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Körperliche Reaktionen nach Absetzung von Süßstoffen?

Kxt5efan hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen zusammen,

ich bin mir gerade unschlüssig darüber, was da bei mir passiert...

Zunächst mal komme ich gerade aus einer Erkältung (Nasenrotz, Husten, leichte Temperatur, Abgeschlagenheit), die ich aber recht gut überwunden habe. Etwas Schlappheit ist noch übrig, aber ich gesunde dieses mal deutlich schneller und besser als früher. Mag auch an der Hausmittelpflege durch meine Frau liegen ;-)

Was mich aber beschäftigt, ist etwas, von dem ich nicht weiß, ob es vielleicht auch mit der Erkältung zusammenhängt, oder ob es etwas völlig anderes ist:

Ich habe vor etwa zwei Wochen den Konsum von Süßstoffen komplett eingestellt. Natürlich kann man nicht alle Süßstoffe ausschließen (es sei denn, man studiert Chemie und Latein für die Inhaltsangaben), aber dort, wo ich sie wahrnehme, verzichte ich. Ich muss dazu sagen, dass ich seit locker 15 Jahren (!) Zucker durch künstliche Süßstoffe ersetzt habe und sehr reichlich konsumiere. Pro Tasse Kaffee 3-4 Tablettchen, 5-6 Tassen Kaffee täglich, dazu alle möglichen Süßgetränke mit Süßstoff, man kann sich ungefähr ausrechnen, auf welchem Trip ich war.

Hintergrund der Umstellung damals waren Magenprobleme bei echtem Zucker. In letzter Zeit habe ich allerdings bemerkt, dass ich da bei weitem nicht mehr so empfindlich bin wie früher, daher der neuerliche Komplettverzicht auf Süßstoffe.

Nun habe ich vor knapp zwei Wochen "aufgehört" und merke nun, dass sich bei mir Einiges tut. Ich bin leicht reizbar geworden, träume manchmal vor mich hin (beinahe so, als würde mein Hirn sich weigern, zu funktionieren), bin körperlich sehr schwach (ich fühle mich ständig müde), und, was mich am meisten stört, meine Libido ist vollständig zum Erliegen gekommen. Wir haben sonst sehr oft Sex (täglich eigentlich), aber mein Bedürfnis ist vollkommen verschwunden, einfach nicht da.

Ich habe mir schon überlegt, ob das mit einer Art Entzug zusammenhängen kann, dass quasi der im Körper vorhandene Spiegel aufgebraucht war und er nun nach mehr giert. Oder dass mit dem Verzicht die eingelagerten Giftstoffe jetzt freigesetzt werden und meinen Körper überschwemmen (denn ich trinke deutlich mehr als vorher).

Gibt es da Erfahrungen zu? Kann das sein?

Antworten
B#eni*taBx.


Könnte sein. Wahrscheinlich ist es sogar so. Dem Hirn oder Stoffwechsel wird jetzt was entzogen, warum sollte das keine Reaktion geben?

Dafür müßtest du aber so ziemlich ne Menge Menschen finden, die genau wie hier beschrieben, so und so viel Süßstoff täglich intus gehabt hätten, die das dann auch abgesetzt hätten und das damit in Zusammenhang bringen müßten.

So würden sich Studien aufbauen, daneben die Vergleichsgruppe ohne Süßstoffe ohne Zucker und die Vergleichsgruppe mit Zucker.

Als ich anfing, KH frei zu essen (ohne Süßstoffe) hatte ich 3 Wochen Entzug. Schwindel, Kopfschmerzen, Unleidlichkeit.

D'a)nte


Nein.

K?tefCan


Nein was?

D}a+nMte


Damit meine ich, man kann nicht von Süßstoff abhängig sein, oder Entzugserscheinungen bekommen.

Süßstoff hat keinerlei Einfluss auf Organismus oder Gehirn.

Du wirst ja auch nicht von Obst, Brot, Essig, Fleisch oder sonstwas abhängig. Süßstoff ist ein Eiweißstoff.

Es kann sich auch kein "Spiegel" aufbauen, der dann "aufgebraucht" wird.

und, was mich am meisten stört, meine Libido ist vollständig zum Erliegen gekommen. Wir haben sonst sehr oft Sex (täglich eigentlich), aber mein Bedürfnis ist vollkommen verschwunden, einfach nicht da.

Genau das GLEICHE Problem habe ich seit einiger Zeit auch!

Und bei mir ist es NICHT der Süßstoff. Nervt mich auch SEHR. Ich vermute Stress.

Als ich anfing, KH frei zu essen (ohne Süßstoffe) hatte ich 3 Wochen Entzug. Schwindel, Kopfschmerzen, Unleidlichkeit.

Du willst jetzt nicht wirklich Süßstoff mit Kohlehydraten vergleichen? Das sind ja nun zwei komplett andere Dinge!!!

K?tefxan


Ich fragte deshalb, weil der Effekt der fehlenden Libido exakt mit dem Verzicht auf Süßstoffe zusammenfiel. Und da ja der geneigte Leser ziemlich genau weiß, aus welchen Giften Süßstoffe eigentlich bestehen, dachte ich, dass sich vielleicht die eingelagerten Stoffe nun auf den Weg durch den Körper machen, bis sie ausgeleitet sind.

Mir stellt sich die Frage, warum Süßstoffe keine Entzugserscheinungen bedingen können. Zucker kann das doch auch.

fCuzzLzi


@ Dante

Wieso ist Süßstoff ein Eiweißstoff?

Bei den Inhaltsangaben steht unter Kohlehydrate oft irgendwas von -mehrwertigen Alkoholen- und bei Natreen steht bei den Angaben bei allem -null- egal, ob bei Eiweiß, Fett oder Kohlehydrate. ":/

a(gnexs


Und da ja der geneigte Leser ziemlich genau weiß, aus welchen Giften Süßstoffe eigentlich bestehen

zum Beispiel?

