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Faktor V Leiden und leicht erhöhte D-Dimer Werte

Lcot#tmi_ hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Bei mir (w, 26) wurde im Sommer letzten Jahres Faktor V Leiden heterozyot, auf Grund einer oberflächlichen Beinvenenthrombose diagnostiziert. Seither gehe ich alle 4 Wochen zum Arzt und lasse mir meine D-Dimer Werte messen.

Die Auswertung letzter Woche erfuhr ich am Freitag Nachmittag. Der Wert ist leicht erhöht und liegt bei 0,53, normert = >0,5.

Der Arzt fragte mich, ob ich Symptome einer Thrombose habe, ich antwortete ihm, dass ich die letzten Tage eine leichte überwärmung im rechten Oberschenkel hatte. Jedoch diese aktuell nicht besteht. Ich war jedoch letzte Woche erkältet.

Daraufhin sagte mir der Arzt, dass der erhöhte Wert sicher von der Erkältung kommt und sofern keine weiteren Sympthome auftreten soll ich mir keine Sorgen machen.

Leider verunsichert mich das jetzt total.

Kann das tatsächlich stimmen? Ist der leicht erhöhte Wert denn normal wenn man erkältet ist/war? Soll ich mich zusätzlich untersuchen lassen oder lieber vier Wochen auf die nächste Blutabnahme warten?

Vielen Dank schon mal im Voraus.

Grüße Lotti

Antworten
P^iPMaL05x09


Der D-Dimer als alleinigen Wert zur Bestimmung für eine Thrombose zu nehmen, das bringt reichlich wenig. Er kann lediglich eine bestehende Thrombose, die durch Symptome und Doppler gestellt wurde, sichern.

Ich frag mich grad eher was der Sinn darin ist, daß du den Wert alle vier Wochen bestimmen lässt.

Erwartest du gleich die nächste Thrombose?

Ich hab Faktor V homozygot

L4ot$ti_


Hallo @PiMa0509,

Vielen Dank für deine Antwort.

Mir wurde gesagt, dass die Vorgehensweise wohl relativ normal ist, sofern eine Thrombose bereits vorlag und ich muss sagen, dass es mir eigentlich ganz recht ist so, da ich relativ dran zu knabbern hatte und seither auch immer wieder Probleme habe mit den Venen.

In der Regel sollen ja bei einem erhöhten D-Dimer wert auch folgeuntersuchungen zum Ausschluss Thrombose stattfinden.

Lediglich, dass er das jetzt abgetan hat mit der Begründung, dass das von der Erkältung stammt verunsichert mich stark. Wohl gemerkt ohne jegliche Anstalten zu machen, eine weitere Untersuchung einzuleiten...

Kannst du denn erfahrungsgemäß etwas bezüglich dem Wert sagen? Normal oder eher nicht?

Lieben Gruß :-)

PpiMa0x509


Die Angst nach einer Thrombose kann ich verstehen. Ich hatte innerhalb von einem halben jahr zwei. D-dimer wurde bei mir danach nie wieder getestet.

Meine Freundin ist Ärztin und die sagte mir dass dieser Wert auch aus vielen anderen Gründe erhöht sein kann. Daher würde sie ihn garnicht so wichtig finden.

Ich denke jetzt auch nicht dass diese minimale Erhöhung bei dir relevant ist.

Das Problem finde ich nun eher dass du wegen dem wissen um die Erhöhung dir bald die Symptome richtig einbildest. Daher halte ich diese Messung für recht unnötig und kenne sie so auch nicht.

Aber glaub mir, deine angst verstehe ich voll und ganz

Lbo)trti_


Ohje, 2 binnen einem halben Jahr, das hört sich echt heftig an... Hattest du sie denn direkt bemerkt? Konnten beide komplett aufgelöst werden?

Ich glaube, dass du mit der Einbildung der Sympthomatik meinerseits schon recht haben könntest. Das Problem bei mir ist eben auch, dass sich bei mir keiner so recht in der Verpflichtung sah, mich mit der Faktor V Thematik so wirklich aufzuklären... Bin echt bei jedem Ziepen vorsichtig... ;-)

P5iMa`050x9


Warst du mal in einem gerinnungszentrum? Wenn Faktor V vorliegt sollte geschaut werden ob noch was ist.

bei der ersten Thrombose war ich schwanger. Ich hab es geahnt aber noch zwei Tage verdrängt. Wollte nicht schon wieder hysterisch ins kh. Oh gott....hab sogar noch heiß gebadet.

Bei der zweiten hab ich auch erst noch andere Ursachen vermutet. Oder besser gehofft. War bei der Hausärztin und die hat mich untersucht, von Muskelkater geredet und ich soll mich mehr bewegen. Mittags war mir klar sie liegt falsch und am nächsten Tag gab mir der Gefäßchirurg recht.

er hat übrigens den D-dimer dann zur Bestätigung bestimmt.

Danach war ich in der gerinnungsambulanz.

LFottix_


Herrje! Hattest du in der Schwangerschaft bereits von deinem Faktor V gewusst? Normalerweise muss doch da gespritzt werden!?

