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[Sehr ernste Frage] Suche nach einer Erkrankung (Husten,Spucken)

tShrZowaawayq_160x915 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Med1-Forum,

heute schreibe ich mit einem sehr ernstem Anliegen. Es wird hier nicht um mich gehen, sondern um meine Mutter. Erlaubt mir bitte Euch alle zu dutzen, das erleichtert mir das Schreiben. Wer gesiezt werden möchte, sollte sich bitte einfach gesiezt fühlen.

Es wird auch etwas länger werden, da ich so viele Informationen liefern möchte, wie ich nur kann.

An die Mods: Es tut mir leid, falls dieses Unterforum das falsche ist. Ich fand nichts passenderes.

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Vorgeschichte: Meine Oma mütterlicherseits ist mit Anfang 40 gestorben. Wir kommen ursprünglich nicht aus Deutschland, sei an dieser Stelle angemerkt. Sie wollte lange nicht ins Krankenhaus, weil sie Angst hatte, dass sie es nie wieder verlässt. Und genau so ist es dann auch gekommen. Sie wurde vom Arzt zu Arzt geschoben, von Stadt zu Stadt. Von einer kleinen Klinik in ein großes Krankenhaus, kein Arzt hat aber irgendwas zu ihrem Heilungsprozess beigetragen.

Ich kenne nicht die Todesursache. Ich war damals gerade 9-10 Jahre alt, wenn ich mich recht erinnere, wusste also nicht allzu viel. Später habe ich nie meine Mutter darauf angesprochen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie schmerzhaft die Erinnerung daran ist, beide Eltern verloren zu haben (meine Mutter kennt ihren Vater nicht, er ist abgehauen als sie jung war).

Was ich allerdings von Erzählungen und Berichten (und meinen Erinnerungen) sicher weiß, ist dass es sehr sehr schlecht um meine Großmutter stand und es bis zum Ende NICHT geklärt wurde, an was sie gestorben ist. Ich schiebe es auf die Unfähigkeit der polnischen Ärzte (ich weiß, nicht jeder Arzt ist unfähig, allerdings komme ich aus einer Gegend, wo nicht gerade die Elite unterwegs gewesen ist und wo Bares auch mehr wert war als ein Menschenleben). Gegen Ende, als sie wussten, dass es mit meiner Oma zu Ende geht, haben sie die arme Frau alle paar Tage neu aufgeschnitten, geändert hat sich von Eingriff zu Eingriff gar nichts, außer dass sie immer instabiler wurde. Soviel mir bekannt ist, sind meiner Oma gegen Ende immer mehr Organe abgestorben/verfault. Es war anscheinend nicht mehr zu stoppen (angemerkt sei, dass sie viel zu spät in die richtige Klinik überwiesen wurde, weil das lokale Krankenhaus die Symptome lange ignoriert hatte.. dort konnte man dann auch nichts mehr machen, als sie immer weider aufzuschneiden und nachzuschauen was gerade wieder versagt hatte..).

Mehr weiß ich über ihren Tod leider nicht, außer dass er langsam und schmerzvoll gewesen ist. Für alle Beteiligten. Anzumerken sei, dass sie übergewichtig war, falls es später wichtig werden sollte.

Nun zu der aktuellen Situation: Meine Mutter ist krank. Und keiner weiß woran sie erkrankt. Sie wird am Anfang nächsten Jahres 40, und ich mache mir seit 2 Jahren ständig Gedanken darüber, dass das unausweichliche kommt.

Meine Familie wurde ohnehin nicht mit guten Genen gesegnet, nicht von der Seite des Vaters, noch weniger von der Seite der Mutter. Onkel des Vaters ist an Krebs gestorben, Mutter der Mutter wie oben erwähnt an "unbekanntem Leiden" gestorben, aktuell erkranken viele Schwestern der Mutter und auch Tanten - und alle Krankheiten sind mehr kritisch als eine "Grippe" oder "Chronische Kopfschmerzen". Mehr dazu weiß ich jedoch nicht, ich weiß nur, dass in der Familie viel Elend herrscht, wenn es um die Gesundheit geht.

