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Grauzone

CyrozBext hat die Diskussion gestartet


Bekommt Ihr auch wieder und wieder gesagt "Ihre Werte sind in einer Grauzone" ... und könnt das nicht ganz nachvollziehen und nicht wirklich akzeptieren, weil Ihr am eigenen Leib spürt, dass Ihr Euch nicht in einer Grauzone, sondern in einer Krankheitszone befindet?

Manchmal komme ich mir wirklich veräppelt vor und versuche zu verstehen, warum mir eine Diagnose vorenthalten wird.

Aus kommerziellen Gründen?

Geben die Praxisbudgets keine Behandlung bzw. medizinische Begleitung meines chronischen Problems her?

In erster Linie beziehe ich mich auf meine ANA-Werte und weiteren Anzeichen, die für einen Lupus (SLE) oder eine andere Kollagenose sprechen.

Man sagt, bis zu einem Titer von 1:80 können ANAs = Antinukleäre Antikörper auch bei gesunden Menschen nachgewiesen werden.

Bei höheren Verdünnungsstufen -- also beispielsweise bei Titern von 1:160, 1:320, 1:640, 1:1280 ... ist davon auszugehen, dass eine Autoimmunerkrankung vorliegt.

Bei mir werden schon über Jahre immer wieder ANAs in Titern zwischen 1:300 und 1:1000 nachgewiesen.

Die liebe Grauzone ... wie es dann immer von ärztlicher Seite heißt.

Ich frage mich, wann nicht mehr von einer Grauzone gesprochen wird?

Die Durchblutung meiner Hände und Füße (bzw. Arme und Beine) wird immer schlechter -- trotz Yoga, spazieren, Radfahren und Fitnessstudio. (Sicherlich: ich könnte mich jeden Tag noch mehr bewegen. Doch ich frage mich, warum mein Bürostuhl-festgewachsener Vater mit seinen über 60 Jahren z.B. nicht die Durchblutungsprobleme hat, die ich habe -- und das komplett ohne Sport).

Ich rauche nicht, ich trinke nur zu wenigen Anlässen im Jahr mal ein Glas Wein oder ein Bier. Ich achte auf gesunde Ernährung und versuche, Allergene zu meiden.

Trotz aller Rücksichtnahme im Alltag (gesunde Lebensweise) fühle ich mich sauerstoffunterversorgt, oft müde, kraftlos und reagiere empfindlich auf eine vielzahl von Chemikalien. Dementsprechend "bio" bewege ich mich durchs Leben.

Es wundert vielleicht nicht, dass ich mich über die Jahre immer mehr aus Freundschaften und gesellschaftlicher Teilhabe zurückgezogen habe -- weil kraftlos, müde, sauerstoffunterversorgt und ungeeignet für hochprozentige Stammtische und dergleichen.

Für regelmäßige Veranstaltungen (Vereinstermine, ehrenamtliches Engagement) würde mir schlicht und ergreifend die Kraft fehlen. Ich hab's probiert. Es geht nicht mehr.

Seit ich in der Kindheit Pollenallergien entwickelt habe und später (trotz Hyposensibilisierung) noch allergisches Asthma oben drauf gekriegt habe, ging es mit meiner Kondition eigentlich immer weiter bergab.

Irgendwann fingen die Gelenkprobleme, Muskelschwäche, Müdigkeit und Chemikalienunverträglichkeiten an.

Aber meine Ärzte sagen mir "auf dem Papier sind Sie gesund" oder eben "Ihre ANA-Werte sind in einer Grauzone".

Wie gesagt: Für mich fühlt es sich schon lange nicht mehr nur nach einer Grauzone an.

Nun gut - ich habe mir mittlerweile mein gesamtes Leben als Grauzone eingerichtet. Immer schön vorsichtig. Bloß nicht krank werden -- bzw. nicht noch kranker... Jeder Infekt zieht mich wochen- bis monatelang runter.

Keine großen Sprünge im Leben (metaphorisch), lieber nicht zu viel wagen, meinem Körper nicht zu viel zumuten -- es könnte enden wie im letzten Mai, als ich nach einem Rucksackurlaub (ja, der Rucksack war zu schwer für mich) mehrere Monate extremste (!) Muskelprobleme hatte und nur im Schneckentempo maximal 2km gehen konnte. Auch meine Arm- und Handmuskulatur war eingeschränkt. Mineralwasserflaschen konnte ich nur unter Verwendung eines griffigen Therabands öffnen. Einen Spintschlüssel zum Abschließen konnte ich nur mit Ach und Krach drehen. Schuhe mit Schnürsenkeln wichen Slippern. Meine morgendlichen Yogaübungen konnte ich nicht (wie zuvor) ausüben -- ich musste pausieren -- die einfachsten Dinge hätte ich muskulär nicht hinbekommen. Ankleiden ging nur im Sitzen oder an eine Wand angelehnt. Meine Balance war sehr eingeschränkt und die Muskulatur zu schwach, um länger als ein paar Sekunden auf einem Bein zu stehen.

Ärztliche Auskunft: Sie sind vielleicht einfach nur erschöpft vom Urlaub.

Grauzone. Ich weiß.

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Kann man auch Verarsche nennen. Ich verstehe bloß nicht, wieso mir das passiert. Kenne ich mich zu wenig mit Praxis-Budgets aus?

Antworten
RPio Gdrande


Verwende einen gescheiden Wasserfilter für Trinkwasser – klar wird das Leitungswasser getestet, aber die Grenzwerte könnten für dich zu hoch sein. Das eSpring™ Wasserfiltersystem der Firma Amway ist da sicher einen zweiten Blick wert. (Ist keine Werbung – nur als Anhaltspunkt für eine Recherche gedacht)

Rkio GPrandxe


In welchen Land hattest du diesen Urlaub gemacht und ging es dir dort gesundheitlich deutlich besser?

PtCsZchbiLest


Hashimoto-Thyreoiditis könnte für deine Probleme verantwortlich sein.

Hast du zufällig aktuelle Schilddrüsenwerte zur Hand?

Wenn ja, dann mache eine Thread im entsprechenden Forum auf.

Hier gibt es User, die sich sehr gut mit dem Thema auskennen.

PBlüsCchbiEest


Fibromyalgie käme auch in Frage.

Raio &GrKande


Vielfache Chemikalienunverträglichkeit ( MCS) ist hier allemal die Ursache einer Fibromyalgie.

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