Das hört sich nicht gut an -.- aber freut mich, dass du beide gut überstanden hast! Das ist doch im Endeffekt die Hauptsache!

Leider nein, bei uns in der Gegend gibt es soetwas nicht. Wäre aber natürlich bereit dafür ein Stück zu fahren... Man kann da also auch ohne akute Symptome zu einem Check hingehen? Dann würde ich das mal in Angriff nehmen..

Danke für den Tipp :-)

P-iMa\0509


Nein, ich wusste vor der Schwangerschaft nichts davon. :|N

Ich würde an deiner Stelle mal schauen wegen der Ambulanz.

Bei mir hat damals der Hausarzt den Test gemacht und festgestellt, daß ich Faktor V homozygot habe. Da ich es von einer Freundin kannte wollte ich in eine Gerinnungsambulanz. Die nächste ist hier knapp 100 km entfernt. Aber letztendlich mußt du nur einmal hin.

Ich hatte also Termin dort, es wurden unheimlich viele Röhrchen Blut abgenommen mit der Begründung, daß eben manche Sachen oft in Kombination vorkommen. Dann hat er sich noch meine Beine/Venen angesehen und mir alles erklärt bzw wir haben meine Fragenliste, die ich mir im Vorfeld erstellt hat, abgearbeitet.

Das Ergebnis der Blutproben bekam ich dann per Post und konnte bei offenen Fragen entweder anrufen, einen Termin machen oder zum Hausarzt. Der Termin war für mich sehr wichtig.

Möchtest du eventuell noch Kinder? Dann brauchst du eh irgendwann so eine Ambulanz. Erkundige dich mal. Ist oft bei großen Kliniken zu finden.

Lne}nsa-Soxphie


Hallo Lotti,

ich würde mir auch Rat in einer Gerinnungsambulanz suchen. Beim Faktor V Leiden ist es schon wichtig, dass du gut aufgeklärt wirst und ev. Risiko-Faktoren möglichst reduziert/gestrichen werden. (Rauchen, horm. Verhütung, Übergewicht,...) Zudem finde ich es wichtig, dass dir die Ängste etwas genommen werden - man kann prima damit leben, solange man gewisse Dinge beachtet und Warnsignale im Körper nicht ignoriert. Einen D-Dimer-Test alle paar Wochen halte ich aber auch für schwachsinnig.

Ich hatte vor etlichen Jahren mal eine schwere Thromobose (tiefe BBV) und erinnere mich gut, wie es mir danach ging - man wird schon auch mal paranoid wenn es um ziepen und zwicken im Bein geht. Faktor V-Leiden habe ich trotz familiärer Vorbelastung (mütterlicherseits) zum Glück nicht aber aus anderen Gründen wurde ich im Sommer durchgecheckt und eine Autoimmunerkrankung festgestellt. Bei den ganzen Tests hatte ich auch einmal einen grenzwertigen D-Dimer, ohne Hintergrund. Nachdem es einmaliger Ausreißer war, hat man da gar nicht viel Aufhebens darum gemacht. Die Ärzte haben mir auch gesagt, dass das immer wieder wegen Kleinigkeiten vorkommen kann und keinerlei Aussagekraft hat. Sollten weitere Symptome vorliegen ist das natürlich was anderes.

Alles Gute für dich. @:)

L)ottix_


@PiMa0509 ich habe nun eine Gerinnungsambulanz in einer Uniklinik 70km von hier gefunden, dort werde ich morgen nach Feierabend mal anrufen und einen Termin vereinbaren. Ich hätte 1000 Fragen, die ich gerne stellen würde :)

Ich denke schon, dass ich mal welche möchte und finde es eigentlich echt gut, dass ich das im Voraus erfahren habe. - Das Problem ist, dass wir einfach noch so viel vor haben... Ich reise soooo gerne, fühle mich einfach eingeschränkt und habe ständig Bedenken...

@ Lena-Sophie vielen Dank,

dass du dich hier eingeklinkt hast und für deine tollen Worte.

Es freut mich, dass du vom Faktor V "verschont" wurdest... Was hat den die Autoimmunerkrankung für Auswirkungen? Beeinträchtigt diese auch die Gerinnung in irgendeiner Form?

Das mit dem D-Dimer beruhigt mich, danke auch dafür :-)

Ich werde dann auf jeden Fall ins Gerinnungszentrum gehen und mich dort schlau machen... Das lustige ist einfach, dass ich früher wirklich Übergewicht hatte, sowie geraucht und hormonell Verhütet habe... Die richtigen Probleme kamen jedoch erst, als ich 23kg abnahm und die Pille abgesetzt habe (rauchen tu ich leider noch).

L'ena-VSophxie


die Autoimmunerkrankung ist das Antiphospholipidsyndrom und hat leider auch negative Auswirkungen auf die Gerinnung insbesondere Thromboseneigung und Fehlgeburten.

Ich möchte dir aber Mut machen, ich bin aktuell selber im 8. Monat schwanger (muss spritzen) und dem Baby geht es gut. Und in den Schwangerschaftsfäden tauchen immer wieder Mädels mit Faktor V Leiden auf, die letztlich ein gesundes Kind bekommen. Also wenn es irgendwann bei dir ein Thema wird: wichtig ist Vorbeugung und Sensibilisierung auf das Risiko; aber es ist heutzutage wirklich kein Hindernisgrund.

Auch Reisen darfst du weiterhin ohne Einschränkungen. Zur Vorbeugung kannst du viel beitragen, gerade wenn du Sorge wegen Langstrecken-Flügen hast. Trinken, zwischendurch Aufstehen und Bewegen, Stützstrümpfe bis hin zu Spritzen. Zum einen wird das Risiko somit erheblich reduziert, zum anderen tut es deiner Psyche gut und du kannst die Angst besser bekämpfen.

Glückwunsch zur Gewichtsabnahme und mit dem Absetzen der Pille hast du dir auch schon ein Gefallen getan. ;-) Manchmal ist es auch schlicht und einfach Pech, wenn so ein Thrombose zuschlägt. Das Risiko erneut eine zu erleiden hast du aber schon mal gut verringert, wenn diese Faktoren wegfallen. Und das mit dem Rauchen klappt ja vielleicht auch irgendwann. :)* Super, dass du dir schon eine Ambulanz rausgesucht hast, drücke die Daumen dass du dich dort auch gut beraten fühlst.

P%iM;a050x9


Das Faktor V Leiden schränkt deine Lebensqualität aber eigentlich nicht wirklich ein. Find ich persönlich zumindest. (Wobei es bei mir so ist, daß ich Marcumar nehmen muss, weil es bei mir auch Tiefe Beinvenenthrombosen waren und das eben gleich zwei).

Du kannst jederzeit weiterhin fliegen. Viel trinken und ggfs vom Arzt für den Flug Heparin-Spritzen holen.

Alkohol solltest du nicht in Unmengen trinken, aber ab und an mal ein Glas bringt dich nicht um. Einfach mit viel Sprudel für ausreichend Flüssigkeit sorgen. Trinken generell ist wichtig. Gewicht hast du ja schon reduziert, herzlichen Glückwunsch. Pille ist auch weg, super. Es gibt inzwischen auch eine Pille, die man als Gerinnungsgeplagter nehmen darf. Können die dir in der Gerinnungsambulanz aber was dazu sagen. Ansonsten bei langen Autofahrten oder Veranstaltungen halt immer wieder mal aufstehen und die Beine vertreten. Spätestens nach zwei Stunden. Und zwischendurch die Venenpumpe machen.

Ich finde das alles garnicht so schlimm. Gibt viel schlimmere Erkrankungen.

Ich hab auch über 30 Jahre gelebt ohne Probleme. Die erste Schwangerschaft ging fast problemlos. Ob das, was zum Ende passiert ist, verhindert hätte werden können durch Heparin? Vermutlich. Keine Ahnung.

Vielleicht wenn du rückblickend schaust, dann findest du sogar den Grund für die Thrombose. So ging es mir zumindest.

Ich hatte auch mehrere oberflächliche Venenentzündungen. Denen hatte aber nie jemand Beachtung geschenkt.

Ich finde es gut, daß du den Termin jetzt hast. Schreib alle Fragen auf und löchere die Leute dort ruhig.

@ Lena-Sophie;

Glückwunsch zur Schwangerschaft

Lqot{tix_


Dann hast du ja auch schon so einiges hinter dir @Lena-Sophie, jedoch gratuliere ich dir ganz herzlich zur Schwangerschaft und wünsche dir und dem kleinen Schatz, eine wundervolle Geburt und ganz viel Gesundheit!

Ihr beiden macht mir wirklich Mut, dass mir der Besuch bei der Gerinnungsambulanz wirklich etwas bringt.

Mit Alkohol kann ich glücklicherweise nicht sonderlich viel anfangen, außer zu besonderen Anlässen mal ein Glas Wein/Sekt.

Ich bewundere euch wirklich, dass ihr mit alle dem so gut zurecht kommt, da muss ich mir eine Scheibe abschneiden! Hätte auch nicht mit so vielen lieben Worten gerechnet!

@PiMa0509 wurden deine Kinder denn schon getestet? Bzw. hast du vor das zu tun? Ist ja 50:50, dass sie das auch haben, oder?

PYiM1a05x09


Das war am Anfang für mich auch alles nicht so leicht. Das wird aber.

Meine Tochter weiss dass sie mit mir nach Heidelberg muss eh sie die Pille bekommen kann.

auf Jungs wird der defekt eher selten übertragen aber auch ihn werden wir mit ca. 14 dort vorstellen.

Massiver Stress kann wohl manche Werte verändern und 20 Röhrchen Blut sind für Kinder Stress pur. Daher erst so spät.

LFototi_


Ich meine mal gehört zu haben, aber wie ihr seht, bin ich da jetzt noch nicht super aufgeklärt, dass es bei Kindern, sofern kein größerer operativer Eingriff stattfindet, nicht gefährlich ist... Finde es also vollkommen legitim, dass du dir da mit den Kiddies Zeit lässt...

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