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Mama totkrank seit 3 Wochen auf Intensiv

skofia34-399 jaPhre xalt


Der Platz für Grundsatzdiskussionen, was "erlaubt ist zu sagen", ist jedenfalls nicht in einem Faden, in dem der TE selbst und sehr akut in größter Sorge um seine Mama ist. Stimme Zyankali in jedem Punkt zu.

mnef

schließe mich deiner Meinung an mnef

Cfornel=ia5x9


Was diese CIP und die Beatmung angeht, kann ich dir nur raten: Geduld! Wir haben es auch lernen müssen, daß es so schnell nicht geht, wie wir es gerne hätten. Das waren zu Anfang ganz winzige Schrittchen, aber wir haben gelernt, uns an jedem kleinen Fortschritt zu freuen.

Das Atmen ohne Maschine (ich vermute mal feuchte Nase, oder noch CPAP?) ist erstmal Schwerstarbeit für den Patienten, das ist irgendwie gar nicht vorstellbar, weil es doch für einen gesunden Menschen gar keine Anstrengung ist. Ist es aber doch, wenn man so lange nur gelegen hat (Muskelabbau!), und auch die Lunge und die Atemmuskulatur müssen erst wieder lernen, wie das geht, und vor allem über längere Zeiträume. Meine Mutter (84) war auch erst schon von der Maschine los, und dann mußten sie sie doch wieder dranhängen, weil sie schlicht überfordert war. Von da an hat es noch 2,5 Wochen gebraucht, bis sie den Trachealtubus rausmachen konnten. Frag mal die Pfleger, ob du ihr mit einem Wattestäbchen tropfenweise Wasser geben darfst, das haben wir immer gemacht.

Fürs Sprechen wird deine Mutter eine Sprechkanüle als Aufsatz für den Trachealtubus brauchen, ohne den kann sie nicht sprechen. Und selbst mit der Sprechkanüle wird sie nur flüstern können, so haben wir es erlebt. Normales Sprechen wird erst ganz langsam wiederkommen, wenn der Tubus komplett raus ist.

Interessanterweise war es bei meiner Mutter auch der linke Arm, der zuerst wieder in Bewegung kam. Sie hat die ganze Zeit auf der IS Physiotherapie bekommen, auch während des künstlichen Komas. Ich wette, das ist bei deiner Mutter auch nicht anders. Aber jetzt sind die Nerven eben beschädigt, und das muß erst langsam wieder werden. Erwarte keine Wunder, freu dich an kleinsten Schrittchen, z. B. wenn sie auf einmal den Arm heben kann. Oder die Gesichtsbewegungen langsam zurückkommen, oder sie zum ersten Mal den Kopf drehen kann. Es wird besserwerden, aber nur sehr sehr langsam, darauf werdet ihr euch einstellen müssen.

Gute Besserung und alles Gute für deine Mutter und eure ganze Familie! @:) :)*

sVof[ia34-039 jahrVe alt


ich hoffe aufjedenfall sehr, daß es deine Mama schafft :)_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_

liebe bitteumhilfe87

asonsten hatte ich schon gesagt was ich machen würde, zusätzlich eine zweite Meinung einholen (du und dein papa direkt mit einem anderen Krankenhaus sprechen unverbindlich nur sprechen). kann aufjedenfall eines nicht: schaden

ich spreche nicht von Verlegung, sondern von: sprechen erstmal nur.

s`ofia|34-39 jahxre alt


p.s. ich schließe mich den ersten beitrag von: Zyankali an.den ersten beitrag mit dem "herzlos usw." fand ich gut.

den zweiten beitrag der teilweise gelöscht wurde, konnte ich aber noch lesen, und fand ich nicht in Ordnung und er wurde meiner Meinung nach zurecht gelöscht/zenziert usw.

l!inu/xmaxn


Holt Euch unbedingt eine Zweitmeinung ein! Krankenhäuser bekommen viel Geld für Patienten gerade wenn sie nicht voll belegt sind spielt in gewissen Dingen durchaus auch der finanzielle Gedanke eine Rolle und die Frage ob einem Patienten geholfen werden kann ist zweitrangig (ungenügende Ausstattung etc).

Einige (sehr wenige!) Ärzte ticken wirklich so und wissen genau, dass sie dafür nicht belangt werden können (Mangel an Beweisen; keine Kunstfehler – auch Ärzte sind nicht allwissend etc).

Ich habe 3 Jahre lang in einer Firma gearbeitet welche IT technisch Krankenhäuser betreut hat und hatte somit täglich Kontakt zu Ärzten und Schwestern... von Notfallpatienten konnten keine MRT Aufnahmen und korrekt behandelt werden weil die Software für die Befundungsstation kurz vorher per Remote auf einen neuen Stand gebracht wurde und nicht ausreichend getestet etc pp...

C3ornLelia5x9


Du weißt aber schon, daß die KH nur noch Fallpauschalen bekommen? Und daß Intensivbetten die teuersten überhaupt sind, und sich normalerweise für eine Klinik nicht rechnen?

N5athxalya


Etwas seltsam fand ich, dass der Notarzt fragte, ob er sie überhaupt mitnehmen soll, da sie eh nicht mehr lange leben würde. Oh man...was wäre denn die Alternative gewesen? Aufm Boden liegen lassen und sterben lassen?

Naja, insgesamt vermute ich, dass die Ärzte Deine Mutter aufgegeben haben und es eventuell nicht einsehen, wer weiß was für Kosten in eine Behandlung zu setzen, die hinterher sträflich behandelt wird (z.B. weitersaufen...)

Ich hörte mal einen Arzt im TV sagen, dass man auch z.B. Raucher mit Lungenkrebs gar nicht operieren sollte, wenn sie nach der OP eh weiterrauchen. Fand ich richtig...obwohl ich damals selber noch Raucherin war. Ich hörte dann kurz drauf auch auf.

Aber ist doch so. Wer sich selbst ruiniert, kann doch nicht drauf hoffen, so kostenintensiv behandelt zu werden. Es sei denn, er bezahlt es selbst. ":/

lEinuZxmkan


Nein das mit den Fallpauschalen wusste ich nicht. Aber eine Zweitmeinung würde ich dennoch einholen gehen. :)z

S>chPlitXzauxge67


Man muß ja hier nicht nur sehen, dass hier eine sehr schwere Erkrankung vorliegt sondern auch noch ein Alkoholentzug, daher vielleicht auch die Krämpfe. Das ist zusätzlich kein Spaziergang.

Pilze, Bakterien en masse, die bekämpft werden müssen, das werden auch 2. und 3. Meinungen nix anderes ergeben. Und ob ein anderes Krankenhaus aus Kostengründen dieser Verlegung zustimmt – bleibt fraglich. Und ein Intensivbett privat zu zahlen – na, prost Mahlzeit. Ist ja nicht nur das Bett, wenn dann auch noch die Dialyse dazukommt, jede Infusion bezahlt werden muß, da sind schnell mal Kosten für ein kleines Eigenheim drin....

COornBeliax59


Genau. Ich weiß zufällig, was diese Pilzmedikamente kosten, weil meine Mutter sie auch bekommen hat. Bis zu 500,00 Euro pro Dosis! Ich wäre fast umgefallen, als ich das gehört habe. :-o

Abgesehen davon werden auf Intensivstationen sowieso immer die Ärzte verschiedener Fachrichtungen hinzugezogen, wenn es notwendig wird. Ich habe das bei meiner Mutter mehr als einmal mitbekommen, daß da plötzlich ein Arzt aus einem anderen Klinikum in der Nähe auftauchte und Konsil gehalten wurde. Die Zweit- und Drittmeinungen sind schon da, davon könnt ihr ausgehen. Intensivmedizin ist meiner Erfahrung nach unglaublich vielschichtig, und das muß auch so sein, mit den ganzen unterschiedlichen Baustellen, die sich da von jetzt auf gleich auftun. Und wenn die da keine gute Arbeit geleistet hätten, dann würde die Mutter des TE schon jetzt nicht mehr leben.

b3itte}umhilfe8x7


Also aktuell ist es so, dass sie mit der Pneumonie (Lungenentzündung) am Kämpfen ist und auch heute starke Atembeschwerden hatte und wieder ans Beatmungsgerät angeschlossen werden musste... sie war total genervt und am schimpfen (so kenne ich sie) Fieber hat sie momentan keins, Werte sind aber gleichbleibend.

Dann sprach ich mit der Ärztin, die meinte, dass die Leber schlechter ist als angenommen. Die Werte sind gleichbleibend, obwohl sie zurückgehen sollten, Antibiotika kriegt sie nun seit 7 Tagen, Antimyotikum gegen den Pilz genauso.... da sie nun fast 4 Wochen auf der Intensivstation liegt wird sie nicht resistenter gegen Keime und Infekte, sondern eher noch anfälliger was der Ärztin Sorgen mahct. Eine Transplantation wird sie aufgrund ihrer Alkoholkrankheit nicht kriegen. Ich fragte sie, ob es nicht sein kann, dass sie momentan so mit dem Infekt beschäftigt ist, dass sie deswegen weiterhin erhöhte Leber-Marker hat. Es ist möglich, aber Fakt ist, dass die langsame Wundheilung, Infektionsanfälligkeit (3 Lungenentzündungen in wenigen Wochen) darauf schließen lässt, dass die Leber so beschädigt ist, dass sie keine Antikörper bilden kann, anders bei einem gesunden Menschen.

Ich bin am Boden und weiß nicht wie es weitergehen soll.... man ist so hilflos und ich leide mit, obwohl meine Mutter sich den Sch**** jahrzehntelang aufgebaut hat und dann eben Pech dazu kam, dass sie gesundheitlich dermaßen abrupt tief gefallen ist.

Ich hoffe, dass sie die Infektion und den Pilz bekämpft, noch ist das Antibiotikum in einer Phase in der der Durchbruch noch bevorstehen KÖNNTE, und dass sie endlich infektionsfrei wird !

CLorneylkia59


Die Ärzte sorgen sich auf der IS immer wegen der Sekundärinfektionen. Ich denke, ihre Leber ist das Hauptproblem, und da wird sich eher nichts zum Besseren verändern, einfach weil sie so lange Schindlunder mit ihr getrieben hat. Entscheidend sind die Entzündungswerte, und da insbesondere nicht nur der CRP-Wert, sondern auch das Procalcitonin. Das gibt nämlich Auskunft darüber, ob eine systemische Infektion vorliegt, also in Richtung Sepsis!

Ein gutes Zeichen, das ich im Moment erkennen kann, ist, daß deine Mutter rumschimpft. Wer schimpfen kann, dem kann es sooo schlecht nicht gehen, wenn du weißt, was ich meine! ;-)

Ich habe im Moment eine ähnliche Situation. Meine Mutter ist seit einer Woche in der Reha, aber sie kämpft mit ihren Depressionen, das Medikament wirkt einfach noch nicht. Also kriege ich am Telefon vorgejammert, daß sie bald am Sterben wäre. Andererseits erzählt mir ihr Physiotherapeut, daß er sie in den nächsten Tagen zum ersten Mal zum Stehen bringen will! Ja, was denn nun?

b{itte1umhilhfe8x7


Hey Cornelia, also du sagst mir eigentlich genau das was ich denke/ mir die Pfleger sagen, es scheint so als würdest du über meine Mutter reden/ deine Mutter scheint also tatsächlich einen ähnlichen Weg gegangen sein, ich hoffe, dass sie mit mir auch am Telefon schimpft, wenn sie in der Reha ist. meine Mutter hat auch Depressionen und war schion immer neurotisch, aber ich sehe in dem Ganzen – sofern sie am leben bleibt und gesund wird – eine Riesenchance mit 50 Jahren nochmal ein neues Leben anzufangen. Jeder hat eine Chance verdient, meine Mutter hat so unachtsam und unbewusst gelebt und wusste eigentlich schon Jahre nicht mehr wer sie ist und was sie überhaupt will.... ich hoffe, dass sie diese Chance erhält.

Nun zum Eigentlichen: CRP-Wert ist gestiegen, Procalcitonin (gestern 1,3, nachdem es vor 1 Wochen noch bei fast 2 war) heute wieder bei 1,9 :( das ist überhaupt nicht gut. Ansonsten hat sie gut geatmet, auch mit niedrigem Beatmungsmodus (40% O²), sie war schlapp und müde, aber hat heute nicht mehr soviel geschimpft, sie hat sogar mit mir geweint, ich konnte einfach nicht anders und es hörte auch erstmal nicht auf, außerdem hat sie mich im Gesicht berührt und mir in der Nase gepopelt :-D Ich hoffe, dass sie gesund wird. Sie wird ab morgen wieder auf die feuchte Nase gestellt und man will sie wieder hinsetzen (was gestern nur 45 Minuten möglich war, heute erst als ich wegging vorhin und sie war sehr müde).

Morgen sind es 4 Wochen seit der Einlieferung auf die Intensiv, ein Auf und Ab mit Hoffnung und Ernüchterung, es wäre brutal, wenn es mit dem Tod endet, aber fair und gerecht ist die Welt noch nie gewesen....

CSorn"eliaz5x9


Was die Depressionen deiner Mutter angeht: frag mal bei den Ärzten nach, ob sie ihr Antidepressivum bekommt. Bei uns hatten die das nämlich während des künstlichen Komas abgesetzt (wozu hätte sie es da auch gebraucht), und anschließend hatten sie es nicht mehr auf dem Schirm. Mit der Folge, daß wir Wochen später bemerkten, daß sie auf einmal wieder depressiv wurde!

Der Procalcitonin-Wert ist natürlich gar nicht gut. Normal wäre alles unter 0,5, soweit ich weiß. Da muß wohl noch so einiges passieren.

Dieses Auf und Ab auf der IS kenne ich nur zu gut, das ist es, was so wahnsinnig belastend ist. Ich hätte die tägliche Fahrerei und die Stunden an ihrem Bett gut verkraften können, wenn nicht immer dieses Auf und Ab gewesen wäre! Ja, die Welt ist nicht fair und gerecht, und jeder von uns muß irgendwann gehen. Ich hoffe, daß deine Mutter noch Zeit hat!

Alles Gute für deine Mutter und dich, und auch deine ganze Familie! :)*

t he-mcavxer


aber ich sehe in dem Ganzen – sofern sie am leben bleibt und gesund wird – eine Riesenchance mit 50 Jahren nochmal ein neues Leben anzufangen.

Ich fürchte, irgendjemand muss es mal deutlich aussprechen: Sie wird nicht gesund werden. Sie wird sich eventuell erholen und die Klinik verlassen können. Aber sie wird weiterhin eine nicht heilbare Lebererkrankung im Endstadium haben. Das neue Leben wird eine begrenzte Zeit haben und wahrscheinlich auch nicht so aussehen, wie Du Dir das vorstellst.

Es sei denn natürlich, sie überlebt den jetzigen Aufenthalt gut, bleibt dann tatsächlich trocken (und zwar aus eigenem Antrieb), kommt auf die LTX-Liste, überlebt bis zur Transplantation und überlebt dann auch die (was bei einer so fortgeschrittenen Erkrankung alles andere als sicher ist). Und selbst wenn das alles klappen sollte (was nicht gerade wahrscheinlich ist): Das Leben mit einer transplantierten Leber nterscheidet sich ind er Regel auch deutlich von "gesund"...

Sorry, aber ich habe den Eindruck, hier ist mal etwas Klartext nötig.

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