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Geschmacksveränderung - metallischer geschmack

VFaninam_jo,lie hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich habe das thema schon mal im krebs forum gepostet, die mir geraten haben, mich mal im ernährungsforum umzuschauen.

ich weiss nicht mehr, was ich machen soll... ich bin 29 jahre und war schon immer ein wenig paranoid... sehr sensibel was krankheiten angeht. ich lese etwas über eine krankheit und mit ziemlicher sicherheit stellen sich die symptome bei mir ein.

zur zeit mache ich eine ziemlich strenge diät. kaum kolenhydrate, höchstens 1500kcal am tag... kaum fette und viel bewegung.

vor ein paar tagen habe ich nun einen metallischen geschmack im mund bemerkt... und schmecke nicht mehr richtig. jetzt ist der metallische geschmack zwar weg, aber nun schmeckt irgendwie alles gleich... ich habe das gefühl, dass etwas mit meinem geschmacksinn nicht stimmt. des weiteren habe ich ständig durst und leide an mundtrockenheit.

ich war bereits beim arzt, der einen sofortigen zuckertest gemacht hat, der ok ausgefallen ist. ein wenig blut hat er mir auch abgenommen. die resultate habe ich gesten mit der begründung das alles perefekt ist bekommen. mein arzt meint, dass der metallische geschmack und nun die geschmacklosigkeit von der diät kommen könnten und sich mein geschmacksinn nach und nach wieder einstellen wird.

in einem diät forum habe ich etwas über ketose (die bei kohlenhydratarmer diät aiuftritt)gehört. häufiger durst und harndrang und ein eigenartiger geschmack sind relativ häufige symptome. allerdings steht dort nichts über geschmacksverlusst.

ich habe mal gelesen, dass die veränderung des geschmacksinnes auch auf einen hirntumor schliessen könnten. ich habe panik.

ich leide zwar nicht an schwindel, sehstörungen und kopfschmerzen, mache mir aber doch sorgen. ich war schon immer ein wenig paranoid!

in dem krebs forum hat man mir gesagt, dass ein veränderter geschmacksinn viele ursachen haben kann.

wie geht es euch hier? habt ihr durch ernährungsumstellung ähnliche erfahrungen gemacht?

für eure antworten wäre ich sehr dankbar.

lg

vanina

Antworten
j?n


> zur zeit mache ich eine ziemlich strenge diät. kaum

> kolenhydrate, höchstens 1500kcal am tag... kaum fette

> und viel bewegung.

Du erzeugst eine massive Mangelernährung in Verbindung mit einer Ketose und wunderst dich, daß bestimmte Körperfunktionen nicht mehr richtig funktionieren?

Du bist gerade dabei deinen Stoffwechsel zu ruinieren. Ich würde dir dringend empfehlen, damit aufzuhören. Falls du das machst, um abzunehmen: Das funktioniert nicht. Entweder du hältst das dauerhaft durch und wirst krank oder du hörst auf damit und nimmst wieder zu.

VGanina5_bjolxie


ich weiss nicht mehr was richtig ist. ich habe gerade gelesen, dass man den stoffwechesel am besten ankurbelt, wenn man mindestens 1500 kcal zu sich nimmt (nicht weniger) dann habe ich viel über grundbedarf und arbeitsumsatz gelesen. mein grundbedarf liegt nur bei ca 1350kcal. mit arbeitsumsatz wird es mehr. also dachte ich, dass 1500kcal in ordung sind. viel obst und gemüse, ab und zu fleich und fisch, kaum alochol und jeden tag 1h steppen+hanteltraining. warum ist das falsch?

und können meine beschwerden wirklich daher kommen?

V4aninla_jxolxie


ach ja, und meine blutwerte waren ja auch in ordung. weisse und rote blutkörper, leber, galle, nieren, cholesterol, schilddrüse usw. kann ich dennoch an mangelernährung leiden?

i&carduzs7


Du solltest das essen was dir schmeckt. Sehr wichtig sind fest Essenszeiten. Vergiss Diäten, die bringen eigentlich nie was. Hast du schon mal an fasten gedacht? Das ist wesentlich gesünder als eine Diät zu machen. Vor allem muss man sich da keine Gedanken um Kalorien und son ganzen Kram machen. Da steigt doch sowieso keine durch. ;-)

V~anhina_ jolie


ich habe noch nie gefastet. und mit meiner diät fühlte ich mich bis jetzt ganz wohl... bis dann die begleiterscheinungen anfingen.

und im augenblick schmeckt mir einfach gar nichts. es ist wirklich furchtbar.

j&n


@Vanina_jolie

> ich weiss nicht mehr was richtig ist.

Das kann ich verstehen. Man wird ja heute überversorgt mit allem möglichen, was angeblich gesund ist.

> ich habe gerade gelesen, dass man den stoffwechesel am

> besten ankurbelt, wenn man mindestens 1500 kcal zu sich

> nimmt (nicht weniger)

Der Stoffwechsel arbeitet wie eine chemischen Fabrik mit festen Abläufen. Bestimmte Stoffe werden in chemischen Reaktionen in andere Stoffe umgewandelt, teils in Energie umgesetzt und letztendlich ausgeschieden. Man kann den Stoffwechsel nicht ankurbeln, indem man ihn mit mehr Kalorien versorgt. Ob und wie gut der Stoffwechsel funktioniert, liegt hauptsächlich daran, ob er alles zur Verfügung hat, was er benötigt. Genau wie eine Fabrik, die neben den Rohstoffen noch viele andere Stoffe und Werkzeuge benötigt, um aus den Rohstoffen ein gutes Produkt zu machen, benötigt der Stoffwechsel viele andere Stoffe - sogenannte Vitalstoffe - um richtig arbeiten zu können. Die einzige Möglichkeit, den Stoffwechsel anzukurbeln liegt daher darin, ihn mit allem zu versorgen, was er benötigt. Es ist also kein Problem der Nahrungsmenge, sondern ein Problem der Nahrungsqualität.

> dann habe ich viel über grundbedarf und arbeitsumsatz gelesen.

> mein grundbedarf liegt nur bei ca 1350kcal. mit arbeitsumsatz

> wird es mehr. also dachte ich, dass 1500kcal in ordung sind.

Das spielt in der Praxis keine Rolle, weil die Kalorien nicht schuld am Übergewicht sind. Übergewicht entsteht hauptsächlich durch den oben erwähnten Mangel an Vitalstoffen. Es kommt dann zu Stoffwechselstörungen, der Körper kann die Nahrung nicht richtig verarbeiten und es entsteht Übergewicht. In dieser Situation scheint es dann so, als wären die Kalorien schuld, denn je mehr man ißt, umso mehr Nahrung kann der Körper nicht richtig verarbeiten und umso mehr 'bleibt liegen'. Ursache(!) sind aber nicht die Kalorien, sondern die Unterversorgnug mit Vitalstoffen, die dazu führt, daß die Nahrung 'liegen bleibt'.

> viel obst und gemüse, ab und zu fleich und fisch,

> kaum alochol und jeden tag 1h steppen+hanteltraining.

> warum ist das falsch?

Der Körper hat einen bestimmten Energie- und Vitalstoffbedarf. Wenn du mit deiner Nahrungsmenge hinkommst, ohne Hunger zu haben, dann ist das durchaus in Ordnung - aber das ist bei 1500kcal eher unwahrscheinlich.

> und können meine beschwerden wirklich daher kommen?

Natürlich. Es gibt bei allen erworbenen Krankheiten nur drei mögliche Ursachen: Ernährung, Schadstoffe oder Psyche.

> ach ja, und meine blutwerte waren ja auch in ordung. weisse

> und rote blutkörper, leber, galle, nieren, cholesterol, schilddrüse

> usw. kann ich dennoch an mangelernährung leiden?

Ja. Die Blutuntersuchung zeigt nur wenige ausgewählte Werte, während im gesamten Stoffwechsel tausende von Stoffen umgesetzt werden.

VLajni"na_jolixe


@ jn

vielen dank für! es ist auch wirklich schwer sich in diesem diätendschungel zurecht zu finden.

hunger habe ich eigentlich nicht. ich esse jeden morgen einen mager danio und dann auf den tag verteilt äpfel, eier, salat, gemüse, suppen, putenfleisch, magerkäse usw. aber hunger habe ich so gut wie nie. wenn ich hunger bekomme, esse ich mich an obst und gemüsen satt.

aber es stimmt schon. mein essverhalten hat sich unheimlich verändert. früher habe ich viel pizza und pasta gegessen.... und jeden mittag ein grosses baguette sandwich mit mayo, käse und allem möglichen. jetzt esse ich höchstens 1x am tag kh (entweder in form von einer kleinen kartoffel, ein wenig reis oder diätbrot)

also, meint ihr wirklich, dass ich aufhören soll mich verrückt zu machen? ich sage das ja auch nur, weil mein arbeitskollege mir erzählt hat, dass das 1. anzeichen eines gehirntumors bei seiner mutter mit geschmacksverlust- veränderung angefangen hat.

ich weiss es nicht, denn ansonsten fühle ich mich wohl und habe keine beschwerden.

lg

vanina

j-n


@Vanina_jolie

> es ist auch wirklich schwer sich in diesem

> diätendschungel zurecht zu finden.

Im Grunde ist es recht einfach: Jede Diät schadet.

Die Hintergründe, wie Übergewicht entsteht, stehen übrigens im Internet: [[http://www.vollwertleben.info/html/uebergewicht.html]]

Vielleicht ist das ja interessant für dich.

> wenn ich hunger bekomme, esse ich mich an obst

> und gemüsen satt.

Das ist mit Sicherheit die beste Wahl. :-)

> jetzt esse ich höchstens 1x am tag kh (entweder

> in form von einer kleinen kartoffel, ein wenig reis oder

> diätbrot)

Immerhin sorgt das dafür, daß die raffinierten Kohlenhydrate weitgehend fehlen - vom Diätbrot mal abgesehen. Aber Obst und Gemüse enthalten natürlich auch Kohlenhydrate... So gesehen ist auch eine Ketose recht unwahrscheinlich.

> also, meint ihr wirklich, dass ich aufhören soll

> mich verrückt zu machen?

Ich würde vor allem empfehlen, die Ernährung etwas umzugestalten. Was in deiner Ernährung fehlt, sind vor allem naturbelassene Fette. Die sind für den Stoffwechsel extrem wichtig. Ohne sie fehlen dir bspw. die ungesättigten Fettsäuren und die sind essentiell - das heißt, der Körper kann sie nicht selbst bilden. Wichtig wären daher kaltgepreßte, native, Öle zum Salat, Butter aufs (Vollkorn)brot sowie Nüsse, Kerne und Sämereien..

> ich sage das ja auch nur, weil mein arbeitskollege mir

> erzählt hat, dass das 1. anzeichen eines gehirntumors

> bei seiner mutter mit geschmacksverlust- veränderung

> angefangen hat.

Das kann ein Symptom eines Gehirntumors sein, wenn der zufällig im Geschmackszentrum liegt. Es gibt aber auch Tausend andere Gründe, weshalb sich das Geschmacksempfinden ändern. Es wäre in jedem Fall ratsam, wenn du das mal mit einem guten Arzt besprichst. Der kann dir dann auch die Sorgen nehmen. :-)

V6aninEa_jbolie


hallo jn

vielen dank für deine antwort.

es stimmt schon, dass ich wenig ungesättigte fette. olivenöl höchtens 1 EL am tag (meistens im joghurt dressing).

es ist schon nicht komisch. ich hatte keine dieser beschwerden vor meiner diät und seit letzen samstag (nach ca 3 wochen diät) begannen die symptome. was mir auch noch aufgefallen ist, ist, dass ich nachdem ich quark oder joghurt gegessen habe ich einen leicht fauligen geschmack im mund habe.

ausserdem habe ich ständig eine belegte zunge.

aber ich denke, dass, wenn sich mein geschmacksinn nicht bald verbessert, werde ich zum arzt gehen. was meint ihr. muss ich direkt zu einem spezialisten, oder reicht ein normaler hausarzt.

alles liebe,

vanina

t*utti/_fruxtti


Hi Vanina_jolie

Du solltest dich wegen den Diäten wirklich nicht mehr verrückt machen - bringen wies oben schon geschrieben wurde eh nichts. Ab und an verliert man dadurch Gewicht, aber das kommt sowieso dann nach Ende der Diät wieder drauf.

Hab bei mir jetzt wieder begonnen Vollkornbrot und mehr Rohkost zu essen und siehe da 2kg gingen relativ "leicht" weg. Ich schaffs zwar nicht jeden Tag viel Obst und Gemüse usw. zu essen, aber ich versuchs - so ne Umstellung geht ja nicht von heute auf morgen. :-)

Trinkst du denn auch genug? Kenne den etwas eigenartige Geschmack, wenn ich Joghurt oder andere Milchprodukte esse selbst, aber das liegt dann immer nur daran, dass ich zu wenig getrunken hab.

Falls du dich absichern willst, kannst du ja mal zu deinen Hausarzt gehen, ihm dein Problem schildern und wenn er keinen Rat weiß, bitte ihn doch dich zu einen Spezialisten zu überweisen.

jxn


@vanina

> es ist schon nicht komisch. ich hatte keine dieser beschwerden

> vor meiner diät und seit letzen samstag (nach ca 3 wochen diät)

> begannen die symptome.

Wäre es dann nicht sinnvoll, mal mit der Diät aufzuhören und zu schauen, ob es dann besser wird?

> ausserdem habe ich ständig eine belegte zunge.

Das ist eigentlich ein Zeichen, daß der Körper etwas loswerden möchte. Möglicherweise das überschüssige Eiweiß...

> was meint ihr. muss ich direkt zu einem spezialisten,

> oder reicht ein normaler hausarzt.

Der Spezialist sieht nur sein Fachgebiet. Die erste Anlaufstelle sollte sinnvollerweise ein ganzheitlich orientierter Arzt sein - also ein Arzt, der den ganzen Menschen behandelt und ihn nicht nur auf seine Symptome reduziert.

Vtanina_#jolie


hallo,

ich war ja bei meinem hausarzt, der mich mittlerweile seit fast 29 jahren kennt. er hatte mir ja blut abgenommen und meinte, dass diese beschwerden langsam nachlassen werden.

ich hatte heute abend grösseres essen. was mir aufgefallen ist, ist, dass ich relativ scnell satt war. aber irgendwie gab es immer weitere gänge. zum schluss war mir sogar ein wenig übel. habe wohl ein wenig zu viel auf einmal in mich hineingestopft.

was dn geschmack angeht habe ich folgendes festgestellt. am anfang habe ich mhr oder weniger geschmeckt. aber je mehr und je variierter das essen wurde, desto mehr lies auch der geschmack nach. das inzige, was den ganzen abend bitter war und nicht schmeckte war der wein.

jetzt habe ich einen pelziges gefühl auf der zunge und einen trockenen mund...

ich weiss nict, was ich machen soll. ich fühle mich sonst total fitt.

lg

vanina

ps

kennt ihr die genauen symptome einer ketose? und tritt diese eigentlich nur bei der atkins diät auf oder auch bei anderen?

vielleicht sollte ich wirklich ein wenig abwarten und schauen was passiert.

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