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Bienenstich – okay so, oder zum Arzt gehen?

_)delilxah_ hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

mich hat am Dienstag Nachmittag eine Biene in mein Schienbein gestochen. Ich hab sie nicht gesehen, sie kam wohl einfach geflogen, ich hab gemerkt dass es zu brennen beginnt und hab nur aus den Augenwinkeln was wegfliegen sehen. Der Stachel war noch drinnen. Leider wusste ich nicht, dass man diese Giftblase nicht drücken darf bzw. hab in diesem Momen einfach nicht nachgedacht. Ein Freund von mir hat dann versucht den Stachel mit den Fingern irgendwie rauszuziehen, er ging aber nicht ganz raus. Wir haben dann mithilfe einer Nagelfeile und eines Tablettenblisters (versucht, beides zur "Pinzette" umzufunktionieren") den restlichen Stachel versucht herauszuziehen. Es blieb ein kleiner schwarzer Punkt, von dem nicht klar ist, ob es ein Stachelrest ist oder eine Haarwurzel. Ich hab es daheim nochmal mit einer desinfizierten Nadel versucht (wie geschickt das war, weiß ich nicht...), der Punkt ist geblieben. Ansonsten hatte ich die Stelle am Dienstag abend dann desinfiziert und ansonsten in Ruhe gelassen, allerding erst ca. 2 Stunden nach dem Stich, weil ich nicht zuhause war.

Am Tag des Stichs hat man diesen fast gar nicht gespürt und die rote Stelle ging auch recht schnell weg. Leider ist die Stelle seit gestern morgen ziemlich gerötet und juckt auch wahnsinnig im Bereich des Stichs und im Bereich drumherum. Ich berühre nichts, weil ich weiß, es würde nichts besser machen, aber es stört schon ziemlich.

Der Bereich um den Stich ist auch etwas geschwollen und fühlt sich dick an, jedoch nicht dramatisch. Insgesamt ist ca. eine Fläche von 4,5x3,5cm betroffen, würd ich sagen. Gestern war an der Einstichstelle ein kleiner Eiterpunkt zu sehen. Dieser ist dann aufgegangen, heute sieht man statt dessen ein kleines Löchlein. Die Haut direkt um den Stich ist rot gefleckt verfärbt. Ich hatte so eine Reaktion schonmal in extremerer Art und Weise (da war alles blau-lila verfärbt...) von einer Bremse, damals hätte ich fast Antibiotika nehmen müssen. Ich habe mir gestern nun Fenistil mit Hydrocortison (0,5%) gekauft und wende diese an.

Nun hab ich gestern auf der Suche nach Tipps, was vielleicht noch gegen das blöde Brennen und Jucken helfen kann, aber auch gelesen, dass man u.a. eine Blutvergiftung etc. bekommen könnte, und da bin ich ja immer etwas hypochondrisch und frage mich nun, ob das schon eine Entzündungsreaktion ist mit welcher man zum Arzt sollte, oder ob das für einen Bienenstich noch ziemlich normal aussieht ;-)

Deshalb meine Frage: Denkt ihr, man muss mit so einem Stich zum Arzt, oder kann ich einfach abwarten? Aktuell tendiere ich zu abwarten – die Haut ist zwar gerötet und auch etwas dick, aber man findet ja teilweise Bilder im Internet von Stichreaktionen, da ist meine ja kaum was dagegen...

Hier mal ein Foto:

[[http://abload.de/image.php?img=dscn1756mhko2.jpg]]

Auf dem Bild kommt die Verfärbung rund um den Stich leider nicht so raus, die ist röter als dies auf dem Foto erscheint, aber vielleicht als Anhaltspunkt...

Liebe Grüße!

*:)

Antworten
W{a)tQerlix2


Also dass es juckt wie verrückt kennt man ja vom Mückenstich und das ist sicherlich normal. Da ist Fenistil schon das Richtige.

Wenn es wirklich knallrot ist, puckert und warm ist oder doll vereitert ist, würd ich damit zum Arzt gehen. Und wenn sich diese roten Tupfen da ausbreiten sollten. Wenns nur juckt allerdings nicht.

Cqanbrixl


Hallo _delilah_,

genau so sah ein Stich einer Kriebelmücke bei mir am Schienbein aus.

Ich habe darauf hin auch nichts weiter gemacht als abgewartet bis es abgeheilt war.

Allerdings hat das recht lange noch gejuckt wie verrückt und diese rote Reaktion war auch noch recht lange zu sehn.

NiLexna


Also so wie das jetzt aussieht, da würde ich nichts machen.

sXonnReTnsutern2


Ich finde auch, dass das für einen Bienenstich völlig normal aussieht. So sehen meine Mückenstiche manchmal schon aus und dass es juckt wie verrückt ist ja normal. Solange sich kein Eiter bildet, würd ich's einfach weiterhin in Ruhe lassen und möglichst nicht kratzen, aber das machst du ja schon. :)^

Ayhoranblatxt


So sieht ein Bienenstich oder Wespenstich einfach aus. Nichts unnormales.

Gegen das Jucken hilft ein heißer Eßlöffel (in heißem Wasser erhitzen, trocknen, gerade so heiß, dass man sich nicht verbrennt). Immer mal wieder die Stellen damit überstreichen. Das killt das Histamin.

v_anwEexidNen


Das Bild hat sich noch nicht geöffnet. Aber laut deiner Beschreibung hab ich eine Woche so'n ähnliches Ding mit mir rum getragen. Wegen Zeckenpanik bin ich erst dann zum Arzt. Er gab Entwarnung , hat mir aber sicherheitshalber ein AB verschrieben.

vQanwveidexn


Gerade dann schwoll es aber ab.

_mdelziwlahx_


Okay, danke für eure Antworten @:)

Dann werd ich mal noch ein bisschen abwarten. Es ist schon ziemlich rot (mehr wie auf dem Foto erkennbar, es ist eher ein mittel-dunkles Rot), aber ich hatte schonmal so komische Stiche (wie gesagt, da war es aber irgendeine Mückenart), die sahen noch schlimmer aus und sind dann aber mit Fenistil auch abgeheilt nach einer Weile. Es ist halt eine Art Jucken und Brennen gleichzeitig, welches man auch etwas großflächiger um die Stelle herum auch merkt. Aber es ist schwierig, genau zu sagen, ob es nur der erweiterte Radius des Einstichs ist oder noch ein Stückchen mehr vom Bein. Meine Wade spüre ich teilweise irgendwie auch, aber das könnte genauso gut vom Sport kommen, von daher sollte ich mich da vielleicht nicht zu sehr drauf versteifen, was wo da ziept...ich werd die Stelle mal weiter beobachten und schauen, ob es sich zurückbildet. Jedenfalls bin ich nun beruhigter, danke ;-) :-)

ERisenVbarxth


Gegen das Jucken hilft ein heißer Eßlöffel (in heißem Wasser erhitzen, trocknen, gerade so heiß, dass man sich nicht verbrennt)

also ich hab gerade nochmal drüber nachgedacht, und ich stehe ein kleines bisschen auf dem schlauch, bin mir aber eigentlich sicher genug, um zu behaupten:

diese vorgehensweise bringt nichts. denn: die hitze ist zwar geeignet, um den proteincocktail des mückengiftes zu denaturieren, proteine halt – nicht aber, um histamin zu zerlegen oder zu denaturieren, denn histamin ist einfach kein protein, nichtmal ein peptid, sondern eine decarboxylierte aminosäure und entsteht konkret aus histidin.

der unterschied ist meiner ansicht nach: histamin ist thermostabiler als proteine (da war ja die sache mit der faltung von proteinen, die durch thermische beeinflussung irreversibel verändert werden kann) – es dürfte unmöglich sein, die betroffene stelle 1. so sehr und 2. so tief zu erhitzen, dass man nicht gleichzeitig eine beeindruckende verbrennung davonträgt.

beim mückengift sieht das anders aus: ist der stich noch frisch und noch keine relevante schwellung da, das gift also "oberflächennah", dann macht ein erhitzen bis ganz kurz vor die schmerzgrenze (bzw. konkret: auf mindestens 45-50°C) insofern sinn, als dass das proteingift denaturiert =^ zerstört werden kann und dann nicht mehr wirkt.

im aktuellen beispiel dürfte erhitzen eher kontraproduktiv sein.

wenn es nur eine allergische reaktion auf den stich ist, wäre meine vorgehensweise: glucocorticoid (also halt z.b. hydrocortison) und ggf etwas antibakterielles (z.b. tyrothricin), um hinsichtlich einer örtlichen infektion sicherer gehen zu können (das hilft allerdings nur extrem eingeschränkt bis gar nicht gegen eine mögliche sepsis, über die ich persönlich, wäre das, was auf dem bild zu sehen ist, bei mir am bein, erstmal gar nicht weiter nachdenken würde).

nur meine meinung! keine diagnose! keine therapieempfehlung! keine handlungsanweisung!

und:

gute besserung :-)

AghoBrnrblatt


Ich habe trotzdem mit HItze gute Erfahrung gemacht. Ich benutze einen Herpoderm Stift, der erhitzt sich auf 52 Grad und läßt den Juckreiz verschwinden. Zumindest für 2 STunden oder so. Dann wiederholen.

Gegen Entzündungen hilft ätherisches Lavendel oder Teebaumöl.

E4ise1nbarxth


ich bin mir da auch nicht soooo sicher, wie gesagt.

benutzt du den denn also auch bei nicht mehr akuten stichen, also nach mehreren stunden z.b.?

p.s.:

teebaumöl – klingt schon okay. lavendel würde ich persönlich eher nicht nehmen: zu stark durchblutungsfördernd. dann schon eher erwähntes hydrocortison.

_Bderlilaxh_


Danke für eure Antworten!

Das mit der Hitze hatte ich am Mittwoch Abend noch versucht (mit einem heißen Löffel), das hat aber leider nichts mehr gebracht. Ich habe mir nun aber auch für zukünftige Stiche so einen "Stichheiler", wie ihn Ahornblatt beschrieben hat ("Bite away") bestellt, ich bin mal gespannt, ob das funktioniert.

Mittlerweile sieht der Stich so aus:

[[http://abload.de/img/dscn1758d8kx8.jpg]]

[[http://abload.de/img/20140705_15285748jgh.jpg]]

Ich hab das Gefühl, die rote Fläche hat sich etwas vergrößert und es ist röter und dunkler geworden. Auf den Bildern kommen nun auch die "echten" Farben ein wenig besser raus.

Ich schmiere seit Mittwoch 2-3x am Tag Fenistil Hydrocort 0,5% drauf, aber irgendwie hat sich da bisher nichts getan. Ich habe eher im Moment grad das Gefühl, dass die kleinen roten Pusteln am Rand ein wenig schlimmer als besser werden. Es brennt nach wie vor mäßig, also nicht schlimm, aber spürbar. Der Stich an sich ist einfach ein kleines Löchlein, es eitert nichts oder so. Einfach diese Verfärbung mit diesen Pünktchen und halt das leichte Brennen...

Ich hoffe, dass das morgen besser wird, ansonsten frag ich mich gerade, ob ich Montag nicht doch mal zum Arzt laufen soll, falls es nicht besser wird? Vielleicht kann der noch eine andere Salbe verschreiben, die mehr bringt?

*:)

NmLeOna


Ich finde es absolut normal. Es wird noch lange dauern, bis der Stich nicht mehr zu sehen ist, ist halt so. Zum Arzt würde ich deswegen nicht gehen.

STternc@hen3x0


Da ich es auch für ganz normal halte, würde ich wegen sowas nicht zum Arzt gehen. Halte es auch nicht für notwenig da sowas seine Zeit dauert und mit 3-4 Tagen eben nicht getan ist, was aber nicht unnormal ist. Leider sind solche Stiche schmerzhaft, extrem nervig und dauern ewig bis nichts mehr zu sehen ist, da muss man einfach aushalten und Geduld haben...

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