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Diffuse dumpfe Schmerzen Bereich unteren Rippenbogen rechts

Y'ukoUn20x16 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

mich plagt mittlerweile seit fast drei Jahren folgendes Krankheitsbild - es fing mit einem leichten Stechen / Ziehen zwischen dem unteren Rippenbogen rechts und Bauchnabel an. Damals dachte ich, es wäre der Blinddarm und bin, als es mehr wurde, zum Arzt. Eine Untersuchung zeigte kein Befund. Irgendwann verschwanden diese diffusen Schmerzen, kamen aber wieder. Es wurde dann so schlimm, das ich ins Krankenhaus gefahren bin - wieder ohne Befund. Hausarzt ordnete Ultraschall Bauchraum - Nieren und Blutuntersuchung an, ohne Befund. Eine Magenspiegelung brachte einen kleinen Reflux ans Tageslicht. Ich habe dann dieses ziehende Druckgefühl erstmal abgetan und dachte mir, das kommt bestimmt daher, weil ich den ganzen Tag am PC arbeite und daher viel sitze. Das Schmerzbild verschlimmerte sich aber langsam und man kann es als wellenförmig beschreiben. Mal habe ich ein paar Tage sehr intensive dumpfe Druckschmerzen und mal weniger aber es ist nie ganz weg. Als es wieder besonders schlimm war, bin ich wieder zum Hausarzt, wieder großes Blutbild und mit Gabe von Kontrastmittel, oral und intravenös, im CT gewesen. Wieder kein Befund - das ist jetzt ca. 2 Jahre her. Mittlerweile ist es so, das dieser Schmerz sich gürtelförmig unter dem Rippenbogen entlang bis zur Wirbelsäule hin ausgebreitet hat. Es fühlt sich etwas wie Muskelkater mit einem dumpfen Schmerz / Druckschmerz an. Durch ein drehen / strecken / beugen des Oberkörpers, kann ich die Schmerzen verstärken, eine Art Dehn- /Druckschmerz. Letzte Woche war es auf mal so schlimm, das ich von der Arbeit nach Hause musste, wir sind dann in die Uniklinik gefahren. Großes Blutbild ohne Befund. Im Urin hat man jedoch Blut gefunden worauf man auf einen Stein im Harnleiter geschlossen hat. Bin dann direkt ins CT gekommen, allerdings wieder mal.. ohne Befund. Der Arzt meinte dann, das kann schon mal vorkommen das da etwas Blut ist, nix schlimmes. Beim Orthopäden war ich zwischenzeitlich auch. Bis auf ein paar degenerative Veränderungen usw., konnte keine Ursache für diese Schmerzen gefunden werden. Nun steht eine Darmspiegelung an. Ach ja, meine Lunge wurde im letzten Jahr auch mal geröngt, ebenfalls ohne Befund. Ich hoffe natürlich, das im Darm ebenfalls nichts gefunden wird aber woher kommen dann diese Schmerzen?? Langes sitzen verschlimmert es auf jeden Fall. Man könnte jetzt denken, bewege dich doch mal mehr. Das ist richtig aber sind seit ein paar Monaten zuhause am umbauen und habe daher viel Bewegung - geändert hat sich rein gar nichts. Da in diesem Bereich auch viele Nerven entlanglaufen, habe ich schon an eine Art chronische Nervenentzündung gedacht aber mein Hausarzt zeigte sich von meiner Eigendiagnose recht unbeeindruckt und man will nun erstmal die Darmspiegelung abwarten. Allerdings ist mein Stuhl z.B. total unauffällig. Ganz normale Farbe und Konsistenz, keine Verstopfungen oder Blut.

Hat jemand auch solche Symptome, kommt irgendwie absolut nicht weiter oder hat gar eine Lösung gefunden? Wir haben auch mal mit dem medizinischen Dienst der TK gesprochen und man sagte, das es auch eine Art von Gries in den Gallen- oder Harnleitern sein könnte, denn sowas sieht man nicht bei einer CT.

LG

Yukon

Antworten
Dx.orisq Lx.


das es auch eine Art von Gries in den Gallen- oder Harnleitern sein könnte, denn sowas sieht man nicht bei einer CT.

Ist denn die Galle auch untersucht worden ? Ich bin mehrere Jahre auf Magenprobleme behandelt worden und hatte es an der Galle . Wegen dem Magen Problem bin ich zum Internisten geschickt worden . Der hat nichts gefunden , kam aber glücklicherweise auf die Idee sich die Galle anzusehen . Bingo !

SJchnee hex_e


Ich hätte jetzt auch auf die Galle getippt ":/ .

Wobei natürlich muskuläre Probleme oder gereizte Nerven auch eine Option wäre, zumal du es durch Bewegung auslösen kannst.

Vielleicht würde dir Krakengymnastik helfen.

Y4ukoEn201x6


So, habe nächsten Dienstag einen Termin zur Darmspiegelung. Der Arzt meinte bei der Vorbesprechung, das es ganz stark nach irgendeiner Darmerkrankung klingen würde, zumal alle anderen Untersuchungen ohne Befund gewesen sind. Was aber genau, würde sich dann am Dienstag zeigen.

SVc3h3neehxexe


Da bin ich ja mal gespannt was rauskommt......gib uns bitte Bescheid.

Yvuko0n201x6


Hallo Schneehexe,

des Rätsels Lösung... endlich nach 3 Jahren.... und ich schreibe nun gerade vom Zimmer aus der Uni Klinik wo ich eingewiesen wurde. Da ich im Augenblick viel Zeit habe, schreibe ich mal ein wenig ausführlicher.

Vorgestern Nacht wurde ich auf mal von starken Schmerzen mittig im unteren Bauchraum aufgeweckt. Diese Schmerzen waren neu und hatte bis Dato immer nur die Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen ziehend Richtung Bauchnabel und auch Richtung Rücken. Ich bin dann am Morgen zu meinem Hausarzt. Man stellte fest, das ich viel Luft im Darm hatte und das daher die Schmerzen kommen würde. Zur Sicherheit wurde aber nochmals Blut und Urin untersucht. Mittags bekam ich dann einen Anruf, das meine Entzündungswerte in die Höhe geschossen sind und ich leicht Blut im Urin hätte - Diagnose, Nierensteine. Ich bekam direkt eine Überweisung ins Krankenhaus. Damit fing die Odyssee und vor allem der Nervenkrieg aber erst richtig an.

In der Klinik kam ich in die Urologische Abteilung und wurde untersucht. Keine Nierensteine zu finden, ebenso schaute sich auch nochmal ein "Steinspezialist" die CT Bilder von der letzten Woche an - nichts zu finden. Ich wurde zurück in die innere Medizin gebracht. Wieder Sonografie aber Organe sahen gut aus. Um ganz sicher zu gehen, brachte man mich in die Radiologische Abteilung wo noch leistungsfähigere Sonogeräte sich befinden. Der Radiologe fand schnell die Ursache allen Übels. Mein Blinddarm ist dick entzündet und dieser hätte sich aber anscheinend etwas weiter mittig verschoben. Nun gut, ich war erleichtert... Blinddarm, ein Kinderspiel... dachte ich mir.

Ich kam in die Chirurgische Abteilung und wurde nochmals untersucht. Der Chirurg wurde irgendwie stutzig und sagte, er komme gleich wieder. Er kam nach einer Zeit zurück und erklärte mir, das er vermutet, das es nicht der Blinddarm ist und es auch ein Tumor an der Blase sein könnte. Ich war am Boden zerstört. Mit Diagnose Nierensteine ins Krankenhaus gekommen, dann Blinddarm und nun Verdacht auf einen Tumor. Man müsste nochmals eine CT machen aber dieses mal mit Kontrastmittel, damit man genau weiß, was den Chirurg bei der OP erwarten würde. Ich war mittlerweile nach 8 Stunden Untersuchungsmarathon an einem Punkt angekommen, wo mir irgendwie alles egal war und ich nur noch endlich Gewissheit haben wollte. Zurück von der CT das bange Warten, fühlte eine totale Leere in mir. Der Arzt kam rein und sagte: Herr xxxx, gut das wir die CT gemacht haben - mir entglitt bei diesem Satz die letzte Gesichtsfarbe - "Wir müssen Sie nicht mehr operieren..." Er erklärte mir, das ich Darm Follikel habe und diese sich dolle entzündet haben. Diese Entzündung ist auch schon auf das Bauchfell übergewandert. Ich werde nun erstmal künstlich ernährt und bekomme viel Antibiotika. Heute bei der Visite erklärte man mir, da diese Darm Follikel mich schon seit 3 Jahren immer wieder geärgert haben und somit immer wieder entzündlich waren, hat mein Darm in dem Bereich einiges an Schaden genommen und war auch schon leicht Perforiert. Wenn nun die Entzündung raus ist, wird man mir den Teil des Darmes herausoperieren müssen, da sonst alles wieder von vorne los gehen würde.

Ich ärgere mich nun sehr. Denn mein Hausarzt hatte mir vor 2 Jahren mal eine Überweisung für eine Darmspiegelung ausgestellt aber aus Scham usw., hatte ich mich davor gedrückt. Vermutlich hätte es gar nicht soweit kommen müssen, bzw. hätte wegen dieser Scham mein Darm komplett reißen können und das wäre höchst gefährlich bis lebensbedrohlich gewesen. Ich kann nur wirklich jedem ans Herz legen, schiebt solche Untersuchungen nicht vor euch her, auch wenn es nicht angenehm ist aber jetzt einen Teil seines Darmes zu verlieren ist dagegen ein viel zu hoher Preis.

Da leider viele nur ihre Symptome in Foren schreiben aber nur selten sich zurück melden was nun die Ursache war, hoffe ich, das ich vielleicht jemanden anderem irgendwie damit helfen konnte.

LG

Yukon

D0.orOisx L.


Mann , da haste was mitgemacht .

Also letztes Jahr war ich im Krankenhaus und neben mir war eine über 80 jährige die stand auch vor einer Operation mit einem Stück Darm raus . Nach der OP kam sie dann für 2 Tage auf die Intensiv , das ist normal !!. Also keine Bange und raus damit .

Sucvhnezehexe


aber jetzt einen Teil seines Darmes zu verlieren ist dagegen ein viel zu hoher Preis.

Die OP hättest du wahrscheinlich nicht verhindern können.

Ich hatte auch schon eine Sigmaresektion wegen vorangegangener Entzündungen. ;-)

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