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Mama totkrank seit 3 Wochen auf Intensiv

S_chlit{za0uge6x7


Ich bin nicht herzlos, sondern ernüchtert über genau die Situation.

Leberkoma. Frau Alkoholikerin, Pilze, Bakterien, Beatmung. Würden die Ärzte eine Chance sehen in einer Dialyse, wäre sie sicherlich erfolgt. Hier wird sogar von Transplantation geredet. Dazu gehören aber ganz andere Vorraussetzungen. Und wenn das hier herzlos ankommt: es ist aber genau so, da wird sicherlich keiner Alkoholikerin eine Leber transplantiert, schon gar nicht in solchem Zustand.

Es tut mir leid für die TE, es tut mir leid für die Patientin, die offensichtlich schon so schwer erkrankt ist, dass jegliche Therapie, die ja bereits erfolgt, nicht greift. Eine Verlegung in eine andere Klinik kann vielleicht sogar durch den Transport noch den Zustand verschlechtern.

Dem Leben vertrauen – genau das sehe ich hier. Der Mutter vertrauen, dass das Leben sie weiter trägt.

Das ist die einzige Hoffnung, sie wird doch behandelt, nicht aufgegeben, es erfolgt doch alles, was man gerade nötig ist.

Eine 2. Meinung ist ok.

Aber ich sehe bei solche einer schweren Erkrankung, wie sie hier geschildert wird, eben auch, dass alle Maßnahmen vielleicht auch nicht greifen könnten, trotz aller Bemühungen.....

Und genau da darf es wohl auch erlaubt sein zu sagen, dass der Tod zum Leben gehört und vielleicht auch dies geschieht. Wir wissen es alle nicht. Es wird sich zeigen.

Liegt denn vielleicht ein Verfügung vor, in der die Mutter bestimmt hat, wie bei Vorliegen einer schweren Krankheit zu verfahren ist? Und wer darüber dann entscheiden soll?

bzinkybmrainU68x9


Ich wüsste nicht was gegen eine Leberdialyse spricht... So belastend wird das doch nicht sein.

bTinkcybraxin689


ich vermute die werden die Leberdialyse gar nicht haben....

Also müssen sie einfach abwarten was passiert.

am besten du rufst mal die umliegen Krankenhäuser an wo die so eine leberdialyse haben. laut internet, gibts mehrere leberzentren in deutschland. aber eben nicht in jedem spital.

Z!ykankalxi


Würden die Ärzte eine Chance sehen in einer Dialyse, wäre sie sicherlich erfolgt.

Und genau das ist quatsch. Ärzte sind keine Götter in Weiß, sie sind eiskalt und berechnend [...]

Ob ein Patient nun Alkoholiker ist, Drogenabhängig oder einfach "nur" krank darf einfach keine Rolle spielen. Ebenso sollte es vollkommen egal sein, ob der Patient Privat- oder Gesetzlich krankenversichert ist. ALLE Maßnahmen zur Rettung sollten vollzogen werden, gleich welche Kosten da auf die Kassen zukommen.

[...]

Bitte halte uns auf dem laufenden wie es weiter geht. Vielleicht wäre eine Privatklinik tatsächlich ratsam, die Kosten sind dann zwar da, aber was sind ein paar tausend Euro gegen das Leben eines Menschen? Nichts!

Alles Gute

gUranixta


[...]

:-o

bAla>uerD>rdachexn


Und genau das ist quatsch. Ärzte sind keine Götter in Weiß, sie sind eiskalt und berechnend [...]

:-o

b%lauperDraxchen


ich finde übrigens auch das der beitrag von Schlitzauge67 nicht herzlos ist sondern sehr differenziert und vorrausschauend.

ein alkoholkranker patient im koma mit solch entzündungswerten / -zeichen seit 3 wochen, tracheotomiert, krämpfe. Die chance da zu gesunden sind sicherlich sehr gering. und das jemand nicht sterben darf / soll weil er nur erst 50 jahre ist spielt dabei keine rolle.

gegen eine 2. te meinung spricht sicherlich nie etwas, aber ich glaube kaum das eine verlegung in dem zustand sehr förderlich ist.

alles gute für deine mutti @:)

JEulia[nia


@ bitteumhilfe:

Die Gastroenterologie der UK Bonn ist spezialisiert auf Erkrankungen der Leber. Ruf dort an und frage nach ob die irgendwas machen können.

tphep-cavxer


Ich fürchte, Ihr baut Luftschlösser:

Es handelt sich um eine nicht einsichtige Alkoholpatientin. Mit anderen Worten: Sie darf gar keine lebertransplantation bekommen. Wird sie auch nicht, weil natürlich nach den transplantationsskandalen der letzten Zeit man einigermaßen genau hinschaut, wer auf Wartelisten kommt und wer nicht.

Ohne die Aussicht auf eine Transplantation muss man sich aber sehr genau überlegen, was noch Sinn macht und was nicht. Leberdialyse ist kein Dauerverfahren - das ist eine kurzzeitige Überbrückung, bis sich die Leber etwas erholt hat. Das macht man bei Patienten, für die man eine Perspektive sieht - und sieht die in diesem Fall aus? Selbst wenn Sie die akute Phase nun überlebt: Der nächste Einbruch wird kommen, eher früher als später. Hat es Sinn für sie, maximale Intensivmedizin zu betreiben, wenn die zu erwartende Lebenszeit kurz und die zu erwartende Lebensqualität gering sind?

EYhemal?iger Nutze4r (#39,391x0)


Was sind es für Keime? Sind es multiresistente Keime? Einfach nur mit einer anderen Klinik reden bringt nicht viel. Dort müssen die Karten auf den Tisch. Das heisst, es müssen sämtliche Befunde vorgelegt werden. Alles Andere macht eh keinen Sinn.

Kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Klinik freiwillig so eine kostenintensive Patientin aufnimmt. Und wenn das behandelnde Krankenhaus ein Lehrkrankenhaus der Uni ist, dann steht das KH auch mit der Uniklinik in Verbindung bezüglich weiterer Therapie.

Der Großteil der Medikamente wird in der Leber verstoffwechselt. Wenn die Leber aber nicht mehr funktioniert, verbleiben die Giftstoffe im Körper und werden nicht abgebaut.

Es ist ein Teufelskreis.

So hart wie es ist, man muss siich in diesem Fall wirklich mit dem Tod auseinandersetzen.

britte|umhil>fe87


Die Leber scheint nicht das Problem bei meiner Mutter zu sein, eher dass sie WIEDER nen Infekt hat und kurz vor der 2. Sepsis steht... die Ärzte reden von hepatische Enzephalopathie, dabei hat sie sich alles im KH geholt was sie nun plagt (1. Lungenentzündung -> weggeschickt -> zuhause septischer Schock!) zig Pilze und nun Staphylokokken, die auch durch das Tracheostoma erst in den Körper gelangen konnten.

außerdem sind die Leberwerte nicht allzu hoch, es ist eher die Dauerinfektion, die das Problem ist.... obwohl die Klinik eine Lehrklinik der Uni Bonn ist redete man mit der Uni Essen (??) und sagte meinem Vater und mir: "Die würden das genauso machen..." Alles nachdem wir geäußert haben, dass wir eine Verlegung in Erwägung ziehen... die Ärzte benachrichtigen Tage später, widersprechen sich (Leber, Leber, Leber... die Krämpfe sollen vom Alkoholentzug kommen... nach 4 Wochen ist klar!!!)

zum Glück scheint das Antibiotika gegen die Staphylokokken zu wirken, seit Montag nimmt sie es... aber was ist da noch im Körper ??? ? am Hals riecht es sehr extrem und übel, der Stuhl ist auch sehr übel riechend... die sollen nach >3 Wochen mal was finden.

es ist einfach dieses sektorübergreifende was nicht vorhanden ist.... 1 Oberarzt, darunter Ärzte ... jeder sagt was nderes/ oder geht meinem Vater und mir aus dem Weg.... es ist zum Kotzen!

m`nexf


Der Platz für Grundsatzdiskussionen, was "erlaubt ist zu sagen", ist jedenfalls nicht in einem Faden, in dem der TE selbst und sehr akut in größter Sorge um seine Mama ist. Stimme Zyankali in jedem Punkt zu.

mXnOexf


* bezieht sich auf Seite 1, was hier geschrieben und zensiert wurde kannte ich nicht.

C}ornel=ia5x9


Ich kenne mich mit Leber leider nicht aus, deswegen kann ich dazu gar nichts sagen. Aber das hier ist mir aufgefallen:

kann nicht reden, motorische Schwierigkeiten, wie jemand nach'm Schlaganfall, das ist schlimm genug (für mich als Angehörigen) aber sie ist eben körperlich auf folgendem (stillstehenden) Niveau: ab und zu Fieber, immer wieder was neues (Pilz im Urin, Lungenentzündung, Antiobiotika 3-fach... hilft aber jetzt irgendwie nicht)

Das kommt mir sehr bekannt vor. Meine Mutter hatte das auch nach dem Aufwachen aus dem künstlichen Koma, das nennt sich Critical-Illness-Polyneuropathie. Ist aber reversibel, es braucht aber Physiotherapie und eine neurologische Reha über einen Zeitraum von mindestens 6-8 Wochen.

Diese ganzen Sekundärinfektionen kenne ich ebenfalls nur zu gut aus der Zeit meiner Mutter auf der Intensivstation (5 Wochen). Leider ist das heutzutage Alltag auf den IS, aber durch die ganzen Laboruntersuchungen werden sie im allgemeinen noch im Anfangsstadium abgefangen und behandelt.

bYittevumhiNlfex87


@ Cornelia59

Das wäre so schön, wenn es bei meiner Mutter auch so ähnlich laufen würde.... sie ist dort seit dem 20.8. und sollte egtl schon am 22.8. wieder "aufgeweckt" werden, aber diese Krämpfe waren zu extrem, seit paar Tagen ist sie nun da aber sie zittert, ist teils apathisch, beobachtet zwar, aber kann nur die Augenbrauen hochziehen (wenn ich es mache was ich toll finde) sonst versucht sie glaube ich auch was zu sprechen oder irgendwas zu äußern, aber sie schafft es noch nicht, sie bewegt ihren linken Arm teilweise schon ganz gut, aber mehr nicht gestern hat sie sich aber nach oben gerückt von selbst was ich schon bemerkenswert fand...... ich fahre jetzt gleich zu ihr und schaue dann mal was es neues gibt, sie muss diese verdammten erreger aus ihrem körper verbannen und bekämpfen... sonst sieht es schlecht aus, aber sie hat gestern auch 5 Stunden lang OHNE ATEMGERÄT geatmet... war danach aber ziemlich erschöpft.... teilwesie macht sie Fortschritte teilweise aber auch nicht (gesundheitlich)

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