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verletzung der ärztlichen Fürsorgepflicht. Was tun?

H2ackapuxku hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich schreibe im Namen von meinem Mann.

Mein Mann ist metforminpflichtig und leidet seit den letzten Wochen an sehr starken Schwindelanfällen. Blutzucker ist aber i.O.. Sein Hausarzt wurde darüber informiert und um Rat gefragt. Er meinte, der Endokrinologe kann mehr Auskunft geben (Einstellung Metformin usw) und er kennt sich damit zu wenig aus. Als er wieder einen starken Schwindelanfall hatte suchte ich den nächstgelegenen Enokrinologen auf und bat dort persönlich um einen Notfalltermin. Dort wurde mit dem Arztarzt telefonisch Rücksprache gehalten, aber der Hausarzt meinte, es sei kein Notfall und wir sollen uns einen normalen Termin geben lasse (in 2 Monaten ist wieder was frei). 3 Tage später ist mein Mann zuhause zusammengebrochen (wieder Kreislauf) und hat sich verletzt durch den Sturz. Die Wunde musste ärztlich versorgt werden.

Was meint ihr? In meinen Augen hat der Hauarzt nicht korrekt gehandelt, nachdem er es "runtergespielt" hatte. Hätte man gleich einen Termin bekommen, wäre der Unfall nicht passiert. Macht es Sinn, Rechtsmittel einzulegen oder die Bundesärztekammer zu kontaktieren? Was sind eure Erfahrungen und Meinungen darüber?

Danke und Grüße aus Mannheim

Uta

Antworten
D8ieK!ruemxi


Lag der Zusammenbruch denn an der Metformin-Einstellung oder gibt / gab es andere Gründe?

_3Pagrvra>ti~_


Schwirig... Ich persönlich würde reine Schwindelanfälle nicht als Notfall zählen. Ein Notfall ist für mich eine lebensbedrohliche Störung, wo erhebliche gesundheitliche Schäden oder gar der Tod des Patienten zu befürchten sind.

Dass dein Mann am nächsten Tag dann zu Hause zusammengebrochen ist, würde ich unter einem unglücklichen Zufall verbuchen.

CZyItexx


Hallo Uta

Nein, da sehe ich keine Chance. Erstens, es gibt vermutlich keine Aufzeichnungen der Gespräche. Da wird schon der Sachverhalt kontrovers dargestellt werden. Zweitens war Dein Mann ja nicht selbst beim Facharzt, dieser musste sich auf Deine Schilderungen verlassen. Und drittens war es damals kein Notfall. Sogar eine Behandlung damals hätte den Schwächeanfall später nicht zwingend verhindert. Etwas anderes wäre es, wenn Dein Mann inmitten des Schwächeanfalls zurückgewiesen wurde.

Ich sehe hier keinen Fehler des Arztes. Im Nachhinein vielleicht eine falsche Einschätzung. Solche Fehler muss man den Aerzten aber zugestehen.

SPilkMPearl


Ein Arzt ist auch bei aller Sorgfalt kein Hellseher; heißt, er konnte den Verlauf nicht zwingend voraussehen. Du wirst keinen Erfolg haben mit einer Klage, denn dafür muss die Rechtslage eindeutiger sein.

CWomrxan


Wer hat denn die Behandlung mit Metformin entschieden und wie liegt das zeitlich mit den Schwindelanfällen zusammen?

Der Hausarzt sagt ja selbst, dass er keine Ahnung davon hat. Und wenn dein Mann schon mehrere Wochen diese Schwindelanfälle hat, dann macht es ja wenig Sinn, einen Notfalltermin beim Endokrinologen zu machen. Den bräuchte er ja dann laufend, und das ist nicht der Sinn eines Notfalltermins. Wichtiger ist doch eher der akute Umgang mit dem Schwindel (z.B. hinlegen, damit man sich nicht gefährdet) und eine dauerhafte Untersuchung der Ursache.

Fahrlässigkeit sehe ich erst, wenn direkte Gefährung besteht, z.B. dass ein diabetischer Schock drohen könnte. Davon schreibst du aber nicht. Die Auswirkungen des Schwindels waren ja eher sekundärer Natur. Nach der Logik müsste auch jeder taube Fuß einen Notfalltermin bekommen, weil man ja beim Treppesteigen stolpern könnte und sich genauso verletzt.

SShelbGyx T.


und leidet seit den letzten Wochen an sehr starken Schwindelanfällen.

Das widerspricht, in meinen Augen, doch deutlich einem akuten Notfall.

hDerzewnsgRuQte69


Ein Notfall ist für mich eine lebensbedrohliche Störung, wo erhebliche gesundheitliche Schäden oder gar der Tod des Patienten zu befürchten sind.

genau und als notfall gehört man nicht zum hausarzt sondern mit der smh in die notfallambulanz.

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