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Stark vermindertes Schmerzempfinden und viele Verletzungen

D[elfxin93 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hab schon ab und zu mal darüber nachgedacht, dass ich Schmerz irgendwie anders als andere Menschen empfinde. Aber ich fand das eigentlich eher normal, schließlich ist das Schmerzempfinden unterschiedlich.

Bei mir ging es schon als Kind los: Ich bin zwar ständig gefallen und hab mich verletzt, aber groß geweint hab ich nie. Meine Mutter fand das faszinierend, hat sich aber nichts bei gedacht. Erst als eine Erzieherin sie darauf angesprochen hat, war sie ein bisschen verwundert, hat es aber nie abklären lassen. Ich hatte als Kind schon die dollsten Sachen, so hab ich mir z.B. mal zwei Zähne ausgeschlagen und es erst gemerkt, als mir das Blut über das Kinn lief.

In der Pubertät ging es dann weiter, viele Unfälle, aber kein wirklich starker Schmerz. Und das, obwohl die Verletzungen nicht ohne waren. So bin ich z.B. drei Tage lang mit einem gebrochenen Arm rumgelaufen und hab den ganz normal benutzt. Ich hatte leichte Schmerzen, aber die waren so leicht, dass ich mir nichts bei dachte. Bei meinen diversen Bänderrissen das gleiche Spiel. Der Hammer war ein Bruch im Fuß, mit dem ich über ein Jahr rumgelaufen bin, eben, weil die Schmerzen nur leicht und gut aushaltbar waren. Sie sind latent vorhanden, aber nicht so, dass sie mich stören würden.

Kopfschmerzen hatte ich z.B. noch nie in meinem Leben, selbst bei einer Gehirnerschütterung nicht.

Versteht mich nicht falsch, ich bin froh, dass ich so gut wie nie Schmerzen hab bzw. sie nicht wirklich wahrnehme, aber die Situation gestern hat mich zum Nachdenken gebracht: Ich hatte einen Unfall und kurzzeitig starke Schmerzen. Die vergingen nach ein paar Minuten aber wieder und ich hab normal weitergemacht. Ab und zu ein leichtes Ziehen im Fuß. Gestern veränderte der Fuß dann massiv Farbe und Form und wurde taub. Da hab ich dann der Notaufnahme mal wieder einen Besuch abgestattet. Die Ärztin war ziemlich fassungslos und meinte, bei der Optik und dem Befund müsste ich eigentlich vor Schmerzen fast ohnmächtig werden. Es tat aber wirklich kaum weh! Sie fragte, ob ich neurologische Schäden hätte :-o

Durch mein fröhliches Rumlaufen mit dem kaputten Fuß, gestaltet sich die Heilung deutlich schwieriger. Das erlebe ich nun nicht zum ersten Mal... Aber ich kann doch nicht nach jeder Verletzung, die kaum wehtut, zur Sicherheit zum Arzt. Da komme ich mir echt blöde bei vor.

Gibt's hier noch jemanden, der dieses "Problem" hat? Wie geht ihr damit um? Wann zum Arzt? Und was steckt hinter dieser Schmerzunempfindlichkeit? Übrigens, Beruhigungs- und Schlafmittel (die bei (Kurz)-Narkosen verwendet werden), wirken bei mir auch nicht bzw. erst in einer vielfach höheren Dosierung. Damit hab ich schon mal einem Anästhesisten fast einen Nervenzusammenbruch beschert ]:D

Antworten
S:unJfloFwer_73


Es gibt tatsächlich (wenige) Menschen mit völlig fehlender oder deutlich reduzierter Schmerzwahrnehmung. Was denn genau zu den von Dir beschriebenen Problemen führt: Verletzungen werden zu spät erkannt; Erkrankungen (z.B. Blinddarm) im Extremfall auch. Mit entsprechenden negativen Konsequenzen.

Ich würde das Problem daher wirklich mal umfassend neurologisch abklären lassen!

Ssunflow8erF_73


Passt nicht so ganz, aber liefert zumindest einige Infos.

wrhooPpi 6x3


Ich gehör auch zu denjenigen, deren Schmerzempfinden zieml. niedrig ist.

Ich kann mich noch erinnern, als ich ein kl. Mädchen war, etwa 5 Jahre alt, da wollte ich mal nen großen Stein auf ein Garagendach werfen, hat aber nicht geklappt und er ist auf meinem Kopf gelandet. Es hat auch geblutet und ich bin dann nach Hause gelaufen und hab's meiner Mutter gezeigt. Geweint hab ich nicht.

Bei ner Bauchspiegelung kam als Nebenbefund raus, daß mein Blinddarm kurz vorm Platzen wär, ich hatte überhaupt keine Beschwerden mit dem Blinddarm.

Beruhigungsmittel lehn ich immer ab, zum einen brauch ich die nicht, zum anderen wirken die bei mir gleich null.

Ich verhalt mich jetzt so, wenn ich längere Zeit irgendwo "Schmerzen" hab, geh ich zum Arzt und laß es abklären.

Ich weiß dann genau, daß da was ist und bisher hatte ich immer Recht.

Allerdings sind dann die Diagnosen nicht gerade erfreul.

SHchQneehexxe


Gibt's hier noch jemanden, der dieses "Problem" hat? Wie geht ihr damit um? Wann zum Arzt? Und was steckt hinter dieser Schmerzunempfindlichkeit? Übrigens, Beruhigungs- und Schlafmittel (die bei (Kurz)-Narkosen verwendet werden), wirken bei mir auch nicht bzw. erst in einer vielfach höheren Dosierung.

Mir geht es auch so, nur mit dem kleinen Unterschied dass bei mir Lokalanästhetika viel länger wirken als bei anderen. Mein ZA z.B. spritzt mir nur ein Drittel der normalen Dosis und mein halbes Gesicht ist stundenlang pelzig. Bei einer Spinalanästhesie dauerte es auch ewig bis meine Beine wieder aufgewacht sind. :=o

Meine entzündete Steingallenblase habe ich auch ignoriert trotz regelmäßiger Koliken und wurde dann auch notfallmäßig deswegen operiert.

Nachdem ich heftig im Garten umgeknickt war, brauchte ich nur 2 Tage Krücken und bin dann auch schon wieder arbeiten gegangen und das war damals ein großer Fehler .... der Fuß wurde nach 2 Jahren operiert und jetzt wollen sie ihn mir versteifen. Wäre ich damals vorsichtiger gewesen, dann hätte ich das Problem jetzt wohl nicht. {:(

DSelfixn93


Danke für eure Antworten :-) . Schön zu wissen, dass es nicht nur mir so geht.

Schneehexe, meinen Fuß will man mir auch Versteifen, eben, weil ich viel zu spät zum Arzt gegangen bin Und dann ein Halbgott in Weiß das MRT leider noch falsch ausgewertet hat, aber das ist ein anderes Thema und mit einem Bruch noch fröhlich geritten und durch die Welt gereist bin |-o . Tat halt nicht wirklich weh^^

Bei einer Hand-OP (ebenfalls nur nötig, weil viel zu spät beim Arzt :=o ) hielt die Wirkung der Lokalanästhesie viel zu kurz an, ich durfte das Krankenhaus viel eher als geplant verlassen und hab zu Hause nicht eine der verordneten Schmerzmittel (Tramal und noch was) genommen, weil es einfach unnötig gewesen wäre.

Sunflower, kann das jeder Neurologe abklären? Und was könnten die Ursachen sein? Was Schlimmes?

S2unflowXer(_N7x3


Ich würde jetzt nicht wagen zu behaupten, dass das jeder Neurologe abklären kann. Ist doch ein eher seltenes Phänomen und tendenziell wohl ehr für die Forscher-Fraktion (= Uniklinik) interessant. Was Schlimmes steckt da eigentlich nicht hinter (außer, es gibt eine schlagartige Veränderung. Also sowas wie man hat immer Schmerz wahrgenommen und plötzlich nicht mehr). Der Körper hat mit dem sog. nozizeptiven System halt ein größtenteils separates System zur Wahrnehmung von Schmerzen in die eine Richtung (aufsteigend zum Gehirn) und zur Regulierung der Schmerzwahrnehmung andererseits (absteigend vom Gehirn). Da kann es halt Abweichungen geben; längst nicht immer kann man wirklich Gründe für eine geringe Schmerzwahrnehmung finden.

Aber gerade, wenn mit diesr Auffälligkeit auch eine deutlich veränderte Wirkung von Medikamenten einhergeht, könnte eine Abklärung sinnvoll sein. Am besten mal mit einem Arzt sprechen, dem ihr wirklich vertraut. Gerade wenn man so drastische Beispiele hat wie hier geschildert, sollte das anlass genug sein, dem so gut es geht auf den Grund zu gehen.

wChowoxpi 6x3


Na ja,

was die Schmerzmittel anbelangt, da kommst m.E. auch auf die Op drauf an.

Bei ner normalen ASK Knie oder Handgelenk braucht man auch nicht unbedingt ein Schmerzmittel.

Also ich zumindest nicht und wenn ich als les, daß manche nach ner ASK Knie 1-2 Wochen an Krücken laufen, dann kann ich das gar nicht verstehn.

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