DGanSte


. Und da ja der geneigte Leser ziemlich genau weiß, aus welchen Giften Süßstoffe eigentlich bestehen

Genau, welche wären das denn ???

Wieso ist Süßstoff ein Eiweißstoff?

Na, weil Phenylalanin, der beliebteste Süßstoff, eben eine Aminosäure IST, und sogar eine notwendige.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Phenylalanin]]

Ich zitiere mal:

"Phenylalanin ist für den Menschen eine essentielle Aminosäure, wird also nicht vom Körper synthetisiert, sondern muss mit der Nahrung in ausreichender Menge aufgenommen werden. Da Phenylalanin dem Organismus zur Produktion der ebenfalls proteinogenen Aminosäure Tyrosin dient, ist der Bedarf an Phenylalanin vom Tyrosingehalt der Nahrung abhängig. In normaler proteinhaltiger Nahrung sind beide Aminosäuren in gewissen Anteilen enthalten."

B=at3er Wx.


Süßstoff ist ja ein Oberbegriff.

Cyclamat, Aspartam, Sucralose, u. a.- alles verschiedene chemische Verbindungen. Müssen also getrennt betrachtet werden.

An eine Giftigkeit glaube ich nicht. Saccharin z. B. gibt es schon seit über 100 Jahren. Eine Giftigkeit wäre da doch schon längst aufgefallen. Süßstoffe werden von der EU zugelassen, also geprüft, bevor sie auf den Markt kommen.

@ fuzzi

Süßstofftabletten und Flüssigsüße bestehen ja nicht nur aus dem Süßstoff, sondern auch aus anderen Bestandteilen, z. B. Maltodextrin. Das erklärt dann den Packungsaufdruck.

KJtejfan


01.12.15 09:04

Und da ja der geneigte Leser ziemlich genau weiß, aus welchen Giften Süßstoffe eigentlich bestehen

zum Beispiel?

Das oft verwendete Aspartam wird im Körper zu Methanol verstoffwechselt. Bei der weiteren Verarbeitung im Körper entsteht z.B. Formaldehyd, daraus wieder die hochgiftige Ameisensäure. Dabei entsteht im Körper eine metabolische Azidose, welche schädigend auf Nerven wirkt, vor allem den Sehnerv. Weiter können Krämpfe und Kopfschmerzen auftreten.

Saccharin hat eine karzinogene Wirkung, d.h., es erhöht das Krebsrisiko. Die Wissenschaft streitet sich seit Jahrzehnten darüber, in Welchen Dosen man diesen Zuckerersatzstoff zu sich nehmen muss, um das zu bewirken. Einigkeit gibt es jedoch nicht.

Acesulfam gilt als unbedenklich, weil es vom Körper unverändert ausgeschieden wird. Studien dazu kommen allerdings von der Fa. Hoechst, dem weltweit größten Produzenten dieses Stoffes, auch unter E950 bekannt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Bei der Zulassung in Indien hat man eine erbgutverändernde Wirkung festgestellt.

Cyclamat enthält Reste von Cyclohexylamin (weil es daraus hergestellt wird), welches blutdrucksteigernd wirkt. Zudem kann es im Körper zu 2-Cyclo-hexen-1-on reagieren, welches erbgutverändernd wirkt. In den USA ist es verboten...

Das sind zumindest die hier üblichen Süßstoffe. Reicht das als Beispiel?

Zucker wirkt sich zwar auf das Gewicht und den Blutzuckerspiegel aus, kann Diabetes bei übermäßigem Gebrauch hervorrufen, das erscheint mir jedoch bei der relativ geringen Menge, die ich zu mir nehme, ungefährlich. Und die Risiken sind überschaubar.

Genau darum fragte ich, ob sich da evtl. Anreicherungen gesammelt haben können, die bei der Ausleitung Probleme wie das Meinige verursachen könnten. Ich hoffe daher auf ein paar Antworten von Lesern, die es wirklich wissen und nicht nur vermuten. Vielen Dank.

EOhemal{iger Nu/tzer !(#57k8042)


Wenn Du es ganz genau wissen möchtest, frag Deinen Arzt oder Apotheker, dann brauchst Du Dich hier nicht arrogant und herab lassend über die Tipps anderer monieren.

K=tebfan


War das ein qualifizierter Beitrag? Ähhhm...

Fue.


Mir ist absolut nichts davon bekannt, dass Süßstoffe abhängig machen können. Aber nicht jeder Mensch funktioniert biochemisch gesehen absolut gleich... Wenn du also einen klaren Zusammenhang bei dir siehst, werde ich nicht davon ausgehen, dass du lügst oder spinnst.

Was hältst du davon, wieder etwas Süßstoff zu dir zu nehmen (weniger als vorher, aber etwas), etwas von dem Zeug, was du auch vorher gegessen hast. Wenn deine Symptome dann verschwinden, wäre das interessant zu wissen. Im dem Fall würde ich dann vorschlagen, das Zeug etwas langsamer abzusetzen.

RBh$eliUa


Verschiedene Wissenschaftler meinen, dass durch Süßstoffkonsum das Diabetesrisiko um 50% steigt. Auch kann es zur Gewichtszunahme führen. Das gilt wohl bei hohem Konsum, weil es die Darmflora verändert.

Ob das nun endgültig belegt ist weiß ich nicht, trinke aber seit den Berichten nur noch ungesüsste Getränke. Vorher meist Lightprodukte. Entzugserscheinungen habe ich nie bemerkt.

Kann es nicht eher sein, dass du deinen Infekt nicht ordentlich auskuriert hast? Vielleicht noch zusätzlich Stress hast?

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