» »

Krankenhaus verlassen ohne Entlassungspapiere

Sjhojxo hat die Diskussion gestartet


Ich habe gerade im Bekanntenkreis mitbekommen, dass jemand im Krankenhaus fast vier Stunden auf seine Entlassung warten musste - es ging nur noch um eine poplige Unterschrift, alles war fertig, und angekündigt war maximal eine halbe Stunde Wartezeit. Er war hungrig, es war spät (am Sonntag), alles war gepackt, und zu Hause warteten die Kinder.
Mein sofortiger Impuls war, dass ich nach Ablauf der angekündigten halben Stunde maximaler Wartezeit irgendwem (Rezeption o.ä.) mitgeteilt hätte, dass ich noch eine Viertelstunde warte und dann das Krankenhaus gegebenenfalls auch ohne Unterschrift verlasse. Falls mir so etwas irgendwann mal passieren sollte - weiß hier jemand, ob das gegebenenfalls irgendwelche blöden Folgen haben kann?

Antworten
EahemaZliger Nqutze r (#46719x3)


Inwiefern das blöde Folgen haben kann, darüber kann ich nur mutmaßen. Als Alternative kann man zu einem besetzten Stationsstützpunkt o.ä. gehen und dann dort einen Revers unterzeichnen.

q=uHackssalbe^rei


Ich nehme an, er hat er auf den ärztlichen Kurzbericht gewartet? Beste Methode: Zum Stationszimmer/-stützpunkt gehen, freundlich (;-D) sagen, dass man nicht länger warten kann, und raus da. Man hat dann halt erst mal keinen Arztbrief, um ihn zum Hausarzt - sollte man wegen Weiterbehandlung direkt danach zu ihm gehen - mitzunehmen, könnte also sein, dass der sich dann ein bisschen ärgert. Sonstige Konsequenzen gibt es keine. Giftige Blicke des Pflegeteams kann man vermeiden, indem man eine großzügige Spende ins Stationsschwein stopft. :-D

tgsunaDmi_xxe


...oder Geld für das Porto dalässt :-)

S{hojxo


Danke Quacks, sehr schön! :-D Ich bin natürlich IMMER freundlich, solange keiner wirklich explizit doof zu mir ist. Ich warte nur nicht gern, wenn ich Hunger habe und an einem Ort nix zu tun und an einem anderen dafür durchaus. Bei der Vorstellung, fast vier Stunden ohne Buch irgendwo einfach nur so rumzuhängen, ist mir ganz schlecht geworden. ;-D

S=unfYlower_x73


Konsequenzen hat es keine. Außer, dass ggf. selbst der vorläufige Bericht für den Hauarzt fehlt; Medikamente nicht verordnet werden können,...

Ist halt Klinikalltag... der alltägliche Spagat zwischen Papierkrieg und Patienten. Wochenende, Minimalbesetzung, also bleibt der Papierkam auf der Strecke.

Freundlich fragen und dann weitersehen. Vier Stunden ohne Nachfrage würde ich auch nicht warten. Aber fragen und dann ggf. warten. Oder späer wiederkommen. Oder schicken lassen (Achtung, dauert: Schreiben/diktieren, in die Hauspost, dann in die Bundestpost,... Also so am Mittwoch könnte der Brief kommen. Oder Donnerstag.)

SBhojo


Ist halt Klinikalltag... der alltägliche Spagat zwischen Papierkrieg und Patienten. Wochenende, Minimalbesetzung, also bleibt der Papierkam auf der Strecke.

Ja, ich wäre da auch niemandem böse, sondern würde im Gegenteil denken, dass die armen Leute, wenn sie endlich nach Hause kommen, wahrscheinlich wie tot ins Bett fallen werden, nur würde ich halt keine vier Stunden warten wollen.

Oder schicken lassen (Achtung, dauert: Schreiben/diktieren, in die Hauspost, dann in die Bundestpost,... Also so am Mittwoch könnte der Brief kommen. Oder Donnerstag.)

