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Atemnot, Bluthochdruck -> Angst, Panik, Traumgefühl, Magendruck

rD1cah hat die Diskussion gestartet


Hallo alle zusammen!

Seit Winter 2014 ist irgendwie alles anders. Mein Leben scheint irgendwie immer eingeschränkter zu sein. Ich bin männlich, 23 Jahre, wohne noch zu Hause, habe eine glückliche Fernbeziehung seit vier Jahren und mache ein Duales Studium mit dem ich eigentlich gerade fast fertig bin.

Ich war schon bei allen möglichen Ärzten, aber bis auf meine Psychotherapeutin (für die klar ist dass ich eine psychosomatische Erkrankung habe) findet niemand was. Ich bin ein sehr logisch denkender Mensch, der alles hinterfragen will, aber ich kann einfach (noch) nicht ganz glauben dass alles was ich hab psychosomatisch ist und der einzige echte Weg daraus REDEN ist. Ich bitte euch um Eure Meinung und Tipps.

Meine Familie ist insgesamt etwas komisch. Meine Mutter ist überordentlich und wir haben sehr wenig Privatsphäre. Meine Schwester und ich werden wie zwei 5 jährige "gehalten". Für mich steht schon lange fest dass ich ausziehen will, eigentlich direkt jetzt nach dem Studium.

Letzten Winter ging es mir einige Male sehr schlecht. Ich hatte immer so ein Druckgefühl im Bauch, in Verbindung mit dem Gefühl schlecht Luft zu bekommen. Das machte mir Angst. Das wurde dann schlimmer, so dass ich dann zum Arzt bin. Der meinte das sei Stress. Ich machte also wieder etwas regelmäßiger Sport im Fitnessstudio. Leider ging es dann erst richtig los. Mir schoss das Blut in den Kopf und ich konnte kaum sprechen weil ich keine Luft bekam. Also wieder ab zum Arzt - Diagnose Stress. Wie jetzt? Gut zur gleichen Zeit hatte ich auch viel um die Ohren für die Uni, daheim und bei der Freundin.

Das zog sich dann so hin. Ich war mehrfach beim Lungenarzt mit der Diagnose ich hätte mittelschweres Asthma. Letztendlich habe ich meine Prüfungen in dem Semester (im Mai) irgendwie durchgekämpft und dann direkt nach der letzten Prüfung bin ich zu meiner Freundin gefahren und quasi direkt ins Krankenhaus. Mein Blutdruck war bei 200/150. Ich bekam schlecht Luft.


Natürlich nichts gefunden. Das geht jetzt schon Monate so, wobei mein Blutdruck wieder gesunken ist und ich wenig solcher Attacken habe. Atemnot ist mittlerweile auch zurück gegangen, wenn auch nicht weg.

Dafür habe ich jetzt immer öfter, fast täglich, insbesondere wenn ich die Möglichkeit hab mich auf mich zu konzentrieren, dass ich mich wie im Traum fühle. Irgendwie ist das Sehen komisch, mein Körper fühlt sich vollkommen fremd an und ich habe manchmal das Gefühl dass ich meine Hände nicht richtig koordinieren kann. Ich habe irgendwie Angst vor MS oder so was.


Gleichzeitig habe ich täglich solche Phasen in denen ich innerlich ganz ganz unruhig bin und Angst habe aber auch nicht weiß was ich machen soll. Das fühle ich dann wieder als Druck im Bauch und totale Panik. Oft habe ich auch das Gefühl umzukippen oder dass mir der Kopf wegknickt weil meine Nackenmuskeln mir schwach erscheinen. Ich habe ausserdem überhaupt keine Geduld mehr - bei gar nichts. Ich verzweifle immer gleich und würde am liebsten wegrennen. Ich kann manchmal nicht mal dasitzen und einen Film oder so schauen.

Außerdem habe ich manchmal, insbesondere in unangenehmen Momenten solche kurzen "Aussetzer" in denen ich mich kurz mit mir selbst beschäftige und in denen sich irgendwie mein Sehfeld ganz komisch verändert. Im nächsten Moment bekomm ich dann Panik davon.

Ich gehe im November in eine psychosomatische Klinik. Bis dahin bin ich noch in psychotherapeutischer Behandlung. Gibt es irgendwas wie ich da schnell wieder raus kommen kann? Ich will nur wieder gesund sein, hab aber gerade vor vielem und fast jedem Angst. Gibt es irgendwelche Übungen oder so was ich machen kann? Progressive Muskelentspannung mache ich schon.

Danke für eure Hilfe!

Antworten
RVio Gtrandxe


Reden oder Handeln – was steht denn nun an.

r{1ch


Wie meinst du das?

Ich bin wirklich schon bei allen möglichen Ärzten gewesen und von allen höre ich nur dass es wahrscheinlich alles psychosomatisch ist. Also hab ich mich für eine entsprechende Klinik angemeldet.

Aber was kann ich noch tun? Ich fühle mich komplett hilflos und hab Angst dass ich in den nächsten Tagen sterbe weil ich mich so ganz schwach fühle.

Ich will wieder normal leben. Ich will so ziemlich alles dafür tun.

Ich würde aber gerne noch mal vollständiger untersucht werden, aber mein Hausarzt hat mich "abgestempelt".

Dieser ständig Wechsel zwischen Atemnot, Herzbeschwerden, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Traumgefühl, Schwäche... macht mich so unglaublich fertig. Ich kann weder einfach da sitzen noch richtig was machen. Irgendwas behindert mich immer. Ich will hier raus.

Kann ich irgendwas aktiv tun?

E5hemal'iger TNutqzeru (!#4x67193)


Kann ich irgendwas aktiv tun?

Ich würde versuchen mir bei auftretenden 'Beschwerden' immer vor Augen zu halten, dass ich bereits mehrmals untersucht und etwaige Ursachen abgeklärt wurden. Mit dem Resultat, dass es sich eben um eine psychosomatische Problematik handelt und ich an einer solchen eben nicht sterben werde.

s%cheneck#e19x85


Das "Traumgefühl" passt sehr gut zu einem psychologischen Befund. Guck mal unter "Derealisation" nach *:)

Ansonsten gibt es bei psychischen Sachen halt keinen schnellen, einfachen Weg. Natürlich gibt es noch die Möglichkeit von kurzfristiger medikamentöser Unterstützung, aber das deckelt die Symptome nur und bei manchen "typischen" Angstmedis (Benzodiazepine wie Valium und Co.) besteht eine recht hohe Suchtgefahr, v.a. in psychischer Hinsicht.

Mir hat Ablenkung durch die ganz schweren Phasen geholfen. Puzzeln, Sudoku, fotografieren, youtube usw.. Wenn man sich hinsetzt und sich auf das fokussiert, was gerade schief läuft, dann zieht man sich nur noch weiter psychisch runter und die Symptome werden stärker. :)*

r 1&ch


Danke.

Am Montag geh ich in die psychosomatische Klinik.

Mal gespannt...

Atemnot ist wahrscheinlich durch ein anderes Asthmaspray etwas besser, aber gerade diese Stop-Momente nehmen leider zu.

Ich will es einfach weg haben und wieder normal leben.

rq1cxh


Hallo alle zusammen!

Ich bin jetzt draußen aus der psychosomatischen Klinik.

Besser gehts mir bedingt. Ich habe zwar jetzt einiges gelernt, was mein Verhalten angeht, aber von den körperlichen Symptomen her ist es sehr sehr schwankend.

1) Meine Atemnot ist noch da/mal mehr/mal weniger

2) Taubheitsgefühle am ganzen Körper sind dazu gekommen (will mich kratzen, aber die Stelle ist wie unter der Haut)

3) Schwächegefühle: Muskeln ermüden superschnell

4) Habe das Gefühl ich könnte viele Muskeln nicht mehr richtig koordinieren

5) Bin häufig extrem ungeduldig

6) Manchmal starken Magendruck insbesondere nach dem Essen

7) Das Ganze macht mir sooooooo Angst.

Was soll ich nur machen? Kann mir einer Mut zusprechen?

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