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Kohlenhydratblocker, wirklich wirksam?

TGhun.derdoxg


Jn schrieb:

Du machst ja afair auch keine ketogene Diät, du meidest bestimmte Nahrungsmittel, die für diverse Zivilisationskrankheiten verantwortlich sind

Genau das ist doch die Atkinsdiät!!!

Atkins beschreibt in seinem Buch "Die neueAtkins diät" sehr genau die Zusammenhänge von verarbeiten Lebensmitteln und den daraus entstehenden Zivilisationskrankheiten und was man dagegen tun kann.

Die ersten 2 Wochen Atkinsdiät sind extrem, das ist richtig. Es geht dabei ja hauptsächlich darum, aus alten Verhaltensmustern aussteigen zu können. Man kann auch mit Phase 2 beginnen und der Erfolg wird sich ebenfalls einstellen. Aber für viele ist das dann halt schwerer auf die Reihe zu bekommen.

Thdg

jxn


> Genau das ist doch die Atkinsdiät!!!

Richtig, das ist der 'neue Atkins'. Das andere war der 'alte Atkins'.

Aber der neue Atkins ist im Grunde eine Vollwerternährung und deshalb funktioniert das auch bei einigen. Man hat da nur zwei Wochen unsinnige ketogene Diät davorgestellt und den Namen 'Atkins' auf das ganze gepappt.

Nicht, daß mich das stören würde, es geht ja ansatzweise in die richtige Richtung - aber solange man bei Atkins erzählt, daß die Kohlenhydrate schuld am Übergewicht sind, daß Kartoffeln schlecht sind und eine eiweißreiche Ernährung gut ist - so lange kann man das nicht ernst nehmen.

> Atkins beschreibt in seinem Buch "Die neueAtkins diät"

> sehr genau die Zusammenhänge von verarbeiten

> Lebensmitteln und den daraus entstehenden

> Zivilisationskrankheiten und was man dagegen tun kann.

Das sollte man besser bei Bruker im Original nachlesen:

Dr. M.O.Bruker

Idealgewicht ohne Hungerkur

emu Verlag

> Die ersten 2 Wochen Atkinsdiät sind extrem, das ist richtig.

> Es geht dabei ja hauptsächlich darum, aus alten

> Verhaltensmustern aussteigen zu können.

Und das kann man leichter, wenn man den Körper in eine Ketose treibt?

> Man kann auch mit Phase 2 beginnen und der Erfolg

> wird sich ebenfalls einstellen. Aber für viele ist das dann

> halt schwerer auf die Reihe zu bekommen.

Nicht, wenn man ihnen die Zusammenhänge erklärt. Und das ist notwendig, denn die Ernährungsumstellung muß lebenslang erfolgen.

T#hundexrdog


Nicht, wenn man ihnen die Zusammenhänge erklärt. Und das ist notwendig, denn die Ernährungsumstellung muß lebenslang erfolgen.

Von einer lebenslangen Ernährungsumstellung geht Atkins ja auch aus: Zitat: "Diät = Lebensweise".

Im übrigen ist es doch schnurzpiepegal wie man eine gesunde Ernährungsweise nennt und von wem sie kommt. Ob Bruker, Lutz, Atkins oder sonstwer ist mir ziemlich egal.

Haupsache ist doch das es mir gutgeht und ich zu meinem Wohlfühlkörper(gewicht) zurückfinde.

Im übrigen gibt es auch Kritiker der Vollwerternährung.

Nicolai Worm, ehemaliger Verfechter der Vollwertkost, hat seine einstige Meinung aufgegeben. Viele Menschen berichteten ihm, dass sie durch o.g. Ernährung krank wurden.

Heute ist Herr Worm Anhänger von LOGI.

Wie dem auch sei, jeder muss halt für sich selbst herausfinden, welche Ernährung am besten zu ihm passt. Es gilt eben nicht Mensch = Mensch. Genau wie Medikamente bei jedem anders anschlagen, wirken auch die Lebensmittel bei jedem anders.

Man sollte also nicht auf irgendwelche "Gurus" hören, sondern auf sich und seinen Körper. Wenn sich dann auch noch die messbaren Faktoren wie Blutwerte und Biometrischen Daten im Rahmen bewegen, ist doch alles ok.

Viele Grüße

Thdg

j'n


> Von einer lebenslangen Ernährungsumstellung geht Atkins

> ja auch aus: Zitat: "Diät = Lebensweise".

Eine Dät ist nach allgemeinem Sprachgebrauch aber eine Ernährungsumstellung / Einschränkung für eine begrenzte Zeit. Auch wenn das Wort etymologisch etwas anderes bedeutet.

> Im übrigen ist es doch schnurzpiepegal wie man

> eine gesunde Ernährungsweise nennt und von wem

> sie kommt.

Natürlich sind Namen Schall und Rauch. Das Problem liegt aber darin, daß unter gesunder Ernährungsweise durchaus sehr unterschiedliches verstanden wird. In diesem Wust von Vorgaben, Vorschriften und Tabellen blickt niemand mehr durch und so gibt es viele, die verunsichert sind und ständig von einer Ernährungsform zur anderen wechseln. Da werden Ernährungsformen ausprobiert, ohne zu wissen, was man da genau macht - was zwangsläufig zu Problemen führt. Das kann man nur verhindern, indem man die Leute über die tatsächlichen Ursachen ihrer Krankheiten aufklärt und ihnen dann die Entscheidung überläßt, wie sie sich ernähren wollen. Erst dann können sie die unterschiedlichen Ernährungsformen selbst bewerten.

> Haupsache ist doch das es mir gutgeht und ich zu

> meinem Wohlfühlkörper (gewicht) zurückfinde.

Das dachten die Leute auch bei LowFat, Atkins I und anderen Diäten...

> Nicolai Worm, ehemaliger Verfechter der Vollwertkost,

> hat seine einstige Meinung aufgegeben.

Wenn ich Dinge wie "Gesund mit Fleisch" oder den täglichen Verzehr von Alkohol empfehlen wollte, müsste ich das auch tun. Ich kann mich auch nicht erinnern, daß Worm jemals Verfechter der Vollwertkost war. Wann war das denn und welche Vollwertkost hat er denn da vertreten?

> Viele Menschen berichteten ihm, dass sie durch o.g.

> Ernährung krank wurden.

Ich kenne keinen einzigen, der durch Vollwerternährung krank wurde - und ich kenne viele... Aber ich kenne hunderte, die davon gesund wurden.

Eine Ernährungsumstellung geht immer mit Unpäßlichkeiten einher und wenn man bestimmte Dinge nicht beachtet, weil sie einem nicht gesagt wurden - wie bspw. daß Fabrikzucker Vollkornprodukte unverträglich macht - dann kann der Betroffene durchaus den Eindruck bekommen, krank geworden zu sein. Deshalb ist es wichtig, den Leuten vorher die Zusammenhänge und Hintergründe zu erklären.

Ob ein Ökotrophologe ohne medizinische Ausbildung in der Lage ist, die vorgebliche Krankheit des Betroffenen richtig einzuschätzen, lasse ich mal dahingestellt.

> Wie dem auch sei, jeder muss halt für sich selbst

> herausfinden, welche Ernährung am besten zu ihm passt.

Natürlich. Jeder sucht sich seinen eigenen Weg. Leider lauern links und rechts des Wegs Geschäftemacher, denen die Gesundheit der Menschen egal ist und denen es nur ums Geld geht. So gesehen sollte man bei allen Ratschlägen darauf achten, woher sie kommen und welchen Vorteil der Ratgeber daraus zieht.

> Es gilt eben nicht Mensch = Mensch.

Alle Menschen haben prinzipiell den gleichen Stoffwechsel.

> Genau wie Medikamente bei jedem anders anschlagen,

> wirken auch die Lebensmittel bei jedem anders.

Medikamente sind Schadstoffe und es hängt von der jeweiligen Konstitution des Betroffenen ab, wie gut oder schlecht er damit zurechtkommt.

Lebensmittel sind keine Schadstoffe. Sie werden bei jedem Menschen in exakt der gleichen Art und Weise verstoffwechselt.

> Man sollte also nicht auf irgendwelche "Gurus" hören,

> sondern auf sich und seinen Körper.

Wenn das funktionieren würde, gäbe es heute keine ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, keine Kleinkinder mit Diabetes, Fünfjährige mit Herzinfarkt oder Teenager mit Gallensteinen. Es geht auch nicht darum, auf Gurus zu hören - es geht darum, die Menschen über die Ursachen ihrer Krankheiten aufzuklären. Diese Krankheiten haben normalerweise eine Anlaufzeit von 20 Jahren - da kann man sich lange Zeit gut fühlen, bevor es zu spät ist...

M2au5smaxus


@jn

Wenn das funktionieren würde, gäbe es heute keine ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, keine Kleinkinder mit Diabetes, Fünfjährige mit Herzinfarkt oder Teenager mit Gallensteinen.

