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19.02.10 17:29
nabend,
also ich habe seit dienstag fieber weniger als 39 aufjedenfall und hatte zu anfang kopfschmerzen und halsschmerzen. Die halssschmerzen sind schon weg und die kopfschmerzen sind nur da wenn ich meinen kopf schnell und ruckartig bewege. Hab seit heute auch gleiderschmerzen im nacken.
War mittwoch in der schule und das ging eigl aber seitdem bin ich zuhause Arzt meinte dass es ist Virusinfekt hat sich aber nichmal die Mühe gemacht und in meinen Hals geschaut :(. Müdigkeit ist eigl kaum vorhanden 
Hab ehrlich Angst, weil wenn ich lese wie lange das hier einige haben :(
19.02.10 17:32
achja hatte vergessen zu erwähnen also so richtig schlapp fühle ich mich nich schlafen kann momentan auch nich soo wirklich
)
hab auch das gefühl dass es etwas besser geworden ist aber vll bilde ich mir das auch nur ein.
19.02.10 17:53
merke eigl auch bis abends kaum was vom fieber obwohl ich es deutlich habe :(
hab auch seit monaten oft weißen belag auf der zunge
10.03.10 10:52
Hallo
das ist meine letzte Hilfe. Bei mir wurd vor ca. 3 Jahren Borreliose (drittes stadium) festgestellt. Ich wurde seitdem ca 2 bis 3 mal mit antibiotika behandelt. Jedoch sind im letzten Jahr die Schübe immer schlimmer geworden und etwas andere beschwerden. Meine Beschwerden: starke chronische müdigkeit, Inner unruhe, starke kopfschmerzen, Schwindel, konzentrationsstörungen, schlafstörungen, Herzklopfen manchmal sogar herzschmnerzenn, verdauungsbeschwerden (blähungen und weicher stuhl), leichte schmerzen im linken oberbauch, muskelschmerzen und rückenschmerzen. Deswegen bin ich nochmal zum arzt. Es wurde eine EBV serologie gemacht. Meine Werte:
EBV Capsin IgG LIA >750 U/ml bis 20
positiv
EBV Capsin IgM LIA negativ
EBV Nucleus 1 IgG 234 U/ml bis 5
positiv
- veringerte Lymphocytenwerte (20,3%) 20-40
- hoche fett und eiweißwerte
Mein Arzt sagte: Sie hatten mal EBV aber die Infektion ist abgelaufen, da keine Antikörper gebildet werden.
Diese Aussage war mir jedoch aufgrund meines Gesundheitszustandes zu ungenau. Ich habe mich selbst weiter mit der Thematik EBV auseinandern gesetzt.
Hier hieß in diverser Literatur,dass trotz negativen Antikörpernachweis eine akute/chronische EBV vorliegen kann. Deswegen sollten zusätzlich folgende test gemacht werden:
- IgG Antikörpermuster
- Aviditätsbestimmung
- Immunoblot
sodass man auf alle fälle die werte EBV IgM, EBV IgG, EBV EA, EBV EDNA bekommt und nachgewiesen werden kann ob eine chronische EBV vorliegt.
Darauf hab ich meinen Azrt angesprochen und er sagte: dies sei nicht notwendig, die obigen Ergebnisse sind eindeutig und dann konnte ich gehen. Nun sitz ich wieder da.....
Was soll ich machen. Ist meine Vermutung richtig oder hat der Azrt recht? Können mir ein paar Leute helfen?
Vielen Dank
10.03.10 16:21
hi,
der arzt hat nicht recht. ein negatives IgM-ergebnis allein ist nicht aussagekräftig. allerdings ist die sache komplizierter, weil bei manchen das virus selbst diese symptome produziert (dann weist auch der immunoblot auffälligkeiten auf), bei manchen aber das virus längst unter kontrolle ist und ein entgleistes immunsystem für die symptome verantwortlich ist (hier wäre der immunoblot unauffällig, aber andere werte wie die interleukine aus der norm). der dritte fall, der z.b. mich betrifft, ist, dass der körper gegen ebv zwar antikörper produziert hat, die auch messbar sind - aber diese antikörper nicht effektiv arbeiten und das virus deshalb aktiv bleibt und immer wieder aufflammt. daraufhin steigert der körper seine immunabwehr und es kommt zu autoimmunologischen erkrankungen. bei mir z.b. ein allergisches asthma und eine myokarditis.
du siehst die diagnostik ist wirklich schwierig. den test zur antikörperaktivität machen ganz wenige kliniken (z.b. die rheumatologisch-immunologische sprechstunde der charité) und er kostet mehr als 1000 eur. der immunoblot aber ist nicht teuer (ca. 100 eur). du kannst also versuchen, entweder bei einem anderen arzt mehr verständnis zu finden, oder den test selbst bei einem labor in auftrag geben und bezahlen, falls deine finanzielle situation das zulässt. dann hast du wenigstens alle relevanten werte schwarz auf weiß.
gute besserung
reiser
11.03.10 11:11
Hallo reiser, vielen DanK!!!!
Wie bist du auf den von dir geschriebenen Befund gekommen?
Ich habe einen Prof. für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie gefunden, welcher folgende Tests bei mir durchführt:
EBV-IgG-AVIDITÄT
EBV-WESTERNBLOT IgG
EBV-WESTERNBLOT IgA
EBV (anti-EBNA 1-ANTIKÖRPER,IgG-EIA)
EBV-ANTIKÖRPER (IgM-EIA)
EBV-ANTIKÖRPER (IgG-EIA)
EBV-PCR Aktivität der Viren wird geprüft
11.03.10 17:00
ich hatte insofern "glück", als ich erstens einen virologen als hausarzt habe, der EBV ernst nimmt, und zweitens hiv-positiv bin, weshalb die kasse bei mir auch umfangreichere und teure untersuchungen übernimmt, weil mein immunsystem nicht mehr sehr widerstandsfähig ist (freundlich formuliert).
der arzt überwies mich, nachdem bei mir EBV länger als ein jahr durch PCR-test im rachsenspülwasser nachweisbar war, an die immunologie der charité, wo die größeren testreihen stattfanden. nachdem dort eine chronifizierung des EBV diagnostiziert wurde, nahm die klinik mich in eine studie zu chronischen drüsenfieberverläufen auf, die - langfristig - zu einer therapie führen soll. in den nächsten jahren ist da aber nix zu erwarten. ich mache halt brav mit bei der studie, damit daten gesammelt werden können und künftige leidensgenossen es vielleicht einmal leichter haben.
bei mir fand die aktivierung des virus im herbst 07 statt (erstmals hatte ich als jugendlicher PDF) - und gerade jetzt habe ich wieder einen heftigen schub, einschließlich myokarditis. du siehst, die therapieversuche mit virostatika haben nicht wirklich etwas gebracht. ich hatte eine mehrmonatige beschwerdefreie zeit, nachdem ich 5 infusionen mit antikörpern (ganumex) bekam. aber das ist irre teuer (mehr als 1000 eur pro infusion) und wurde dann nicht mehr von der kasse übernommen, weil EBV weiterhin bei mir nachweisbar war.
jetzt wechseln sich beschwerdearme (frühling und sommer) zeiten mit schüben ab, die meist im herbst und winter stattfinden. dem korrespondiert eine deutliche verschlechterung meiner immunwerte in den kalten monaten. also hoffe ich auf den frühling.
bei mir wird im sommer noch ein versuch mit virostatika gemacht. ansonsten gehen die ärzte symptomatisch vor, d.h. sie behandeln die gerade akuten beschwerden wie asthma, gastritis, muskelentzündungen etc.
das einzige, was ich ergänzend regelmäßig einnehme wegen EBV ist l-lysin (1200mg tgl.), weil lysin die vermehrung von herpesviren wie EBV erschwert.
meine EBV-viruslast ist in diesen zweieinhalb jahren von 340.000 kopien auf 100.000 gesunken. ich richte mich also auf eine noch mehrjährige krankheitsphase ein.
bei dir möge es sich schneller bessern, wenn es denn am EBV liegt
gruß
reiser
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