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Lebensmittelunverträglichkeit

j&eossicax24 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Weiß jemand wie man eine Lebensmittelunverträglichkeit feststellen kann?

Geschieht das durch einen Bluttest?

Antworten
jxn


Die heute gerne angebotenen Bluttests haben nur einen Effekt: Sie ziehen dir das Geld aus der Tasche und machen dir Angst vor etlichen Lebensmitteln. Eine sinnvolle Aussage bekommt man dabei leider nicht. Diese Tests zeigen das Vorhandensein von Antikörpern auf, was dann als Unverträglichkeit gegenüber dem jeweiligen Lebensmittel gedeutet wird. Das ist natürlich grober Unfug, denn das Vorhandensein von Antikörpern ist ganz normal und bedeutet lediglich, daß sich der Organismus irgendwann mal mit einem bestimmten Protein beschäftigt hat. Es bedeutet keinesfalls eine Unverträglichkeit oder Allergie.

Selbst wenn der Test eine Unverträglichkeit seriös nachweisen würde, könnte man mit dem Ergebnis nichts anfangen, denn das Meiden des jeweiligen Lebensmittels hilft überhaupt nicht bei der Frage, warum denn der Organismus so seltsam reagiert. Und diese Frage muß man beantworten, wenn man das Problem dauerhaft beseitigen will.

Bei Beschwerden muß man nach gründlicher, ganzheitlicher Anamnese eine saubere Diagnose stellen. Nicht alles, was einen zwickt, ist gleich eine Lebensmittelunverträglichkeit.

jsessi,cax24


Danke für Deine Antwort.

Aber ich möchte trotzdem mal so einen Test machen, da ich über ständige Durchfälle leide. Magen- und Darmspiegelung waren beide ohne Befund.

Kamm man so einen Test auch beim Arzt machen?

Ist das da dann sinnvoller oder kommt dabei auch nix raus?

j{n


Hallo Jessica,

> Kamm man so einen Test auch beim Arzt machen?

Es gibt sicher Ärzte die das anbieten. Nur wird der Test meist von den Krankenkassen nicht bezahlt. Vielleicht wäre das Einholen einer zweiten Meinung bei einem anderen Arzt ja eine sinnvolle Sache?

> Ist das da dann sinnvoller oder kommt dabei auch nix raus?

Das prinzipielle Problem ist das gleiche: Es werden diverse Lebensmittel gefunden, die du dann lebenslang meiden mußt. Das kann aber nicht die Lösung sein, denn es muß ja einen Grund geben, weshalb der Organismus auf bestimmte Lebensmittel plötzlich mit Abwehrverhalten reagiert.

LHililoGeck chxen


Hallo Jessica,

Also, ich habe vor drei Monaten einen Nahrungsmitteltest (Allergoscreen Basic) machen lassen. Ich hatte auch massive Schwierigkeiten; Durchfall, Kopfschmerzen, füllte mich schlapp, war immer müde und oft schlecht gelaunt. Bei dem Test kam heraus, dass ich auf viele Lebensmittel reagieren z.B. Getreide, Milch und Eier. Lasse seit dem nun all dies weg. Ist natürlich eine ziemlich Einschränkung aber es lohnt sich!!! Seit dem geht es mir super! Bin gut gelaunt, habe wieder angefangen zu Joggen und fühle mich so fit wie schon lange nicht mehr. Und hatte sage und schreibe nur ein einziges Mal Durchfall seit dem und das in 3 Monaten. :o)

Wenn bei dem Test eine Lebensmittelunvertäglichkeit diagnostiziert wird, heißt dass noch lange nicht, dass man sein ganzes Leben auf dieses Lebensmittel verzichten muss. Je nach dem wie stark man auf etwas reagiert muss man es zwischen 3 - 4 Monaten oder das längste was empfohlen wird sind 12 Monate meiden. Danach kann man 1 Lebensmittel nach dem anderen wieder vorsichtig in den Speiseplan hinzunehmen. Der Körper wird so langsam sensibilisiert.

Wie eine solche Nahrungsmittelunverträglichkeit entstehen kann ist noch nicht eindeutig geklärt. Bei mir wird vermutet dass meine Darmflora durch häufige Antibiotikum Einnahme so stark gelitten hat dass die Darmschleimhaut kaputt ist und deshalb der Körper auf einige Nahrungsmittel reagiert.

Ich habe den Test nicht selber zahlen müssen bin aber auch über meine Eltern privat versichert. Weiß leider nicht ob die Kasse es übernimmt.

Dir gute Besserung! Hoffe konnte dir etwas helfen mit meinem Erfahrungsbericht!

*Lililoeckchen*

b[itteOr-swexet


Hallo,

ich kann mich Lililoeckchen nur anschließen. Habe auch vor einem halben Jahr ein solchen Test machen lassen. Der Test ist auch bei ziemlichen vielen Lebensmittel angeschlagen, Milch, Eier, Hefe, etc. Habe darauf hin auch 3 Monate Verzicht geübt und seit dem geht es mir ebenfalls besser. Ich litt an starken Kopfschmerzen, die in den letzten Monaten kaum noch auftreten.

Der Test wird nicht von den Krankenkassen bezahlt. Allerdings habe ich mir sagen lassen (ob es stimmt weiß ich nicht), dass man beim Allergologen bis zu 10 Lebensmittel pro Quartal untersuchen lassen kann. Dann sollte man jedoch zumindest einen Verdacht haben an welchen Lebensmitteln es liegen könnte. Mein Test kostete 300 Euro. Sicherlich ne Menge Geld, aber die ganzen Kopfschmerztabletten waren auch nicht grad billig. ;-)

Gruß

bitter-sweet

LuiRliloecOkOchxen


Hallo Ihr *:)

Sagt mal wiest ihr woher euere angebliche Nahrungsmittelunverträglichkeit kommt (Ursache?) Was meint denn euer Arzt dazu? Bei mir ist nämlich die Ursache noch nicht eindeutig geklärt. Man vermutet, dass es mit der häufigen Antibiotika Einnahme oder auch mit der Pille zutun hat.

Wäre euch dankbar für Tipps!

Gruß

p?ünktcxhen


@ Lililöckchen

Hi

in meiner Familie sind diverse Allergiker bzw. die Auswirkungen waren uns zuerst nicht als Allergie "so" bekannt.

Es kann sich über den Verdauungstrakt auswirkten, manche reagieren über die Haut ( könnte dann wie Neurodermitis gedeutet werden / Urtikaria), manche reagieren über die oberen Luftwege ( was man so als Heuschnupfen kennt / allerg. Reaktionen in Nase, Augen, Lunge...).

Bist du denn evtl. gegen

eine bestimmte Polle ( oder auch zwei? 8-) ) allergisch?

Dann würde ich dir raten, die Kreuzallergien herauszufinden, indem du beim Allergologen fragst oder unter [[http://www.allergopharma.de]] oder anderen Listen nachschaust. ( Z.B. Birke = Äpfel, Möhren, Nüsse, meist Kiwi, auf jeden Fall Paprika und Sellerie)

Es hilft oft schon, schwer verdauliche Eiweiße wegzulassen.

Damit meine ich Milchprodukte, Ei und Fisch.

Das mag sich schlimm anhören, aber wie ich oben schon gelesen habe, die Nahrungsumstellung ist ein Angang aber die Lebensfreude, die zurückkehrt wenn's dir wieder gut geht, ist kein Vergleich damit.

Übrigens sind die Neuentdeckungen sehr interessant und nicht nur bekömmlicher, auch oft kalorienärmer, gesünder und geschmacklich nicht so einheitlich . Meine Gedanken gerade waren in Richtung Umstellung der Lebensmittel bei Kuhmilchunverträglichkeit.

Wenn du mehr wissen möchtest, kannst auch gerne mailen

alles Gute !! pe-angeli@email.de

liebe Grüße das pünktchen *:)

Lwili\loecklchexn


Hey Pünktchen,

danke für deinen lieben Beitrag. Doch leider trifft eine Pollenallergie überhaupt nicht auf mich zu. Habe auch nicht nur im Anflug Probleme mit Pollen. Auch aus meiner Familie hat keiner eine Allergie.

Es muss also irgendetwas mit der Verdauung bei mir nicht stimmen. Denke ich ???

Da ich Kuhmilch überhaupt nicht vertrage lasse ich die schon seit fast drei Jahren weg, nur Fisch und Fleisch esse ich hin und wieder, sind so ziemlich die einzigen Lebensmittel die ich noch essen darf.

Schnief :°(

p~ünkt!chen


Milchunverträglichkeit - Laktoseintoleranz ?..

Hey Lililöckchen

Kuhmilch geht gar nicht ? Dann liegt doch eine Laktoseintoleranz nahe.

schau doch mal unter [[http://www.libase.de]] nach

schönen Feiertag gruß das pünktchen *:)

L<ili3loecDkchxen


Hey Pünktchen 8-)

Ja, du hast Recht, da ich keine Kuhmilch vertrage liegt eine Laktoseintoleranz nahe. Die wurde mir auch vor schon 3 Jahren diagnostisiert. Allerdings ist es doch merkwürdig, dass ich Schafsmilch und Ziegenmilch gut vertrage und da ist auch Milchzucker drin. Die Konzentration in Kuhmilch ist zwar am höchsten aber selbst wenn ich viel Schafs- oder Ziegenmilch trinke (essen in Käse oder Jogurt) habe ich keine Beschwerden.

Verstehe es einfach nicht?

Gruß :o)

pZünkxtchen


Hi Lililöckchen - Laktoseintoleranz

bei uns ist das ganz ähnlich.

Kuhmilch geht in ganz kleinen Mengen - schlecht.

Laktose ist in vielem versteckt - wie übel !!

Milchzucker ist leichter einzumischen, als Kristallzucker. Ich denke auch durch den deutschen Butterberg ist eine Menge davon "übrig".

Kennst du "Milchallergie und Laktoseintoleranz" von

Nora Kirch(n)er, das ist das Buch der Bücher, die wir zuerst lasen. Vielleicht gibts da auch schon erneuertes zu.

Laktoseintoleranzler ( LI ) triffst du im Forum von [[http://www.libase.de]] - da gibts 'en Menge guter Tipps.

Die versteckten Laktosemengen, auf die du wahrscheinlich reagierst, sind in u.a. Gewürzmischungen, Fertigsuppen, Fertiggerichten, in Tabletten wegen des Zusammenhaltens uvm.

Wenn du Medikamente nimmst, schau bitte ob's die auch in Tropfenform gibt, dann ist keine Laktose nötig, sagt der Apotheker.

In Brot und Brötchen, wenn sie süß sind, ist auch Milch.

In den meisten Wurstsorten,die mit Geflügel verarbeitet sind, ist auch Milch drin ( wahrscheinlich damit es schön hell aussieht).

Die vielen Antibiotikagaben waren wahrscheinlich auch bei uns das Übel des Ganzen ( nicht erkannte Kuhmilchunverträglichkeit -die vermeintliche Bronchitiden immer mit Antibi. behandelt, dabei lag allergisches Asthma vor, na ja..- man wusste es eben nicht besser)

Wir haben seit ein paar Monaten gute Erfolge, da wir zu einer anderen Ärztin gewechselt sind.

Diese ist praktische Ärztin und auch klassische Homöopathin. Sie stärkt durch homöopathische Mittel die im Darm verlorengegangene Abwehr und wir haben derzeit schon gute Erfolge.( ich hörte, dass es sogar 80% des Immunsystems sind,die im Darm aufgebaut werden)

Vielleicht ist das ja auch ein Gedanke.

erstmal liebe Grüße und Alles Gute vom pünktchen

PS

Schafskäse, Ziegenkäse geht einwandfrei- auch Sojaprodukte von Alpro sind schon vielfältig ,auch im Supermarkt.

Übrigens wirken Sojaprodukte Osteoporose vor , mag sein, dass du die Werbung schon gesehen hast.

Die Asiaten können Milchprodukte gar nicht vertragen und die Erfahrungen zeigen, dass sie wohl durch die Sojaprodukte keine Mangelerscheinungen haben, die zur Osteoporose führen.

Wenn du magst, melde dich - wir leben seit etwa 10 Jahren ohne Kuhmilch und die Rezepte sind total vielfältig

( und beim 2. Zubereiten einfach! )

:)^

L}ililo:ecgkxchen


Hey Pünktchen,

sorry ,dass ich mich jetzt erst melde habe gerade etwas Streß im Studium.

Wie hat man denn bei dir die Laktosunverträglichkeit festgestellt? Hast du in der Zeit die Pille genommen? Ich frage das, weil ich da einen Zusammenhang vermute.

Danke für deine lange Antwort. War sehr hilfreich :-D

Lieben Gruß

r"a(mndIag


Test

Test

r=am6dxag


Für und wider bei IgG-Tests

Hallo,

seid einiger Zeit verfolge ich das Thema IgG und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten intensiv, schließlich sind 399.- Euro für so einen Test auch für mich viel Geld.

Immerhin hat sich jetzt ein Anbieter solcher Tests endlich mal bequemt, auf seiner Website Artikel abzdrucken, die für IgG-Tests sprechen:

[[http://www.select181.com/Select181/50908096a60ee2601/index.html]]

Ich werde das Thema weiterhin verfolgen und bin gespannt, wie die "IgG-Feinde" auf die vielen positiven Studien zum Thema reagieren werden.

An jn:

"Das ist natürlich grober Unfug, denn das Vorhandensein von Antikörpern ist ganz normal und bedeutet lediglich, daß sich der Organismus irgendwann mal mit einem bestimmten Protein beschäftigt hat."

Bitte sei doch mal so lieb, und gib mir eine einizige Studie an, die Deine Meinung effektiv belegt. Bisher habe ich jedenfalls festgestellt, dass keiner der Allergie-Experten auf eine solche Studie verweisen konnte und sie sich nur gegenseitig zitieren.

Dies entspricht ganz sicher nicht den wissenschaftlichen Nachweisen, die sie ihrerseits einfordern.

LG Dagmar

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