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Vollwertkost

pQacifjic_ocexan


Danke für den Link Cosmee *:), ist sehr interessant.

pEacifxic_oNcxean


Mal so ne Frage, hat jemand von Euch Erfahrung mit Kamut-Getreide? Ich hatte jetzt mal so ein Infoblättchen darüber in der Hand und dort stand, der wird beim Backen nicht so bräunlich wie Weizen sondern bleibt eher golden? Stimmt das? Ich meine das wäre ja was tolles, wenn man Gäste hat, die nicht so auf Vollkorn stehen, die würden das ja dann gar nicht mitkriegen :-D Außerdem soll der von den Inhaltsstoffen ja noch besser sein wie Weizen.

ZTa'ub'ermanxn


Was habt ihr eigentlich für Getreidemühlen. Sind 200 Euro für eine Mühle zuviel?

p%acifMic_ocxean


Für 200 Euro bekommst du schon ziemlich gute Mühlen. Ich hab jetzt einen Vorsatz für die Küchenmaschine gekauft, der Getreide mahlt. Ist aber noch nicht da. Mal sehen, ich hoffe der taugt was. Hat 65 Euro gekostet. Hab mich aber vorher auf solchen Bewertungsseiten informiert und die Leute sind wohl sehr zufrieden damit. So eine teure Mühle kann ich mir jetzt nicht leisten, aber wenn man eine große Familie ist, lohnen die sich auf alle Fälle, da kann man mit so nem, im Vergleich doch kleinen Aufsatz für die Küchenmaschine nicht viel anfangen.

Z{auberumann


Naja, ist auch die Frage wie lange sowas hält. Wenn es 10 Jahre läuft, lohnt sich das schon.

jxn


Mühlen

> Was habt ihr eigentlich für Getreidemühlen. Sind 200 Euro

> für eine Mühle zuviel?

Nein, das ist ein angemessener Preis. Die Standalone Mühlen mit Holzgehäuse und Keramikmahlwerk beginnen bei ca. 170 Euro für die Mock Fidibus. Hawos und Schnitzer sind etwas teurer. Nach oben ist natürlich alles offen, bis hin zur Zentrofan Mühle für 8000 Euro. Aber die ist nichts für den Hausgebrauch, auch wenn sie ein geniales Mehl produziert. Irgendwann bau ich so eine nach...

Die Vorsatzgeräte für Küchenmaschinen gibt es preiswerter, aber die haben meist ein Stahlmahlwerk. Das ist im Grunde zwar unerheblich, aber das Stahlmahlwerk schneidet das Korn mehr, während das Steinmahlwerk es mehr zerreibt. Das Mehl aus dem Steinmahlwerk ist daher etwas feiner und nimmt mehr / schneller Feuchtigkeit auf. In der Praxis spielt das nur dann eine Rolle, wenn es auf feines Mehl ankommt.

Was ich jedem ans Herz legen würde, ist ein Mehlsieb. Das benötigt man für Gebäck und Brötchen, weil da die gröberen Anteile im Mehl stören würden. Man siebt das Mehl dann durch und gibt den verbleibenden Schrot nochmal in die Mühle. Auf keinen Fall sollte man das gesamte Mehl nochmal in die Mühle geben, das funktioniert nicht.

Die Mühlen halten praktisch ewig, da können noch die Kinder mit mahlen...

j%n


@pacific_ocean

> Mal so ne Frage, hat jemand von Euch Erfahrung mit

> Kamut-Getreide?

Ich verwende das gerne für Desserts, Pudding und ähnliches. Auch für Plätzchen ist das eine tolle Sache. Kuchen habe ich damit noch nicht gebacken, dafür ist es mir einfach zu teuer.

> Ich hatte jetzt mal so ein Infoblättchen darüber in der Hand

> und dort stand, der wird beim Backen nicht so bräunlich wie

> Weizen sondern bleibt eher golden? Stimmt das?

Stimmt schon. Das Mehl ist gelblich und läßt sich fein mahlen, daher sind die Backwaren etwas ansprechender für den konventionellen Esser. Gerade für Übergangszeiten ist das ideal...

Wer es ansonsten gelb haben möchte, kann dem Mehl etwas Safran zugeben. Man kann aber auch mit Vollkornmehl helle Backwaren herstellen, indem man das Mehl aussiebt und die ausgesiebten Bestandteile bspw. zur Füllung dazugibt. Bei Bisquitrollen oder Pizza mache ich das gerne.

> Außerdem soll der von den Inhaltsstoffen ja noch besser

> sein wie Weizen.

Er ist im Grunde ein Ur-Weizen (Kamoot ist ein altägyptisches Wort für Weizen). Im Gegensatz zum normalen Weichweizen ist er noch nicht herausgezüchtet. Kamut ist übrigens nicht nur eine Getreidebezeichnung, sondern auch ein Markenname. Kamut ist das erste Getreide, das als eigene Marke vertrieben wird...

p6acificC_ocexan


Mutterkorn?

Hab heute zum 2. Mal Roggen zum Keimen angesetzt. Hat das erste Mal auch super geschmeckt. Heute hab ich beim Durchwühlen aber so komische rundlischere Körner drin gefunden mit leichten braun oder lila Stich. Ist das Mutterkorn? Ich habs natürlich rausgenommen. Ich will es nur mal wissen, im Prinzip ist es ja dann wirklich leicht zu erkennen.

@jn

Ich hatte auf der Vorseite noch eine Frage bezüglich Literatur, kannst du da noch mal bitte nachlesen.

Man kann aber auch mit Vollkornmehl helle Backwaren herstellen, indem man das Mehl aussiebt und die ausgesiebten Bestandteile bspw. zur Füllung dazugibt. Bei Bisquitrollen oder Pizza mache ich das gerne.

Auch ne Idee, muss ich mal probieren. Danke. :-)

j[n


@pacific_ocean

> Hab heute zum 2. Mal Roggen zum Keimen angesetzt. Hat das

> erste Mal auch super geschmeckt. Heute hab ich beim

> Durchwühlen aber so komische rundlischere Körner drin

> gefunden mit leichten braun oder lila Stich. Ist das Mutterkorn?

Nein, Mutterkorn ist länglich, dünn und schwarz, siehe hier: [[http://www.botanikus.de/?load=/Gift/mutter.html]]

Möglicherweise ware da einfach nur Reste einer anderen Getreidesorte dabei.

> Jn was ich dich mal noch fragen wollte: Gibt es eigentlich

> Literatur, die nur Experimente und Studien zu Nahrungsmitteln

> enthält?

Nein, meines Wissens nicht. Man findet aber viele Verweise in den früheren Büchern von Pollmer und Kapfelsberger. Ansonsten würde ich einfach mal das Internet über eine Suchmaschine nach "Ernährung" und "Studie" durchsuchen, das liefert auch etliches.

> Ich meine bei den Büchern von Bruker und Strunz sind ja

> mehrere drin (Z.Bsp. das Rattenbabys mit Milch

> aufgezogen wurden und zwar die einen mit Rohmilch, die

> anderen mit H-Milch und die 3. mit Frischmilch, die mit

> Rohmilch überlebten alle, bei denen mit Frischmilch 50% und

> bei H-Milch keine).

Die Untersuchungen von Pottenger und anderen gibt es m.W. heute nicht mehr in Buchform. Da müsste man schon versuchen, über antiquarische Schriften etwas zu finden.

> Ich finde das hoch interessant, außerdem kann man so was

> mal anderen Leuten unter die Nase halten ohne das die noch

> viel andere Lektüre durchgehen müssen und gleich abgeschreckt

> sind.

Mit so etwas kann man leider die wenigsten zum Nachdenken oder gar zu einer Ernährungsumstellung bewegen. Die Menschen haben die Tendenz, unangenehme Informationen sofort zu verdrängen, sobald sie mit dem persönlichen Weltbild oder der persönlichen Lebensart in Konflikt kommen. Vorleben ist da meist der bessere - und konfliktärmere ;-) - Weg.

p_acifiKc_ocexan


Mit so etwas kann man leider die wenigsten zum Nachdenken oder gar zu einer Ernährungsumstellung bewegen.

Es gibt aber Ausnahmen. Ich kenne jemanden, der genau mal diese Fakten haben will, bevor er sich mit der restlichen Theorie beschäftigt.

Danke für den Link mit dem Mutterkorn. Nein so sah es nicht aus, was ich gefunden hatte.

Hab heute mal einen Vollwertapfelkuchen mit Streuseln probiert. Bei den Streuseln hatte ich ja echt meine Zweifel ob die werden mit Honig. Hab gedacht, dass klebt mehr und gibt Sauerei und perfekte Streusel werden damit auch nicht. Aber nein, die Streusel sind wirklich gut geworden. Allerdings war das Kommentar der anderen in meiner Family, "oh der ist wohl etwas lange drin gewesen". Der Kuchen ist halt schon etwas dunkler. In Zukunft nehm ich für die Streusel vielleicht Kamut oder probiers mal mit dem Aussieben. Könnte ich einem bestimmten Teil des Streuselmehls nicht durch Hirse ersetzen? Ich weiß, das Hirse kein Klebereiweiß hat, aber einen Teil kann man doch ersetzen oder? Hirse ist ja heller. In welches Verhältnis muss man das denn dann setzen? Hälfte, Hälfte?

Noch eine Frage zu Maismehl. Ich esse sehr gern Polenta, hab das aber lange nicht gemacht, weil jn ja gesagt hat, dass das kaufbare Maismehl auch vorbehandelt ist. Esst ihr das überhaupt nicht oder mahlt ihr euer Maismehl selbst? Mais darf ich in meiner Mühle (Stahlmahlwerk) nicht mahlen, aber soweit ich weiß geht das auch nicht bei Steinmahlwerk. Stahlmahlwerk hat ja zumindest den Vorteil, dass man auch Ölsaaten mahlen kann. Wo mahlt ihr denn euren Mais? Gibt es da spezielle Geräte oder geht das gar nicht?

jxn


@pacific_ocean

> Es gibt aber Ausnahmen.

Keine Frage... :-)

> In Zukunft nehm ich für die Streusel vielleicht Kamut oder

> probiers mal mit dem Aussieben.

Oder Kakao dazumischen und erklären, daß das Schokostreusel sind... ;-)

> Könnte ich einem bestimmten Teil des Streuselmehls nicht

> durch Hirse ersetzen?

Käme auf einen Versuch an. Das Klebereiweiß spielt da vermutlich keine so große Rolle, der Honig klebt das schon zusammen. Aber probiert habe ich das auch noch nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, daß das Mundgefühl dann etwas 'sandig' ist...

> Esst ihr das überhaupt nicht oder mahlt ihr euer

> Maismehl selbst?

Ich benutze das eigentlich so gut wie nie. Ich habe einmal meine Mühle mit Kichererbsen gequält, da probiere ich das mit Mais lieber nicht... ;-)

> Mais darf ich in meiner Mühle (Stahlmahlwerk) nicht mahlen,

> aber soweit ich weiß geht das auch nicht bei Steinmahlwerk.

Nein, das ist einfach zu hart für die meisten Mühlen. Es gibt aber Mühlen, die das können.

> Wo mahlt ihr denn euren Mais? Gibt es da spezielle Geräte

> oder geht das gar nicht?

Mit dem Thermomix könnte das gehen. Der schafft zumindest auch Kichererbsen. Aber bei dem Preis ist das keine sinnvolle Sache...

Zua|ubeDrmanxn


Und was sagen Eure Mühlen zu Amaranth? Im Bioladen gings nur mit einer Schnitzer - Maschine.

Ich will das nämlich möglichst fein haben, weil mir 45 Minuten Kochzeit doch zu lang sind.

jxn


@Zaubermann

Amaranth mahlt meine Mühle ohne Probleme. Ich verwende das allerdings so gut wie nie. Zum Backen ungeeignet, zum Essen zu klein und ökologisch von zu weit her... ;-)

t0iwxi25


Hallo zusammen!

Das ist ja wirklich eine sehr informative Runde hier :-)

Ich bin seit noch nicht allzu langer Zeit Vollwertköstler (3 Monate) und komme eigentlich ganz gut zurecht. Da nun aber der Advent zum ersten mal naht, habe ich eine Frage zum Plätzchen backen:

Weiss jemand von euch, wie lange sich Vollwert-Plätzchen nach dem Backen halten und wie man sie am besten aufbewahrt?

Ich gehe ja mal davon aus, dass man sie nicht wie "normale" Plätzchen acht Wochen bei Raumtemperatur lagern lassen ;-)

Danke schon mal und viele Grüße,

p*acificF_ocxean


@ tiwi25

Kann dir leider nicht wirklich helfen. Bin ja auch noch nicht so lange dabei und es ist mein erstes Vollwertweihnachten. Allerdings glaube ich schon das sich die Kekse 8 Wochen halten, wenn sie richtig gelagert sind. Ich würde sie in ein Tongefäß mit einem Apfel geben (so hat das meine Oma immer gemacht, durch den Apfel werden sie schön weich, falls sie etwas zu hart sind, ansonsten kannst du den auch weglassen. Falls du einen reinlegst, vergiß ihn nicht, der schimmelt sonst irgendwann). Als Kind hab ich den Geruch geliebt, der in der kleinen Kammer dann entstand, wo sich das Tongefäß befand. Eine Alu-Keksdose, wie es sie zu kaufen gibt oder auch eine Pfefferkuchendose sind auch geeignet.

Das Problem mit den 8 Wochen würde sich bei mir allerdings nie stellen, die Kekse würden hier nicht so lange leben, zumindest nicht, wenn sie gut geworden sind. Na dann viel Spaß beim Backen. :-)

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