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Windpocken beim Erwachsenen

s5chumRsetxier25 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Habe die Nachricht bekommen, dass meine Schwester (33) sich im Urlaub mit Windpocken infiziert hat, die nun ausgebrochen sind. Sie liegt momentan im Krankenhaus vor Ort und ich kann sie nicht besuchen, da ich ein Kleinkind habe und die Ansteckungsgefahr vermeiden will.

Trotzdem mache ich mir große Sorgen. Ich habe noch nicht davon gehört, dass Erwachsene diese Krankheit auch bekommen können, hielt das für eine Kinderkrankheit.

Nun hab ich gelesen, bei Erwachsenen sei das besonders gefährlich? :-(

Hat hier jemand Erfahrungen damit gemacht und kann mich etwas beruhigen?

Antworten
E;heqmalixger jNutnzer b(#54542x1)


Windpocken bei Erwachsenen

Erstinfektion mit dem Varizella-Zoster-Virus im Erwachsenenalter (Varicellae adultorum) sind aufgrund der hohen Durchseuchung eher selten und nehmen meist einen schwereren Krankheitsverlauf als bei Kindern. Es sind Komplikationen mit Meningoenzephalitis, Lungen- (Pneumonie) und Leberentzündung (Hepatitis) möglich. So zeigen sich bei Erwachsenen meist deutlich mehr Pocken. Der gesamte Rumpf, der behaarte Kopf, das Gesicht, Beine, Arme und die Genitalien können befallen sein. Rund eine Woche lang treten immer wieder neue Pocken auf, bei manchen Erwachsenen bis zu vier Wochen. Sie erscheinen zuerst als rote Punkte, die sich dann mit Flüssigkeit füllen, dann eitern und entweder direkt verkrusten oder zuvor aufplatzen. Das Fieber kann auf über 40 Grad ansteigen und tritt meist schon vor den ersten roten Punkten gemeinsam mit allgemeinem Krankheitsgefühl auf.

Bei Erwachsenen muss besonders auf Komplikationen geachtet werden, da hier Gehirnhautentzündung (Meningitis), Lungenentzündung oder Magen-Darm-Komplikationen auftreten können. Zur Abklärung einer Hirnhautentzündung sollte überprüft werden, ob das Kinn schmerzfrei auf die Brust gesenkt werden kann (Prüfung auf Meningismus). Treten Atembeschwerden oder Auswurf aus der Lunge auf, muss sofort eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes zum Ausschluss einer Lungenentzündung gemacht werden. Starke Bauchschmerzen und ein geblähter Bauch weisen auf Komplikationen im Magen-Darm-Trakt hin.

Erfahrungen hab ich keine, aber DAS bei Wikipedia gefunden ...

Lqieseliotte4a0


Mein Nachbar hat sie auch erwischt als unsere gleichaltrigen Söhne (und Freunde) sie aus dem Kiga heimgebracht haben...

Es ging ihm nicht gut, er hatte auch hohes Fieber - ABER ER HAT ES ÜBERLEBT! :)z

Er war zwar oft beim Arzt aber durfte zuhause bleiben und musste nicht ins KH....

Der Verlauf ist halt meist stärker als bei Kindern....warum auch immer...

Und meine Cousine hat sie auch erwachsen erwischt...drei Wochen nach der Entbindung. Die Kleine hat sie natürlich auch erwischt, die Mutter hatte ja keine Antikörper gehabt zum Weitergeben.... auch die Beiden haben es ohne Schäden überstanden, allerdings (vor allem wegen dem Baby natürlich) im KH.... :)

DEreaMx36


Tja , ich selbst war 18 oder 19 Jahre alt als ich Windpocken bekam.

Es hat einen Vorteil und einige Nachteile.

Vorteil ist, dass man rationell begreift, dass und warum man an den Dingern nicht rumkratzen soll. Ein Kleinkind ist da weniger empfänglich für solche Ideen Finger vo den Dingern zu lassen...

Nachteile sind tatsächlich, dass das Ganze dann bei mir über 3 Wochen gedauert hat und echt lang mit Fieber war.

Und die Gefahr an Komplikationen ist auch wesentlich höher weil die Viren auch viel leichter ins Gehirn wandern können und dort eine Hirnhautentzündung auslösen können.

Da es am Anfang ihres Urlaubs aufgetreten ist ist eine Infektion noch zuhasue wahrscheinlich, da es meiner Erinnerung nach etwa 2 Wochen Inkubationszeit ist bis das Zeug sich zeigt.

Ein Krankenhaus ist da sicher die beste Location wo man als Erwachsener mit Windpocken sein sollte.

MYon^ika6|5


Ich hatte es als Erwachsene, von meinem Kind angesteckt. Aber ich hatte es jetzt nicht so viel schlimmer wie die Kinder, sehr unangenehm, aber kein Fall fürs Krankenhaus.

M0onikxa65


Kannst du nicht telefonieren mit dem Krankenhaus, deiner Schwester selber oder ihrem Arzt?

L'iesellottoe40


Und du solltest deine Mutter fragen ob du sie hattest...deine Schwester hatte sie ja offenbar nicht... :)*

sZchu9msUetier25


Danke für die Infos schonmal :)*

Kannst du nicht telefonieren mit dem Krankenhaus, deiner Schwester selber oder ihrem Arzt?

Hab ich schon gemacht, sie hat ihr Telefon leider noch nicht freigeschaltet :°( . Mit dem Oberarzt hab ich auch gesprochen. Der meint aber, er dürfte nichts dazu sagen wie es verläuft, weil das unter die Schweigepflicht falle. Nur wenn sie es ausdrücklich wünscht, darf er reden. Die werden ihr das aber heute Abend mitteilen, dass ich angerufen habe. Ich hoffe dann, dass ich morgen Neues weiß!

Ich hatte die auf jeden Fall, als ich 3 war. Die Polizei, die mich angerufen hat (ich hatte meine Schwester als vermisst gemeldet, da sie sich nicht aus dem Urlaub gemeldet hat), wusste da aber mehr. Die meinten, es sei ein seltenerer Stamm. Hab mit meinem Kinderarzt telefoniert, der meint, wahrscheinlicher wäre, dass sie die WP als Kind hatte und die nicht richtig abgeklungen wären, also keine Antikörper.

Sie arbeitet übrigens als Grundschullehrerin und in der Schule haben es einige bekommen. Dabei ist das Schuljahr gerade erst losgegangen.

lMuvjfl#owixn


Hatte Sie als Kind nicht und da mein großer momentan in den Kindergarten geht,habe ich mich 2013/14 gegen Windpocken impfen lassen, da die Windpocken im höheren Alter kein Spaziergang sind.

Alles Gute!

B`r4iSwchMo


Ich war 30, als ich mich bei meinen Kindern mit Windpocken angesteckt hatte.

Mir gings tatsächlich viel schlechter als den beiden Kleinen. Die haben die Erkrankung

schneller weggesteckt als ich. Aber mir ging es keinesfalls so schlecht, dass ein Aufenthalt im

Krankenhaus notwendig gewesen wäre. Eine Nachbarin hatte sich sogar mit über 70

bei ihrer Enkelin angesteckt und auch sie brauchte nicht in die Klinik, sondern konnte

die Krankheit zuhause auskurieren.

HBola2bien(e


Ich hatte vor 2 Jahren Windpocken. Schön war es nicht, aber ich hab es gut überstanden. War 4 Wochen zu Hause.

{:( Die erste Woche ging es mir richtig schlecht, dann wurde es aber besser. War im Prinzip etwa wie eine Grippe nur dass ich die doofen Pusteln überall hatte, das hat am meisten genervt.

DhieKHruemxi


Es ist offenbar sehr sehr unterschiedlich. Ich hatte mit knapp 30 Jahren Windpocken und es ging mir -bis auf diese blöden Pusteln- gut. Allerdings dauerte es über 4 Wochen, bis sie abgeklungen sind, in der Zeit hatte ich Arbeitsverbot, da ich in einer Klinik arbeite. Ich hatte weder Fieber noch fühlte ich mich sonst irgendwie schlecht, hatte zum Glück die Pusteln nicht im Gesicht, nicht an den Händen und Füßen und nicht im Intimbereich--aber sonst überall. Bohhh, was für eine langweilige Zeit war das........Hab heute Narben, als wenn jemand Zigaretten auf mir ausgedrückt hat.

H+ola#bixene


Ich glaube ich hatte die Sch....dinger überall. Allerdings nicht gleich am Anfang. Als ich zum Arzt ging, sah man fast nix, weil die da hauptsächlich am Körper waren.

Narben hatte ich zum Glück wenige und ich glaube mittlerweile sieht man so gut wie nix mehr. Früher hat man da ja immer zu den Kindern gesagt "nicht kratzen". Ich hab nix gekratzt und trotzdem sah man das, weil das teilweise riesige Dinger waren. Das war echt übel und unangenehm. Beim abheilen hatte ich dann so trockene Haut, dass ich ne spezielle Creme aus der Apotheke brauchte, weil es bei mir da eigentlich mehr gejuckt hat als vorher. :-/

n!ulli*&pwriesxemut


Die Titer-Bestimmung dauert übrigens eine Woche - ich hab das dieses Jahr machen lassen, weil es nicht sicher war, ob ich die Windpocken als Kind hatte. Ich hatte sie aber offensichtlich. Kann nur empfehlen, sich als Erwachsener testen zu lassen, zumal wenn man das Kind (noch) nicht impfen hat lassen.

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