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Diffuse Symptome, keine Diagnose seit Jahren :(

j2okca04 hat die Diskussion gestartet


Hallo miteinander,

ich würde Ihnen hier gerne meine Symptome vorstellen und ihre Meinung zu möglichen Diagnosen oder sogar Erfahrungsberichte bei gleichen Symptomen hören :)

Ich bin männlich und 27 Jahre, sogar für meine jetzige Situation treibe ich noch Sport. Ich ernähre mich abwechslungsreich und gesund, habe nicht viel Stress.

Mein Hauptsymptom ist eine starke körperliche Leistungsminderung, die mich inzwischen auch im Geiste stark lähmt. Ich versuche nun schon seit fast 20 Jahren herauszukriegen, was mit mir nicht stimmt. Hier meine Symptome:

In Ruhe

-Sehr starke Rückenschmerzen, Verspannungen im ganzen Körper. Hauptsächlich Rücken, teils brust, evtl Bauch.

-Komisches, drückendes Gefühl beim Atmen in der Brust/Brustbein/Lunge, teilweise im Bauch

-Schmerzen in der Brust bzw. Brustbein, ausstrahlend in Magenbereich

-Unerträgliche Müdigkeit, Leistungsschwäche

-Häufig Kopfschmerzen, Vergesslichkeit

-Benommenheit, Konzentrationsschwäche

-Ständig kribbelnde und Taube Extremitäten, teilweise mehrmals stündlich!

-Gefühl, nicht gut genug sehen zu können.(Häufiges anstoßen, danebengreifen)

-Feinmotorik/Geschicklichkeit stark beeinträchtigt. Ständig fallen mir gegenstände aus der Hand

-Ständiges Abstützen zB auf Tischen etc,

-Sehr schlechte Körperhaltung da unfähig Körper anständig gegen die Schwerkraft aufzurichten

-Öfter Muskelkrämpfe, Muskeln sehr stark druckempfindlich. Teilweise halten die Krämpfe über 24 Stunden an.

-Oft EISKALTE Hände

Bei geringer Belastung zB Einkaufen kommt hinzu

-Gefühl, das Herz schlägt viel zu schnell

-Atemprobleme, schmerzen in der Brust/Brustbein

-"Schwere" schmerzende Extremitäten, vorallem Beine

-Schnelles Schwitzen

-Verminderung der Leistungsfähigkeit, ausruhen öfter notwendig.

Bei Sport/Stärkerer Belastung kommt hinzu

-Herzrasen

-Akute Atemnot

-Heftigste Schweißausbrüche

-Muskelkrämpf

-Gefühl von starker benommenheit

-Schwindel

-Ständiges ausruhen absolut notwendig

-Starke schmerzen in der brust/brustbein

Außerdem ist meine Nasenatmung quasi nicht vorhanden (durch Polypen, werden bald enfernt).

Die Schilddrüse ist es nicht, es ist keine Neuromuskuläre Erkrankung, keine Schlafapnoe, Blutwerte alle in Ordnung, kein Astma. Psychische Erkankungen würde ich auch ausschließen, fühle mich psychisch gesund und bin trotz jahrzehntelanger Erkrankung höchst Motiviert.

Inzwischen ist meine Lebensqualität gleich 0, ich kriege nichts mehr auf die Reihe, alles ist unglaublich anstrengend, die Muskeln machen sofort schlapp und ich fühle mich (körperlich) überfordert.

Ich würde mich über Hilfe wirklich freuen

Vielen Dank

Antworten
P%au#l_Renvere


Psychische Erkankungen würde ich auch ausschließen, fühle mich psychisch gesund und bin trotz jahrzehntelanger Erkrankung höchst Motiviert.

Auf zum Facharzt. Selbst ausschließen gilt nicht und hat 0 Relevanz.

j1okax04


Hallo Paul Revere

Welchen Facharzt meinen Sie? Ich habe mich zur Diagnostik bereits eine Woche in eune neurologische Klinik begeben, wo ich auch einige Testverfahren zu psychischen Krankheiten absolviert habe, ebenso habe ich mit Kollegen Tests durchgeführt, die ich selbst von meiner Arbeit als Therapeut kenne. Alles Ohne Befund. Mir ist klar, dass hier bestimmt viele Leute zu schnell Dinge ausschließen, wenn ich das tue, können sie jedoch davon ausgehen, dass es durchaus relevant ist :)

Plaul_RRevxere


Dann sollte man wohl eher präziser schreiben "Psychische Krankheiten wurden ausgeschlossen" und nicht nur, dass man sich lediglich psychisch gesund fühlt.

Unwahrscheinlich, aber dennoch möglich, wären noch Nahrungsmittelintoleranzen. Nach so vielen Jahren und so vielen Untersuchungen rückt die Ausschlussdiagnose CFS aber dann wohl doch immer näher.

E*hemalige2r Nutzer (2#45x8871)


Ich werfe das generell nicht so gern in den Raum, da es eher selten ist, aber wurde mal an CFS gedacht? Wichtig, CFS ist eine Ausschlussdiagnose.. aber es gibt eine Reihe von Bluttests, die darauf hindeuten könnten. Alles aber nicht im "kleinen Blutbild" dabei.. die Diagnose wird anhand der Symptome gestellt. Dagegen spricht die Fähigkeit, Sport machen zu können, das wäre dann doch eine sehr leichte Ausprägung der Krankheit.

[[http://www.fatigatio.de/leben-mit-cfs/cfs-me-onlinetest/ Hier]] ein Online-Test, der den Gang zum Arzt (Neurologe, Immunologe) nicht ersetzen kann.

j,oka~04


Die unklare Formulierung meinerseits ist mir leider zu spät aufgefallen, Paul Revere :)

An CFS hat noch kein Arzt gedacht, bzw. es nicht angesprochen. Ich werde mal beim Neurologen nachhaken und ihn bitten, die Bluttests die darauf hindeuten könnten, zu machen. Ich habe davon schon gelesen, mir kam es jedoch einfach nur wie eine Alibi Diagnose vor. So ähnlich wie "Okay, ich habe keine Ahnung was genau mit meinem Patienten nicht stimmt, aber wir müssen dem ganzen einen Namen geben".

Achja und zum Sport. Ich muss mich dabei ungefähr alle zwei Minuten ausruhen, kann immer nur leichtes Training machen. Hinzu kommt dass ich, denke ich, einen recht starken Willen habe den ich oft dazu benutze, über meine Körperlichen Grenzen hinaus zu wachsen, was sich aber im nachhinein als nicht so vorteilhaft heraus stellt :/ Aber was soll ich machen, ich akzeptiere die Situation so halt nicht :)

Danke für die bisherigen Antworten.

Elhem(alig[er NuTtzer x(#458871)


Ich werde mal beim Neurologen nachhaken und ihn bitten, die Bluttests die darauf hindeuten könnten, zu machen.

Damit wird er nichts anfangen können. Verminderte NK-Zellen, stark vermindertes intrazellulaeres ATP, erhöhte Zytokine gehören nicht in den Aufgabenbereich eines Neurologen. All diese Werte sind aber nicht beweisend für CFS, Abweichungen wurden in Forschungszusammenhängen festgestellt.

Bitte ihn lieber, Dich bei Verdacht auf CFS direkt an die Immundefektambulanz der Berliner Charité zu überweisen.

Alibi Diagnose

...deren aktuell vielversprechendste Behandlung im Rahmen von Studien mit Krebsmedizin stattfindet..

L7upo7x49


Ich bin männlich und 27 Jahre ...

Ich versuche nun schon seit fast 20 Jahren herauszukriegen, was mit mir nicht stimmt.

Das bedeutet, Du hast diese Probleme seit Deiner Kindheit, bist aber noch nie umgefallen oder zusammengebrochen, bist höchstwahrscheinlich - und ohne körperliche Diagnosen - mehrmals gut durchuntersucht. ":/

Sorry, aber da fallen mir nur psychische / psychosomatische Gründe für Deine Beschwerden ein.

Dwinoz2001


Warst du schon jemals bei einem internistischen Rheumatologen? Wenn nicht solltest du dir mal einen Termin geben lassen, was leider dauern kann. Notiere dir alle Symtome, damit du nichts vergißt. Ein wichtiges, wenn auch nicht gefährliches Symtom sind die "eiskalten Hände." Laß das nicht unerwähnt, denn es könnte sich um ein Raynaud-Syndrom handeln, das bei vielen, zwar nicht immer an Rheuma Erkrankten, aber meist bei den eher seltenen Rheumaerkrankungen auftritt.

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