» »

Suchthirn - ich hasse es!

E*hemalqiger Nutze.r (?#54542x1)


01.03.16 14:45

Ach so: Schocktherapie hilft vermutlich.

Habe ihm vor 3 Monaten ein Foto von ihm gezeigt wie er bekifft aussieht. Das hat 3 Monate vorgehalten.

Vielleicht sollte ich ihn mal filmen ]:D

Benutzerin005

Das bekämpft aber die Ursache nicht.. nämlich das Einsehen in die Sucht. Wie Du selber erkannt hast, hält das nur eine sehr kurze Zeit an. Es bewirkt aber keine dauerhafte Änderung in seinem Verhalten

EdhemalHiger N%utYzer (#528x611)


Ich de keine den sein Hirn ist einfach darauf quasi "programmiert".

Ich gehe mal davon aus, dass eine Droge in einem jugendlichem Hirn schon neurologische Spuren hinterlässt?!

Ich denke er müsste aktiver was dagegen tun und nicht immer so nach dem Motto :Uh, jetzt n Joint!" und dann nachgeben.

Werde ihn mal fragen, seit wann er schon wieder Bock hatte.

Warum er Lust hatte weiß ich ja.

nei+mue88


Benutzerin - du schreibst immer nur, was du tun musst, damit es ihm besser geht oder damit er sich ändert. Oder du suchst Begründungen für ihn:

Ich de keine den sein Hirn ist einfach darauf quasi "programmiert".

Begründung

Ich gehe mal davon aus, dass eine Droge in einem jugendlichem Hirn schon neurologische Spuren hinterlässt?!

Begründung

Ich denke er müsste aktiver was dagegen tun und nicht immer so nach dem Motto :Uh, jetzt n Joint!" und dann nachgeben.

Du überlegst, was er ändern muss

Werde ihn mal fragen, seit wann er schon wieder Bock hatte.

Co-Abhängigkeit. Vielleicht nicht mehr in einer so schlimmen Form wie bei den Schlägern und Säufern, aber es liest sich eindeutig.

EOhemaOliger N=utzelr (1#52_861x1)


Ich mach garnichts für ihn. Der kann sich mal schön selbst öndern.

Nur warum sollte ich ihm keine Vorschläge machen können?

Manche sind ja total unkreativ, wenn es darum geht. Was mit sich selber anzufangen!

Ich zB komme super mit mir alleine zurecht.und habe zu 100% Hobbies, die ohne Partner auskommen.

Er hingegen nicht. Mannschaftssport, Massenevents usw.

Ich kann mir selber was auskinffeln, und wenn ich 4 Stunden Sudoku löse.

Aber er weiß doch mot sich nix anzufangen.

Man wird ja mal was vorschlagen dürfen?

Verstehe die Leute eh nicht, die es mit sich selbst nicht aushalten :=o

Eyhem>al#igerv Nuftze%r (#528x611)


Und ich schwöre bei Gott: ich lösche täglich mehrfach das "mot" aus MEINEM Wörterbuch, aber es kommt immer wieder... >:(

niimu'e88


Nur warum sollte ich ihm keine Vorschläge machen können?

Manche sind ja total unkreativ, wenn es darum geht. Was mit sich selber anzufangen!

:-)

aO.fixsh


Meine Güte, gibt es irgendeinen Preis zu gewinnen, wenn man 500mal "Co-Abhängigkeit" schreibt?

Benutzerin - du schreibst immer nur, was du tun musst, damit es ihm besser geht oder damit er sich ändert.

Das finde ich gar nicht. Ich finde, Benutzerin sieht und schreibt ganz klar, dass der Ball in seinem Spielfeld liegt. Sie macht sich Gedanken - ja natürlich. Es geht schließlich um ihren Partner und sie schreibt hier, nicht er. Mehr als sich auszukotzen kann sie hier nicht machen.

Benutzerin, ich sehe das ähnlich wie Suppenfleisch. Deine Befürchtung ist verständlich, aber wenn Dir das Lügen mehr Probleme macht als die Tatsache, dass er ab und zu mal kifft, dann solltet ihr versuchen, die beiden Themen auseinanderzuhalten. Hast Du ihm mal gesagt, dass Du stolz auf seine Entwicklung bist und dass Du mit dem jetzigen Stand leben könntest? Dass er ruhig ehrlich sein kann und Du ihn auch mit dieser seiner Schwäche annimmst und zu ihm stehst?

Natürlich kannst Du ihn zu nichts zwingen, weder dazu, das Kiffen ganz sein zu lassen, noch dazu, nicht mehr aus Angst zu lügen. Aber ihr könnt vielleicht versuchen, einen ruhigeren und klareren Umgang mit dem Thema zu finden, indem ihr klar benennt, was eigentlich inwiefern ein Problem darstellt.

Ich habe einiges von Dir gelesen und kann mir gut vorstellen, dass es ziemlich furchteinflößend sein kann, wenn Du an die Decke gehst. ;-) Umso wichtiger scheint es mir, dass euch beiden klar ist, was Dich stört, was okay ist und wie man das zusammen erreichen könnte.

bblackhQearted"queen


Er sagt immer er weiß nicht, wie er es komplett schaffen soll.

Das ist auch schwierig. Ich denke, die meisten Süchtigen konsumieren ihr Suchtmittel nicht nur deshalb, weil es einen schön angesäuselt im Kopf macht. Die meisten kompensieren damit irgendwas und wollen durch den Konsum des Suchtmittels einen Zustand erreichen, in dem sie sich besser fühlen. Um diesen Zustand zu erreichen fehlen vielen Süchtigen meiner Meinung nach die Alternativen.

Deshalb kommt es bei Süchtigen auch mitunter zu Rückfällen. Oder zu Suchtverlagerungen. Weil es oft nicht um die Substanz an sich geht, sondern darum durch den Konsum ein Ziel zu erreichen. Das macht das dauerhafte Ausbrechen aus diesem Kreislauf für Süchtige oder auch für Personen mit "nur" problematischem Konsummuster recht schwierig.

Diese Muster zu durchbrechen sollte ein erster Ansatz sein und gerade bei über 10 Jahre andauerndem (sehr) bedenklichen Konsum würde ich an deiner Stelle deinen Partner auf jeden Fall dazu raten das im Zuge einer speziellen (Sucht-) Therapie aufzuarbeiten.

Menschen mit Neigungen zu Suchtverhalten oder Süchtige sind per se keine schlechten Menschen, sondern Menschen mit Schwachstellen. Wie jeder, der ehrlich zu sich selbst istm die eine oder andere hat. Aber man muss, gerade wenn man eine dauerhafte Beziehung führen und gemeinsam ein Kind großziehen will, auch bereit sein an sich selbst zu arbeiten. Und gerade Suchtproblematiken neigen dazu sich von Zeit zu Zeit zu verselbständigen, deshalb finde ich es besonders wichtig dieses Thema auch professionell aufzuarbeiten und andere Problemlösungsstrategien zu erarbeiten.

Übrigens gibt es auch als Partner oder Angehöriger von Suchtkranken die Möglichkeit sich bei Bedarf an Suchtberatungsstellen zu wenden. Aber du, Benutzerin005, stehst da ja eh im Kontakt mit deiner Therapeutin :)_

Deinem Freund wünsche ich, dass er das Thema jetzt, wo es nicht so richtig akut ist, anpackt. Süchte sind eine recht unfeine Sache und irgendwann steht man auch als Partnerin richtig an und weiß nicht mehr, wie man nun reagieren soll. Meine letzte Beziehung ist uns (zu großen Teilen wegen seiner Suchtproblematik) um die Ohren geflogen :-/

L:ichtAm5HoriWzont


@ Benutzerin005

Wie wäre es denn für Deinen Freund mal mit einer Therapie? Falls Du schon irgendwo geschrieben hattest, dass er bereits eine macht - ich hatte keine Geduld, nachzulesen - vergiss die Frage einfach.

Ich hab zu ihm auch gesagt, dass ich die Lüge rein zum kotzen finde.

Nicht mal so sehr das kiffen. Nein. Die Lügerei.

Er meinte mal, er wollte nicht dass ich ihn verlasse, weil er mich so liebt.

Logen, wer will schon verlassen werden?!

Meint er, lügen zu "müssen", damit Du ihn nicht verlässt? Weil Du die Lüge dann (so hofft er) glaubst?

Kann es sein, dass er eine Art Verachtung Deinerseits für seine Schwäche spürt und sich deshalb schämt? Dass er sich mit seinen Besserungsversuchen in Wahrheit nur verstellt, um Dir zu gefallen, es aber gar nicht von ihm selbst kommt?

iQndividu#elle8Meinxung


Ich werde mich nicht beliebt machen, mit dem was ich in diesem Thread schreibe. Aber Du hast Dich seit Deinen Anfängen auf sehr großes Experiment eingelassen, von dem nie klar sein wird wie lange es gut geht.

Selbst bist Du von vielen schlimmen Erfahrungen "gezeichnet", sei es durch ein sehr instabiles Elternhaus, von Dir bekannter sozialer Phobie und anderen Problemen. Auf diese Art hast Du von frühster Kindheit an Verhaltensmuster "erlernt", die man nicht einfach so von sich werfen kann. Diese wurden durch schlimm gelebte Partnerschaften weiter verfestigt.

Zum Teil verharmlost Du seine und eure Situation in meinen Augen gewaltig. Du schreibst zwar davon ihm Alternativen anbieten zu wollen für sein eher interessenlosen Leben. Schiebst aber ausschließlich vieles auf euer schmales Haushaltsbuget. Aber es gibt viele Aktivitäten, die man außerhalb von daheim machen kann ohne das es großen Geldmittel erfordert.

Zudem ist es für euch beide sehr notwendig euch ein stabiles und gesundes soziales Umfeld aufzubauen. Menschen, die Optimismus austrahlen, von dem ihr beide profitiert. So lange in seinem Bekanntenkreis überwiegend Kiffer und anderer Gefährder die Dominanz haben, kommt er aus seinem Suchtkreislauf nicht raus.

Wer möchte dann schon Sprüche hören, "Spielverderber, Deine Frau hat Dich aber gut in Griff, keine Eier mehr in der Hose u.ä.". Er gehört dann zu einer Gemeinschaft mit einem erklärten Ziel, nämlich der Drogenkonsum. Wer sich aus dieser Gemeinschaft raus bringen will, kann es sicher nicht indem er weiterhin regelmäßig Kontakt zu diesen Personen hat, wenn seine innere Haltung und Ablehnung zu Drogen nicht funktioniert.

Wenn Du von Alternativen sprichst, die sich außer Vorbereitung auf die Geburt euer Kindes, ein gemütliches Heim und dem Aufbau von intakten Alltagsstrukturen drehen soll, dann müsst ihr zwei es anders angehen.

Habt ihr über einen Kurs zur Geburtsvorbereitung nachgedacht? Du bist viel im Internet unterwegs. Hast Du Dich nach bereits vorhandenen Krabbelgruppen in der neuen Wohngegend umgeschaut?

Es ist sowohl für Dich als auch für Deinen Freund notwendig, dass ihr öfter aus der Bude raus kommt in eurer Freizeit. Tage und Wochenenden nicht massiv routiniert ablaufen, es mehr Dinge geben sollte auf die ihr euch gemeinsam freut. Mit jeder Aufregung über seinen Drogenkonsum leidet Dein Kind bereits mit. Es spürt Deine innere Aufregung, die Wut und es macht ihm Stress, der seine Entwicklung negativ beeinflussen kann.

Was soll sich ändern, wenn Du mit zu seinen Kifferfreunden gehst? Damit bestätigst Du seinen Umgang mit den Leuten dort noch mehr.

Es gibt gute Akkupunkturzentren, Fachärzte, Heilpraktiker die es ermöglichen das sein inneres Verlangen nach der Droge weiter nachlässt, wenn er das aktiv behandeln lässt. Ihr seht das beide noch recht locker. Wobei Du weißt, dass weder Du noch Dein Freund nervlich sehr belastbar seid. Für ein Kind ist es jedoch sehr wichtig von Anfang an ein Elternhaus zu haben, in dem es auf Sicherheit, Wohlgefühl und Zuverlässigkeit trifft.

Gerade letzteres sehe ich bei euch im Moment nicht. Du kommst langsam in den Teil der Schwangerschaft, in dem durch unterschiedlichste Einflüsse eine Geburt früher als errechnet stattfinden kann. Das solltest Du dem künftigen Vater sehr eindringlich klar machen. Dazu ist es nötig, dass ihr daheim alle wichtigen Aufgaben erledigt habt, die in der Wohnung wichtig sind. Wenn Dein Freund bekifft Auto fährt sollte ihm und Dir klar sein, dass er all seine mühsam aufgebauten Alltagsstrukturen verlieren kann.

Ein Unfall, in diesem Fall sogar selbst verschuldet, wenn er unter Drogen fährt ruiniert die jetzt begonnene Ausbildung. Auch der Entzug der Fahrerlaubnis würde euch massiv schaden. Es wird viel Geld kosten solche Szenarien als Paar, zumal mit einem kleinen Baby durchzustehen.

[[https://www.bussgeldkatalog.org/fuehrerscheinentzug/]]

Die Folgen einer Fahrt unter Alkohol und Drogen sind häufig die Teilnahme an einer MPU und/oder der Führerscheinverlust. Die Themen Cannabis und Führerschein werden auch oftmals in Verbindung gebracht, wenn es darum geht, dass die Fahrerlaubnis entzogen wird. Hier kommt es jedoch auf den Einzelfall und die hiesigen Behörden an. Es kann nicht pauschal gesagt werden, was bei welcher Menge von Drogen im Körper angeordnet wird.

Damit ist eure soziale Grundlage weg, die ihr bis heute hart zusammen erkämpft habt und weiter erkämpfen müsst!

Ihr tanzt beide auf einer Schrägen mit sehr viel Schmierseife unter den Füßen. Ohne strikte Konsequenz für das Projekt Familie wird es schwer ohne massive Einbußen im Alltag klar zu kommen.

Rechne Deinen Freund vor, was er für das Geld mit Joints verpafft. In eurem Fall sind selbst 10, 20 und 30 Euro sehr viel Geld. Die Gefahr ist sehr groß, wenn Dein Partner mit den Anfangsschwierigkeit durch die Geburt eures Kindes nicht klar kommt, dass er seine notwendigen Entspannungsphasen auf alt bekannte Weise suchen wird.

Geht es beide konsequenter an als bisher. Das sind derzeit alles nur Scheinlösungen die euch nicht weiterhelfen werden. Jemand der 15 Jahre Dauerkiffer war, mit vielen anderen Drogen (auch harten) experimentiert hat kann nur den Weg der Nulltoleranz gehen, weil sich mit jedem Nachgeben in alte Verhaltensmuster die Motivation absenkt dagegen etwas für euch Sinnvolles zu unternehmen.

Setzt euch Pläne mit Terminen damit alles was noch wichtig ist vor der Geburt erledigt ist. Zieht am selben Strang mit gleicher Gewissenhaftigkeit. Der Alltag mit Baby wird euch künftig noch oft genug an wirkliche Grenzen führen, die Fluchtpunkte viel wahrscheinlicher machen.

i9ndi@vidu,elle4Meinuxng


Noch eine wichtige Ergänzung zum Thema:

[[http://www.kmdd.de/infopool-strafrechtliche-folgen.htm]]

Am Besten zusammen noch einmal durchlesen und sich gemeinsam klar machen, was das für euch als Paar und Familie bedeutet auf unabsehbare Zeit, wenn der Worst Case für Deinen Freund eintritt.

Wenn ihr heute Probleme mit altem Vermieter/Mietzahlungen & Co, ARGE und auf anderen sozialen Feldern habt, so wird ein Erwischen mit Drogen am Steuer für Deinen Freund sehr nachhaltige Folgen haben, die auch Dich und euer Kind massiv betreffen/bestrafen werden.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diverse Erkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH