» »

Dauernd völlig erschlagen und keine Ursache zu finden.

SoiXlve@rfisxh1984 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ja, mittlerweile bin ich so verzweifelt, dass ich einen eigenen Thread aufmache und nach Ideen suche. Weiß nicht, ob ich hier richtig bin, da ich ja keinen Anhaltspunkt für mein Problem finde, daher hab ich das mal unter "diverse" gepackt. :-)

Das Problem ist, dass ich seit Monaten, ach was sag ich... seit Jahren immer nur noch müde bin. Ich kann nicht erkennen, dass es besser wird, nur wird es immer schlimmer. Mittlerweile traue ich mich teilweise gar nicht mehr, von der Arbeit mit dem Auto heim zu fahren. Ich gähne selbst beim Sport. Ich schlafe mal 4 Stunden, mal (meistens) 7 und mal 9 und bin eigentlich immer gleich müde – nämlich völlig fertig.

Vor drei Jahren habe ich deswegen mal ein großes Blutbild machen lassen. Alles ok, sagte meine Ärztin. Daraufhin hab ich es erst mal dabei sein lassen.

Letztes Jahr habe ich dann wieder eines machen lassen, nachdem die Müdigkeit immer größere Ausmaße annimmt. Aber, oh Wunder, wieder alles im grünen Bereich. Testen hatte ich lassen: Großes Blutbild, Magnesium, B12 und Folsäure, Schilddrüse, Blutzucker.

Meine Hausärztin meinte dazu 1. Ich solle aufhören, mich nach der Arbeit erst mal hin zu legen. Aber im Ernst, ich schaffe es kaum. Hab das mal ein paar Tage durchgezogen, es war unerträglich, ich hab dann doch Abends nichts mehr geschafft, weil ich einfach nicht vom Sofa hoch gekommen bin. Und meistens dann früh ins Bett und durchgeschlafen bis zum nächsten Morgen, an dem ich wieder genauso müde bin.

So und 2. sollte ich mehr Sport machen.

Jetzt ist das so, dass ich früher ein sehr sportlicher Mensch war. Krafttraining, Joggen, Fahrrad fahren, das war so meins.

Jetzt hab ich das Gefühl, ich schaffe selbst das nicht mehr. Wenn ich zu meinem Gymnastikkurs gehe, dann nur, wenn ich davor noch mal ne halbe Stunde "Powernapping" machen kann. Meinen Spinning- Kurs haben sie von 20 Uhr auf 18 Uhr vorgezogen – völlig undenkbar, da direkt nach der Arbeit hin zu fahren. Also war ich wenigstens noch 1 bis 2 Mal Joggen die Woche, aber das wird jetzt im Winter auch schwierig ohne den Nachmittagsschlaf, und im Dunkeln traue ich mich nicht.

Meine Frauenärztin brachte mich dann auf Vitamin D. Getestet, ja ich hab einen Mangel. Behoben (allerdings noch ohne 2. Testergebnis), Sommerurlaub hinter mir, trotzdem kein Unterschied.

Dann hab ich heute meine Eisenspeicher (Ferritin) Ergebnisse bekommen – mensch, es hätte sooo gut gepasst. Müdigkeit, eingerissene Mundwinkel, Herzklopfen, spröde Haare/Nägel, trockene Haut. Aber auch der Wert liegt bei 76 ng/ml und scheint damit wohl "ok" zu sein.

Dann hab ich per APP meinen Schlaf aufgenommen, kein Schnarchen in der Nacht, keine Atemaussetzer die man irgendwie wahrgenommen hätte, nix. Hab eine 2-Wochen-Schlaf-Therapie gemacht, also mich selbst zu gezwungen bestimmte Dinge einzuhalten – viel trinken, immer zur gleichen Zeit ins Bett, 2 Std vorher kein Handy oder TV mehr, 3 Std vorher nichts mehr essen..... Nö, ich war immer noch müde. Wobei das mit dem Essen vorm Schlafen glaube ich minimal was gebracht hat. Das hab ich später immer wieder festgestellt.

Psychisch hat sich auch einiges getan, von frisch verliebt sein bis hin zu Mobbing in den letzten 3 bis 4 Jahren – kein wirklicher Unterschied bei mir. Natürlich ist man saumüde wenn man die ganze Nacht grübelt oder was auch immer, aber das ist ja normal. Ansonsten würde ich behaupten, geht es mir mit Job, Beziehung und Freunden grade ganz gut, sollte nicht anders sein :-)

Ernährung hab ich auf Vollwert umgestellt – soweit möglich, jedenfalls, kleine Sünden erlaube ich mir immer mal. Aber auch hier keine Besserung.

