» »

Hohes Schlafbedürfnis und extreme Müdigkeit

TpearsA_ndRxain hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Schon seit längerer Zeit habe ich ein sehr großes Schlafbedürfnis und bin trotzdem immer noch müde. Ich muss jeden Tag 10 Stunden schlafen, um mich einigermaßen wach zu fühlen. Schlafe ich unter 8 Stunden, werde ich sehr schnell krank und hänge den Tag über total durch. Da, das natürlich nicht immer umsetzbar ist, so viel Schlaf zu bekommen, hole ich das dann an meinen freien Tagen nach und schlafe da 12-14 Stunden.

Aktuell hat sich das Problem noch mehr zugespitzt. Ich nehme seit etwas über zwei Wochen Escitalopram und bin damit dauermüde und kann nur noch schlafen. Ich habe jetzt jeden Tag mindestens 12 Stunden geschlafen und kann trotzdem kaum die Augen offen halten. Ich bin teilweise frühs 9 Uhr aufgestanden nach 10 Stunden Nachtschlaf und war 13 Uhr schon wieder so müde, dass ich für weitere 3 Stunden geschlafen habe. Das geht natürlich gar nicht.

Ansonsten eine kurze Zusammenfassung: Schilddrüsenwerte i.O., Eisen i.O., arbeite im Schichtdienst und habe Morbus Meulengracht.

Mir ist klar, dass es beim Einschleichen von Psychopharmaka zu Nebenwirkungen kommen kann, aber so müde kann doch echt kein Mensch sein, zumal es antriebssteigernd wirken soll.

Habt ihr irgendwelche Tipps, wie ich wacher werde oder was ich noch tun könnte?

Viele Grüße

Antworten
P"edxdi


Ich nehme seit etwas über zwei Wochen Escitalopram

Ein Antidepressivum braucht ca. 4 bis 6 Wochen, bis es anfängt zu wirken. Die Nebenwirkungen hast Du aber früher. Das ist das, was Du beschreibst.

Die Nebenwirkungen werden (so war es bei mir) dann abklingen. So lange mußt Du da durch. Wenn Du kannst, und es geht einfach nicht mehr, dann lasse Dich krankschreiben. Bist Du in Therapie? Mein Psychiater hat mir in der ersten Zeit sogar abgeraten, Auto zu fahren. Hast Du Depressionen oder warum nimmst du ein AD? Manche Menschen bekommen es ja auch wegen anderer Erkrankungen verschrieben.

TkearsAnpdRaxin


Nein, ich habe keine Depression, ich habe eine Soziale Phobie. Ich arbeite als Krankenschwester und betreibe Leistungssport, beides wird gerade zur echten Herausforderung durch mein enormes Schlafbedürfnis. Ich mache eine Verhaltenstherapie, bin aber noch am Anfang und habe nur so aller drei Wochen einen Termin.

Ich habe jetzt schon die Dosis reduziert, mit 20mg ging es mir richtig schlecht, so schlecht habe ich mich in meinem ganzen Leben noch nicht gefühlt. Da hatte ich ständig Derealisationserlebnisse und Zwangsgedanken und war völlig abgeschossen. Vllt. ist die Kombination mit dem Meulengracht aber auch ungünstig. Habe jetzt vermehrt gelbe Augen und sehe da durchaus einen Zusammenhang.

PCeddxi


soziale Phobie und Krankenschwester, ich wunder mich grad ein wenig, wie du das machst. Aber da Du in Therapie bist, sorgst du ja gut für Dich. Wegen der gelben Augen würde ich mal den Psychiater fragen, was der dazu sagt. Hoffe, dass du bald einmal wöchentlich Therapie hast. Alle drei Wochen ist recht wenig.

Wegen der Müdigkeit, ich kenne das gerade am Anfang. Bei mir hat es sich gegeben. Ich nehme Elontril

TfeKars+An\dRaxin


Soziale Phobie bedeutet bei mir keine Isolation. Ich fühle mich halt nur ständig unsicher und frage mich, was andere von mir denken. Darüber mache ich mir dann ewig Gedanken, fühl mich dumm und inkompetent, verletze mich dann teilweise selbst.

Ich wollte eigentlich nie Medikamente haben, da ich aber nun schon die zweite Verhaltenstherapie mache, wurde mir stark dazu geraten. Ich hatte schon mal Paroxetin, was ich allerdings ziemlich schnell wieder abgesetzt habe, weil ich so viel Angst davor hatte. Jetzt bin ich wieder genau am selben Punkt. Ich hab tierische Angst, meine Leistungsfähigkeit einzubüßen. Ich bin nur noch im Halbschlaf, kann mich zu nichts aufraffen, fühle mich einfach krank. Da ich das Medi jetzt schon 16 Tage nehme, müsste sich ja wenigstens irgendwas tun, aber ich werde nicht wacher. Und ich trau mir kaum noch irgendwas zu essen, weil ich Angst habe zuzunehmen. Stattdessen habe ich jetzt immerhin schon 2kg abgenommen.

s[tepp(o2x5


Das enorme Schlafbedürfnis kommt möglicherweise durch den (hier auffälliger Weise ganz beiläufig erwähnten) Leistungssport. Die jungen Athleten meinen halt, dass der Körper die IMMENSEN Belastungen sozusagen für immer und ewig verkraften wird. Selbst wenn EINZELNE vorzumachen scheinen,"es geht doch" ist das für ein anderes Individuum keineswegs so.

TJearsrAnd&Raixn


Ja, Leistunssport heißt jetzt bei mir nicht mehr, dass ich den ganzen Tag trainiere. Aber es geht eben um was und ich mache es nicht nur zum Spaß. Trainiere nur noch 3 Mal in der Woche, also nicht extrem viel. Aber es gibt eben auch Wettkämpfe und auf die muss ich mich vorbereiten.

PYe5ddi


Du erwartest ganz schön viel von dir selbst. Das kenne ich von mir auch. Ich habe auch zu wenig für mich selbst gesorgt und hatte irgendwann den Schlamassel. In Form von burn-out. Ich meine dass du durchhalten solltest bis sich die Nebenwirkungen geben.

TRea=rsAn*dWRaixn


Ich habe es nicht mehr ausgehalten und habe es abgesetzt. Jetzt bin ich wieder fit und echt erleichtert :-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diverse Erkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH