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Fiberoptische Intubation, was ist das, wie wird das gemacht?

Eurdbeerxmond


Da hast du schon recht, Propofol wird auch bei Magenspiegelungen verwendet. Es ist wie so oft - die Dosis macht das Gift. Da werden nur geringe Mengen gegeben und dann atmet der Patient auch selbstständig. Was sich manchmal aber auch schnell ändern kann. Und dann wirkt es auch bei geringer Menge bereits atemdepressiv.

SRma5ra/gdauge


Ich würde mir wünschen, dass die "Magenspiegel-Dosis" genügen würde, um mir die Fiberoptik inklusive Tubus reinzuwürgen, dann würde ich diese Quälerei nicht mitbekommen.

Warum muss man als Patient wach sein? Warum kann man ihn nicht mit Propofol soweit betäuben, dass die Spontanatmung erhalten bleibt (wie bei der Magenspiegelung), er aber andererseits nichts mitbekommt (wie bei der Magenspiegelung)?

Zum anderen lese ich immer wieder, dass Anästhesisten sogar den Weg beschreiten, bei einer fiberoptischen Wachintubation nur die Fiberoptik zu platzieren und den Patienten dann schon abzuschießen, um ihm das sehr unangenehme Einführen des Tubus zu ersparen, zu Lasten der Sicherheit, denn nur, weil die Fiberoptik reinpasst, heisst es nicht, dass der Tubus ebenfalls problemlos einzuführen geht. Bei mir macht das hoffentlich niemand so, denn wenn es schon bei dem Einführen der Fiberoptik massive Probleme gab, wird kein Arzt so wahnsinnig sein, dieses Risiko einzugehen, mich abzuschießen, bevor der Tubus auch wirklich drin ist und richtig sitzt.

tkhev-c|aver


Warum muss man als Patient wach sein? Warum kann man ihn nicht mit Propofol soweit betäuben, dass die Spontanatmung erhalten bleibt (wie bei der Magenspiegelung), er aber andererseits nichts mitbekommt (wie bei der Magenspiegelung)?

Weil das eben nicht sicher funktioniert – bei Internistens stirbt ja auch ab und zu mal einer an Propofol. Und bei schwierigem Atemweg wird niemand, der seine 5 Sinne beieinander hat, eine tiefe Sedierung mit Propofol riskieren.

Zum anderen lese ich immer wieder, dass Anästhesisten sogar den Weg beschreiten, bei einer fiberoptischen Wachintubation nur die Fiberoptik zu platzieren und den Patienten dann schon abzuschießen, um ihm das sehr unangenehme Einführen des Tubus zu ersparen, zu Lasten der Sicherheit, denn nur, weil die Fiberoptik reinpasst, heisst es nicht, dass der Tubus ebenfalls problemlos einzuführen geht.

Richtig. Es gibt Kollegen, die das so machen, wenn man mit dem Endoskop sieht, dass in der Nase gut Platz ist und weiter unten alles ok. Ich mach's nicht, weil ein Restrisiko auf jeden Fall bleibt (z.B. kann die Blockermanschette beim Durchschieben durch die Nase kaputtgehen).

AKm$y31x0


...je mehr ich darüber lese, desto gruseliger wird das alles. Zu mir meinte der Narkosearzt, das merken sie kaum, wenn das fiberoptisch reingeschoben wird, .....schon klar....

txh)e-czavxer


In der Regel merkst Du auch nicht viel. Bei Leuten mit Mund-Rachen-Hals-Tumoren, entsprechenden OPs und sonstigen Veränderungen schaut das halt manchmal anders aus.

S"mar%agdaugxe


...je mehr ich darüber lese, desto gruseliger wird das alles. Zu mir meinte der Narkosearzt, das merken sie kaum, wenn das fiberoptisch reingeschoben wird, .....schon klar....

Ein Teil der Leute merkt es wohl wirklich nicht, ein Teil schon. Zu welchem Teil Du gehörst, weißt Du erst, wenn's soweit ist, und auch das kann sich von Mal zu Mal ändern. Beim ersten Mal ging alles recht schnell, allerdings hat mir der Anästhesist die Fiberoptik und den Tubus volle Kanne reingerammt, was sehr wehtat, vor allem in der Nase, ich hab dann einen heftigen Erstickungsanfall bekommen und Todesangst, bevor ich das Bewusstsein verloren habe, zudem lagen meine Handgelenke in Schlingen ("damit Sie nicht gegen uns arbeiten"). Ich hab noch ein Vierteljahr später davon geträumt, ich hab da offensichtlich ein Trauma davongetragen. Der Arzt meinte später: Naja, sooo oft machen wir das hier ja nicht.....

Beim zweiten Mal - anderes Krankenhaus - hat es lange gedauert und mehrere Anläufe gebraucht, mir die Fiberoptik und den Tubus reinzuwürgen (Fiberoptik war wohl das grössere Problem). Allerdings war die Anästhesistin und ihr Team von Anfang an sehr aufmerksam und einfühlsam, hab auch immer ausreichend Luft bekommen (wichtig!!), ich war auch nicht mit den Händen fixiert, alles in allem war das Team total lieb zu mir. x:)

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das 2. Mal sehr viel besser fand, auch wenn es lange gedauert hat (sie mussten noch mal Dormicum nachschieben), mich enorm geschlaucht hat und ich sehr viel mitbekommen habe.

Ich würde so was nur in einem sehr guten KH machen lassen und auch nur, wenn es keine andere Alternative gibt.

ABmy3x10


...was soll ich sagen, er ist draußen! Nachdem ich mich das Wochenende mit der Narkose auseinandergesetzt habe, und für mich feststand, daß ich dieses, wegen einem Zahn nicht auf mich nehmen werde, bin ich ganz mutig hingegangen. Dämmerschlaf wäre noch eine Option gewesen, aber erst nächste Woche, aber noch länger warten.....Also ran, Betäubung für Elefanten. Und es ging eigentlich ganz schnell, alle waren super vorsichtig und sehr nett.

Vielleicht habe ich meine Zahnarztangst jetzt im Griff......

Szmar6agdzauge


Gratulation. So hätte ich es auch gemacht @:)

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