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Kortison- Nebenwirkungen- Frage

Skarah~2000 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

ich hätte eine wichtige Frage. Ich soll Kortison bekommen, wegen einer Entzündung im Körper. Habe aber totale Angst vor Kortison! da man soviel negatives darüber liest.

Wer hat schon Kortison eingenommen?? Und, welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? ist es so schlimm, wie man so hört, oder nicht?

danke an alle!!

Sarah

Antworten
M8onstxi


Hi sarah,

die negativen Berichte über Cortison sind in einer Zeit entstanden, als man z.B. chron. entzündliches Rheuma noch dauerhaft und sehr hochdosiert behandelt hatte.

Die Dosis/Therapiedauer ist entscheidend. Ich habe jetzt bald 5 Jahre lang täglich Cortison geschluckt - allerdings (vom Beginn der Therapie mit 30 mg Urbason abgesehen) stets in der geringsten noch wirksamen Dosis. Die letzten 14 Monate war ich auf 4 mg Urbason (Methylprednisolon) und habe von Anfang März bis vor 3 Wochen gänzlich ausgeschlichen.

Bei Kurzzeit-Behandlungen (d.h. bis zu ca. 3 Wochen) sind bei nicht extrem hohen Dosen kaum Nebenwirkungen zu erwarten, möglich wären: Anstieg des Blutdrucks, verstärkter Appetit/Heißhunger, volleres Gesicht.

Bei langfristiger Cortison-Behandlung ergeben sich auch bei geringen Dosen (unter 5 mg/tgl.) gewissen Nebenwirkungen, z.B. dünnere Haut, brüchige Venen, Blutungsanfälligkeit, "Cortisongesicht", Wundheilungsstörungen, Störungen des Hormonhaushaltes, Verstärkung des Haarwuchses am Körper/im Gesicht.

Die große Angst, unter Cortison maßlos zuzunehmen, ist meiner Ansicht nach nur bedingt berechtigt. Ich z.B. habe weder während extrem hochdosierter i.v.-Notfall-Behandlungen, noch während der Langzeit-Therapie auch nur ein kg zugenommen. Ich denke, dass viele nur deshalb ordentlich zulegen, weil sie durch den gesteigerten Appetit viel mehr essen. Dann ist auch die Gefahr groß, mit der Zeit eine Diabetes Typ II zu entwickeln.

Liebe Grüße von ...

M)argxa


Hallo Sarah,

eine nur begrenzte Cortison-Behandlung ist nicht schädlich.

Wer dauerhaft Cortison nehmen muß, wird sozusagen zum Diabetiker,

weil Cortison der Gegenspieler von Insulin ist und die Blutzuckerwerte

enorm ansteigen können.

Weitere NW bei längerer Anwendung: Osteoporose

A&SSu580U0


Hallo,

Monsti liegt richtig.

Es ist hauptsächlich ein Einstellungsproblem.

Beste Grüße

ASS500

MmonsOtxi


@Marga

Hi Marga,

ich denke, dass knapp 5 Jahre Dauer-Cortison-Einnahme ganz klar zu den Langzeittherapien gehört. Aber eine Diabetes habe ich noch nicht einmal im Ansatz entwickelt. Ich kenne andere, die schon seit 10 Jahren und länger täglich niedrig dosiertes Cortison schlucken, auch bei denen kenne ich niemanden mit Diabetes. So, wie Du es formulierst, klingt es so, als stelle sich unter Dauercortison ganz unweigerlich eine Diabetes Typ II ein. Das stimmt aber nicht.

Wichtig bei einer langfristigen Cortison-Therapie ist natürlich eine zusätzliche und konsequent tägliche Versorgung mit Calcium/Vit. D, um einer Abnahme der Knochendichte vorzubeugen. Bei Frauen jenseits der Wechseljahre ist das ganz besonders wichtig. Außerdem wird man unter Dauercortison 1x jährlich eh zur Knochendichtemessung geschickt (bei mir stets per CT im unteren WS-Bereich und Ermittlung des t-scores).

Sonniges Grüßle aus Tirol!

MbonsMtxi


noch einmal an Marga (an Sarah natürlich auch)

Hi,

sorry, Rheuma-Sieb-Gedächtnis :-p ...

Marga, Du formulierst es oben so, als würde sich bei der Cortison-Dauertherapie unweigerlich eine Diabetes Typ II einstellen.

Nicht nur bei mir war es so, dass das Cortison eher für Unterzuckerungszustände gesorgt hatte. Bei den wöchentlichen Untersuchungen irgendwann am Nachmittag lagen meine Zuckerwerte regelmäßig bei 40-60 - ganz klar kein Überzucker, oder?

Aber Du hast natürlich dahingehend Recht, indem Du sinngemäß schreibst, dass Cortison in den Insulinhaushalt eingreift. Der bekannte Heisshunger unter Cortison entspricht ja nichts anderem als einem Unterzuckerungszustand (besonders deutlich, wenn auch noch Zittern, Schweißausbrüche und Koordinationsstörungen dazukommen).

Während meiner Cortisontherapie wurde mein Blutzucker wöchentlich überprüft, aber Überzucker hatte ich während der gesamten knapp 5 Jahre nicht.

Natürlich könnte sich unter Langzeit-Cortison eine Diabetes entwickeln, aber dafür müssen in der Regel noch Übergewicht, familiäre Disposition, mangelnde Bewegung, viel Kaffee- und Alkoholgenuss und falsche Ernährung hinzukommen.

Liebe Grüße!

wnun?deArwxesen


nachwirkungen/nebenwirkungen

ich habe 2 wochen kortison genommen und keine nebenwirkungen erst gehabt und jetzt nachdem ich es 1 woche nicht mehr nehme, habe ich geschwollene knöchel, meine periode hatte ich während der kortisoneinnahme sehr sehr schwach, also kaum, und jetzt nach 1 1/2 wochen habe ich schmierblutungen. außerdem fühle ich mich kraftlos und schwindlig. und mein herz stolpert. sind das nun nachwirkungen des kortisons? vielleicht kann mir das jemand beantworten? wäre echt dankbar.

M/onNsti


@wunderwesen

Solche Reaktionen treten gern auf, wenn man Cortison von heut auf morgen absetzt. Cortison muss IMMER ausgeschlichen werden!

Liebe Grüße

wNundermwes1en


@monsti

hab ich aber gemacht, hab erst jeden tag 3, dann 2 und zum schluss nur noch eine genommen.

ndinax84


Nehme schon seit 4 Jahren Kortison. Nehme es 6 Monate lang jeden Tag. Am Anfang geht es mir dann immer sehr schlecht. Mir ist übel, schwindelig, bin lustlos, müde, hab schlechte Laune...

Es kommt aber drauf an, wie lange man es nehmen muss und wie hoch die Dosis ist. Es kann auch sein, dass man die Nebenwirkungen gar nicht merkt bzw. dass sie nicht auftauchen.

Maoqni%b^i


Bleiben Nebenwirkungen nach Absetzen

Hallo Monsti und alle Anderen

Du hast die anderen Nebenwirkungen wie dünne Haut, Venenbrüchigkeit, Blutungsneigung etc auch erwähnt. Geht dies mit der Zeit nach Absetzen von Kortison wieder weg oder bleibt dies?

Meine Tochter bekamm sehr hohe Dosen über ca. 3 Monate.

Wenn die Haut schon gerissen ist, kann man dann noch etwas machen. Wer hat Erfahrung damit

Danke für eine Antwort

Monibi

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