Funktionieren tut das schon. Es gab schon Studien dazu, wie sich Kleinkinder ernähren würden, wenn sie die Wahl haben (allerdings solche Kleinkinder, die bis dato "naturbelassen" ernährt wurden und nicht schon an gepanschte Nahrung gewöhnt waren).

Ihnen wurden diverse Nahrungsmittel vorgesetzt, unter denen sie wählen konnten. ALLE Kleinkinder haben das gegessen, was ihnen am besten tut. Ein Teil der Kinder hatte leichte Erkrankungen (leider habe ich schonwieder vergessen, welche) - diese griffen zu (ihnen teilweise unbekannten) Nahrungsmitteln, die Wirkstoffe gegen ihre Krankheit enthielten.

Keines der Kinder hat über den Hunger hinaus gegessen (zu Hause mußten sie auch nie den Teller leer essen "damit es schönes Wetter gibt")

Funktionieren tut das von Natur aus also auf jeden Fall. Man bekommt es nur in frühester Kindheit schon "aberzogen"

T=huLndeVrdoxg


Zitat von JN:

Lebensmittel sind keine Schadstoffe. Sie werden bei jedem Menschen in exakt der gleichen Art und Weise verstoffwechselt.

Nein, Lebensmittel sind keine Schadstoffe, sondern lebensnotwendig.

Sie enthalten aber oft Schadstoffe!

So hat z.Bsp. der Weizen im äußeren Kornbereich, Gifte gegen Fraßfeinde eingelagert. Dies führt dazu, dass viele Menschen Probleme bekommen, wenn sie öfters Weizenvollkornprodukte zu sich nehmen.

Wie bei Medikamenten und anderen Stoffen kommt es, meiner Meinung nach, auch bei vielen Lebensmitteln auf die Dosis an.

Abgesehen davon gibt es ja gar nicht mehr so viele "natürliche" Lebensmittel.

Das allermeiste, was man heutzutage kaufen kann, dazu gehört auch der Samen für den eigenen Gemüsegarten, ist doch durch schon seit Jahrhunderten bis Jahrtausenden dauernde Zuchtauslese stark verändert.

Wenn das funktionieren würde, gäbe es heute keine ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, keine Kleinkinder mit Diabetes, Fünfjährige mit Herzinfarkt oder Teenager mit Gallensteinen

Wenn den Menschen von oben herab z.Bsp. durch die DGE, von Frauenzeitschriften..... aus rein wirtschaftlichen Interessen ständig Unsinn erzählt wird, treten solche Folgen ein. Auch ich habe bis vor gar nicht allzulanger Zeit an den "Müll" geglaubt wie gut die vielen Kohlenhydrathe sind. Dabei bin ich trotz intensiven Sporttreibens und körperlicher Arbeit immer fetter geworden.

Ich habe mich auch vorher "gesund" ernährt. Gemüse und Salat aus dem eigenen Garten, Fleisch und Geflügel direkt vom bekannten Bauern. Fisch immer fangfrisch aus der Metro, selbst gekelteter Apfelsaft....

Was hats gebracht? Ich hab mich nur noch schlapp gefühlt, weil ich einfach viel zu viele "gute" Kohlenhydrathe zu mir genommen habe.

Also aus meiner Sicht sind das, abgesehen des bei vielen vorhandenen Bewegungsmangels, die Hauptverursacher der meisten Zivilisationskrankheiten.

Und das kann man leichter, wenn man den Körper in eine Ketose treibt?

Was ist so schlecht an der Ketose?

Heißhungerattacken und die Sucht auf Kohlenhydrathe fallen weg.

Nach 2-3 Wochen hat sich der Körper dann weitgehend umgestellt und kann die Ketonkörper dann genau so gut verwerten wie Kohlenhydrathe.

Außer etwas Mundgeruch in den ersten 2 Wochen konnte ich keine weiteren Nachteile der Ketose bei mir feststellen.

Viele Grüße

Thdg

jIn


@Thunderdog

> Nein, Lebensmittel sind keine Schadstoffe, sondern

> lebensnotwendig.

Eben. Und sie werden bei jedem gleich verstoffwechselt, darum ging es.

> Sie enthalten aber oft Schadstoffe!

Pestizide, Herbizide.

> So hat z.Bsp. der Weizen im äußeren Kornbereich, Gifte

> gegen Fraßfeinde eingelagert. Dies führt dazu, dass viele

> Menschen Probleme bekommen, wenn sie öfters

> Weizenvollkornprodukte zu sich nehmen.

Auch wenn Pollmer das immer wieder behauptet, bleibt es Unsinn. Natürlich enthält das Getreide Stoffe, die isoliert in vitro ab bestimmten Dosierungen schädlich wirken. Das bedeutet aber nicht, daß der Verzehr von Getreide schädlich ist.

Ich darf daran erinnern, daß die ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten erst ihren Siegeszug antraten, als man begann diese ach so gefährlichen äußeren Kornbereiche zu entfernen.

> Abgesehen davon gibt es ja gar nicht mehr so viele

> "natürliche" Lebensmittel.

Es geht um naturbelassene = fabrikatorisch nicht veränderte Lebensmittel.

> Das allermeiste, was man heutzutage kaufen kann, dazu

> gehört auch der Samen für den eigenen Gemüsegarten, ist

> doch durch schon seit Jahrhunderten bis Jahrtausenden

> dauernde Zuchtauslese stark verändert.

Das mag sein, ändert aber nichts daran, daß ein Getreidekorn immer noch lebendig ist und alle biologischen Wirkstoffe enthält, während Auszugsmehl ein totes Präparat darstellt.

> Auch ich habe bis vor gar nicht allzulanger Zeit an

> den "Müll" geglaubt wie gut die vielen Kohlenhydrathe sind.

Und jetzt glaubst du, daß die vielen Kohlenhydrate schlecht sind. ;-)

> Ich habe mich auch vorher "gesund" ernährt.

Du hast echte Vollkornprodukte verzehrt?

Du hast Fabrikzucker gemieden? Raffinierte Fette?

> Was hats gebracht? Ich hab mich nur noch schlapp gefühlt,

> weil ich einfach viel zu viele "gute" Kohlenhydrathe zu mir

> genommen habe.

Es gibt keine guten und schlechten Kohlenhydrate. Du hast aber sehr wahrscheinlich zu viele isolierte Kohlenhydrate in Form von Auszugsmehlen und Fabrikzucker verzehrt.

Indem du alle KH meidest, meidest du natürlich auch diese stark verarbeiteten Formen, daher die Verbesserung. Sozusagen ein wenig über's Ziel hinausgeschossen...

> Also aus meiner Sicht sind das, abgesehen des bei vielen

> vorhandenen Bewegungsmangels, die Hauptverursacher der

> meisten Zivilisationskrankheiten.

Nein. Die Kohlenhydrate sind nicht Ursache der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten. Das wäre auch unsinnig, denn alle Lebensmittel enthalten Kohlenhydrate. Ursache sind (u.a.) raffinierte Kohlenhydrate wie Fabrikzucker und Auszugsmehle.

Der Bewegungsmangel trägt natürlich ebenfalls dazu bei, ist aber keine Ursache.

> Was ist so schlecht an der Ketose?

Die erhöhte Nierenbelastung beispielsweise. Die Ketose bringt dem Körper in Bezug auf die o.g. Krankheiten keinerlei Vorteile.

> Außer etwas Mundgeruch in den ersten 2 Wochen konnte

> ich keine weiteren Nachteile der Ketose bei mir feststellen.

Die Nachteile einer falschen Ernährung zeigen sich ja leider nicht innerhalb von Wochen, sondern erst innerhalb von Jahren...

TZh+u ndeyrdoxg


Ok, JN ich stimme ja weitgehend mit dir überein.

Wenn ich oben von Kohlenhydraten sprach, meinte ich eigentlich die Sachen wie Fabrikzucker und Weißmehl.

Zucker habe ich eigentlich schon seit langem so weit es geht gemieden. Weißmehl nur gelegentlich in Form eines Teilchens genossen oder halt wenn es mal irgendwo einen Kuchen gab.

Der Effekt war eigentlich immer gleich. Sodbrennen und nach kurzer Zeit einen Richtigen Heißhunger.

Die gleichen Effekte habe ich aber auch bei Nudeln, Reis und Kartoffelgerichten. Die konnte ich tellerweise verzehren ohne richtig satt zu werden und nach 3 Stunden hatte ich trotzdem wieder mächtig Hunger. Also versuche ich möglichst wenige von diesen Lebensmitteln zu essen. Mein Hunger hält sich in Grenzen und ich muss nicht ständig "nachschieben".

Kohlenhydrate nehme ich zur Zeit hauptsächlich in Form von Gemüsen und Salaten zu mir.

Brot backe ich mir nach einem Lowcarbrezept selbst.

Nächsten Monat werde ich noch mal einen Bluttest machen, dann wird sich ja erst mal zeigen, ob ich mich weiterhin so ernähren sollte oder nicht.

Thdg

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