolle Tipps wann Herz wann nicht! Analyse abgeschlossen. Therapie kann fast beginnen. Mein altes leben war ja auch wieder da. Arbeit auch am Wochenende, mit Chef Bierchen nach der Arbeit zum runterkommen, mein heissgeliebter Stress! Alles wieder normal. Wenn mal diese Unruhe aufkam innerlich, bevor mich die PA Kriegen konnte: fix mal paarLiegestütze in der Werkstatt oder sonstwo.

Es folgten weitere Gespräche beim Psycholgen. Dumm nur, dass ich nicht meine wirkliche Persönlichkeit zeigen dürfte. Es waren Kraftausdrücke jeglicher Art bei ihm verboten. Dumm nur dass ich gebürtig aus einer Region stamme, wo solches reden normal ist. Aber gut man kann sich ja mal für ein paar Minuten zusammenreißen. Der Wecker war ja auch immer gestellt, so dass man auch mit brennenden Fragen auf die nächste Zusammenkunft warten musste. Dann ging es los bei der Ursachenforschung! Ich war der Meinung, ob man nicht mal bei der Tatsache der Totgeburt unseres Kindes ansetzten könnte. Nein, verfehlt! Muss in der Kindheit liegen! Hmmmmmm. Na, er wird sich schon auskennen. Die ersten fünf Stunden waren um. Normales Prozedere. Antrag, Arzt, Psychologe und ich. Na dann mal zu. Es vergingen einige Wochen! Nix gehört.

Dann endlich den Psychologen mal wieder erreicht. Liegt wohl an der Krankenkasse. Muss da mal nachhorchen. Geht doch! Aber Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ich selber bei der Kasse angerufen. Hier ist kein Antrag! Keine Ahnung. Herr Psychologe Soundso hat sich aber auch nicht gemeldet. Na sei's drum, ist ja auch egal, mir geht's ja fast wieder gut. Irgendwann ein Anruf vom Psychologen. Entschuldigung, da ist wohl etwas schiefgelaufen, die nächste Stunde nehme ich auf meine Kosten! Hej, der ist ja doch gut. Also nix wie hin!

Dilemma! Warum haben sie keine Überweisung? Äh, bitte? Sie sagten doch....! Ach ja. Ist ja auch schon so lange her! Weitere 35 Minuten Vorwurf über Vorwurf! Ich mache also alles falsch! Bin dumm! Aggressiv? Pass bloß auf, du ;-). Ich und aggressiv? Aber egal. Vielleicht wird ja doch noch alles toll. Nächster Versuch mit der Therapiebeantragung. Es wird dauern!

Zwischendurch natürlich immer mal wieder zur Stippvisite in die Notaufnahme, in der Hoffnung mal ne ordentliche Diagnose zu bekommen. Mal war es ein Muskelfaserriss im linken Brustmuskel, mal der Magen, dann eine Nervenentzündung!

Trotzdem nochmal den Hausarzt gewechselt, denn irgendwas musste ja auch mit dem Magen sein. Magenspiegelung ergab: chronische Gastritis, Reflux und Zwerchfellbruch. Also Omep 40 zwei mal täglich und einige Schmerzen waren schon mal geklärt.

Aber es ging mir wieder schlechter nach diesem Termin. Warum? Keine Ahnung! Aber ist gibt ja auch Abhilfe, wenn man gewillt ist selbst zu bezahlen. Also mal so rumgegooglt. Gleich um die Ecke gibt es einen Heilpraktiker für Psychotherapie. Gleich mal ein Treffen vereinbart. Im Café getroffen, lustiger Mann. Mischung aus Schamane, Gelassenheit, Zuversicht und Psychotherapeut. Nach unsrem Gespräch war er sich sicher, eine Sitzung reicht um mir meine Probleme zu nehmen. Vielleicht würde ich ja auch schon Positives aus unsrem Vorgespräch mitnehmen. Ja, ne, ist klar. Aber doch, gleich am Nachmittag kam Kundschaft, mit denen wäre ich nie zu recht gekommen, aber ich konnte diese Leute mit meinem Positiven anstecken und überzeugen.

Dann der Termin beim "Wunderheiler"! Vollstes Verständnis für mich und mit Handauflegen und Trance fitmachen. Hej cool. Das funktioniert ja wirklich! Die nächsten Wochen ging es mir prima. Dann der nächste und letzte Termin beim Psychotherapeuten. Antrag? Wieder weg? Ne da! Oder auch nicht?! Formfehler?! Keine Ahnung mehr. Aber egal, es geht ja in den Urlaub! Entspannen! Kraft tanken!

Ein paar Tage bevor es losging, mein Zustand verschlechterte sich. Also nochmal zum Heilpraktiker. Diesmal half das aber nicht so gut. Aber egal, im Urlaub wird's schon wieder! Oder auch nicht!

Die Angst war wieder voll da. Mein Herz? Schnell ein paar Leibesübungen gemacht. Ach doch nicht Herz! Lebst ja noch. Aber die Angst! Probleme mit dem rausgehen. Und das im Urlaub! Toll! Aber da gibt's ja noch den Alkohol! In der richtigen Dosierung, nicht zu viel oder zu wenig, nimmt er einem ja auch die Sorgen! Ist natürlich keine Lösung! Deshalb Urlaub vorzeitig abgebrochen!

Zurück nach Hause! Vielleicht bringen ja ein paar Tage bei meinen Eltern noch die gewünschte Entspannung. Aber Pustekuchen! Es wurde noch schlechter. Na dann mal an diesem Ort zu einer Psychologin im Krankenhaus. Super Frau! Älter, Erfahrung und außerdem hatten sie hier ja auch den Sebastian Deissler wieder auf die Beine gestellt. Langes Gespräch mit der Ärztin! Diagnose: schwer krank. Sie haben eine Herzneurose! Das kann schon sein. Und jetzt? Nach wir nehmen Sie hier in 4tagen stationär auf. Und dann geht's bergauf. Ok! Klingt gut! Einweisung und alles besorgt, dann der Anruf, geht leider doch nicht. Sie müssen an ihrem Wohnort sich etwas suchen. Also wieder ab nach Hause! Enttäuschung groß. Zwischendurch mal versucht, meinen Therapeuten zu erreichen, keine Chance. Anscheinend wollte er nicht mit mir arbeiten. Hätte er aber auch gleich sagen können.

Zuhause erstmal zu meinem Psychater hin! Ich habe eine Herzneurose! Wer erzählt denn so einen Blödsinn, war die Antwort. Na, eine sehr erfahrene Ärztin in Stadt XY. Ein Lächeln, dann die Erklärung: ist das gleiche wie ne Panikattacke! Ok, gut dann nicht! Am Wochenendedann Freitags mal die Diensthabende Psychologin in der Klinik aufgesucht. Aufnahme stationär nicht möglich. Ab nach Hause. Aber vielleicht ist ja morgen die Psychologin besser drauf. Also nochmals hin. Stationär? Haben Sie Selbstmordgedanken? Ne gerade noch nicht! Dann geht's nicht. Aber wir haben eine tolle Tagesklinik! Da passen sie Super hin! Das klingt ja gut. Termin war fix gemacht und los ins nächste Dilemma!

Erster Tag: Aufnahmegespräch und Rundführung. Es gab 4 Gruppen. Eine war auch für Angstpatienten. Aber ich dürfte in die allgemeine Gruppe. Juchu, hier fielen auch die meisten Gespräche aus. Kurz mal der Ablauf:

Einmal die Woche Einzelgespräch ca. Acht Minuten

Zwei bis dreimal die Woche Gruppe max. Eine Stunde

Einmal OberarztGespräch pro Woche

Bisschen Sport, Entspannung und der Rest Ergotherapie!

S(tefan-shg


Man wollte uns halt beschäftigt wissen. Aufgrund personeller Umstruktuierungen fielen dann halt viele Gespräche bei uns in der Gruppe aus. Aber nach fünf Wochen hatten wir dann auch endlich eine "geschulte" Psychologin, die leider mit Angstpatienten keine Erfahrung hatte. Aber man bekam unaufgefordert jede Woche ein EKG und absolut unproffessionelle ärztliche Hilfe. Aber dafür gabs Vitamin Komplex Tabletten, die einem Patienten mit Darmproblemen leider nicht weiterhelfen. Sollten richtige Ärzte eigentlich wissen. Leider fehlt mir auch die Fähigkeit zu entspannen. Also PMR nach Jacobsen brachte auch keine Lösung. Für meine restlichen körperlichen und psychischen Probleme auch nicht. Eines morgens musste ich direkt in die Notaufnahme, da ich auf dem Weg zur Tagesklinik mich nicht mehr bewegen konnte, mein Rücken und Brust waren so verspannt, ich bekam kaum noch Luft, dass sich dadurch erstmal eine schöne PA löste. Aber in der Notaufnahme keine wirkliche Hilfe, da ich ja einer von den Psychos der angeschlossenen Tagesklinik war. Also selber Hilfe suchen! Orthopäde gefunden, der mir mal die Brustwirbel zurecht gerückt hat. Ich bekam wieder richtig Luft und irgendwie meine Psyche auch teilweise, nachdem er mir erklärt hat, dass diese Verspannungen schon mal zu Herzinfarktsymptomen führen können. Also vielleicht doch nicht alles so psychisch wie angenommen. In der Tagesklinik fand man das halt nicht so lustig! Warum auch immer. Wenigstens wurde jetzt auch kardiologisch, nicht in der Klinik, mal untersucht. Ultraschall des Herzens und ein Belastungs EKG. Alles gut! Also Herz ok? Aber diese blöden Extrasystolen und der Schwindel nach dem Essen. Aber hierdrauf gab es keine Wirkliche Antwort, außer das ist so! Aber ich dürfte noch Erfahrung mit Lyrica machen. Soll ja ein Super Mittel sein ( hilft vielleicht auch gegen Schweißfüße). Nach ein paar Tagen sagte ich, dass es mir schlecht davon ginge. Die Antwort: dann nehmen sie halt mehr davon! Das habe ich doch schon mal gehört! Ne lieber nicht. Aber fast wäre ich ja nach meinen acht Wochen als geheilt entlassen worden. Aber dann doch noch eine rettende Idee seitens der Klinik. Eine psychosomatische REHA könnte helfen. Also fix mal beantragt. Der Entlassungsbericht zeigte, ich habe eine Panikstörung, leichte bis mittelgradige Depression, Angst vor Krankheiten, Gastritis, Sodbrennen und Compartmentsyndrom am linken Unterschenkel! Ist ja nur zehn Jahre her, aber kann man ja so mit aufnehmen. Scheint für junge Ärzte etwas tolles zu sein.

Nach ein paar Wochen und vor allem netten Telefonaten mit der Rentenkasse hatte ich meinen Termin und Klinik gefunden. Aber leider kam alles erstmal anders wie gedacht. Der linke Unterbauch meldete sich wieder! Nachts kam der ärztliche Notdienst mit ner Spritze und nächsten Tag ab in die Notaufnahme des besagten Krankenhauses. Tolles Team! Guten Tag Herr, simulieren wir wieder? Aber nach Blutabnahme wurde mir dann angeraten, doch zu bleiben. Nix Simulation. Entzündungswerte extrem erhöht. Keine Entschuldigung, nix! Ne, ich gehe lieber dorthin wo man mich ernst nimmt. Also raus da, ab zum Hausarzt. Therapie mit Antibiotika. Aber leider momentan nicht REHA fähig. Aber alles wird ja gut, dann war es halt Mitte November und nicht Oktober, dass ich zur Reha durfte. Also auf zur Klinik!

Ärztliches Aufnahmegespräch als erstes. Ok, ok, ok. Das haben sie alles. Dann mal fix Blut abgenommen und weiter zur psychologischen Aufnahme. Nach zehn Minuten Gespräch: Panikattacken ja, Depressionen NIEMALS! So wie sie drauf sind. Also ran an die REHA! Keine Kur sondern REHA! Zeitplan so eng, dass man spätestens hier an Burn Out erkranken kann. Aber wenigstens hier eine vernünftige Tagesplanung. Um sieben Uhr Frühsport, dann Frühstück, Gruppen, Sport, Entspannung, Therapien und Ergotherapie, aber sinnvoll und nur zweimal die Woche. Aber auch hier zeigte sich wieder, dass alle Maßnahmen zur Entspannung bei mir nix bringen, außer bei einer heftigen Massage! Aber alles was gut war, wurde erstmal wieder gestrichen. Keine Zeit, kein Platz war die Antwort. Aber es ging mir besser. Dann holte ich mir beim Frühsport einen Bänderriss. Aber halb so schlimm, gibt ja Schienen dafür. Dann aber kam der Tag als der heftige Schwindel einsetzte. Ich war im Fitnessraum, und natürlich wie jeder Mann nimmt man ein paar Gewichte mehr! Was weiß ich! Abends dann setzte der (Schwank-)Schwindel ein. Und wurde jeden Tag schlimmer. Komisch war nur auch nach dem Essen. Die betreuende Psychologin sagte nur, was ist denn jetzt wieder mit ihnen? Schon wieder Psyche, oder was? Keine Ahnung? Vielleicht Rücken, oder was weiß ich! Helfen konnte oder wollte mir da keiner. Nur das Biofeedback brachte nochmal etwas Aufschluss: meine körperliche Anspannung passt nicht zu der innerlichen. Innen ganz ruhig, Muskeln total verspannt! Komisch! Aber keine Ahnung was das bedeuten soll. Also dürfte ich kurz vor Weihnachten wieder nach Hause mit den Diagnosen: Angst und Panik, jetzt doch Depressionen, Compartmentsyndrom, Bänderriss, Gastritis, Divertikulose, schlechte Cholesterinwerte und unklarer Schwindel. Aber Hurra, arbeitsfähig! Dann mal los.

Jetzt sollte natürlich erstmal der Schwindel abgeklärt werden. Parallel dazu wieder arbeiten. Ging ja recht gut, wenn man bedenkt dass ich wirklich wankte. Aber ich wollte mich durchbeißen. Vielleicht ja doch nur die Psyche! Also erstmal MRT vom Kopf: nix drin, außer Schwellung der Schleimhäute irgendwelcher Höhlen. 24 Stunden EKG so weit in Ordnung außer der Extrasystolen. Aber können auch von den Giftstoffen auf der Arbeit kommen, oder auch nicht. Auf jeden Fall waren es heftig viele. Dann Orthopäde mit MRT von HWS und LWS, angeblich kein wirklicher Befund. Borreliose wurde natürlich auch ausgeschlossen. Aber die Arbeit machte wieder Spaß, mit Schwindel bei einigen Sachen sehr mühsam. Bei manchen Aktionen musste man halt schon richtig aufpassen. War halt nur Auffällig, dass sobald man mit den Giftstoffen in Kontakt trat, dass auch die Extrasystolen heftiger wurden. Mein Hausarzt war glaube jetzt richtig überfordert. Bei einem Besuch dann wieder alles körperlich, dann doch wieder die Psyche. Dann die rettende Idee eines Kunden von mir! Stell dich mal bei dem Chefarzt der Chirugie des Krankenhauses vor, den kenn ich. Also da mal hin. Paar Untersuchungen, wie Breischlucktest. Könnte alles mit dem Zwerchfell zusammen hängen. Das machen wir wieder dicht und präparieren den Magen, dann wird alles gut und sie brauchen keine Omeps und sonstiges mehr. Das hört sich doch gut an! Das machen wir. Alle Probleme weg. Ein paar Tage später schon auf Station kurz vor der OP. Heftige Erkältung bekommen, keine OP möglich. Ab nach Hause, dochmal darüber nachdenken. Besser doch nicht. Also weiter damit leben. Mit dem Schwindel kann dass ja eigentlich auch nicht zusammenhängen.

Im März hatte ich dann auch noch eine partielle Gesichtslähmung mit all seinen Facetten. Aber scheint ja nix schlimmes zu sein.

Also weiter arbeiten, Schwindel ignorieren! Schmerzen in den Muskeln des linken Armes auch. Ist ja alles nur psychisch. Dann mal zu einer Ostheopatin gegangen. Viele Lösungsansätze aber nix half. Der Vorschlag kam sogar vom Hausarzt. Aber Arbeit lenkt ja auch ab. Bis auf den Tag, wo sich wieder mein Rücken meldete. Keine Chance zur Bewegung aber zur Panik. Also ab in die Notaufnahme eines anderen Krankenhauses. Die werden ja wohl Spritzen haben und damit umgehen können. Hat ja früher auch mal geholfen! Ist ihnen auch schlecht? Ja! Haben sie Probleme mit dem Magen? Ja. Gut dann bleiben sie mal ein paar Tage hier. Kann damit Zusammenhängen. Magenspiegelung mit den üblichen Ergebnissen! 24 Stunden EKG mit deutlich weniger Extrasystolen, war ja auch nicht auf der Arbeit. Differnzialblutbild auch in Ordnung. Also zurück! Alles Gut. Und mein Rücken? Keine Ahnung!

Ab jetzt ging es mir wieder schlechter, vorallem nach der Arbeit. Könnte es doch auch mit den Stoffen zu tun haben, mit denen wir hier rummachen. Aber egal jetzt gab es erstmal wieder Urlaub. Was soll ich sagen, diesmal kein Vergleich mit dem Vorjahr. Alles bestens! Außer Schwindel immer noch da und den Muskelscherzen im linken Arm, gerade auch wenn ich ihn hochlegte. Her kaum Angst und ähnliches. Keine Panikattacken! Aber irgendwann ist ja mal alles zu Ende und es ging zurück zur Arbeit.

Gleiches Bild. Kaum da, ging es wieder los. Mittlerweile erfuhr ich, dass ein Kollege Hautprobleme bekommen hat durch diese Giftstoffe. Und auch bei mir meldete sich wieder das Herz. Extrasystolen ohne Ende. Also machen wir mal hier Ende mit der Arbeit. Bringt ja nix, außer Ärger!

SwtefaCnshxg


Mir ging es wieder schlechter! Also mal was neues ausprobieren. Bioresonanztherapie! Wenn man daran glaubt, dann vielleicht. Es ging ja auch erstmal gut. Gepaart mit Krankengymnastik. Ich war auf jeden fall fähig einen neuen Job anzunehmen. Mehr Geld, weniger Stress, alles gut. Parallel dazu noch mal der Versuch mit ner Psychotherapie bei dem Besten, der mir so ans Herz gelegt wurde von meinem Hausarzt, weil die Schmerzen einfach nicht aufhören wollen. Wieder netter Mann, hat selbst was an der Bommel, gibt keinen die Hand! Kann nur gut sein. Anfänglich sehr umgänglich, man konnte so reden wie man möchte, sich also nicht verstellen. Aber wieder kein Eingehen auf unseren Verlust 2006. Für ihn ist wichtig, dass man in einer Beziehung Sex hat, dann ist alles gut. Aber seine Idee zu dem Thema Extrasystolen war gut. Einfach mal bewusst kalte Cola trinken und schon gehen die Dinger los. Aber ansonsten plätscherte die Therapie so vor sich hin. Wenigstens die Krankengymnastik tut einem gut und bringt ein wenig Linderung. Dann Ende Januar diesen Jahres, wieder mal der Linke Unterbauch. Und das kurz vor einer Messe. Schnell zum Hausarzt. Wieder Verdacht auf Divertikulitis. Vorsichtshalber Antibiotika bekommen. Schnell nochmal Positives beim Heilpraktiker abgeholt und irgendwie sollte man die Messe schon überstehen. Es ging auch so weit gut, außer dass ich mit einer heftigen Erkältung wieder gekommen bin. Die entwickelte sich dann wohl zur Lungenentzündung laut Hausarzt. Also wieder Antibiotika und krank. Aber kein Röntgen oder CRP Nachweis. Anfang März dann wieder der Darm. Diesmal bitte mit ganzer Abklärung. Also auf ins Darmzentrum mit Spiegelung und was sonst noch dazu gehört. Wieder positiver Befund. Nach langen hin und her, entschloss ich mich zur Operation, bzw. Sigmareduktion. Also musste ein Termin gefunden werden. Ende April wurde dazu auserkoren. Die anderen Probleme hörten natürlich nicht auf. Mittlerweile wurde das Linke Bein auch taub und die Oberschenkelmuskulatur schmerzte immer wieder heftig, genau wie die Linke Wade. Linker Arm natürlich auch weiterhin. Thrombose wurde aber schon im Februar bei einem Gerinnungsarzt ausgeschlossen, wo ich wegen dem Verdacht auf Faktor 5 Leiden war.

Irgendwie ging es mir zu dieser Zeit besser, vielleicht weil ich wusste, dass mir jetzt endlich mal ein Problem genommen wird.

Dann war es so weit. Die OP stand an. Vorgespräche mit den Ärzten waren super. Nette Leute. Auch hier sprachen wir natürlich über meine anderen Probleme, und diese Ärzte hatten irgendwie kein Verständnis dafür, dass das Thema der Totgeburt immer wieder totgeschwiegen wurde. Direkt vor der OP war ich zwar aufgeregt, aber kein Anflug von Panik, wie ich das vor anderen OPs kannte. Jetzt erinnerte ich mich auch daran, dass ein Teil der Panikattacken scheinbar normal ist. Ich lies alles über mich ergehen und schlief mehr oder wenig friedlich ein................dann aufgewacht aus der Narkose. Heftige Schmerzen, aber nach eingehender Kontrolle festgestellt, kein künstlicher Darmausgang oder sonstige Drainagen. Gut, oder? Bisschen mehr Schmerzmittel bekommen. Aber soweit fit, wie man es nach einer längeren OP sein konnte. Doch dann, es bekann das große Zittern, warum auch immer. Die Anesthesistin war gerade anwesend und meinte, was sei das jetzt wieder. Wir hatten ja vorher auch über meine Panikattacken gesprochen. Ich sagte, ist genau wie bei meiner ersten Panikattacke nur ohne Herzrasen und so, aber das Zittern. Ich bekam etwas zur Beruhigung und ab ging's aufs Zimmer. Es ging auf jeden Fall, was meinen Darm anging, schnell aufwärts. Nahm fleißig meine Schmerztabletten oder was ich dafür hielt, es wunderte mich nur dass ich auf einmal wieder verstärkt zur Unruhe und Panik neigte. Aber auch hier gabs bei Google Abhilfe: durch mein Nikotinentzug kann man schon mal zu Panikattacken neigen. Na gut, dann halten wir das mal aus. Bei allen anderen Problemen konnte man mir auf dieser Station leider nicht helfen, dass was die Muskelschmerzen und Rücken, Arm und Schulter anging. Dann am 6. Tag eine große Erkenntnis. Eine Schwester fragte mich, ob ich die Tabletten schon vorher genommen habe. Ich fragte, welche? Na die Amineurin! Was für Dinger? Na Antidepressiva! Hä? Warum bekomme ich die? Keine Ahnung, war die Antwort. Obwohl ich mir das auch selber hätte beantworten können, warum und von wem verordnet. Es wollte aber keiner gewesen sein, man hat sich nur tausendmal entschuldigt, ohne mein Wissen mirdie Dinger zu verabreichen. Auf jeden fall konnte ich nach 9 Tagen das Krankenhaus vorzeitig verlassen, da ich sehr schnelle Fortschritte machte, zumindest was den Darm anging. Die anderen Probleme waren natürlich weiterhin da.

So vergingen die nächsten Wochen mit den Nebenwirkungen meiner Darm OP mehr oder weniger gut vorbei. Wobei die anderen Sachen sich massiv verschlechterten. Jetzt war mein Hausarzt völlig überfordert, selbst als er mir den Auszahlungsschein für die Krankenkasse ausstellen sollte. Dafür gabs nicht mal ne Wundkontrolle der OP Narben. Also musste mal wieder ein neuer Arzt gefunden werden. Zwischenzeitlich kam sogar der Psychotherapeut auf die Idee, mal einen Zusammenhang mit der Psyche und Darm raus zu finden. Er war jetzt der Meinung, dass vorher Körper dann erst Psyche sein könnte. Also stattete ich mal mit meiner Überweisung einem sehr großem Lehrkrankenhaus einen Besuch ab. Aber leider wurde ich zur falschen Stelle geschickt, wo dieser Zusammenhang nicht erforscht werden könnte. Dafür fand ich in der Zwischenzeit eine sehr nette neue Hausärztin. Sie Las sich erstmal, vor unserer ersten Zusammenkunft, meine Befunde durch. Dann nach der Begrüßung der Hammer! Sie müssen ja teilweise Schmerzen im linken Arm haben. Ich Sage ja! Aber woher wissen sie das? Na hier steht doch im MRT Bericht, dass sie linksseitig zwei Bandscheibenvorfälle haben. Wie jetzt? Und die anderen Ärzte konnten das nicht lesen? Wohl nicht, bin ja auch ein Psycho. Also OP würdig noch nix, aber jetzt gab es zumindest gezielte Krankengymnastik. Und da kam raus, dass auch die Schulter ein wenig oder auch mehr deformiert ist. Mit dem Darm geht es voran, aber es zwickt immer mal wieder und es hat immer noch teilweise unangenehme Begleiterscheinungen. Aber Fakt ist, dass der Schwindel weiterhin anhält, sowie die Schmerzen in den Muskeln. Das alles gepaart mit dem Gefühl gleich zusammen zu brechen. Übelkeit ist auch ein ständiger Begleiter. Vor ein paar Wochen habe ich mir den ersten sprich Atlaswirbel richten lassen. Gute Idee? Vielleicht auch nicht. Schmerzen noch heftiger, Depressionen bekommen. Aber das stand ja auch alles in der Broschüre zu den möglichen Nebenwirkungen der ersten Wochen.

Nun Sitz ich hier und frage mich, was denn nun wirklich mit mir los ist? Alles psychisch oder was? Nehme jetzt seit zehn Tagen ShyX. Ich meine es hat sich etwas geändert. Außerdem habe ich Anfang September einen Termin zum tiefenpsychologischen Gespräch, falls doch alles psychosomatisch sein sollte.

Ich habe bestimmt noch einige Winzigkeiten und Zimperlein vergessen, aber im Gründe genommen war es das.

Der Schwindel und Unkonzentriertheit hindern mich leider auch beim Autofahren!

Zusammenfassung:

2009 erste Divertikulitis, erste Wahrnehmung von Extrasystolen, keine Angst

2010 Herbst: 2 Tage nach heftiger körperlicher Belastung Zusammenbruch auf der Arbeit mit Herinfarktsymptomen, Klinik kein Befund, zwei Tage schonen

Vier Wochen später erneute Herzinfarktsymptome, Klinik kein Befund, zwei Wochen Ruhe verordnet

Herzneurose entwickelt, viele Besuche in der Notaufnahme, Angst und Panik

Paar Monate Einnahme von Citalopram, Verschlechterung eingetreten

2011 Tagesklinik für Psychosomatik, Reha

Seit 2012 Schwankschwindel, man sieht es auch!!

Aktuelle Symptome: Schwindel, Schmerzen in den Muskeln linker Arm und Bein, Brustbereich, Unruhe und Zittern kurz nach erster Belastung, Schmerzen im Bereich linker Rippenbogen, Nackenschmerzen, Ausfallerscheinungen beim Gehen und im Kopf, Kribbeln und Ameisengefühl, Vergesslichkeit, Teilweise Konzentrationsprobleme, teilweise verschwommendes Sehen, Taubheitsgefühl linker Fuß rechte Seite, Muskelzucken, Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, teilweise Schluckbeschwerden, sehr schreckhaft, Appetitlosigkeit, Schweissausbrüche, und und und.........

Nun Ideen eurerseits und eure Meinung bitte.

Ich danke schon mal Voraus.

P?iMra0x509


Also ich muß gestehen, daß ich nur den ersten und zweiten Beitrag ganz gelesen habe, dann den Rest überflogen.

Aber bereits da klang es für mich stark nach einer Angsterkrankung mit Panikattacken.

Und wenn ich die Symptome am Schluß so lese, dann liest sich doch fast alles wie bei Angstpatienten.

Da ich nur überflogen habe nun die Frage (sorry): Bist du aktuell in Therapie? Nimmst du gerade AD?

S#tefAanxshg


In Therapie ja, ADs nein!

sXkebdasxto


Hallo Stefanshg,

nur für deinen Beitrag hab ich mich hier angemeldet. Ich erkenne mich selbst in vielen Sätzen aus deinem ausführlichen Bericht, nur Ärzte und Notaufnahmen hab ich ein paar weggelassen. Ich möchte Dir eigentlich nur mit einer kleinen Rechnung Mut machen nicht aufzugeben und solange zu suchen bis DU DEINE Lösung gefunden hast, ob physisch oder psychisch ist hierbei egal. Die wirklich schlimmen Krankheiten bringen uns schnell um und der Vorteil einer längeren Angstkarriere ist dass man mit den Jahren erkennt dass die Killerkrankheiten alle nicht zutreffend waren weil wir ja sonst nicht mehr da wären. Das hilft in Phasen körperlichen Unwohlseins natürlich nix – aber in Phasen des "naja geht schon " kann man sich Gedanken über die körperlichen und /oder psychischen Ursachen seines Leidens machen. Selber suchen und solange Ärzte wechseln oder selber informieren (möglichst ohne Dr. Google) bis es einen besser geht.

Such mal nach Unverträglichkeiten, Roemheld, Wirbelsäulensyndrom und ich denke du wirst zumindest Denkanstöße bekommen.

Grüße aus Bayern

SJeve'nX.of.xNine


Hast Du schon mal an einen simplen Nährstoff- bzw. Vitaminmangel gedacht, denn derartiges kann unter Umständen übelste Beschwerden verursachen? Vergleiche beispielsweise nur das hier mit Deinen Sympthomen:

[[http://www.vitamin-b12-mangel.org/vitamin-b12-mangel-symptome/]]

Leider wird nur der allernötigste Vitaminstatus vom Hausarzt gezahlt, aber sooo teuer ist der Rest nun auch wieder nicht. Vitamin D (25-OH-Vitamin D) war beispielsweise auch bei mir deutlich erniedrigt, und das, obwohl ich einen Großteil des Tages draußen bin.

Gruß

Seven

FwlamPechxen


Ich habe alles gelesen und ich finde , bei aller belastenden Symptomen, hast du es teilweise sehr amysant geschrieben :)_

Ich kann dir nicht helfen, hab mich in Teilen auch wiedergefunden...zumindest was den Äetremarathon bei bestimmten Symptomen angeht und die tollen Diagnosen, die man so erhält...

Tja ob alles psychisch ist? Ich weiß es nicht. Wäre es denn so schlimm? Ist es denn relevant? Wenn ich eines gelernt habe...10 Ärzte- 10 Diagnosen! Und bringt es dich weiter? Nein!

Ich hatte auch ne zeitlang diverse Symptome und keiner wusste, was es ist...eine richtige Diagnose bekam ich nie...es war wie bei dir...1000000 Untersuchungen...hier und da mal ein Verdacht, am Ende dann doch wieder nicht bestätigt....irgendwann verschwanden die symptome..mit anderen arangiere ich mich einfach.

Kannst du das vielleicht auch? Such dir deinen Weg ...verlass dich nicht auf Ärzte. Du wurdest mehrfach gecheckt, nix lebensbedrohliches gefunden und wirklich Hilfe hast du auch nicht bekommen. Also schlag dich durch!

Hast du deinen Job im Verdacht? Wegen der giftigen Stoffe dort? Kannst du einen Wechsel in Betracht ziehen? Ganz abwegig klingt es nicht.

Sind die Symptome erst nach dem tragischen Verlust eures Kindes aufgetreten? Wenn ja, wie wäre es wenn du beim Pyschologen gar nicht die Symptome zuerst erwähnst, sondern gezielt hingehst und sagst, du brauchst Hilfe bei der Verarbeitung von diesem Ereignis? !!! Die Sympome kannst du ja dann später auch ansprechen.

Wie geht es deiner Frau ? Ist eine gemeinsame Therapie ratsam?

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