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Wie seid ihr mit OP Komplikationen umgegangen?

PDAspo`rxts hat die Diskussion gestartet


Ich würde gerne Wissen wie ihr mit OP Komplikationen umgegangen seid und ob sie etwas an eurem Verhalten geändert haben künftige OPs zuzustimmen.

Ich hatte bei meinem letzten Eingriff vor kurzen eine lebensbedrohliche Komplikation und hab diese leider auch hautnah miterlebt da ich nicht unter Vollnarkose stand. Diese Erfahrung war recht unschön, ich kam danach auf die intensiv wo man sich aber sehr gut um mich kümmerte.

Nun steht bald zu 99,9% wieder eine OP an (derselbe Eingriff) und nach dem Eingriff sagte ich eigentlich zu mir selbst: Nie Wieder! Das ganze hat sich mittlerweile aber gelegt und ich tendiere mehr zu Vertrau den Ärzten.

Es war bisher immer so dass ich da ziemlich gelassen war, hab bei Aufklärungsgesprächen immer direkt gesagt ich Vertrau den Ärzten und zügig unterschrieben.

Möchte auch Anmerken dass die aufgetretene Komplikation nicht aus Nachlässigkeit der Ärzte entstand.

Es ist allerdings schon die zweite OP mit Komplikationen gewesen und bei Gespräche mit div. Leuten bekam ich immer zu hören "Also ich würd da erstmal Zeit verstreichen lassen und so schnell nichts mehr machen lassen".

Dachte mir, ich frag mal nach wie ihr mit OP Komplikationen umgegangen seid und inwiefern sie eine Rolle gespielt haben wenn es um weitere Operationen ging.

Und noch eine Frage: Haben die Ärzte die Komplikationen mit euch hinterher besprochen?

Falls sich jemand beteiligen mag wär ich sehr froh.

Antworten
E(mrax


Hallo PAsports,

wenn du nicht mitteilst, welche Operation das war und worin die Komplikation bestand, wird dir wohl niemand helfen können.

Es gibt hier in diesem Forum verschiedene Berichte über negative Folgen einer Operation. Z. B. dass der an der Prostata operierte Patient nun einen Bauchkatheter braucht oder ein(e) Patient(in) nach einer Schönheitsoperation nun sehr entstellt ist u.a, mehr.

Und noch eine Frage: Haben die Ärzte die Komplikationen mit euch hinterher besprochen?

Normalerweise bespricht ein Arzt nach der Operation mit dem Patient den Verlauf und das Ergebnis - egal ob es Komplikationen gab oder nicht.

MfG

Gmaroux78


Ich bin nach einer Rücken-OP ab dem 12. Brustkrebs inkompetent querschnittsgelähmt. Des Weiteren musste mir ein Jahr darauf, mein linkes Bein bis zum Oberschenkel amputiert werden. Es war eine sehr harte Zeit, sich damit zu arrangieren. Aber jetzt nach 8 bzw. 7 Jahren, ist es sowohl für mich, wie auch für meine Frau Normalität geworden!Ich würde aber lügen, wenn ich verschweigen würde, dass es mich teilweise massiven einschränkt. Ich habe Pflegestufe 2 und liege manchmal tagelang vor Schmerzen nur im Bett.

Ich könnte jammern, wie schlecht es mir geht. Aber das ist absolut nicht meine Art!!! Das Leben geht weiter und es gibt immer jemanden, dem es noch schlechter geht. Außerdem ist das Leben, die Welt und die Liebe zu meiner Frau viel zu schön,um Feierabend zu machen. Auch wenn ich schon daran einmal gedacht habe.

Bei Operation bin ich seitdem bedeutend vorsichtiger geworden und höre mir lieber mehrere Meinungen an, bevor ich mich operieren lasse. Nicht operieren lassen, ist keine Option für mich: Da ich auch noch schwer herzkrank bin und früher oder später, ein neues Herz brauchen werde.

Auch lasse ich mich fast ausschließlich nur noch in Fachkliniken (z.B. für Querschnittsgelähmte) behandeln und fahre damit eigentlich sehr gut.

Auch habe ich KEINE Hemmungen mehr, einen Arzt zu fragen, wie oft er eine bestimmte OP schon durchgeführt hat. Auch der Qualitätsbericht einer Klinik kann sehr interessant sein. Denn dort sind auch Komplikationen bei OP's vermerkt.

Letztendlich musst Du einen für Dich passenden Weg finden. Aber komplett auf OP's zu verzichten, ist definitiv keine Lösung. Lass Dir das von einem alten OP-Hasen (über 50 Operationen) einmal sagen.

Alles gute Dir und wenn Du willst, kannst Du Dich gerne bei mir melden.

Lduci<3x2


Also meine 1. OP Komplikation war ein lebensbedrohliche Hirnschwellung, Hirnblutung usw. Wie Garou hat sich meinem Leben sich komplett verändert - bin seitdem schwerbehindert. Habe zwar noch alle Gliedmaßen, Arm und Bein sind aber quasi nur zu Dekoration da.

Aber... Dieses OP habe ich jetzt 4 mal hinter mir. Die andere 3 OPs sind gutgelaufen. Habe aber natürlich den Chirurg gewechselt.

N;ase nbCärixn


Bei mir gab es während einer Nebenhöhlen-OP die Komplikation, dass unter der OP ein Schädelbasisdefekt auftrat, aus dem Liquor ("Hirn-/Nervenwasser") austrat. Direkt nach der OP, als ich wieder halbwegs ansprechbar war, kam ein Arzt zu mir und hat mir alles erklärt, inklusive der möglichen Folgen und Alarmsignale. Es gab danach engmaschige Kontrollen.

Mein Verhalten hat diese OP etwas beeinflusst. Anfangs hatte ich bei jedem Kopfschmerz und Schwindel panische Angst, dass mit meinem Gehirn was sein könnte. Und ich hatte große Angst, wenn ich mit dem Kopf wo gegen kam. Die OP als solches bereue ich aber nicht, würde sie jederzeit nochmal machen lassen, weil es mir jetzt, 3 Monate später, viel besser geht. Die Ängste haben definitiv nachgelassen :)^

Ich löcher vor einer OP den Arzt aber grundsätzlich mit allem, was mich interessiert oder was ich befürchte. Ich will immer alles ganz genau wissen und frag auch gezielt nach der Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit von Komplikationen (und hoffe, der Arzt lügt mich nicht an ;-) )

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