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Zunahme durch Übersäuerung?

Bflu+me1x59 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich würde gerne wissen, ob eine plötzliche (d.h. ich habe 3 Kilo innerhalb von 3 Wochen zugenommen, obwohl ich sehr Ernährungsbewusst lebe und viel Sport treibe) Gewichtszunahme auch auf eine Übersäuerung zurückzuführen ist? ???

Ach ja, ich bin 16 Jahre alt, habe von 55,5kg auf 58,5kg zugenommen und bin 1,60m groß.

Also, schonmal vielen Dank für eure Antworten... *:)

steffi

Antworten
T:riNnix21


man kann nicht nur nach dem gewicht gehen, das sagt nichts über die körperzusammensetzung aus.

ein beispiel: ich habe mal 3 wochen lang jeden tag 1 1/2 stunden sport gemacht- ergebnis: ich hatte um 2 kg mehr aber um 3% weniger körperfett! habe mich auch gleich ernährt als vorher. also ist meine schlussfolgerung dass es am sport lag.

die frage ist: machst du denn jetzt mehr sport oder ist bei dir alles wie immer und du nimmst aus irgendwelchen unerfindlichen gründen zu?

B9lume1x59


ich mache genauso viel sport wie vorher, daran hat sich nichts geändert. ich gehe immer noch 2 mal in der woche ins fitness studio, mache yoga und bin auch so ein sehr aktiver mensch. ich weiß echt nicht, warum ich in so kurzer zeit so viel zugenommen hab. ich war auch schon bei einem ernährungsexperten, der mich sagte, dass es durchaus an einer übersäuerung liegen könnte. für mich klingt das allerdings nicht so überzeugend, kann es mir irgendwie nicht so ganz vorstellen. ???

a{gnexs


ich würde

diesen Ernährungs"experten" auch anzweifeln.

Fühlst Du Dich denn ansonsten wohl?

jxn


@Blume159

> ich würde gerne wissen, ob eine plötzliche (d.h. ich habe 3

> Kilo innerhalb von 3 Wochen zugenommen, obwohl ich sehr

> Ernährungsbewusst lebe und viel Sport treibe) Gewichtszunahme

> auch auf eine Übersäuerung zurückzuführen ist?

Nein.

Selbst wenn eine Übersäuerung vorliegen sollte - wobei der Experte erst einmal beschreiben müsste, was da genau übersäuert sein soll - entsteht dadurch kein Übergewicht.

Übergewicht entsteht aus drei unterschiedlichen Ursachen:

1. Permanentes Überessen aufgrund lebensbedingter Probleme (Eßsucht bspw.)

2. Einwirkung von Schadstoffen auf den Organismus, bspw. hormonell wirkende Medikamente wie Cortisone.

3. Als Folge einer durch langjährigen Verzehr minderwertiger Nahrung hervorgerufenen Stoffwechselstörung.

Nach meiner Erfahrung ist in den meisten Fällen letzteres die Ursache.

J,ade12x345


was zählt denn alles außer den offensichtlichen Sachen wie Schokolade, Chips und Torten zu minderwertiger Nahrung? Wie leicht kann man an so einer Stoffwechselstörung erkranken?

jan


> was zählt denn alles außer den offensichtlichen Sachen wie

> Schokolade, Chips und Torten zu minderwertiger Nahrung?

Minderwertig ist hier im Sinne von 'stark verarbeitet' gemeint. Wenn man ein Lebensmittel stark verarbeitet, zerstört man dabei wichtige biologische Wirkstoffe. Wenn diese Wirkstoffe dem Organismus längere Zeit vorenthalten werden, führt dieser Mangel zu Störungen des Stoffwechsels, der auf diese Stoffe angewiesen ist.

Man kann das im Groben auf vier Ernährungsfehler zurückführen:

- Fabrikzucker

- Auszugsmehle und Produkte daraus

- Fabrikfette und -Öle

- zuwenig Frischkost

Einen genaueren Überblick liefert die sog. Kollath Tabelle:

[[http://www.vollwertleben.info/html/kollath-tabelle.html]]

> Wie leicht kann man an so einer Stoffwechselstörung erkranken?

Die Stoffwechselstörungen beginnen, sobald der Organismus seine Reserven an den nötigen Wirkstoffen aufgebraucht hat. Bis sich dann Folgen dieser Störungen nach außen hin zeigen, kann es aber mitunter Jahre dauern. Durch die generell heute stark verarbeitete Nahrung leiden die allermeisten Menschen unter einer solchen latenten Stoffwechselstörung. Die Folgen dieser Störungen sind die meisten heute bekannten Zivilisationskrankheiten: Übergewicht, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Diabetes, Rheuma, Allergien und etliche andere mehr. Etwa drei Viertel der heute üblichen Krankheiten gehen auf die beschriebene Fehlernährung zurück.

J8adep1234x5


@jn

nach der Tabelle gehört also Babynahrung zu minderwertiger Nahrung, oder ? Und nachdem was du sagst können Störungen auftreten, wenn die Reserven aufgebraucht sind vom Körper. Was ist dann mit Babys die nicht gestillt werden und nur von dieser Fertignahrung leben ?? Dann müssten die ja alle krank werden. Das kann ich mir nicht vorstellen. ?

XG3my


Babynahrung enthält doch keine Zusatzstoffe, oder? ^^

Die Erhitzung schadet auch nicht, macht die Nahrung aber leichter verdaulich. Oder warum sollte Babynahrung minderwertig sein?

jxn


@Jade12345

> nach der Tabelle gehört also Babynahrung zu minderwertiger

> Nahrung, oder ?

Richtig. Wobei damit die Fertignahrung gemeint ist.

> Und nachdem was du sagst können Störungen auftreten, wenn

> die Reserven aufgebraucht sind vom Körper. Was ist dann mit

> Babys die nicht gestillt werden und nur von dieser Fertignahrung

> leben?? Dann müssten die ja alle krank werden.

Es hängt natürlich von einigen weiteren Punkten ab, ob sich Krankheiten daraus entwickeln:

- Welche Konstitution hat das Kind?

- Wie sah die Ernährung der Mutter aus?

- Wie sieht die Ernährung nach der 'Fertigmilchundgläschenzeit' aus?

Aber prinzipiell ist es tatsächlich so, daß ungestillte, mit Fertignahrung aufgezogene Säuglinge zwangsläufig ein höheres Risiko haben, solche Krankheiten zu entwickeln. Da die spätere Ernährung heute in der Regel nicht viel besser aussieht, werden die Kinder tatsächlich früher krank.

> Das kann ich mir nicht vorstellen. ?

Hast du dich noch nicht gewundert, warum die Kinder immer früher Übergewicht entwickeln? Warum Allergien immer früher auftreten? Mittlerweile gibt es Fünfjährige(!) mit Arteriosklerose und Herzinfarkt, Kleinkinder mit Diabetes und Kinder in der Pubertät mit Gallensteinen...

Das sind die Folgen von ca. 100 Jahren falscher Ernährung. Wäre man zynisch könnte man sagen, daß die Natur sich um das Problem selbst kümmert, denn Unfruchtbarkeit ist auch eine der Folgen...

Das mag nun sehr nach Schwarzmalerei aussehen, aber leider ist das eine simple realistische Beschreibung der Tatsachen. Es steht aber jedem frei, etwas dagegen zu tun - schließlich kann ja jeder selbst entscheiden, wie er seine Kinder und sich selbst ernährt.

Vor acht Jahren konnte ich mir das alles auch nicht vorstellen - damals habe ich angefangen mich mit dem Thema zu beschäftigen. Heute bedaure ich es, daß ich nicht viel früher dazu gekommen bin. Aber immerhin war es noch rechtzeitig bevor unsere Kinder auf die Welt kamen. :-)

JPade1M234x5


@jn

also müssen die Reserven schon über mehrer Jahre hinweg aufgebraucht sein, damit es solche Folgen hat, nicht z.B. nur das eine Jahr, in dem es nur von Flüssiger Nahrung lebt, die leider nicht aus Muttermilch sondern ausschießlich aus der sogenannten PreNahrung besteht? Oder wie sieht es da aus, wenn man das Kind dann, wenn es feste Speisen zu sich nehmen kann, gesund ernährt?

j1n


> also müssen die Reserven schon über mehrer Jahre hinweg

> aufgebraucht sein, damit es solche Folgen hat, nicht z.B. nur das

> eine Jahr, in dem es nur von Flüssiger Nahrung lebt, die leider

> nicht aus Muttermilch sondern ausschießlich aus der sogenannten

> PreNahrung besteht?

Richtig. Wäre dem nicht so, würden die Kinder bei schlechter Ernährung sofort krank werden und es gäbe keine Fertignahrung. Da die Kinder heute aber durch die Ernährungsfehler der Generationen vor ihnen bereits mit Vorbelastungen zur Welt kommen, kann die Fertignahrung schon ausreichen, damit sich erste Symptome zeigen. Es ist daher in jedem Fall ratsam, sein Kind möglichst gesund zu ernähren.

> Oder wie sieht es da aus, wenn man das Kind dann, wenn

> es feste Speisen zu sich nehmen kann, gesund ernährt?

Es ist sicher ein Problem, wenn man nicht stillen kann, denn irgendetwas muß das Kind ja bekommen. Viele trauen sich heute nicht mehr an selbst zubereitete Nahrung wie bspw. Frischkornmilch heran und vertrauen lieber den Herstellern der Ersatznahrung. Man sollte dann zumindest so früh wir möglich eine gesündere Ernährung einführen und das geht bereits mit dem ersten Brei. Der muß ja nicht aus dem Gläschen kommen, sondern kann aus naturbelassenen Zutaten frisch zubereitet werden.

Wenn das Kind erst mit den festen Speisen gesunde Nahrung bekommt, ist das in jedem Fall besser als wenn auch dann noch mit Fertiggerichten weiter gefüttert wird. Das einzige Problem, das dabei auftreten kann, ist daß das Kind die andere Nahrung erst einmal verweigert, weil es auf den süßen Geschmack der Industrieprodukte geprägt ist.

J@ade123E45


Frischkornmilch? -Nie gehört.

J~ade13234x5


die Ärztin legt großen Wert dass meine kleine Hypoallegene ("HA1") Nahrung bekommt

jxn


> Frischkornmilch? -Nie gehört.

Die wenigsten kennen das und die meisten haben Angst davor. ;-)

Frischkornmilch wird frisch aus gemahlenem und gequollenem Vollgetreide, Wasser und Rohmilch hergestellt. Wer sich dafür interessiert, kann gerne die genauen Mengenangaben von mir bekommen.

> die Ärztin legt großen Wert dass meine kleine Hypoallegene

> ("HA1") Nahrung bekommt

Das ist normal. Leider kennen sich die Ärzte in der Regel mit ernährungsbedingten Krankheiten nicht aus, weil diese Zusammenhänge nicht Bestandteil des Medizinstudiums sind. Sonst gäbe es diese Krankheiten auch nicht mehr.

Hypoallergene Nahrung verhindert lediglich das Auftreten von Beschwerden, weil die artfremden Proteine der Kuhmilch so zerkleinert wurden, daß das Immunsystem nicht mehr darauf reagiert. Das Entstehen einer Allergie kann man damit nicht verhindern. Im Gegenteil: Derart hochverarbeitete Fabriknahrung *fördert* die Entstehung von Allergien.

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