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Tägliche Schmerzen in der Nierengegend

BUlacjkmoxod hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

nach nun knapp einem Jahr Kampf gegen tägliche Schmerzen in der Nierengegend habe ich mich entschlossen, hier einen Thread zu eröffnen.

Zu meiner Person: Ich bin 24 Jahre alt und von Natur aus eher untergewichtig (56 Kilo bei 176 cm), fühlte mich bislang immer in meinem Körper wohl. Sport habe ich bislang eher sporadisch gemacht (hier mal joggen, da mal Mountainbiking, Fit ohne Geräte, früher Fitnessstudio).Meine einzige Möglichkeit, zuzunehmen ist eigentlich der Muskelaufbau...

Nun plagen mich seit rund einem Jahr Schmerzen in der Nierengegend / rechte Flanke. Angefangen hat das ganze eher gelegentlich (1-2x pro Woche) vor einem Jahr, weshalb ich den Arztbesuch erst noch vorgeschoben habe. Mit der Zeit entwickelte sich der Schmerz zu einem täglichen Begleiter (seit ca. einem halben Jahr). Der Schmerz erinnert an eine Nierenverkühlung (dumpfes Stechen). Er kommt völlig unregelmäßig und erwischt mich oft während ich unterwegs bin und lässt mich dann an eigentlich nichts anderes mehr denken.

Als sich das ganze verstärkte, habe ich dann den Hausarzt aufgesucht. Dieser verschrieb mir dann Novaminsulfon (3X20 Tropfen täglich), die mir auch gut gegen die Schmerzen helfen. Als weitere Maßnahme schickte er mich zum Urologen mit Verdacht auf Nierenstein(e), da er einen Schatten im Ultraschall sah.

Der Urologe hat dann meinen Urin überprüft und nochmals einen Ultraschall vorgenommen. Er sah auch den genannten Schatten an der rechten Niere. Jedoch sagte er mir, dass er einen Nierenstein eher ausschließt, da ich mich mit Nierenstein-typischen Schmerzen wohl kaum mehr bewegen könnte. Er setzte eine Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel an, um aber komplett Fehlfunktionen / Steine in der Niere auszuschließen. Dieses brachte einen Venenstein zu Tage, der laut seiner Aussage aber völlig harmlos wäre. Durchfluss in der Niere / Flüssigkeitstransport im Körper völlig ok. Hier sei vielleicht noch hinzugefügt, dass bei allen Kontrastmitteluntersuchungen die Schilddrüse mit gecheckt wurde und die Werte unaufällig waren.

Wieder beim Hausarzt checkte dieser meinen Rücken. Nach seiner Aussage sah einer eine Hüftschiefstellung / Skoliose. Also Überweisung zum Orthopäde. Der Orthopäde stellte aber nichts dergleichen fest, alles tiptop und gute Rückenmuskulatur. Beim Abtasten stellte er fest, dass ich schmerzempfindlich bei Druck auf den Magen reagiere. Deshalb überwies er mich an das Klinikum in die innere Medizin. Die hingegen nahmen mich aber nicht auf, da man dort laut Aussage nur über Notaufnahme o.ä. untersucht wird. Also wieder zum Hausarzt.

Der Hausarzt stellte diesen Schmerz auch fest und machte einen Magenultraschall, allerdings ohne Befund. Er merkte nur an, dass in meinem Magen ganz schön was los wäre. Aber gut, spricht für meine Figur - alles was ich esse, rutscht quasi sofort durch. Er verschrieb mir Pantoprazol (1x morgens) mit Verdacht auf Probleme mit der Magensäure. Medikation war nach ~1 Woche immer noch ohne Erfolg.

Wieder beim Hausarzt überwies er mich an den Radiologen, der mich mit Kontrastmittel in die Röhre schob. Dort wurde auch nichts gefunden, bis auf eine leicht größere Gallenblase (lt. ärztl. Aussage unproblematisch).

Mal wieder beim Hausarzt verschrieb er mir Krankengymnastik. Ich glaube, es waren 6 Termine (2xwöchentlich). Dort wurde die betreffende Gegend massiert und alles im Umfeld durchgeknett. Leider auch ohne Erfolg. Mit Beginn der Krankengymnastik stellte sich fast täglicher Durchfall ein. Und zwar von der Sorte, dass man am liebsten auf dem Standstreifen der Autobahn anhalten würde, weil man es nicht mehr halten kann. Das führte mich in die ein oder andere dumme Situation (Fahren mit dem Schienenersatzverkehr ohne Toilette, Schweißausbrüche...)

Den Arzt davon unterrichtet erhielt ich im Anschluss erhielt ich eine Überweisung zur Darmspiegelung. Komplett unauffällig.

Wieder beim Hausarzt angekommen, offenbarte er mir, dass er langsam auch ratlos sei. Er verordnete mir eine zweiwöchige FODMAP-Diät um Lebensmittelallergien auszuschließen (10.-24.12). Seitdem hat sich zumindest der Durchfall wieder eingestellt, Schmerzen jedoch nicht. Ich vermute jedoch, dass der Durchfall durch irgendein Lebensmittel verursacht wird, weshalb ich seit dem ein Getränke- und Essenstagebuch führe. Bislang habe ich allerdings keinen Übeltäter ausmachen können.

Mit zunehmend längerer Medikation (ca. seit der zweiten Dezemberwoche) habe ich auch das Gefühl, immer träger zu werden und mein Hungergefühl schwindet nahezu ganz. Ich bin lange wach, schlafe teilweise sehr lange und komme frühs nicht mehr aus dem Bett. Oft begleitet mit einem brennenden Körpergefühl. Oft geht beim Essen ein Würgereiz mit einher, der mich schon nach einer halben Schüssel Müsli in die Knie zwingt. Gegen abends schaffe ich dann meist eine warme große Mahlzeit. Ich bin auch nie ein großer Trinker gewesen, aber seit dem ich die Schmerzen habe, zwinge ich mich, meine 1,5-2 Liter am Tag zu trinken.

Da ich derzeit über meiner Bachelorarbeit sitze, ist das Ganze alles andere als super. Wenn ich mich aufraffe zu schreiben, kann ich mich nicht konzentrieren und schweife wg. Müdigkeit und Trägheit komplett ab. Ich habe noch gut einen Monat bis zur Abgabe und rund 2/3 geschafft. Mittlerweile habe ich die Tropfen soweit reduziert, dass ich sie nur noch bei Schmerzen nehme (1-2 x täglich), da ich sonst zu gar nichts mehr komme. Werde am Montag erneut meinen Arzt aufsuchen und ihm das sagen. Auch meiner Psyche macht das Ganze langsam zu schaffen - Existenzängste (schaffe ich meine BA?), Angst vor keinem Ende der Schmerzen, alles wird schlechter statt besser.

Der Beitrag ist jetzt doch länger geworden als gedacht... Ihr merkt vielleicht, mittlerweile befinde ich mich in einer ziemlich hilflosen Situation. Es gibt bereits einen Thread hier im Forum [[http://www.med1.de/Forum/Nieren/659188/?p=2]], leider gab es keine Antworten (Weder im Thread, noch per PN an die Threaderstellerin). Ich würde mich freuen, falls mir jemand Tipps geben kann oder vielleicht ähnliche Schmerzen hatte und die Ursache kennt.

Vielen Dank im Voraus und ein gutes neues Jahr!

Gruß Andy

Antworten
Bjloack6mooxd


Noch ein kleiner Nachtrag, habe gesehen dass ich vergessen habe, die Dauer der Schmerzen zu definieren. Sie dauern ca. 0,5 - 2 h an und verschwinden dann wieder von selbst. Nachts wach werde ich dadurch nicht.

BplacXkmooxd


Hat denn niemand eine Idee? ":/

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