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Ärzte fordern Unterschrift unter pauschale Schweigepflichtentbin

tqhe-3cavxer


Fassen wir also mal kurz zusammen:

Der Hausarzt hat akribisch in der Anamnese herumgeforscht und alles in den PC eingegeben. Ich war also mehr eine Datei als ein Mensch.

Dass eine gründliche Anamnese beim Hausarzt erfolgen sollte, ist wohl fast jedem Menschen klar, ich habe auch nie gehört, dass sich jemand darüber beschwert hat. Dass diese Anamnese im Jahr 2015 nicht mehr auf Kareikarten festgehalten wird, sollte ebenfalls jedem klar sein.

Ich finde, solche Ärzte sollten meine Daten nicht speichern

Dann erklär das mal dem Gesetzgeber, der sieht das nämlich anders. Natürlich ist der Arzt zur Dokumentation und deren Aufbewahrung verpflichtet, und zwar aus gutem Grund. Innerhalb der zehnjährigen Aufbewahrungsfrist darf er die Daten gar nicht löschen. Ausnahme: Bei Hausarztwechsel hat der bisherige Hausarzt dem neuen Hausarzt auf Verlangen die gesamte Dokumentation zu übergeben, die Aufbewahrungspficht geht dann auf diesen über. Nach 10 Jahren könnte die OLöschung grundsätzlich verlangt werden, außer in bestimmten Fällen 8Strahlentherapie, Blutprodukte). Allerdings entfällt damit natürlich auch die Pflicht des Arztes, bei einem eventuellen Rechtsstreit die Korrektheit seiner Behandlung nachzuweisen, da er dies ohne Dokumentation ja nicht kann.

Wenn jemand 1 Jahr nicht mehr beim Arzt war, hätte ich zumindest mal eine "Durchsicht" erwartet. Blutbild, EKG etc.

Das macht man dann, wenn es einen Grund dafür gibt, oder im Rahmen bestimmter Vorsorge-Untersuchungen - nicht automatisch nach einem Jahr.

Der HA ist vermutlich nicht in der Lage, eine AU festzustellen. Trotz der Vorlage von Befunden orthopädischer Schäden.

Dass ein patient sich aufgrund orthopädischer Befunde für arbeitsunfähig hält und ein Arzt dies anders sieht, ist nicht gerade selten...

Willst Du wissen, ob das üblich ist, dass ein Arzt, der einer Schweigepflicht unterliegt als erstes mal fordert, dass Du ihn von selbiger entbindest? - NEIN.

Doch, natürlich ist es das - sonst dürfte der Arzt z.B. auch keine Befunde von vorbehandelnden Ärzten anfordern und nicht mit weiterbehandelnden Ärzten kommunizieren. Über die Wirksamkeit der Schweigepflichtentbindung, was die Zukunft angeht, kann man sich streiten, aber ansonsten ist das völlig normal.

Es ist also eine pauschale Schweigepflichtentbindung, die ich unschädlich machen möchte und auch machen werde.

Das kannst Du bekanntlich jederzeit tun.

Wenn einer von der Presse käme, könnten die z.B. auch alles ausplaudern.

Da wird's nun völlig unsinnig - Formulare zur Entbindung von der Schweigepflicht sind regelmäßig auf andere behandler begrenzt.

Leider habe ich überhaupt nicht mehr geschlafen, Schwindel, Übelkeit und extrem verstärkte Gelenkschmerzen gehabt.

Das war übrigens nicht nur Einbildung, weil es in der Packungsbeilage steht.

Von Gelenkschmerzen steht da gar nichts, Schlafstörungen bei weniger als 1% der patienten - lass mich raten, du hast erst die Packungsbeilage gelesen und dann die Nebenwirkungen bekommen?

Das Mittel soll z.B. bei Diabetes überhaupt nicht verordnet werden.

Dass das nicht stimmt, ist ja schon mehrfach gesagt worden...

Dann gibt es seit einem Jahr keine Befunde und

diese müssten dann aktuell und schnellstmöglich erhoben werden.

Wichtig ist vor allem die Erhebung der Anamnese - aber dmit bist Du ja auch nicht einverstanden. Und nein, es ist mit Sicherheit keine Routinemaßnahme, vor Verordnung eines Blutdruckmittels Diabetes-Diagnostik zu machen.

Z.B. sind in der Regel Arztpraxen mit einem Schnelltest zwecks Diabetes ausgerüstet.

Wohl kaum - einen solchen Test gibt es nämlich nicht.

Zunehmend beschweren sich auch die Krankenhäuser, dass niedergelassene Ärzte nicht genug unternehmen und die Notaufnahmen deswegen überlastet sind.

Vor allem beschweren sich Krankenhäuser darüber, dass Patienten mit Bagatellerkrankungen und völlig überzogenen Erwartungen ihre Notfall-Kapazitäten blockieren...

Insgesamt wäre es wahrscheinich keine schlechte Idee, wenn Du Dich mal mit dem Gedanken befassen würdest, dass Deine Wahrnehmung der Dinge nicht unbedingt die einzig richtige sein muss...

wuinter_sonBne 01


Geh doch hin und frage nach dem Formular zum Widerruf der Scheigepflichtsentbindung.

Wenn es ein solches nicht gibt, setzt du selber schriftlich ein Schreiben auf, dass du das tust!

Nur, worin liegt der Unterschied zwischen der klassischen Karteikarte, handschriftlich geführt, und den entsprechenden Eintragungen im PC?

als ich mal den HA wechselte, bin ich hingegangen und habe mir meine Akte aushändigen lassen.

Du kannst ja sagen, du bittest darum, deine Daten zu löschen. Kontrollieren kannst du es aber nicht.

Aber mit einem Widerruf der Schweigepflichtsentbindung wird der Arzt nichts mehr weitergeben...warum sollte er, er will sich ja auch kein Ärger einhandeln.

S0oTzxey


@ Musig

Mal ne doofe Frage... bist du privat versichert?

Ich muss auch bei jedem Arzt als erstes eine Entbindung von der Schweigepflicht unterschreiben, wenn der Arzt nicht selbst abrechnet sondern das über eine der Abrechnungsfirmen wie "unimed", "PVS" usw. machen lässt. War das vielleicht die Erklärung, die du unterschreiben musstest? ;-D

B"enitMaB.


Ich werde denen folgen, die auch mit ihren Ärzten nicht zufrieden sind und dann in die Notaufnahmen gehen.

Da wird dann in der Regel richtig untersucht.

Krankenkassen zahlen bummelige 30€ für Untersuchungen bei Notfällen. Du bist kein Notfall. Und nimmst in einer Notaufnahme, weil ja viele solcheverquerenVorstellungen haben, den Ärzten bei wirklichen Notfällen die Zeit weg.

Hier in Hamburg gibt es das große Dilemma, dass sich Kliniken schon verschulden, weil für solche Dinge, die ein Arzt draußen machen kann, kein Geld vorhanden ist.

Wobei das da ja auch dokumentiert wird. Löschen von Patientenakten eh nada. 10 Jahre Aufbewahrungspflicht.

Es ist also eine pauschale Schweigepflichtentbindung, die ich unschädlich machen möchte und auch machen werde.

Wenn einer von der Presse käme, könnten die z.B. auch alles ausplaudern.

Schmarrn. Verquere Vorstellungen.

Und wenn Du mal ernsthaftest krank bist, wirst Du froh sein, wenn sich die beteiligten Ärzte über Deine Krankheit austauschen, sich ergänzen.

Dazu könnte auch gehören, dass der Blutdruck eben hoch war und genau dieses Medkament nicht vertragen wurde.....

Rlalphp_xHH


Ich war nun mit meinen >40 Jahren auch schon einige Male bei Ärzten auch mit Dingen, wo mehr als ein Arzt involviert war und man sich austauschen musste - Röntgenarzt und Hausarzt beispielsweise. Ich habe noch nie eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben müssen. Die Kommunikation von Ärzten untereinander scheint hier ohne das Papier zu klappen. Vielleicht solltest Du einfach mal zum Arzt gehen, das Formular noch mal angucken und genau lesen, was das an Möglichkeiten einräumt und was nicht.

Ein einziges Mal musste ich das für unseren Sohn machen, als der Psychologe die Erlaubnis brauchte, mit dem Kindergarten drüber zu sprechen.

tmhe-cBavxer


Röntgenarzt und Hausarzt beispielsweise. Ich habe noch nie eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben müssen.