Danke, das ist gut zu wissen!

qeuacksa0lbe4rexi


Was den Brief angeht, hängt es auch sehr von der Klinik ab. Oft bekommen die Patienten erst einmal einen vorläufigen Brief mit, bei dem genügt die Unterschrift des Stationsarztes. Der endgültige Brief wird dann nach Diktat, Korrektur, Unterschrift von Stations-, Ober- und Chefarzt an die Person (Hausarzt, Facharzt, Patient selbst ...) versandt, die man in der Einverständniserklärung, an wen der Brief geschickt werden darf, angegeben hat. Das kann allerdings (auch stark klinik-/abteilungsabhängig) auch deutlich länger als eine Woche dauern. Sollte man also früher abhauen und dringend einen Brief für einen niedergelassenen Arzt benötigen, dann entweder - wie Sunflower schrieb - den vorläufigen Brief schicken lassen oder Fax-Nummer des Hausarztes dalassen und weiterhin - während man eine zweite Spende abgibt ;-D - sehr freundlich darum bitten, dass das vorläufige Ding gefaxt wird. (Würde ich mich aber nicht hundert Prozent drauf verlassen, dass das klappt.)

dsatszcha


Nein, es gibt keine Konsequenzen. Ich bin mal vor etlichen Jahren einfach aus einem Krankenhaus geflüchtet, weil ich eine Schnarcherin auf dem Zimmer hatte und mittlerweile seit 5 Tagen und Nächten wirklich komplett wach war und sich kein Schw***...äh keine Schwester darum kümmerte. Also: Notflucht! Angezogen, abgehauen und nie wieder gekommen. Natürlich ohne Papiere. Nie wieder was von denen gehört, außer Rechnung natürlich. Gott sei Dank war ich nicht so krank, dass ich fluchtunfähig war.

E%hemaloigeer NutLzer d(#528611x)


Wieviel kostet das denn, wenn man einfach abdampft?

qxuacks?alberxei


Den guten Ruf, sonst nix. ;-)

(Warst Du jetzt irritiert, weil ich immer von Spenden ans Stationsschwein schrieb? Falls ja: Das war nur Spaß, auch wenn sich das Pflegeteam natürlich immer freut, wenn jemand bei Entlassung als Anerkennung ein bisschen Geld oder Süßigkeiten gibt.)

d@atschxa


Wieviel kostet das denn, wenn man einfach abdampft?

Benutzerin005

Weiß nicht mehr, wie hoch die Rechnung war. Hatte ja schon 5 Tage dort abgerissen und auch Pflegekosten verursacht.

J~uley


Weiß nicht mehr, wie hoch die Rechnung war. Hatte ja schon 5 Tage dort abgerissen und auch Pflegekosten verursacht.

Also meinst du die normale Rechnung von privat Versicherten?

Ich bin auch schon mal ohne Brief gegangen. Weil ich stundenlang drauf warten hätte müssen. Und einmal hab ich (und das Pflegepersonal) den Brief vergessen. Hab ihn halt später abgeholt. Alles kein Problem. Oder man lässt ihn sich zuschicken.

qjuacBks*alberxei


Wieviel kostet das denn, wenn man einfach abdampft?

Ach so, Du meintest wegen der Rechnung von Datscha! Wird halt entweder die Zuzahlung für Krankenhausbehandlung (10 Euro pro Kalendertag für höchstens 28 Tage im Kalenderjahr) in der gesetzlichen Krankenversicherung oder - wie Juley schrieb - eine Privatrechnung für die Behandlung gewesen sein. Also keine Sorge: Abdampfen kostet kein Geld.

Emhemal ig(er Nutz[er (#{32573x1)


Oft liegt es nicht mal an einer UNterschrift, sondern an noch ausstehenden Ergebnissen von morgens die noch mit rein sollen (blutwerte) Dann kann so ein Brief eben nicht fertig gestellt werden.

Außerdem schreiben die Ärzte nicht nur einen Brief an dem Tag, sondern es sind teilweise 5,6,7 oder mehr Briefe die geschrieben werden müssen.

Entweder man wartet, oder man geht ohen Brief und holt den später ab oder lässt ihn sich schicken.

Allerdings stelle ich ohne Brief keine Medikamnet, heißt man bekommt dann von mir auch keine mit nach Hause und der HA hat dann eben erst mal keinen brief für Rezepte/ Nachbehandlung.

Mehr passiert da nicht. Es gehen öfter mal Patienten ohne Brief, aber das ist mir dann auch egal wenn er einfach abhaut, ihm fehlt dieser dann ja bei den Unterlagen, nicht mir ;-)

Ich habe dadurch dann einfach weniger Arbeit wenn die Patienten meinen ohne brief gehen zu müssen ;-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diverse Erkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH