» »

Kurznarkose mit Propofol?

Olrg4anz<a hat die Diskussion gestartet


wer von Euch kennt das Narkosemittel "Propofol" und kann mir etwas zu Nebenwirkungen, Wirkungsdauer usw. sagen?

Ich hatte am Freitag (also vor zwei Tagen) eine ambulante Kurznarkose mit "Propofol". Aus der Narkose bin ich recht schnell und gut wieder aufgewacht -- so weit also angenehm.

Jetzt das Unanagenehme: Mein Kreislauf liegt immer noch völlig darnieder, ich bin immer noch unendlich müde, habe heftigste Konzentrationsstörungen und immer wieder einen Filmriss... Wie lange dauert das noch? Wann bin ich endlich wieder klar im Kopf? Was kann ich unterstützend tun?

Ich muß morgen wieder arbeiten... in meiner derzeitgen Verfassung richte ich vermutlich nur Unsinn an und weiß es hinterher nicht mal mehr...

Antworten
Pzoly`dipsixe


Die

meisten von dir hier und in dem anderen Thread beschriebenen NWs können schon vom Propofol kommen, sollten aber nicht so lange anhalten. Von Filmrissen habe ich in dem Zusammenhang nach so langer Zeit nichts gehört. Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme kommen vor. Das Hauptproblem ist für mich, dass ich dir auch nichts ganz genaues sagen kann, da bei einer Narkose fast immer mehrere Stoffe kombiniert werden, und das durchaus auch an den Schmerzmitteln, die du bekommen hast, liegen kann. Evtl hat man dir irgendein Benzodiazepin gegeben, die machen gerne Verwirrtheit und Filmrisse. Wenn es sehr schlimm ist, bleibt dir nichts anderes übrig, als mit dem Anästhesisten, der das gemacht hat, zu sprechen. Der weiss schliesslich genau, was er dir gegeben hat. Sonst Kannst du auch nicht viel dagegen machen. Das Propofol ist auf jeden Fall schon aus dir raus, dessen Halbwertzeit ist ganz kurz. Gaaaaanz viel Wasser trinken (über einen längeren Zeitraum) kann helfen.

Gruß,

O3rg-anzxa


Danke...

... für Deine Expertenifo! Laut Arztbrief habe ich nur Propofol bekommen, keine Benzos oder ähnliches.

Die langen Nachwirkungen haben mich auch extrem irritiert (um nicht zu sagen verschreckt), denn Propofol scheint ein recht gebräuchliches Mittel für ambulante Kurznarkosen zu sein. Hinzu kommt, dass ich gedanklich auf eine "Schlummerspritze" vorbereitet war. Unmittelbar dannach ging es sogar sehr gut... die unguten Wirkungen kamen erst mit einer gewissen Verzögerung.

Die Kopfschmerzen haben mittlerweile zum Glück nachgelassen und mein Kreislauf läuft wieder rund. Ich fühle mich auch wieder etwas klarer und habe nicht mehr das Gefühl, ständig irgendwelche Lücken rekonstruieren zu müssen... Trotzdem merkwürdig.

Aber vielleicht liegt es ja daran, dass ich unmittelbar nach der Narkose wieder ins "richtige Leben" ging und allein auf mich gestellt war? Vermutlich wäre mir das alles bei einem stationären Aufenthalt überhaupt nicht aufgefallen, ich hätte mich blendend gefühlt... und dem Anästhesisten für die klasse Narkose gedankt...

Prol;ydipsxie


Hm,

wenn du beatmet wurdest, hast du bestimmt noch was anderes bekommen. Und Propofol kann auch Schmerzen verursachen, so dass man gerne auch dagegen etwas gibt. Ausserdem kommt es noch auf die Art der OP an.

Auf jeden Fall hoffe ich, dass es dir bald wieder richtig gut geht!

S2eanetd7or


Ich würde da nochmals nachfragen, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass du Propofol alleine bekommen hast, normalerweise kommen da noch Kombimedikamente mit.

mfG

O7rgaUnza


zu viel des Guten?

laut Bericht habe ich nur Propofol und Xylocain-Spray bekommen. Und es ging tatsächlich um so etwas extrem Banales wie eine Gastroskopie (dafür sind ja nicht mal Schmerzmittel erforderlich) ...

... deshalb bin ich ja so irritiert!

Denn ich hätte nie gedacht, dass mich das so aus der Bahn wirft. Zumal ich vorher weder Ängste, Bedenken, Vorbehalte, Zweifel hatte!

H+eib(schra@ub4er


Gastroskopie?

Bist du dir ganz sicher,dass du den richtigen Arztbrief hast?Nicht falsch verstehen,aber bei einer Gastroskopie gibt man normalerweise kein so starkes Mittel wie Propofol,meistens Dormicum.Rufe doch den Arzt mal an und frage ihn genau.

