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Optimale Zinkversorgung wie?

CIaUlaczirya hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich bin leider etwas infektanfällig. An Vit.C kanns nicht liegen, denn ich esse sehr viel Obst. Jetzt bekam ich den Tip, mal auf meine Zinkzufuhr zu achten, mit allerdings dem Hinweis, zuviel wäre eben schädlich.

In welchen Lebensmitteln ist Zink denn enthalten? Ich würde ungern auf Tabletten zurückgreifen.

Mal kurz meine Ernährung:

morgens: 100 gr Vollkornhaferflocken mit viel frischem Obst/Orangensaft

mittags: Fleisch, meistens Huhn, auch schon mal Fisch (Tk).

abends: nochmals Obst, auch schon mal in Kombination mit magerem Fleisch.

danke,

Grainne

Antworten
G'ranny" Smixth


zinkhaltig sind:

Käse, Rinderleber und Vollkornprodukte

CAalXaqciryxa


ja, reichen denn dann 100 gr Vollkornflocken?

Grainne

S\aloxme


Re:

Das hört sich ziemlich ausgewogen an. Unter akutem Zinkmangel leidest Du sicherlich nicht. Allerdings liegt der Zinkbedarf dann etwas höher, wenn man dem Immunsystem etwas auf die Sprünge helfen möchte.

Austern enthalten sehr viel Zink. Nicht jeder Mensch jedoch verträgt diese sog. Meeresfrüchte. Ist auf die Dauer auch eine Frage des Geldes, denn hochwertige Austern sind nicht gerade billig.

Fisch enthält i.d.R. weniger Zink als Kalbfleisch. Gibt's aber leider nur sehr selten in Bio- Qualität.

Ich würde ungern auf Tabletten zurückgreifen.

Durchaus verständlich, wenn man sich so natürlich wie möglich ernähren möchte. Das ist auch mein Credo. Andererseits können Nahrungsergänzungsmittel auch sehr hilfreich sein, vorausgesetzt man verwendet die "Richtigen". An Histidin gebundenes Zink ist bsw. gut verträglich. Neben der natürlichen Nahrung kannst Du Dir auf diese Weise bedenkenlos zusätzlich 15 bis 30 mg zuführen.

Wenn Du Dein Immunsystem stärken willst, solltest Du außerdem noch auf eine ausreichende Selen-Zufuhr achten. Dazu jeden Tag Wechselduschen (warm-kalt-warm-kalt) und Du bist gut für den Winter gerüstet.

Viele Grüße

Giranyny +Smith


jeder Mensch braucht unterschieflich viel Zink.

Mit 300g Leber deckt man den befarf garantiert, 100g Haferflocken ca 60%

jcn


Hallo Grainne,

Gute Zinklieferanten sind (in mg/100g):

- Edamer (bis 9)

- Gouda (4)

- Linsen (2,8)

- Weizenvollkornbrot (2,1)

- gelbe Erbsen (2,1)

Zink ist vor allem in den Randschichten des Getreides enthalten. Da heute üblicherweise Auszugsmehl verwendet wird, das diese Randschichten nicht enthält, sollte man sich tunlichst an Vollkornprodukte halten.

Ein wichtiger Faktor bei der Infektanfälligkeit ist das artfremde (tierische) Eiweiß in der Ernährung. Es belastet den Eiweißstoffwechsel und damit auch das Immunsystem. Es macht daher Sinn, bei Infektanfälligkeit möglichst darauf zu verzichten (Übrigens auch bei allen anderen Krankheiten, die direkt oder indirekt etwas mit dem Immunsystem zu tun haben sowie speziell bei entzündlichen Vorgängen: Allergien, Rheuma, Gicht, Arthritis, MC, CU, usw.)

S~alomxe


@ jn

Ein wichtiger Faktor bei der Infektanfälligkeit ist das artfremde (tierische) Eiweiß in der Ernährung.

Alte "Schnitzer-Schule", was? ;-)

Schnitzer hat seine (erprobte) Theorie allerdings darauf gestützt, dass der heutige Mensch tierisches Eiweiß i.d.R. nicht roh verzehrt.

Artfremdes Eiweiß muss nicht zwangsläufig das Immunsystem belasten - wohl aber denaturiertes (erhitztes) Protein.

jxn


@salome

> Alte "Schnitzer-Schule", was?

Nein, eher Bruker, Kollath, Leitzmann. Aber Schnitzer unterscheidet sich ja nicht davon.

> Schnitzer hat seine (erprobte) Theorie allerdings darauf

> gestützt, dass der heutige Mensch tierisches Eiweiß i.d.R.

> nicht roh verzehrt.

In der Tat. Aber an Rohmilch traut sich heute kaum noch jemand heran und Rohmilchkäse ist den meisten zu teuer. Und mit rohem Fleisch kommen wir als Früchte und Samenesser nicht gerade gut zurecht.

> Artfremdes Eiweiß muss nicht zwangsläufig das

> Immunsystem belasten - wohl aber denaturiertes

> (erhitztes) Protein.

Die Belastung entsteht nach allem was ich weiß durch die Artfremdheit. Die Erhitzung führt 'lediglich' zu einer Denaturierung, sprich, die Aminosäuren verlieren ihre Tertiärstruktur, werden nicht mehr als Aminosäuren erkannt und sind damit praktisch wertlos. Sicher belastet deren 'Entsorgung' ebenfalls das Immunsystem, aber es hat sicher seinen Grund, weshalb man bei den genannten Krankheiten nur dann eine Besserung erzielt, wenn man das tierische Eiweiß auch in unerhitzter Form meidet.

Sdaloxme


@ jn

Ich habe sämtliche Bücher Brukers gelesen und gehe mit vielen seiner Ansichten konform. Dem alten Herrn (inzw. verstorben), der den Mut hatte gegen den Strom zu schwimmen, kann meiner Hochachtung sicher sein.

Dennoch basiert auch Brukers Werk auf der Ideologie des überzeugten Vegetariers. Und hier kann ich mich ihm nicht mehr vorbehaltlos anschließen.

Und mit rohem Fleisch kommen wir als Früchte und Samenesser nicht gerade gut zurecht.

Dann geh bitte in's Feld und versuche mal 300 Gramm frische Getreidekörner am Stück zu essen. Du wirst dann sehr schnell merken, dass Dir diese "unverfälschte Naturkost" auch nicht gut bekommt. Das räumt ja selbst Bruker ein, der ebenso wie Schnitzer stattdessen frisch gemahlenen Getreidebrei empfiehlt. Und auch dieser angesetzte Brei muss erst ein paar Stunden "reifen", ehe er genießbar ist.

Nicht viel weiter entferne ich mich vom "Ursprung" ;-), wenn ich mir vom (Bio-) Bauern frisches Rindfleisch kaufe und dieses durch den Fleischwolf drehe. Ebenso esse ich (nach japanischer Art) hin und wieder rohen Fisch. Diese Form von Fleischgenuss bekommt mir außerordentlich gut und ich habe dabei keinerlei Verdauungsprobleme. Trotzdem esse ich jeden Tag meinen Getreidebrei und esse viel Obst und Gemüse. Nur esse ich Beides nicht gleichzeitig, weil der Körper Fleisch anders verdaut als KH-reiche Nahrung.

Die Belastung entsteht nach allem was ich weiß durch die Artfremdheit.

Was verstehst Du unter "Artfremdheit"? Auch pflanzliches Eiweiß ist ja schließlich vorerst artfremd, ehe es der Organismus zu körpereigenen Eiweiß metabolisiert. Das Argument, wir wären reine Pflanzenfresser ist wissenschaftlich nicht haltbar; steht auf wackeligen Füßen. Sicher, unser Verdauungstrakt ähnelt eher dem der Pflanzenfresser, auch unser Gebiss ist nicht gerade fleischfressertypisch. Andererseits haben wir auch keine Schnäbel wie Vögel, die ja weitgehend Samenfresser sind. Die Shimpansen, unsere näheren Verwandten, ernähren sich jedenfalls nicht rein vegetarisch. Ich habe in Afrika bsw. gesehen (und gefilmt), wie eine Horde Schimpansen eine kleinere Affenart jagte, in Stücke riss und vertilgte. Nicht erst die Zivilisation hat uns zu "Fleischfressern" gemacht. Das Gebiss unserer Vorfahren (z.B. Homo erectus) hatte noch ausgeprägte Eckzähne, wie sie beinahe typisch für Fleischfresser sind. Als der Mensch dann das Feuer beherrschte, veränderte sich mit der Zeit auch das Gebiss.

die Aminosäuren verlieren ihre Tertiärstruktur,

Nein, so ist das nicht. Aminosäuren verfügen über keine Tertiärstruktur und können sie demzufolge auch nicht verlieren.

Diese Bausteine der Proteine formieren sich zu so genannten Polypeptiden. Eine solche Kette verfügt über eine Primärstruktur. Selbst im Falle einer Denaturierung bleibt diese Struktur erhalten. Nur komplexe Proteine oder Proteide können sich zu einer Tärtiärstruktur räumlich anordnen. Und diese Anordnung wird dann im Denaturierungsprozess in der Tat zerstört. Das hat dann wiederum eine Veränderung der physikalischen und physiologischen Eigenschaften des Proteins zur Folge, beeinträchtigt die Resorption und vieles mehr.

Abschließend noch ein Wort zum Thema Krebs und Krebsdiät:

Rudolf Breuß vertritt hier die militante Ansicht, dass Krebspatienten geholfen werden kann, wenn sie keine (oder nur sehr wenige) Proteine zu sich nehmen. Auf alle Fälle soll sich ein Krebskranker fleischlos ernähren. Sein Konzept hatte sich praktisch vielfach bewährt und schien richtig zu sein. Bei näherer Betrachtung aber kam dann heraus, dass sich dieser Effekt aus einen anderen Grund einstellte: Die Breuß-Diät war basisch ausgelegt. Jeder Physiologe weiß, dass Krebszellen zu ihrer Bildung saures Milieu benötigen. Da sich im Laufe der Kur nun das Säure-Basen-Verhältnis zu Gunsten der Basen verschob, starben vorhandene Tumorzellen ab und es bildeten sich keine neuen.

Rohes Fleisch wird im Gegensatz zu gebratenen ausschließlich im Dünndarm resorbiert und ist keinerlei Fäulnisprozessen ausgesetzt. Deshalb wirkt es im Körper -je nach Fleischsorte- schwach basisch bis neutral. Es ist also nicht unbedingt das Mittel erster Wahl bei einer diätischen Krebstherapie, aber auch nicht Mitverursacher/Begünstiger von Krebs.

Viele Grüße

SMalokme


Korrektur

Muss am Anfang heißen: "der alte Herr"

J1osefx2000


>Mit 300g Leber deckt man den befarf garantiert, 100g

>Haferflocken ca 60%

Mit 100g kernige Haferflocken deckt man 20%, so steht es auf meiner Tüte "Kölns echte Kernige".

CSalaBci6rya


Erst mal danke.

Ich kann keine Meeresfrüchte essen (Allergie), das fällt also flach.

Beim Stichwort Histidin fällt mir natürlich auch prompt "Allergie" ein... wäre wohl auch nicht gut? (käse, z.b.)

Salome, isst du denn Fleisch roh?

Hängt meine Infektanfälligkeit vielleicht mit meiner Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto, ist ja Auto-Immun) zusammen?

Grainne

C7alaMcoirya


Erst mal danke.

Ich kann keine Meeresfrüchte essen (Allergie), das fällt also flach.

Beim Stichwort Histidin fällt mir natürlich auch prompt "Allergie" ein... wäre wohl auch nicht gut? (käse, z.b.)

Salome, isst du denn Fleisch roh?

Hängt meine Infektanfälligkeit vielleicht mit meiner Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto, ist ja Auto-Immun) zusammen?

Grainne

Saal)ome


@ Calacirya

Ich habe lange Zeit in Japan gelebt und mich dort an rohen Fisch gewöhnt. Was ich dort alles roh gegessen habe, willst Du nicht wirklich wissen. Später habe ich dann rohes Kalbfleisch versucht und fand es ziemlich schmackhaft. Rohes Fleisch schmeckt umso besser, je frischer es ist. Das ist vielleicht nicht jedermans Sache, aber meiner Meinung nur eine Frage der Einstellung. Wenn sich der "Kopf" dagegen sträubt, funktioniert's nicht. ;-)

Infektanfälligkeit kann vielerlei Gründe haben; kann unter Umständen auch psychisch begründet sein, was ich bei Dir aber nicht glaube. Bei Auto-Immun-Erkrankungen ist das Immunsystem nicht geschwächt, sondern reagiert stärker als für den Körper gut ist. Auto-Immun-Erkrankungen lassen sich ziemlich gut mit spezieller Diät, Akupunktur und Homöopatie behandeln.

Hier noch ein Link zum Thema Zink:

[[http://www.medixtra.de/medizin/0603/zink1.htm]]

Vielleicht kannst Du ja etwas damit anfangen.

Cgalnaci%ryxa


Ich habe keine Probleme mit rohem Fleisch, falls du das meinst ;-)

Es ist halt nur ungewöhnlich.

Danke für den link.

Grainne

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