Angemerkt sei, dass meiner Mutter die Gallenblase entfernt wurde, da sich Gallensteine gebildet haben (bei mir ebenfalls), beides liegt aber wahrscheinlich an der Übergewicht - meine Mutter wurde nach meiner Geburt nie wieder schlank, ich bin eine andere Story, würde behaupten zu 90% ist es meine Schuld, aber einen kleinen Anteil erhält auch ein psychisches Syndrom (Binge-Eating-Disorder).

Die Symptome, die sich bei meiner Mutter äußern, ist chronisches Husten und ein starker Spuck-Drang. Das liest sich wahrscheinlich harmloser als es wirklich ist. Jedes Mal nach dem Aufstehen, aber auch über den Tag verteilt, muss meine Mutter laut und sehr stark abhusten, und dann spucken. Das kann gerne mehrere Minuten andauern und 10 Mal täglich passieren. Zwingt sie sich nicht dazu, das "etwas" abzuhusten und zu spucken, wird das Husten anhalten - wir reden hier von einem sehr sehr starken und lautem Husten, es klingt wirklich sehr ungesund und nicht wie bei einer Grippe.

Auch meine Mutter rannte schon in hier in Deutschland vom Arzt zu Arzt, besuchte auch mehrere (Uni-)Kliniken und Schlaflabore.

Keiner konnte irgendwas an ihr feststellen, was nicht in Ordnung wäre. Bloß das letzte Schlaflabor stellte die Diagnose "Schlafapnoe". Begründet wurde es durch das Übergewicht, irgendwo soll zu hoher Druck entstehen oder irgendwas blockiert werden und dadurch setzt die Atmung im Schlaf aus. Meine Mutter erhielt dementsprechend auch eine Atemmaske nach Hause, verbessert hat sich jetzt seit gut 2 Monaten rein gar nichts. Viel mehr stört die Maske ihren Schlaf, statt ihr zu helfen, und die Symptome treten nach wie vor auf, und wurden niemals geringer.

Während es höchstwahrscheinlich ist, dass meine Mutter auch von Schlafapnoe betroffen ist, ist es einfach nicht die "Lösung" für die Symptome, die sie aufweist. Starker Husten und Spuckreiz gehören nicht zu den Symptomen von Apnoe, das wissen auch die Ärzte. Aber da sie nur eine Sache gefunden haben, setzen sie jetzt alles darauf, statt weiter zu suchen. Wobei man fairerweise sagen muss, dass meine Mutter schon viele Tests durchlaufen ist. Nur finden konnte nie jemand etwas.

Meine Sorge ist wohl klar. Ich möchte nicht meine Mutter in 1-3 Jahren verlieren. Vor allem nicht weil kein Arzt die Lösung des Problems kannte. Alles scheint darauf hinzudeuten, dass meine Mutter das gleiche Schicksal erwartet, wie das meiner Oma. Und es ist definitiv noch zu früh. Ohne zu sehr ins familiäre und persönliche Gründe zu gehen, hat meine Mutter noch viele weitere Jahre verdient. Nicht nur weil sie mit 40 noch jung ist, sondern auch weil ihr Leben nie besonders leicht gewesen ist..

Ich weiß, dass "Dr.Google" schwachsinnig ist. Jedoch scheinen auch die echten Ärzte keinen blassen Schimmer zu haben, worum es geht. In 2 Jahren Dauer-Testen konnte keiner feststellen, was meiner Mutter fehlt. Also bitte ich hier um einen Rat. Es ist immerhin das größte Medizin-Forum Deutschlands, vielleicht sieht das hier jemand, der von ähnlichen Symptomen gehört hat und weiß, worum es sich handeln könnte. Die Symptome wurden in den letzten 2 Jahren viel intensiver und erscheinen viel öfter, es wird immer schlimmer, je näher meine Mutter an das Alter meiner Oma herankommt..