Radiologen sind bekannt dafür, dass sie es da nicht so genau nehmen - ich erinnere mich auch an keinen Fall, wo mal eine Praxis eine Entbindungserklärung wollte. Legaler wird's davon allerdings auch nicht...

Die gesetzliche Grundlage ist übrigens SGB V §73(1b)

Tmaps


Radiologen sind bekannt dafür, dass sie es da nicht so genau nehmen - ich erinnere mich auch an keinen Fall, wo mal eine Praxis eine Entbindungserklärung wollte. Legaler wird's davon allerdings auch nicht...

Naja, wenn man mit Überweisungsschein zu einem weiterbehandelnden Arzt geht, ist es doch klar, dass alle Untersuchungsergebnisse an den Hausarzt gehen. Das selbe gilt für Leute die in einem Hausarztprogramm sind. Da hat man das mit der Teilnahmeerklärung unterschrieben. Ich war noch nie bei einem Radiologen/ Kardiologen/ Gastero... ohne Schein. Von meiner Gyn dagegen erfährt mein Hausarzt nichts.

S(iRl(kxPMearl


Mir ist schleierhaft, wieso mittlerweile so ein Terz um jegliche gespeicherten Daten gemacht wird. Nimmt man sich hier nicht etwas zu wichtig?

Wieso sollte "die Presse kommen" und die Daten abfragen? Jetzt mal im Ernst: Das ist Überbesorgnis, und die steht in keinem Verhältnis.

M. E. wird dieses ganze Thema um Datenspeicherung seit einiger Zeit politisch hochgepusht. So interessant sind wir Normalos doch gar nicht, dass es irgendwen kratzen würde, was sich in unserem Alltag und auch mit unseren Befindnissen abspielt.

v/am|pi@re*llax75


Das verstehe, wer will: du beschwerst dich, dass der Arzt eine gründliche Anamnese macht, die er natürlich dokumentieren muss und gleichzeitig, dass er nicht sofort 10000 Eventualitäten untersucht. Warum sollte er das tun, wenn du wegen Bluthochdruck kommst? Soll er dich auf jegliche Eventualitäten untersuchen, die in irgendeinem Medikament erwähnt werden?

Hast du denn Diabetes? Wenn ja, dann musst du das eben sagen. Wenn nein, und du hast keine entsprechenden Symptome muss man das auch nicht testen.

Du bist wegen Bluthochdruck gekommen und alle deswegen nötigen Untersuchungen hat er gemacht.

Wenn du sagst, wegen du wegen Stress und Unruhe Bluthochdruck hast, ist es hingegen richtig, dass er dich zum Facharzt für Unruhe schickt. Das passt dir aber auch nicht ???

Schweigepflichtentbindungen musste ich auch beim HA und diversen Fachärzten unterschreiben, sonst dürfen die sich nämlich nicht austauschen. Machen sie es trotzdem machen sie sich strafbar, da ist der Gesetzgeber sehr heftig geworden.

Mir erschließt sich auch nicht, warum der Arzt dir eine AU wegen orthopädischen Beschwerden geben soll, wenn du wegen Bluthochdruck kommst?

Und weswegen willst du jetzt in die Notaufnahme? Damit du untersucht wirst? Geht's noch? Die nehmen Blut, machen ein EKG und röntgen die Lunge, das ist die Standartprozedur. Zucker testen die auch nicht.

Außerdem schmeißen sie Menschen, die kein Notfall sind, nach relativ kurzer Untersuchung wieder raus, weil eigentlich ist eine Notaufnahme für Notfälle da und nicht für Menschen, die sich einbilden, dass sie unbedingt noch eine xyz Untersuchung brauchen :=o .

Ansonsten bist du ein mündiger Mensch und kannst auch den Hausarzt um Untersuchungen bitten. Warum tust du das nicht einfach?

Und wenn deine alte Hausärztin jegliche Eventualitäten untersucht hat, bist du entweder privat versichert oder sie kannte dich halt schon besser und wusste wie sie dich zufrieden stellt oder sie hat die Vorsorgeuntersuchungen gemacht, die jedem Menschen ab einem gewissen Alter zustehen. Normal ist das auf jeden Fall nicht!

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