Allergietest auf Nahrungsmittel, von Gluten über Milchzucker etc, - auch nix. Laktoseintoleranz schließe ich aus, erst recht seitdem ich nur noch frische Vollmilch "direkt von der Kuh" trinke. Fructose auch, hier merke ich keine Probleme vor oder nachher... Histamintest hab ich hier noch liegen (so einen für zu Hause)... aber irgendwie glaube ich da so nicht recht dran.

Übrigens: Krank war ich auch seit mindestens 2 oder 3 Jahren nicht mehr. Mein Mann lag letzte Woche mit Fieber und Antibiotika im Bett, ich war als um ihn herum und hab mich nicht angesteckt. Das passt doch auch irgendwie nicht.

Aber was kann es denn sein, was mich so müde macht? Oder ist man heutzutage einfach generell immer müde, durch Umweltgifte oder weiß der Geier, und mich triffts einfach nur mehr als andere?

Oder welche Ärzte soll ich noch aufsuchen.... ich bin echt verzweifelt, und hab auch das Gefühl, dass mich kein Arzt irgendwie ernst nimmt. Wir planen eigentlich Nachwuchs bald, aber wenn ich jetzt schon als so erledigt bin schaffe ich das gar nicht :-( Das betrübt mich echt sehr.

Sorry für den langen Text, ist halt leider auch schon ne extrem lange Geschichte... :-(

Ganz liebe Grüße und jetzt gehts erst mal ab ins Bett ;-) zzz

Antworten
meirCi80


Hui, du hast ja echt schon viel abklären lassen und ausprobiert.

Was mir vielleicht noch einfällt: Rauchst du? Hat dich irgendwann mal eine Zecke gebissen? Wiederspricht deine Aufstehzeit stark deinem natürlichen Rhythmus? Musst du am Wochenende Schlaf nachholen?

Agntilgone


@ Silverfish1984

Wenn du die Lösung gefunden hast, sag bitte Bescheid.

Mir geht das seit ca. dem 12. oder 13. Lebensjahr so. :-(

mziri8x0


Also mir ging es bis vor 5 Jahren auch so. Danach haben sich gleich mehrere Dinge geändert. Ich habe aufgehört zu Rauchen, eine Schilddrüsenerkrankung wurde entdeckt und behandelt und ich kann/muss erst gegen acht Uhr aufstehen. Seitdem habe ich keine Probleme mehr mit Müdigkeit, liege Nachts nicht mehr wach und komme morgens relativ gut aus dem Bett.

JDan7x4


Noch eine Idee: Gab es irgendeine größere Veränderung, als das alles anfing? Vielleicht umgezogen und in der neuen Wohnung dünstet der Fußboden irgendwelche Giftstoffe aus, oder was in der Richtung?

Zähne? Amalgamfüllungen?

Streß? Das Leben ist anstrengend.. macht müde.

Oder Du hast einfach eine unrealistische Erwartungshaltung. Ich war selber auch erstaunt dass ich nach 6 std Arbeitssschicht im Büro ins Bett muss und eingeschlafen bin, aber war halt so. Vielleicht ist Dein Leben so anstrengend dass die Müdigkeit angemessen ist, und Du hast eine falsche Einstellung dazu.

Vielleicht bist Du besonders sensibel (hypersensibel) und reagierst auf die ganzen Umweltreize im Büro, Geräusche, Kollegen überdurchschnittlich stark, so dass es anstrengend ist?

Wie ist es im Urlaub, wenn keine Arbeit anliegt?

Histaminarme Ernährung ein paar Wochen wäre noch einen Versuch wert. Und Darmflora untersuchen.

aFuchs,oeinxe


Wurdest du mal auf EBV getestet?

KelNeinegHeTxe21


Versteckter Schimmel in der Wohnung?

Was wurden denn für Schilddrüsenwerte abgenommen und welcher Arzt hat das durchgeführt?

b_iene&00x7


Ich würde auch mal EBV per Bluttest abklären lassen. @:) Manchmal macht das Drüsenfieber keine weiteren Symptome außer bleierner Müdigkeit - ich spreche aus Erfahrung.

Außerdem kann es sein, dass das Vitamin D tatsächlich noch nicht wieder genügend aufgefüllt ist, da gehen viele Ärzte auch von stark veralteten Werten aus.

Alles Gute,

Akntigxone


EBV würde ich auch abchecken lassen. Das kann noch lange Zeit danach Probleme machen.

Hier ein interessanter Artikel dazu:

[[http://www.spektrum.de/news/neue-erkenntnisse-zum-chronischen-erschoepfungssyndrom/1354734]]

Und hier zum Virus und den Folgen:

[[http://www.epstein-barr.de]]

P]aul_Re;verxe


EBV verläuft in Schüben und hat immer mindestens ein halbwegs spezifisches weiteres Symptom (Gelenkschmerzen bspw), das würde hier also kaum passen. Ist zudem verhältnismäßig selten und eine Sackgasse. Testen kann man es, aber da noch nicht alle Optionen ausgeschöpft sind kann man das auch zu einem späteren Zeitpunkt tun.

Die beiden offensichtlichsten und wahrscheinlichsten Erkrankungen, die dahinterstecken könnten:

-Schilddrüse: Sollte man nicht beim Hausarzt untersuchen lassen, sondern immer beim Endokrinologen. Viele Hausärzte machen nicht du nötigen Tests und orientieren sich somit an den falschen Werten.

Dagegen könnte sprechen, dass du nicht infektanfällig bist, was eher untypisch ist. Aber das bin ich auch nicht und ich habe definitiv eine Unterfunktion

-Psyche. Weil keine spezifischen körperlichen Beschwerden vorhanden sind und weil psychische Erkrankungen Hauptauslöser für chronische Müdigkeit sind. Eine Eigeneinschätzung des psychischen Befindens ist nutzlos, ebenso nutzlos als würdest du einfach mal so versuchen wollen den Zustand deiner Schilddrüse einzuschätzen.

R"alph_vHxH


Mir geht es ähnlich, auch seit Jahren bzw. eigentlich schon immer chronische Müdigkeit. Und keine Ahnung warum. Nur daß ich die ganzen Arztbesuche / Diagnosen nicht habe. Ich fühl mich nicht krank damit.

BZ ist wohl normal, Vitamin D auch ok, Schlaf gut.

Was ich feststelle, ist, daß ich das in Grenzen beeinflussen kann.

Mein Blutdruck ist ziemlich niedrig und ich trinke daher seit meiner Kindheit Kaffee. Ich bin quasi Koffeinabhängig. Seltsamerweise habe ich, als ich im Urlaub 2 Wochen keinen Kaffee getrunken habe, keine Probleme gehabt, sondern war deutlich wacher. Weiterer Faktor im Urlaub: ein ganz anderer Tagesrhythmus. Ins Bett um 23 Uhr, aufstehen um 9. Nun sind 10 Stunden Schlaf für eine normale Arbeitswoche keine Option, aber ich hab auch am Wochenende öfter mal das Bedürfnis mich so richtig auszuschlafen, 10 Stunden. und ich merke, daß mir Bewegung gut tut. Nichts macht mich müder als nur träge dazusitzen. Trotz bleierner Müdigkeit bin ich körperlich leistungsfähig.

Was mich am meisten belastet ist die Müdigkeit, die mich einschlafen lässt, wann immer es nicht passt. In Besprechungen, abends wenn ich den Kindern vorlese, abends wenn die Frau gerne was anderes mit mir tun möchte. Es nervt. Abhilfe: Körperlich aktiv bleiben. Bloss nicht hinsetzen und Füsse hoch.

SLeanlet7xor


Ich hab jetzt nicht alles gelesen, ich geb einfach mal meine Ideen ab.

- Eisenmangel (ggf. auch grenzwertigen Befund probatorisch behandeln)

- Schilddrüse (ggf. auch grenzwertigen Befund probatorisch behandeln)

- Hypocortisolismus / Nebenschilddrüseninsuffizienz (sehr speziell, braucht erfahrene Leute zur Diagnostik)

- EBV (wobei deine Präsentation eher untypisch wäre)

- Depression (sehr häufig, massiv unterdiagnostiziert und v.a. unterbehandelt)

Viel Erfolg bei der Ursachensuche.

Gruß

Skilvrerfisxh1984


Hallo, ganz lieben Dank für die vielen Antworten,

mit so vielen hab ich gar nicht gerechnet. Ich muss grade mal sortieren ;-)

- Rauchen: Hab ich mal, die Müdigkeit kam eigentlich noch in meiner "ersten" rauchfreien Zeit. Dann hab ich dummerweise für 1 Jahr wieder angefangen und bin jetzt seit einem Jahr (am 21.09. 8-) ) wieder rauchfrei. Beim ersten Mal aufhören war ich plötzlich voller Tatendrang, und ich dachte dies kommt dieses Mal auch, aber leider war dem nicht so

- Eine große Veränderung gab es tatsächlich, mein Arbeitgeber ist umgezogen. Das hab ich auch schon überlegt, ob das Gebäude Schuld ist. Ist ein 2010 gebauter Wolkenkratzer, mit viel Hightech und so…. allerdings sage ich mir immer, hier arbeiten knapp 3000 Menschen, wenn da was dünsten würde, müsste sich das doch herum sprechen?

- Leider ist es im Urlaub kein wirklicher Unterschied.

- Zähne: Kein Amalgam, alles Kunststoff

- Schimmel: Hab ich bisher keinen gefunden, allerdings ganz ausschließen kann ich es nicht, weil ich nicht hinter den Schlafzimmerschrank gucken kann.

- Meine Schilddrüsenwerte müsste ich zu Hause mal heraussuchen, aber ich glaube, das waren nur so die "normalen", die der Hausarzt halt so nimmt. Wie gesagt, die nimmt mich da eh nicht so ernst. Aber müsste ich nicht bei einer Unterfunktion auch Probleme mit dem Gewicht haben? Ich kenne mich da jetzt nicht aus, aber wenn, hab ich das nicht – ich esse ziemlich gut und reichlich, und wiege bei 163cm 55kg (trainiert mit bissi Hüftspeck). Interessiere mich schon lange für verschiedene Ernährungsweisen und beschäftige mich viel damit ("wissenschaftlich", keine "Brigitte-Diäten") daher behaupte ich mal, dass mein Stoffwechsel so von der täglichen Kalorienzahl her funzt wie im Buche beschrieben :p>

- Den Blutdruck hab ich vergessen zu erwähnen. Der ist bei mir immer so 130-80, oder so ähnlich, was anscheinend auch ganz gut ist laut Arzt.

@ Ralph Du sprichst mir bisschen aus der Seele – am schlimmsten ist das Hinsetzen, da kommt man nicht mehr hoch. Und nach dem Konsum von Kaffee fühle ich mich auch immer noch müder – aber gleichzeitig so nervös und hibbelich. Ich hab das deshalb auch auf max. 2 Tassen über den Tag verteilt gedrosselt. War früher mal mehr. Ganz ohne mag ich irgendwie auch nicht, ist aber jetzt eher nur zum Genuss, nicht zum wach werden.  :)D

- Ausschlafen am Wochenende bekomme ich nur bedingt hin. Im Grund wache ich nach genau 7,5 bis 8 Stunden auf, auch ohne Wecker. Ganz oft auch zu meiner normalen Aufwachzeit morgens um 6 Uhr, aber da kann ich am Wochenende auch gut wieder einschlafen. Wenn ich mich zwinge, mehr zu schlafen, also 10 Stunden und mehr, dann werde ich den ganzen Tag nicht mehr richtig fit. Deswegen muss ich nach acht Stunden aufstehen, sonst ist der ganze tag dermaßen im Eimer 

Ich hab aber auch schon überlegt, ob ich mal ne Schlafkur bräuchte. Ich hab sogar allen Ernstes extra versucht, mich bei meinem Mann anzustecken, weil ich gerne mal gezwungen wäre, ne Woche im Bett zu verbringen und einfach mal zu Schlafen was das eug hält!!!

Das spricht wahrscheinlich dann wohl eher wieder für die Psyche, so wie das klingt…

Wie würde ich das denn angehen? Zum Hausarzt gehen und darum bitten, eine Therapie zu beginnen wegen Müdigkeit, geht denn so was? (Und was, wenn es das nicht ist, merkt man das auch irgendwann)?

Ui, schon wieder so viel geschrieben… ich hoffe ich habe alles beantwortet. Mir helfen auch diejenigen sehr, die schreiben, dass es ihnen ähnlich geht. Da hab ich wahrscheinlich auch ein ganz klein wenig eine unrealistische Einstellung, denn während der Arbeitswoche ist müde sein bestimmt völlig normal. Ich möchte es nur irgendwie nicht so wirklich hinnehmen und kann mir nicht vorstellen, dass das schon immer so war. Nur weil "alle" müde sind, ist das doch nicht gesund – oder? *grübel* Und in welchem Ausmaß ist denn überhaupt noch "normal"...

SUilkIPearl


Eingerissene Mundwinkel künden nicht immer von Eisenmangel, es kann auch ein Vitamin B2-Mangel vorliegen.

Schilddrüse: Bei Hashimoto kannst Du sowohl Symptome einer Über- als auch einer Unterfunktion haben; deshalb sind die Werte t3 und t4 so wichtig zu wissen.

S|ilkP6earl


Und nicht zuletzt könnten alle Deine Symptome auch eine pathologische Darmpilzbesiedlung zur Ursache haben.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diverse Erkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH