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Blutwerte

V=anin8a_jXolie hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich bin nun seit ca. 2.5 monaten am abnehmen und werde auch darauf angesprochen, dass man es sehen würde.

im vergleich zu meinen vorhergehenden diäten habe ich mit sport angefangen und mache auch keine fast null diät, die man auf dauer nicht durchhalten kann sondern versuch am tag meine 1500kcal zu essen. viel obst und gemüse, wenig fette usw. eigentlich fühle ich mich ganz gut.

nun war ich aber neulich beim arzt und habe eine blutanalyse machen lassen, bei der herauskam, dass ich einen akuten calciummangel habe, welcher auch meine sehr flüssige verdauung erklärt.

ich habe calciumtabletten verschrieben bekommen, sol jeden tag eine banane essen und ich 1.5 wochen wird dann der calciumwert nocheinmal getestet.

meine proteinwerte waren auch nicht all zu gut.

nun meine frage. meint ihr, dass es an der diät liegen könnte? ich esse täglich einen danio, äpfel, tomaten, zuccini und auberginen. manchmal kartoffel und als fleisch putenbrust.

mfg

vanina

wisst ihr vielleicht auch, welche obst (ausser bananen) und gemüse calciumhaltig sind?

Antworten
jxn


> nun meine frage. meint ihr, dass es an der diät liegen könnte?

Natürlich. Da du Fette meidest und die wenigen Fette, die du verzehrst, vermutlich hochverarbeitete Fabrikfette sind, dürfte es mit der Zufuhr sowohl fettlöslicher Vitamine als auch ungesättigter Fettsäuren eher schlecht aussehen. Außerdem sorgt die Mangelernährung natürlich dafür, daß dein Körper fehlende biologische Wirkstoffe aus der Körpersubstanz gewinnen muß, dazu gehört auch das Calcium, wenn es in der Nahrung fehlt.

> wisst ihr vielleicht auch, welche obst (ausser bananen)

> und gemüse calciumhaltig sind?

Grünkohl, Spinat, Kohlrabi, Lauch, Broccoli (in absteigender Reihenfolge). Obst ist generell nicht sonderlich calciumhaltig, am ehesten sind noch Orangen brauchbar.

Milch und Milchprodukte sind als Calciumspender weil sie zuviel Phosphat und tierisches Eiweiß enthalten. Man verliert durch sie mehr Calcium, als man gewinnt.

t,umaxlu


>wisst ihr vielleicht auch, welche obst (ausser bananen) und gemüse calciumhaltig sind?

Zu nennen sind noch getrocknete Feigen mit 190mg pro 100g. Aber davon sollte man nicht so oft essen.

Schau das dein Trinkwasser einen hohen Calciumwert hat.

S9unnixe82


Vielleicht fehlt bei deiner Ernährung Milch? Ein joghurt oder einfach ein Glas milch am Tag?

jxn


@Sunnie82

Wie erwähnt (und diesmal ohne fehlende Wörter ;-) ):

Milch und Milchprodukte sind als Calciumspender ungeeignet, weil sie zuviel Phosphat und tierisches Eiweiß enthalten. Man verliert durch sie mehr Calcium, als man gewinnt. Man darf nicht alles glauben, was die Werbung erzählt...

C<oswmee


@ jn

Ich habe über das Wochenende das Buch " Gefährdete Menschheit " gelesen und es wird einem sehr deutlich, was die Zivilisationkost für schlimme Folgen hat. (Danke für den Buchtipp, jn! )

So, jetzt bin ich mir aber wieder unsicher, weil in dem Buch öfters erwähnt wird, z.b.:" Wir wissen, dass das volle Weizenkorn und die Vollmilch eine Anzahl bekannter und wahrscheinlich auch unbekannter Stoffe enthalten, die gerade in dieser Verbindung und in diesem Verhältnis nicht nur für den Aufbau des tierischen, sondern auch des menschlichen Organismus unentbehrlich sind."

??? Ich hatte mich daraufhin nämlich sehr gefreut, weil ich doch viel Milchprodukte verzehre. ;-)

jxn


@Cosmee

> Ich habe über das Wochenende das Buch " Gefährdete

> Menschheit " gelesen und es wird einem sehr deutlich,

> was die Zivilisationkost für schlimme Folgen hat.

Ja, das ist schon beeindruckend. Und die Entwicklung geht ja weiter in diese Richtung... Wenn man das mit den Erkenntnissen von Pottenger, Bernasek, Kollath usw. kombiniert, kommt man schon ins Grübeln, wo das noch hinführen wird.

Zum Thema Milch: Der im Buch beschriebene Milchverzehr bezieht sich ja auch eine naturbelassene Rohmilch. In dieser Form ist die Milch sicher ein Lebensmittel, das eine ansonsten eingeschränkte Ernährung gut ergänzen kann.

Die Problematik des Kalziumverlustes besteht natürlich auch bei Rohmilch. Ob und in welchem Maß sich das negativ auswirkt, hängt aber natürlich auch von der restlichen Ernährung ab, in der ja in der Regel weitere Kalziumquellen vorhanden sind. So gesehen hat man im Rahmen einer naturbelassenen Ernährung, in der das Kalzium nicht nur aufgenommen, sondern auch optimal verwertet wird, bessere Karten als bei einer zivilisatorischen Ernährung, in der Kalziumverwertungsstörungen wesentlich wahrscheinlicher sind.

> Ich hatte mich daraufhin nämlich sehr gefreut, weil ich

> doch viel Milchprodukte verzehre.

Gegen den gelegentlichen Verzehr von Milchprodukte ist sicher nichts einzuwenden, wenn man es verträgt und nicht gerade Krankheiten vorliegen, bei denen man das tierische Eiweiß meiden sollte - bspw. bei Rheuma, Allergien, Arthritis, Infektanfälligkeit.

Es sollte einem aber bewußt sein, daß Kuhmilch nicht zur arteigenen Ernährung des Menschen gehört, sondern für das Kind der Kuh, das Kalb, vorgesehen ist. Kein Lebewesen auf der Erde - außer dem Menschen - verzehrt nach der Säuglingszeit noch Milch, schon gar nicht Milch einer völlig anderen Art.

Milch ist so gesehen eine zweischneidige Sache. Auf der einen Seite ein wertvolles Lebensmittel, auf der anderen Seite nicht ganz unkritisch.

Wenn du dich genauer mit dem Thema Milch auseinandersetzen möchtest, gibt es ein gutes Buch von Bruker dazu: "Der Murks mit der Milch". Es ist im Grunde weder pro noch contra Milch, liefert aber viele Informationen zu diesem Thema.

S<unnixe82


@ jn

das hat mir nicht die Werbung erzählt, sondern früher immer meine Mama. Musste jeden Tag ein Glas Milch trinken für den Knochenbau und die Zähne usw. :-)

Glaube aber trotzdem nicht das Milch oder joghurt schadet...

jxn


@Sunnie82

> das hat mir nicht die Werbung erzählt, sondern früher immer

> meine Mama.

Woher wußte es denn deine Mama? ;-)

Die Werbung war früher teils noch übler als heute. Ich kann mich noch an Werbespots erinnern, in denen der Fabrikzucker als urgesundes Produkt angepriesen wurde.

> Musste jeden Tag ein Glas Milch trinken für den Knochenbau

> und die Zähne usw.

Ja, das war früher üblich und viele Eltern machen das heute noch mit ihren Kindern. Möglicherweise hat das auch mit zu den immer weiter steigenden Osteoporoseraten beigetragen. Der massive Fleischverzehr seit der Nachkriegszeit natürlich ebenfalls.

> Glaube aber trotzdem nicht das Milch oder joghurt schadet...

Das habe ich früher auch nicht geglaubt. Aber damals dachte ich auch, daß ich mich mein ganzes Leben von Cola und Chips ernähren könnte... ;-)

R[edS:onyxa


@ Jn

Und wie sieht es mit Sojamilch aus? Ist diese für den Menschen nährstoffreicher (Nährstoffe, die der Körper auch verwerten kann)?

jxn


@RedSonya

> Und wie sieht es mit Sojamilch aus? Ist diese für den

> Menschen nährstoffreicher (Nährstoffe, die der Körper

> auch verwerten kann

Eher im Gegenteil. Eine Roh- oder Vorzugsmilch schlägt die Sojamilch um Längen. Sojamilch ist ein sehr stark verarbeitetes Nahrungsmittel, dem oft Aromen oder Süßungsmittel zugesetzt werden. Aus Vollwertsicht ist Sojamilch ein Präparat, das in einer gesunden Ernährung nicht vorkommen sollte.

Da die Sojamilch durch langes Auskochen von Sojaschrot gewonnen wird, sind die Vitalstoffe weitgehend zerstört. An Nährstoffen enthält die Sojamilch hauptsächlich Eiweiß, das aufgrund der Herstellung aber zwangsläufig denaturiert ist und damit vom Organismus nur noch zu einem Teil verwertet werden kann.

RvedSon>ya


@ JN

Okay, danke! Na dann bleib ich doch lieber bei meiner Milch, ist auch günstiger ... :-)

p:aci#ficR_oceaxn


Wollte mal wissen, ob einer von Euch weiß wo man überall Roh- oder Vorzugsmilch bekommt? Wahrscheinlich nur vom Bauern oder? Leider hab ich keine Zeit, da immer hinzufahren, da der nächste nicht gerade um die Ecke ist. Ich nehme in der Regel Frischmilch, ist immerhin noch besser als H-Milch. Ganz auf meine Milch verzichten will ich aber nicht, ich trink zwar nicht ständig welche, aber ab und zu hab ich schon Appetit. Seit einiger Zeit versuche ich nun mich sehr gesund zu ernähren. Ich war noch nie der Pommes oder Chips Esser und habe schon immer viel Obst und Gemüse gegessen, mein Laster war immer Süßes. Seit einiger Zeit versuch ich aber auf Kristallzucker zu verzichten, so weit das eben geht (bei Senf oder Meerettich und solchen Sachen ist ja auch welcher drin, aber das ess ich schon noch) und ich muss sagen, es ging mir noch nie so gut, kann ich nur empfehlen (merkt man aber erst nach 1-2 Monaten). Gleichzeitig sind die Milchprodukte die ich esse, gestiegen (nehme aber auch noch Calciumtabletten). Ich bin der Meinung man kann nicht auf alles verzichten, worüber man schon mal schlechtes gelesen hat, weil man sonst nichts mehr essen könnte. Das fängt doch an bei Wasser (Chlor, Schwermetalle,...), geht über Fleisch (BSE, Salmonellen, Schweinepest, Antibiotika), Eier (Dioxin), Brot- und Backerzeugnisse (Weissmehl, Zucker, Acrylamid), Gemüse (Nitrit, Schwermetalle, Pestizide), Obst (Pestizide) bis hin zu Milchprodukten (Antibiotika, überhitzt, Zucker). Selbst bei der Zahnpasta muss man vorsichtig sein (die soll man zwar nicht essen, aber bestimmte Stoffe die manche Pastas enthalten, machen die Mundschleimhaut durchlässig für Giftstoffe) Was bleibt also? nix, selbst die Luft die man atmet, kann man vergessen. Selbst wenn man selber sein Zeug anbaut, kommen über die Luft Schadstoffe ins Essen. Davon abgesehen, die wenigsten haben Zeit, den ganzen Tag im Garten zu buddeln (manche haben ja nicht mal einen) und wenn man selber nicht spritzt, wie oft versauen einem Schädlinge die Ernte (über Giftfreie Mittel aus Omas Zeiten lachen die Schädlinge doch häufig nur).

Ich muss sagen, gesundes Essen, bestimmt schon einen Großteil meiner Freizeit, noch mehr wäre nicht mehr tragbar. Man muss schließlich auch mal seinen Hobbies nachgehen, die tun der Sehle schließlich auch gut. Wenn man ständig zum Bauern fährt, hat man keine Zeit mehr, außerdem verpestet man mit seinem Auto dann auch wieder die Luft. Man muss irgendwie einen Mittelweg finden.

Da das Essen nicht mehr richtig vollwertig ist, nehme ich außerdem ein paar Nahrungsergänzungspräparate (nicht unbedingt die billigsten, die sollen auch manchmal schlechte Stoffe enthalten), wie z. Bsp. Calcium, aber auch Selen und Folsäure (weil das die ausgelaugten Böden nicht mehr haben).

@jn

Du kennst dich sehr gut mit Ernährung aus, hast mir ja auch schon mal Tipps gegeben. Was isst du eigentlich selber so? Ich habe auch sehr viele Bücher gelesen und wie gesagt, es gibt kein Nahrungsmittel wo ich nichts schlechtes gelesen habe. Ich versuche meistens Bioprodukte und Vollkornprodukte zu bekommen, aber gerade bei Milch bleibt mir nix anderes übrig, als das was der Supermarkt bietet (Bio-Frischmilch).

jxn


@pacific_ocean

> Was isst du eigentlich selber so?

Alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist... ;-)

Spaß beiseite. Aus ethischen Gründen esse ich weder Fleisch noch Fisch, ansonsten halte ich mich einfach an "Laß die Nahrung so natürlich wie möglich" und bereite alles frisch zu. So ist die Pizza bspw. keine Fertigpizza, sondern wird komplett selbst gemacht, angefangen beim Teig aus frisch gemahlenem Getreide bis hin zum Belag. Es ist also mehr ein Unterschied in der Qualität, weniger in dem was ich esse.

> Ich habe auch sehr viele Bücher gelesen und wie gesagt, es

> gibt kein Nahrungsmittel wo ich nichts schlechtes gelesen habe.

Das Problem ist dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich mache nun seit sieben Jahren Vollwertkost und habe nur Vorteile davon gehabt. Seit Anfang an versuche ich, Widersprüche in dem zu entdecken, was Bruker oder Schnitzer darüber sagen, konnte aber nichts entdecken. Natürlich gibt es Stimmen gegen Vollkornprodukte, aber die Aussagen entpuppten sich bisher immer als theoretische Konstrukte, die keine praktische Bedeutung haben.

So gesehen bin ich mit der Vollwerternährung keineswegs verheiratet - ich habe die Leute früher auch für spinnerte Körnerfresser gehalten - aber ich konnte nichts negatives daran finden. Im Gegenteil, je mehr ich mich damit beschäftige, je mehr Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit entdeckt werden, umso mehr setzen sich die Informationen zu einem Mosaik zusammen, das Brukers Aussagen zur Vollwerternährung permanent bestätigt.

> Ich versuche meistens Bioprodukte und Vollkornprodukte

> zu bekommen, aber gerade bei Milch bleibt mir nix anderes

> übrig, als das was der Supermarkt bietet (Bio-Frischmilch).

Und da geht es uns noch gut. Versuche mal, dich in USA oder Kanada vollwertig zu ernähren... ;-) Ich persönlich verwende so gut wie keine Milch. Wenn es doch mal nötig ist, bspw. für Pfannkuchen, dann ersetze ich sie durch Wasser und Sahne.

pNacivfic{_oceaxn


@ jn,

danke für deine Antwort.

Noch eine Frage?

Nimmst du eigentlich als Vegatarier (oder sogar Veganer??) Nahrungsergänzungspräparate oder hälst du davon nicht so viel? Wenn ja welche? Wenn ich dir zu neugierig bin, musst du mir natürlich nicht antworten, würde mich aber mal interessieren. ;-D

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