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Ärztlicher Befund, kann ihn jemand erklären/übersetzen?

bWl+aze-1x63 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

zum Glück habe ich dieses Forum gefunden. Meine Tante hat mir gestern 2 ärztliche Befunde gegeben mit der Bitte sie in eine für sie verständliche Sprache zu übersetzen. Ich dachte mit meinem alten Kumpel Google sollte das kein Problem sein... leider ist es doch nicht so einfach.

Gibt es hier jemanden der mir in einfachen Worten erklären kann was die Befunde aussagen?

Der erste Bericht war von einem MRT der Wirbelsäule und ich verstehe nur Bahnhof:

Befund:

Links-konvexe Skoliose, Scheitel L2/L3. Im Bewegungssegment L1/L2 Chondrose, leichte mediale Protrusion, kein Prolaps. L2/L3 ebenfalls Chondrose, mediale Protrusion, kein Prolaps. L3/L4 ebenfalls Chondrose, Spondylarthrose. Leichte linksseitige foraminale Enge durch intraforaminalen kleinen links-seitigen Prolaps, ohne Wurzelkompression. L4/L5 Spondylarthrose mit Protrusion. L5/S1 schwere Spondylarthrose. Weiterhin zeigt sich ein knöchern abgestützter alter medialer Prolaps TH9/TH10 mit leichter Myelonpelottierung. Keine Myelopathie. Hier IEnengung des Spinalkanals.

Beurteilung:

Schwere degenerative Veränderung bei Skoliose. Alter, knöchern abgestützter Prolaps TH9/TH10 mit leichter Myelonpellottierung ohne Myelopathie. Chondrose L1/2, L2/3 und L3/L4. In L3/L4 kleiner intraforaminaler Prolaps, links ohne Wurzelkompression. Spondylarthrose L4/L5 und L5/S1, jedoch kein umschriebener Prolaps. Keine malighne Mark-Raum-Infiltration.

Der andere ist von ihrem Internisten und schon ein bisschen besser zu lesen:

In der rein vorsorglich durchgeführten Koloskopie fanden sich zwei tubulovillöse Adenome mit geringgradiger intraepithelialer Neoplasie in Aszendens und Sigma, welche beide in Mukosektomietechnik endoskopisch abgetragen wurden. Darüber hinaus konnten drei tubuläre Adenomknospen mit geringgradiger intraepithelialer Neoplasie in Aszendens (zwei) und Sigma (eine), sowie eine tubulovillöse Adenomknospe mit geringgradiger intraepithelialer Neoplasie im Aszendens bioptisch entfernt werden.

Bezüglich der Nachsorge ergibt sich die Konsequenz einer Kontroll-Koloskopie zur Suche metachroner Adenome nach Ablauf von drei Jahren gemäß den 2013 aktualisierten §3 Leitlinien der DGVS für das kolorektale Karzinom und kolorektale Polypen.

Nebenbefundlich fand sich eine blande Sigmadivertikulose.

Diesbezüglich empfehle ich eine konsequente Stuhlregulation, zunächst unter ausreichender Flüssigkeitszufuhr.

In der ergänzend durchgeführten Gastroskopie fand sich bei rezidividierendem Sodbrennen eine konstant klaffende Kardia ohne Herniennachweis. Makroskopische Refluxläsionen konnten weder im Bereich des ösophagogastralen Epithelübergangs noch entlang der tubulären Speiseröhre nachgewiesen werden, sodas aktuell eine nichterosive Refluxerkrankung vorliegt.

Diesbezüglich empfehle ich eine PPI-Therapie in absteigender Dosierung, bis zur Austitrierung einer evtl. erforderlichen Dauer- oder Bedarfsmedikation.

Bei wiederholt epigastrischen Beschwerden konnte in der Magenbiopsie eine mittelgradige, mäßig aktive chronische Helikobactergastritis in Korpus und Antrum nachgewiesen werden.

Diesbezüglich empfehle ich eine Helikobakter-pylori-Eradikation vorzugsweise nach französischem Tripleschema.

Der Erfolg der H.-p.-Eradikation sollte gemäß den Maastrich-Ktierien mittels Atemtest oder etwas weniger sensitiv mit monoklonal immunologischem Stuhltest kontrolliert werden, allerdings frühestens vier Wochen nach Beendigung der Therapie mit Antibiotika und 14 Tage nach beendeter PPI-Therapie.

Diesen Bericht verstehe ich so dass bei einer Darmspiegelung Polypen gefunden wurden die entfernt wurden und dass sie deshalb zukünftig alle 3 Jahre zur Darmspiegelung sollte.

Außerdem konnten die Ärzte bei einer Magenspiegelung nicht feststellen woher ihr Sodbrennen kommt und dass sie eine chronische Magenschleimhautentzündung hat, welche sie mit Protonpumpenhemmern behandeln wollen?? Ist das soweit richtig??

Mein Problem ist: sie sagte mir es handle sich um Bauchspeicheldrüsen Krebs und das würde in diesem Befund stehen, aber ich kann nichts dergleichen finden.

Ich hoffe es kann jemand Licht ins Dunkel bringen

Vielen Dank schonmal

Antworten
AYnna_<198x6


Hey,

zum ersten kann ich sagen, dass deine Tante ne verkrümmte Wirbelsäule und nicht mehr ganz gesunde Bandscheiben hat.

Bauchspeicheldrüsenkrebs kann ich auch nicht herauslesen. Bei den tubulären Adenomknospen hätte jedoch die Möglichkeit bestanden, dass sie sich in die Richtung entwickeln.

Alles Gute für deine Tante. @:)

cxhi


Die Wirbelsäule hat schon so einiges mitgemacht - deine Tante wird vermutlich um die 60 sein, würd ich mal raten? Man sieht einiges an Verschleiß, einen alten Bandscheibenvorfall, einige Vorwölbungen und an einer Stelle wohl auch eine Einengung des Spinalkanals, was je nach Region entsprechende Probleme machen kann. Die Skoliose an sich ist natürlich auch nicht so toll.

Mit Magen- und Darmspiegelungen kenne ich mich nicht gut genug aus, aber Krebs wurde nicht gefunden, soweit ich es versteh.

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