Ich bitte deshalb darum, falls jemand auch nur eine Vermutung zu diesen zwei Symptomen (die übrigens die einzigen sind, aber die Lebensqualität stark eingrenzen...) hat, diese hier zu äußern. Ich bin für jeden Tipp endlos dankbar.

MfG

throwaway_160915

Antworten
tqhr^owaway,_160915


Eine kleine Änderung: Bei dem Husten würgt sie natürlich stark, spucken ist vielleicht ein etwas falscher Begriff.. Jedenfalls folgt auf den Husten ein starkes Würgen, im Endeffekt Spucken..

P.lüs,chbiexst


Hallo, um hier eine Vermutung bezüglich der Krankheit deiner Mutter stellen zu können müsste man mehr Infos haben.

Raucht deine Mutter? Was für Krankheiten hat sie schon gehabt?

Beim Abhusten und spucken dachte ich spontan an Mukoviszidose.

Aber das wird ja schon bei Kleinkindern diagnostiziert.

Ich wünsche es dir, dass man deiner Mutter helfen kann.

P^lüsDchbQiexst


Asthma und COPD wäre zu einfach, oder?

Das müsste ja jeder Wald und Wiesenarzt diagnostizieren können.

PFlüscvhbiexst


Hatte deine Oma eventuell TBC? Tuberkulose zerstört die inneren Organe, wenn zu spät oder gar nicht behandelt wird.

PKljüschxbiest


Welche Krankheiten wurden denn bei deiner Mutter schon ausgeschlossen?

tahrojwaway:_1609x15


Danke für die Antworten, zu so einer Stunde.

Ja, meine Mutter raucht, trinkt aber nicht (halt nur gelegentlich zu Festen ein Glas Sekt).

Ich habe leider den Arztbericht oder viel mehr die Berichte nicht vorliegen, ich werde versuchen sie morgen nachzureichen, aktuell geht es leider schlecht, mitten in der Nacht.

Ich denke nicht, dass meine Oma TBC hatte, da diese zu dem Zeitpunkt doch schlimm ansteckend hätte sein müssen? Sie war aber nie isoliert, man konnte sie so gut wie immer besuchen. Oder wird hier eine Ansteckung mit TBC vermutet, bei der der Erreger viel später aktiviert wird?

tvh'roUwawa=y_160x915


Eins fällt mir noch ein. Meine Mutter klagt in letzter Zeit über sehr starke Muskelschmerzen.

Sie meint oft, dass sie krampft, hält sich dabei an die seitlichen Bauchmuskeln und unteren Rücken. Meiner Meinung nach kann man da gar nicht krampfen? Und vor allem nicht so oft? Ich würde Verkrampfungen nach starkem Sport verstehen, wenn die Muskeln verkatert sind, aber zufällig auftretender, anscheinend ziemlich starker, Schmerz?

Sie auch zum Beispiel mit dem Finger öfter "anzustupsen" löst bei ihr Muskelschmerzen aus (auch beim leichten Anstupsen).

E0hemaliEger Nu>tzear (#n469x485)


ich denke hier auch am Ehesten an eine COPD = chronisch obstruktive Bronchitis. Die verläuft in mehreren Stadien und ist leider nicht heilbar. Aber man kann die Symptomatik erträglicher machen und dann können die Patienten noch viele Jahre damit leben.

t%hrowaHway_6160;915


Zu der Diagnose bei Kindern:

Man kann ja nie wissen. Meine Schwester wurde bei der Geburt tatsächlich fallen gelassen, ich wurde im Gesicht mit einem Skalpell geschnitten. Ich glaube da an gar nichts und wenn ich könnte und das Geld hätte, würde ich alle Tests noch einmal anfordern.

t[hrowaUwayx_160x915


Mukoviszidose würde zu allen Symptomen passen.. Die Galle hat sich auch erst vor einem Jahr entzündet.. als die anderen Symptome stärker wurden. Ich werde in die Berichte einsehen und versuchen was in dieser Richtung herauszufinden..

m(usxicu(s_6x5


Übergewicht und Rauchen sind Risikofaktoren für [[www.vitamind.net/mangel/symptome Vitamin-D-Mangel.]] Der ist ohnehin häufig und kann u.a. zu Muskelbeschwerden führen. Wurde der Vitamin-D-Spiegel im Blut in letzter Zeit mal gemessen?

Das Rauchen sollte sie natürlich lassen!

m`n+exf


Wie man bei den Symptomen und dem Leidensdruck weiterrauchen kann geht mir absolut nicht in den Kopf.

Das einzustellen oder zumindest schrittweise zu reduzieren wäre eine wichtige Maßnahme.

Keiner konnte irgendwas an ihr feststellen, was nicht in Ordnung wäre. Bloß das letzte Schlaflabor stellte die Diagnose "Schlafapnoe". Begründet wurde es durch das Übergewicht

Das ist auch richtig so. Übergewicht ist eine mögliche und häufige Erklärung dafür. Es zu reduzieren kann auch die Atemaussetzer verbessern.

Nur, weil deine Mutter mit Maske keine Besserung merkt und das nicht die Lösung für das Hustenproblem ist, sollte man es nicht dabei belassen. Sonst hat sie irgendwann durch die Apnoen noch mehr gesundheitliche Probleme als ihren Husten.

meine Mutter wurde nach meiner Geburt nie wieder schlank, ich bin eine andere Story, würde behaupten zu 90% ist es meine Schuld, aber einen kleinen Anteil erhält auch ein psychisches Syndrom (Binge-Eating-Disorder).

So ein kleiner Anteil ist diese Esstörung sicherlich nicht :-/

Bei einer Schlafapnoe - und auch sonst - ist es dringend angeraten, Übergewicht zu reduzieren, ggf. mit therapeutischer Begleitung.

Sie meint oft, dass sie krampft, hält sich dabei an die seitlichen Bauchmuskeln und unteren Rücken. Meiner Meinung nach kann man da gar nicht krampfen?

Muskelzucken können u.a. von Magnesiummangel kommen. binge


Ganz grundsätzlich würde ich sowohl dir und deiner Mutter dringend dazu raten, trotz aller Sorge einen Gang zurückzuschalten. Parallelen zu deiner Oma zu ziehen ist hier nicht zielführend, zumal du kaum Infos hast und das alles in sich auch verworren klingt.

Ich will die Beschwerden deiner Mutter nicht kleinreden, aber sie schon mit einem Bein im Grab zu sehen und eine unbekannte Krankheit, die einfach mal so die Organe verfaulen lässt zu vermuten, ist stark überzogen.

Chronischer Husten und Auswurf sind nicht immer schwere Krankheiten, das kann schon eine Allergie oder Schimmelbefall im Wohnraum sein.


Ansonsten solltest du, bevor das hier in Rätselraten ausartet, wirklich erstmal alle bereits erfolgten Untersuchungen und ausgeschlossenen Ursachen aufschreiben.

mKneWf


Starker Husten und Spuckreiz gehören nicht zu den Symptomen von Apnoe, das wissen auch die Ärzte

Hat dir das auch Dr. Google gesagt?

[[http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/atemwegskrankheiten/article/588663/dauerhusten-koennte-cpap-helfen.html]]

c$hi


Klingt für mich wie das COPD mit Lungenemphysem bei meiner Mutter. Mucoviszidose macht sich in der Regel früher bemerkbar, ist ein Gendefekt und ist oft nicht nur auf die Bronchien/Lunge beschränkt.

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