MfG ;-)

SneaneCt7_oNr


Bei ner Gastroskopie wird der Patient nicht in Narkose versetzt, er wird höchstens sediert. Bist du 100% sicher, dass das die untersuchung ist, die gemacht wurde ? Würde mich doch schon sehr wundern, wenn die dich für ne Gastro mit Propofol wegschiessen.

mfG

P^ol'ydIipsie


Kommt

mir auch spanisch vor. Warst du richtig bewusstlos, oder nur schwummerig?

OZrgaGnza


merkwürdig finde ich das auch!

Ja, es ist der richtige Arztbericht, ja es wurde wirklich nur eine Gastroskopie gemacht, ja das Mittel war Propofol.

Ich habe unmittelbar vor der Gastro eine Erklärung zur Kurznarkose unterschrieben und wurde während/nach (genau erinnere ich mich nicht mehr) der Propofol-Gabe innerhalb von Sekundenbruchteilen völlig weggebeamt... ich war definitiv nicht nur schummrig.

Mich hat das extrem überrascht (oder überrumpelt), denn meine überweisende Ärztin hatte von "Schlummerspitze" gesprochen und darunter hatte ich mir was anderes vorgestellt... aber irgendwie habe ich mich völlig wehr- und willenlos der Situation ergeben... So richtig ungut wurde es für mich dann hinterher (siehe oben, Anlaß meines ersten Posts hier...)

SYean0et7or


Ich würd mir mal den OP Bericht und den prä-/intraoperativen Anästhesiebericht ausm Krankenhaus besorgen. Dort findest du eventl weitere Hinweise wieso und warum bei dir so verfahren worden ist.

Ich bin sehr irritiert, weil unnötigerweise macht man soetwas eigentlich nicht.

Forsch da mal weiter.

mfG

JhadoTef


Ich hatte in der letzten Woche eine Darmspieglung und eine Magenspieglung. Und bei beiden Untersuchungen habe ich Propofol bekommen. Ich war nach ein paar wenigen Minuten ganz weg und bin auch nach der Untersuchung erst wieder aufgewacht. Nach der Magenspieglung hatte ich Kreislaufprobleme (was auch daran liegt, dass ich morgens nichts essen und trinken durfte). Auch die Konzentrationsprobleme kann ich bestätigen. Mit einem Filmriss habe ich keine Probleme, ich erinnere mich an alles, so lange ich bei Bewusstsein war (und an alles danach auch).

Der Arzt hat mir diese Spritze frei gestellt. Wer sie nicht möchte, bekommt sie nicht (und das wurde ich mehrmals gefragt). Ich wurde entsprechend aufgeklärt (Formblatt und durch den Arzt) und während der Sedierung überwacht (Blutdruck, Herzschlag und O2-Sättigung), außerdem wurde mir Sauerstoff verabreicht (ein Schlauch unter der Nase). Das kam mir alles ziemlich professionell vor und ich fühlte mich gut aufgehoben.

P~a+tty9x999


Auch ich hatte im letzten Jahr eine Magen-Darm-Spiegelung in Vollnarkose mit Propofol.

Ich glaube auch nicht, dass es sooooo unüblich ist die Spiegelungen auch unter Vollnarkose zu machen.

Ich bin Privatpatient und habe diese Alternative zur normalen "Schlummer-Spritze" angeboten bekommen und dankend angenommen, da ich einfach absolut nichts von dem Eingriff mitbekommen wollte (bin sehr ängstlich).

Bei meinem Gastro-Enterologen ist die Narkose mit Propofol kein Problem, da bei diesen speziellen Terminen dann extra auch ein Anästhesist anwesend ist.

Ich habe die ganze Prozedur super vertragen und war danach nur noch kurz etwas "belämmert" ansonsten hatte ich keinerlei Nebenwirkungen.

Ich denke, dass es in puncto Nebenwirkungen auch darauf ankommt wie viel Propofol verabreicht wurde...

fCipsxyy


Ich hatte vor 2 Jahren eine Magenspiegelung nach stationärer Aufnahme in einem Krankenhaus. Der Arzt wollte mich mit einer Kombination aus Dormicum und Propofol sedieren. Propofol scheint also üblich zu sein. Er fragte mich aber gottseidank vorher, ob ich eine Allergie auf Sojaeiweiß habe, denn Propofol wird offenbar in Sojaöl gelöst. Da ich auf Soja mit Unverträglichkeiten reagiere, hat er mich dann nur mit Dormicum sediert, aber wohl mit einer höheren Dosis, wie er sagte. Ich habe jedenfalls geschlafen wie ein Baby und absolut gar nix mitgekriegt. Allerdings hat es auch 2 Stunden gedauert, bis ich wieder ganz aufgewacht bin. Gefühlt habe ich mich danach aber sehr gut, es war ein wohliger Ruhezustand, doch mit ganz klarem Verstand. Ich kann mich sogar noch an das erinnern, was ich kurz nach der Injektion gesagt habe, was der Arzt geantwortet hat und welches Gefühl ich für einige Sekunden hatte, bevor ich weggetreten bin. Also Erinnerungslücken oder Filmriss, wie oft berichtet wird, sind nicht vorhanden. Insofern würde ich persönlich zukünftig eine Sedierung mit Dormicum bevorzugen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Diverse Erkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH