» »

Schlaflosigkeit - der unsägliche Horror

pXro$bllembVratxze hat die Diskussion gestartet


Helfen kann mir eh keiner in dieser Sache, aber ich möchte es wenigstens mal runterschreiben. Die letzte Nacht war wieder so eine Nacht: komplett schlaflos! Eine Sekunde Schlaf war es, mehr nicht. Ich wollte gerade wegsacken und war wieder da.

Was mich so fertig daran macht, ist, dass ich den geistigen und psychischen Zustand nach einer schlaflosen Nacht ABSOLUT nicht ertragen kann. Ich bin meist nichtmal müde, nein, ich bin unwirklich. Ich stehe neben den Schuhen, Geräusche und Menschen erlebe ich anders, wie hinter einer Wand. Ich selbst bin gar nicht da. Dazu eine grottenschwarze depressive Stimmung. Ich vermeide an solchen Tagen Menschenkontakt komplett, weil ich es nicht aushalte, mit jemanden zu reden, der so komisch hinter einer Wand ist. Ich bin froh, keinen Partner zu haben, der an solchen Tagen auch auf einmal zu einem Zombie hinter einer Wand würde.

Ich mache keine Termine, denn ich weiß nicht, ob ich vorher schlafen konnte. Ich richte mein gesamtes Leben danach aus: ob ich geschlafen habe!

Ich kann gar nicht richtig beschreiben, WIE grausam das für mich ist, schlaflos zu sein.

Wenn ich dann mal wieder richtig gut gepennt habe, bin ich eine ganz andere Person. Ist wie bei Mr. Jackyl und Mr. Hyde. Dann gehe ich normal auf Menschen zu, quassel usw...weil die ja dann normal da sind.

Ich bin generell so, dass ich keinen komischen geistigen Zustand in mir ertrage. Ich würde auch nie eine Droge nehmen oder an einer Haschzigarette ziehen oder sonstwas. Weil man dann im Kopf komisch wird.

Zudem ist es so, dass natürlich jeden Abend der Druck losgeht, pennen zu können.

Dann gibt es mittlerweile auch noch einen nervigen organischen Grund, warum das Schlafen oft verhindert wird.

Man...mich kotzt es an. Das Thema Schlaf ist bei mir absolut lebensbestimmend und es scheint, es wird seit der Menopause immer schlimmer.

Ich würde mit allem tauschen, ich würde 7 Wochen Durchfall nehmen, oder sonstwas, hauptsache der Schlaf ist gesichert.

ABER...Angst vor Schlafmittel habe ich ebenfalls, denn ich will auch nicht mit Gewalt in den Schlaf gehauen werden, da habe ich dann auch wieder Angst vor. Oh man. :-(

Naja, falls es Leidensgenossen gibt, immer hereinspaziert. Obwohl ich bisher noch niemanden gefunden habe, der derart darunter leidet, unter diesem Zustand nach Schlaflosigkeit. :-(

Antworten
Rdhelixa


Schlaflosigkeit ist wirklich übel auf Dauer!

Warst du denn schon mal beim Arzt? Wenn ja, was wurde untersucht?

Ich habe mal nach deinen anderen Fäden geschaut. Es kann wohl mehrere Ursachen haben. Aber an der Stelle wären sie alle geraten. Z.B. könnte ich mir eine Schilddrüsenerkrankung vorstellen, da du ja auch unter trockenen Augen leidest. Aber wie gesagt, Spekulation.

Um den Schlaf zu verbessern, ist Schlafhygiene sehr wichtig.

Wenn du dich depressiv fühlst, käme evtl. Ein schlafanstossendes Antidepressiva für dich in Frage.

Das wäre kein Schlafmittel, welches dich umhaut und auf Dauer abhängig machen könnte.

p$robl<embraxtze


Ich suche jemanden, bei dem schlaflose Nächte auch diese verheerenden Auswirkungen haben. Bei anderen ist das nicht so. Die gehen damit auch arbeiten, ich spreche dann nichtmal mehr. Meine Ohren stöpsel ich dann den gesamten Tag zu, damit ich das "unwirkliche Hören" nicht so mitbekomme usw...ich kenne keinen anderen, der das so macht.

K\atthxaS.


@ problemkatze

Was hast du schon versucht das du evtl wieder schlafen könntest?

(Du schreibst nur wie du dich fühlst und hoffst auf Geleichgesinnte)

Wie lange hast du die Schlafstörung schon?

M<auri>gxha


Schlaflosigkeit hat üble Folgen, wenn sie chronisch wird. Ich nehm seit Jahren Aponal 5 zum Schlafen. Manchmal gehts gut, manchmal nicht. Ewig hab ich probiert mich mit Baldrian und Co über was zu halten, was in der Einnahme es Antidepressivums gegipfelt hat. Leider vertrage ich die guten Sachen wie Cipralex und so nicht. Also muss ich nüchtern durchs Leben gehen, darf mir aber zum Schlafen immerhin das Aponal gönnen. Was solls? Ich habe sonst keine Laster und alles ist besser als auf Dauer nicht zu schlafen. Eine Entspannungstechnik hab ich auch gelernt.....ich hasse Entspannung! Einschlaffördernd ist definitiv, sich tagsüber nicht hinzulegen. Egal, wie müde man ist. Das ist ne echte Tortur, aber bei viel Beschäftigung geht das ganz gut. Good luck!

p_robleAmbraxtze


Vielen Dank für die Antworten.

Vielleicht meldet sich ja noch einer, dem es bei Schlaflosigkeit so geht wie mir. Bisher scheine ich "weltweit" echt die einzige zu sein. Keiner sonst berichtet von solchen Symptomen.

pMrob~lembrOaWtze


Wegen dem Offtopic:

Ja, das ist aber ne andere Baustelle, wie lange ich das schon habe und wie ich versuche zu schlafen und blabla...

Hier suche ich jetzt Gleichgesinnte, denen es GENAU so geht wie mir nach schlaflosen Nächten.

J0an7C4


Hallo,

ein bisschen bin ich ein "gleichgesinnter". Mir ging es früher nach schlaflosen Nächten auch so dass ich es kaum zu ertragen fand. Um einen Tag Lebenszeit betrogen. Düster, depressiv, völlig neben der Spur.

Hab mich damit auch viel beschäftigt. Die üblichen Dinge (Schlafhygiene, diversen Mittelchen, seien sie natürlich oder pharmakologisch) helfen mir null, eher im Gegenteil.

Der Schlüssel zur Lösung ist, so blöd sich das für Dich anhören mag, wieder ein realistisches Verhältnis zu alledem zu entwickeln. Mir hat mal ein Psychiater gesagt "sie überhöhen maßlos die Rolle, die der Schlaf hat", und das tust Du auch. Wie Du schon selber schreibst, rückst Du den Schlaf in den Mittelpunkt des Lebens und arrangierst alles drumrum, und das ist wohl einer der typischen Fehler, den schlafgestörte machen.

Der Schlaf soll dem Leben dienen, nicht umgekehrt! Bei Dir ist es komplett verdreht.

Dadurch steigt natürlich auch der Druck, den Du Dir machst, erheblich, und der Schlaf wird immer schlechter.

Man sagt ja auch, eine Schlafstörung ist eigentlich eine Angststörung, und so ist es bei Dir auch - große Angst vor schlaflosen Nächten.

Ich habe bei mir festgestellt, dass ich mich viel besser fühle, seit ich da gelassener bin. Auch das miese Gefühl nach schlaflosen Nächten wird weniger schlimm, wenn man sich nicht mehr so unter Druck setzt (denn das meisten an Unwohlbefinden kommt in der Tat daher. Der Schlafmangel an sich ist gar nicht so dramatisch). Du musst versuchen, die Angst davor zu verlieren. Versuche, Dich mit dem "Zombiezustand" anzufreunden. Finde heraus, ob er wirklich so unerträglich ist das keine Aktivität denkbar ist. Kann man nicht auch an solchen Tagen noch irgendwas nettes oder produktives machen? Raus aus der Ecke in der Du Dich dann versteckst!

Der beste Rat ist wohl, sich den Schlaf egal sein zu lassen, dann ist man am entspanntesten. Er kommt eh (oder auch nicht), das kann man sowieso nicht beeinflußen. Im Endeffekt hast Du ein Problem, an dem Du nix ändern kannst. Du kannst nur bestimmen, wie Du mit den Folgen umgehst, und so wie Du das gestaltest, ist es quasi "schlimmstmöglich". Eine schlaflose Nacht ist ein kleiner Weltuntergang! kenne ich selber auch, ist aber Murks und hilft nicht weiter. Ändere diese desolate Bewertung.

p"robleGmbra2tzxe


Danke Jan, für die mühevolle lange Antwort.

Ja, der Grund für meine Schlaflosigkeit ist ein organisches Geräuschproblem im HNO Bereich. Ansonsten könnte ich schlafen.

Aber Schlaf ansich braucht der Mensch. Ohne stirbt er, das ist Fakt. Daher gibt es Schlafmangel ja auch als Foltermethode, weil es so grausam ist.

Aber sich das vorzustellen, wie schlimm es doch ist, macht es wahrlich nicht besser, von daher versuche ich mich mit den Tips deiner Verharmlosungsvorschläge anzufreunden. ":/

pOrob(le}mbratze


Nachtrag: und im Straßenverkehr ist es leider auch übel, auf Dauer ohne Schlaf und so total kaputt zu sein. Da kann man schonmal schnell jemanden über den Haufen fahren.

Also zu sehr verharmlosen sollte man das dann doch nicht.

p-robalem_braqtze


Und nochwas:

Auf Dauer macht Schlafmangel psychotisch und wahnsinnig. Sagte mir mal eine Therapeutin. Da hat sie leider recht, leider.

Ich hoffe, ich bin noch nicht in diesen Gefilden.

So, jetzt halte ich aber meine Klappe.

pRrobleGmbAratzxe


Ein letzter Kommentar dazu:

Ne, geht nicht. Also...es wird niemals funktionieren, etwas erbärmliches Ätzendes, was man nicht aushalten kann, zwangweise toll zu finden oder es zu verharmlosen, nur weil es keine andere Lösung gibt, bzw. bisher nicht gefunden wurde. Das wird nie funktionieren. Es funzt vielleicht bei Leuten, die sich nur anstellen und nicht wirklich leiden, aber bei wirklichem Leid geht das nicht...wie auch. Echtes Leid ist Leid, das ist nicht manipulierbar.

Von daher...danke für die Mühe der Antworten, aber ich muß die organische Ursache meiner Schlaflosigkeit irgendwie in den Griff bekommen, denn ich brauche meinen Schlaf, so wie jeder Mensch ihn braucht, um gesund und mit wachem Geist leben zu können.

Ich sage dann tschüss in diesem Faden und tüftele allein an meinem Problem weiter. @:)

Mjonik9a6x5


Das Gefühl, das du beschreibst, wenn du kaum geschlafen hast, kenne ich, ich fühle mich dann den größten Teil des Tages wie betrunken, wird erst gegen Abend besser.

An deiner Stelle, wenn es so schlimm ist, würde ich versuchen die Angst vor Schlafmitteln zu verlieren, die kann ich zwar grundsätzlich nachfühlen, aber in deinem Fall wäre es wichtig, aus dieser Spirale Schlaflosigkeit, mies fühlen, wieder Angst vor Schlaflosigkeit etc. rauszukommen. Hast du das nicht wenigstens ein paar Mal probiert?

Falls du einen Tinnitus hast, sollen ja leichte Geräusche wie Zimmerbrunnenplätschern helfen, kann ich allerdings nicht aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber dazu gibt es sicher genug im Internet von berufeneren Leuten zu lesen.

J+anx74


Du überdramatisierst aber in der Tat. Das Ausmaß an Schlafmangel, was für die erwähnten Zustände notwendig ist ("wahnsinnig werden" etc), kann man sich selber niemals zufügen. Man schläft IMMER ausreichend viel, wobei "ausreichend viel" was ganz anderes als "zum Wohlbefinden notwendig" ist. Es gibt da keinen existenziellen Grund zur Sorge.

Was Tinnitus betrifft.. hab mal gelesen dass auch da in der Tat das psychische drauf-fixieren das Problem deutlich verstärkt. Alle möglichen Behandlungsmöglichkeiten sind im Grunde kontraproduktiv, weil sie den Fokus auf das problem vergrößern. Wenn man es gar nicht behandelt, gewöhnt sich das Gehirn irgendwann dran und nimmt es als "normales Hintergrundgeräusch" gar nicht mehr richtig wahr und dann stört es auch kaum noch. Wie gesagt, hab ich gelesen, keine Ahnung. Hab das auch ein bisschen aber nicht so doll.

Von daher - Gelassenheit ist wohl wirklich der richtige Rat. Was Schlaf angeht, aber auch was die Geräusche angeht. Ausserdem hast Du doch eh keine andere Wahl. Diese Dinge sind, wie sie sind. Du kannst Dich darüber entweder aufregen und Dich noch weiter nervlich zerrütten, oder es so entspannt wie möglich hinnehmen. Klingt vielleicht blöd, aber so isses doch nunmal.

Kvr?ähe


Hallo Problembratze,

ich kann dein Problem sehr gut nachvollziehen. Im Moment fehlt mir leider etwas die Muße, ausführlicher darauf zu antworten, weil das Problem so komplex ist und es ein langer Text werden würde... Nächste Woche habe ich einen diesbezüglichen Arzttermin, vielleicht schaffe ich dann mal eine Antwort an dich. Kannst mich aber auch gern per PN anschreiben. :)*

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diverse Erkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH