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Alkoholschäden rechtzeitig erkennen bzw. vermeiden

Ahrtirsc*h1ocke hat die Diskussion gestartet


Hallo allerseits,

habe heuer angefangen zu studieren und da man das Studentenleben ja auch etwas genießen möchte, wird auch häufig gefeiert und ich sage mal ziemlich Alkohol getrunken. Natürlich weiß ich, dass man auch ohne Alkohol Spaß haben kann, aber ich bin leider ein Mensch der ohne Alkohol etwas verklemmt ist und habe nach ein paar Bier total viel Spaß und lerne viel schneller neue Leute kennen. Außerdem ist es auch anstrengend allen stets zu erklären, dass man nicht trinken möchte usw. Nun mache ich mir halt trotzdem auch Sorgen um meine Gesundheit. Alkohol ist logisch ein Gift für den ganzen Körper und nicht nur für die Leber, wobei die Leber ja besonders stark betroffen ist. Natürlich möchte ich schwerwiegende Gesundheitsschäden vermeiden, aber halt auch meine Jugend genießen und habe mir überlegt, regelmäßig Untersuchungen der Leberwerte zu machen um bei erhöhten Werten rechtzeitig reagieren zu können. Wie sind eure Meinungen und Erfahrungen dazu? Es wird ja gesagt, dass der Alkoholkonsum nur bis zu einer sehr geringen Menge risikoarm ist, aber gleichzeitig tritt Leberzirrhose usw. oft vor allem bei langjährigem täglichen Konsum auf. In einer durchschnittlichen Woche sind bei mir etwa ein paar Tage komplett alkoholfrei und an 2-3 Tagen wird dann halt oft mehr als nur 1-2 Bier getrunken. Wie sind denn die anderen Schäden bezüglich Alkoholkonsums einzuschätzen, kann man die durch gesunde Ernährung und Sport einigermaßen kompensieren, meint ihr mit einer regelmäßigen Kontrolle der Leberwerte kann ich schwerwiegende Schäden größtenteils vermeiden und - was ist eurer Meinung nach ne gute Kombi aus Jugend genießen und Gesundheitsprävention? Ich glaube jeder von euch war mal jung und kann mich verstehen, es ist ja nicht so, dass ich lebenslang viel trinken werde - eine Alkoholsucht ist bei mir wirklich keine Gefahr - aber trotzdem mache ich mir Sorgen vor späteren Schäden wie etwa Krebs oder Leberzirrhose. Und um ein schlechtes Bild von uns Studenten zu vermeiden - wenn nicht gefeiert wird bin ich wirklich sehr sehr fleißig am Lernen! ;-)

Antworten
Nword>ix84


Ganz ehrlich, wenn du nix trinken willst dann lass es. Jeder Alkohol schadet, die "nützliche" Menge ist minimal bzw. existiert eigentlich garnicht und die Menge die der Körper noch relativ schadlos verarbeiten kann liegt so gering das du nach 2-3 Bier locker drüber bist.

Ob das zu Schäden führt oder nicht ist völlig individuell und lässt sich nicht vorhersagen. Es gibt Menschen die trinken viel und regelmässig und werden trotzdem über 80 und es gibt Menschen die trinken fast nichts oder garnichts und bekommen mit 40 Krebs oder ähnliches.

ASrticscphockxe


Es ist ja leider so, dass ich beim Feiern schon gerne trinke weil ich dann halt doch viel lockerer drauf bin, mehr Spaß habe und neue Bekanntschaften schließe. Und die Leute haben ja früher auch schon viel getrunken und werden ja dennoch ziemlich alt. Gibt es denn keine Möglichkeit z.B durch Leberwertemessungen eventuelle Schäden rechtzeitig zu erkennen? :-/

Pfra\daTQetufel


Also im Ernst.. ich habe meine Sturm und Drangzeit sehr gut völlig ohne Alkohol überstanden und hatte sehr, sehr viel Spass. Vor allem dabei, den betrunkenen Mitfeiernden am nächsten Tag zu erzählen, wie sie sich blamiert haben im Vollsuff ]:D

Ich bin immer mit dem Auto in die Disco, oder zu einer Party gefahren. Ich habe den Alk nie vermisst.

Wenn man sich ab und zu mal was trinken will, finde ich das ok und auch normal (ich bin da kein Maßstab). Aber es sollte nicht jedes Wochenende zum Ritual werden. Man kann auch ohne Alkohol Spass haben, lustig sein und feiern. Oder nur mit wenig Alkohol. Wenn du schon darüber nachdenkst regelmässig zu saufen und per Blut deine Leberwerte im Auge zu behalten, klingeln bei mir schon die Alarmglocken. Das ist Augenwischerei! Versuch ein normales Maß beizubehalten, ab und an mal was trinken (keine Unmengen bis zum Vollrausch) und geh auch mal ohne Alkohol feiern. Und wenn dich die Leute blöd angucken weil du nichts trinkst, lass sie doch gucken. Ist doch deine Sache, deine Gesundheit, dein Leben, deine Entscheidung! :)^

Chomraxn


kann man die durch gesunde Ernährung und Sport einigermaßen kompensieren

Nö.

meint ihr mit einer regelmäßigen Kontrolle der Leberwerte kann ich schwerwiegende Schäden größtenteils vermeiden

Wenn du den Alkoholkonsum an den Leberwerten oder beim Ultraschall (Fettleber) siehst, ist es zu spät. Eine ehemals gute Freundin von uns ist im Laufe des letzten Jahres zur Alkoholikerin geworden. Sie hat sich streckenweise nachts so betrunken, dass sie noch betrunken auf die Arbeit kam. Ihre Leberwerte waren zum Jahreswechsel noch völlig in Ordnung, obwohl sie da schon längst süchtig war und hohen Konsum hatte. Sie hat übrigens auch so angefangen wie du: meinte, dass es doch auf Partys total legitim sei, die Stimmung durch Alkohol zu heben. Das ist übrigens die größte Gefahr bei der Alkoholsucht: dass du "Defizite" kompensieren möchtest.

es ist ja nicht so, dass ich lebenslang viel trinken werde - eine Alkoholsucht ist bei mir wirklich keine Gefahr

Wie kannst du da so sicher sein? Man geht ja auch mit 40 noch auf Feiern und will Leute kennenlernen. Dann wird deine Entschuldigung die gleiche sein.

Die meisten von uns haben mal viel getrunken. Es fühlt sich ja bei steigendem Alkoholpegel auch gut an, und deswegen macht man weiter. Heilsam ist es, wenn man mal paar harmlose Erlebnisse hat, wo man den Konsum bereut. Wenn's einem am nächsten Tag schlecht geht, wenn man einen Filmriss hat, oder sich zum Narren gemacht hat. Schlimm wird es, wenn man sich oder andere gefährdet. Das gehört zum "Erlernen" des Umgangs dazu, dass man später rechtzeitig die Notbremse zieht, auch wenn die Stimmung mit jedem Glas besser wird.

Bei dir ist es aber anders. Dein Beitrag hier zeigt, dass du einen hohen Alkoholkonsum zu einem normalen Partybegleiter machen möchtest. Du planst es regelrecht, wie du mit der großen Menge umgehen möchtest. Das impliziert, dass du tatsächlich darauf hinarbeitest, diese Mengen im Leben wegzustecken.

Und diese Absicht finde ich alarmierend, denn es grenzt an Vorsatz. :-/

P{ra,daT}euxfel


Bei dir ist es aber anders. Dein Beitrag hier zeigt, dass du einen hohen Alkoholkonsum zu einem normalen Partybegleiter machen möchtest. Du planst es regelrecht, wie du mit der großen Menge umgehen möchtest. Das impliziert, dass du tatsächlich darauf hinarbeitest, diese Mengen im Leben wegzustecken.

Und diese Absicht finde ich alarmierend, denn es grenzt an Vorsatz. :-/

Ich stimme Comran zu. Du machst dich auf den Weg zur Sucht... :(v

A(rttischocxke


Sorry, aber ich glaube ihr habt mich komplett falsch verstanden. Am Tag danach bereue ich es immer, getrunken zu haben. Wenn ich feiern geh nehme ich mir vor, nichts zu trinken, gebe dann aber oft aus Gruppenzwang nach. Aber es ist auch oft der Fall, dass ich mir ne Ausrede einfallen lasse wie z.b. Bauchschmerzen und deshalb nichts trinke während die anderen was trinken. Ich würde nie und nimmer alleine was trinken, aber ich möchte halt auch nicht zu Hause bleiben oder als Spaßverderber dastehen. Ich bin so und so schon ein Mensch der sich sehr viele Gedanken um seine Gesundheit macht und wollte halt mal nachfragen wie andere das sehen. Ich würde sagen, dass ich im Vergleich zu meinen Mitstudenten weniger trinke. Andererseits habe ich halt nen großen Freundeskreis und wenn andere einmal feiern gehen wird es bei mir halt mehrmals die Woche. Ich finde es schade, dass Alkoholtrinken schon so zur Normalität geworden ist und wollte mich halt dem Anpassen. Aber wahrscheinlich ist einfach das mangelnde Selsbtbewusstsein schuld.

A)rti%scXhocxke


Ich denke mir halt manchmal, womöglich sterbe ich in ein paar Jahren an einem Autounfall und dann habe ich zumindest meine Jugend genossen. Ich möchte wirklich nicht zu Hause bleiben, schließlich bin ich nur einmal jung. Aber wahrscheinlich sollte ich einfach lernen dazu zu stehen und auch ohne Alkohol feiern zu gehen.

N#or+dix84


Aber wahrscheinlich ist einfach das mangelnde Selsbtbewusstsein schuld.

Ja, ganz sicher sogar. Du hast zu wenig Selbstbewusstsein um zu sagen "Nein danke, ich trinke heute nix" sondern planst und suchst lieber nach Schlupflöchern um den Konsum zu rechtfertigen / die gesundheitlichen Schäden auszuschließen. Solche Schlupflöcher gibt es aber nicht und die aller wenigstens Süchtigen sind mit Vorsatz süchtig geworden sondern eben über irgendwas da hinein gerutscht.

Arbeite an deinem Selbstbewusstsein, dann kannst du kontrolliert trinken wenn du es möchtest und es ablehnen wenn du es nicht möchtest.

PCradaT!eufel


Aber wahrscheinlich ist einfach das mangelnde Selsbtbewusstsein schuld.

Da hast du für dich einen ganz wichtigen Knackpunkt erkannt würde ich sagen. Es obliegt doch dir selbst, ob du trinken willst, oder nicht. Diese Entscheidung kannst nur du treffen und da musst du wirklich dringend lernen NEIN zu sagen. Lass mich raten.. NEIN sagen ist generell ein Problem? Weil du kein Aussenseiter sein möchtest, gemocht werden willst? Und du wirst deswegen gern mal ausgenutzt?

Ich will dir mal was erzählen.. Ein guter Freund von mir hat auch so angefangen wie du. Bei der Bundeswehr hat er kräftig mitgetrunken, weil die anderen das auch so gemacht haben und er mit dabei sein wollte, kein Spielverderber, kein Aussenseiter sein wollte. Denn ja.. von manchen Menschen wird man dann aussortiert. Aber das sind auch Menschen, auf die man im Leben GUT verzichten kann und SOLLTE!

Naja, der Kumpel hat also mitgetrunken. Eine Falsche Vodka am Abend war bald usus, der Körper gewöhnt sich schnell an Alkohol und man benötigt immer größere Mengen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Er trank nur in Gesellschaft, niemals allein zu Hause o. ä.

Bei der freiwilligen Feuerwehr hat auch niemand in's Glas gespuckt und die Trinkerei ging weiter, auch später im Job. Er ging zwar immer zuverlässig seiner Arbeit nach, aber selbst der Chef bemerkte irgendwann, dass was nicht stimmte, da inzwischen schon körperliche Entschugserscheinungen wie ein Tremor (Zittern) etc.. offensichtlich wurden.

Er trank nach wie vor nur in Gesellschaft, niemals allein zu Hause. Das aber fast täglich und dann Mengen von 30 Kölsch, 15 Schnaps... Und er ging noch gerade nach Hause. Der Körper hatte sich eine sehr hohe Toleranz angewöhnt. Die Leberwerte sind im Arsch!!!

Inzwischen geht er zur Suchtberatung, nachdem er privat den Arschtritt seines Lebens bekommen hatte und endlich wach geworden ist. Er trinkt nicht täglich, hält es auch mal 2 Wochen ohne Alk aus und ist doch Alkoholiker. Vielleicht nicht stark abhängig, aber stark gefährdet es bis zum Kontrollverlust kommen zu lassen, wo man einfach nicht mehr aufhören kann zu trinken, täglich den Alk braucht etc... Und das alles, weil er angefangen hat in Gesellschaft zu trinken und nicht nein sagen konnte, weil er kein Aussenseiter sein wollte.

Und nein, das habe ich mir nicht ausgedacht, die Geschichte erlebe ich hautnah mit. Es ist nämlich kein Kumpel, sondern mein eigener Partner, den ich dermaßen in den Arsch getreten habe und ihn rausgeworfen habe, dass er zur Besinnung kam. Er hatte den Alk seit wir zusammen sind schon sehr stark runtergefahren, ist ein absolut liebevoller und fürsorglicher Partner, aber wenn wir weg waren, waren die Mengen einfach nicht mehr feierlich. Entzugserscheinungen habe ich bei ihm nie gesehen, er hatte vorher schon soweit runtergefahren, dass er der eigentlichen körperlichen Sucht noch grad so eben entgehen konnte. Aber wer weiß, wie lang das noch gut gegangen wäre. Bei mir trinkt er keinen Tropfen, obwohl alles da ist. Und trotzdem hat er ein Problem, an dem er jetzt arbeitet. Als Partnerin ist das nicht leicht und ich kann dir da noch einiges zu erzählen wenn du magst.

Denk bitte darüber nach, etwas an dir selbst zu tun, an deinem Selbstwert. Dafür gibt es Hilfe. Geh mit deinem Problem vielleicht wirklich mal präventiv zu einer Beratungsstelle. Die können dir helfen und dir sagen, wie du mit Trinkaufforderungen besser umgehen kannst. Das mein ich völlig ernst, lass es doch gar nicht erst soweit kommen. Du machst dir soviel kaputt dadurch, sowohl gesundheitlich, als auch zwischenmenschlich. Denn eine Beziehung hält sowas auch nicht lange aus, wenn man nichts dran tut.

Ich habe vielleicht das Glück, dass mein Partner sehr zugänglich ist bei dem Thema und es offenbar begriffen hat. Sicher kann ich nicht sein. Besser spät als nie.. aber noch besser ist es, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen!!!

CDom}raYn


Am Tag danach bereue ich es immer, getrunken zu haben.

Artischocke, umso schlimmer, dass du den Party-Konsum beibehalten möchtest :)= . Was empfindest du, wenn du deine Beiträge im Zusammenhang nochmal liest? Findest du das alles noch so korrekt?

dass ich mir ne Ausrede einfallen lasse wie z.b. Bauchschmerzen und deshalb nichts trinke während die anderen was trinken.

Dein Selbstbewusstsein ist offenbar ziemlich am Arsch. Daran solltest du arbeiten, dann gehst du auch nüchtern auf andere Menschen zu. Du brauchst weder eine Ausrede noch nichts trinken. Gegen kontrollierten Alkoholkonsum ist ja nichts einzuwenden. Er soll eben eine Grenze haben. Dann trinkt man auf der Party auch mal seine 3 Bier, aber dann ist halt Schluss. Man muss den Kram ja nicht exen oder Hochprozentiges saufen, nur um voll zu werden. Ein großes Bier kann auch 40 Minuten halten und es ist keine Schande, zwischendurch mal ein Wasser in der Hand zu halten. Wenn du in deinem Umfeld da auf Unverständnis stößt: einfach mal ein alkoholfreies Weizen zwischendurch trinken. Dann geht's dir am nächsten Tag auch blendend.

Kleine Aufklärung: der "Spaß" beim Alkohol kommt vor allem durch die Steigerung des Blutalkohols - nicht durch seinen absoluten Pegel. Wenn du langsam zuführst und dadurch weniger Menge hast, empfindest du fast genauso. Es sei denn, es ist dein Ziel, wirklich blau zu werden.

Ich denke mir halt manchmal, womöglich sterbe ich in ein paar Jahren an einem Autounfall und dann habe ich zumindest meine Jugend genossen.

Wenn du unter "Jugend genossen" verstehst, besoffen zu werden, ist das eine traurige Zeit %-| . Was du treibst ist Eskapismus, kein Genuss.

Aber wahrscheinlich sollte ich einfach lernen dazu zu stehen und auch ohne Alkohol feiern zu gehen.

Diese schwarzweiß-Denke ist interessant. Warum nicht einfach mit "wenig Alkohol"? Hast du wirklich einen Kontrollverlust, wenn du mal anfängst zu trinken? Das ist eine Disziplinfrage.

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