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Vollwertkost

jxn


@Zaubermann

Ich wollte nichts gegen Demeter sagen, ich halte sehr viel von diesem Verband. Mit ging es nur darum, darauf hinzuweisen, daß demeter nicht zwingend Vollkorn bedeutet.

> Ein Dinkel-Vollkornbrot wird schon eines sein, wenn die das

> dranschreiben und es danach aussieht.

Leider auch nicht immer. Ein Vollkornbrot darf bereits so genannt werden, wenn es gerade mal 30% Vollkornanteile hat und selbst dieser Anteil darf vorbehandelt und konserviert sein. Ein echtes Vollkornbrot besteht zu 100% aus Vollgetreide, das vor der Herstellung frisch gemahlen wurde. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei demeter immer der Fall ist, aber da kann man ja fragen...

Tlrachexmys


Gratuliere. Hattest du Schwierigkeiten mit der Umstellung? Viele empfinden es ja irgendwo als Isolation, wenn sie plötzlich anders essen als die meisten.

Organisch/Körperlich gesehen hatte ich keine Probleme mit der Umstellung. Das grösste Problem ist meine Arbeit: Ich arbeite nämlich in einer Kindertagesstätte und betreue die Kinder während des Essens. Hier "muss" ich von allem essen, da die Kinder das ja auch tun sollten, bin ja schliesslich Vorbild. Anfangs war die Qualität vom Essen noch in Ordnung, da wir von einer Köchin bekocht wurden. Jetzt ist sie leider seit längerem krank und wir werden von einem Dienst beliefert. Dieses Essen ist 1. scheusslich und 2. ist jeden Tag Fleisch dabei. Das find ich doch etwas zuviel. Meistens nehme ich mir nur ein ganz kleines Stück oder kann die Sache so umgehen dass ich mir nur Sosse nehme, das haben die Kinder bis jetzt noch nicht gemerkt... Ist aber unangenehm! Ingesamt ist das Essen sicherlich nicht gesund, und enthalten nicht mehr genug Vitalstoffe. Wenn Gemüse dabei ist dann sind es welche aus der Dose oder aus dem Gefrierfach und dann sind die ja lange im Wärmebehälter... und, und, und.. brrrr...

Ich hab zu Hause auch meine Mühle (bis jetzt noch ne billige aus Stahl) und mahl mir regelmässig mein Müsli. Dazu muss ich jedoch sagen, dass mir ein Frischkornbrei (eingeweicht) überhaupt nicht schmeckt. Ich flocke immer Dinkel mit Hirse und gebe Samen (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen...) hinzu. Was haltet ihr davon? Anscheinend ist uneingeweichtes Getreide nicht so bekömmlich. Ich vertrag es jedoch. Gibt es sonst noch einen Nachteil?

Manchmal benutz ich auch statt Honig Getreidesirup, schmeckt mir gut! Ist das in Ordnung?

jxn


> Ich arbeite nämlich in einer Kindertagesstätte und betreue

> die Kinder während des Essens. Hier "muss" ich von allem

> essen, da die Kinder das ja auch tun sollten, bin ja

> schliesslich Vorbild.

Hmm. Da hätte ich wohl auch meine Probleme. Vor allem, weil ich den Kindern dann das Vorbild geben würde, nicht alles zu essen, was man mir vorsetzt... ;-)

Gibt es keine Möglichkeit auf den Dienst zuzugehen und entsprechend brauchbares Essen zu bestellen? Schließlich werden sie dafür ja bezahlt. Aber ich kann es nachvollziehen, in unserer KiTa wird das Essen auch von einem Cateringservice geliefert und ich bin jedesmal heilfroh, daß meine Kinder das nicht essen müssen. Leider interessiert es die meisten Eltern überhaupt nicht, was die Kinder essen, Hauptsache sie essen es und werden satt.

> Ingesamt ist das Essen sicherlich nicht gesund, und enthalten

> nicht mehr genug Vitalstoffe. Wenn Gemüse dabei ist dann

> sind es welche aus der Dose oder aus dem Gefrierfach und

> dann sind die ja lange im Wärmebehälter... und, und, und..

> brrrr...

Läßt sich das nicht durch etwas frisches aufpeppen? Vorher etwas Salat oder Obst anzubieten müsste doch auch für den Service möglich sein.

> Dazu muss ich jedoch sagen, dass mir ein Frischkornbrei

> (eingeweicht) überhaupt nicht schmeckt.

Wie machst du ihn denn? Oft ist es ja eher ein Zubereitungsproblem. Aber ich kenne auch Leute, die das eingeweichte Getreide nicht mögen.

> Ich flocke immer Dinkel mit Hirse und gebe Samen

> (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen...) hinzu.

> Was haltet ihr davon?

Das ist absolut in Ordnung. :-) Haferflocken aus Nackthafer sind auch eine feine Sache, die machen wir häufig.

> Anscheinend ist uneingeweichtes Getreide nicht so bekömmlich.

> Ich vertrag es jedoch. Gibt es sonst noch einen Nachteil?

Nein. Man könnte das Getreide auch einfach so essen, aber das wäre dann doch ein wenig zu hart.

> Manchmal benutz ich auch statt Honig Getreidesirup, schmeckt

> mir gut! Ist das in Ordnung?

Getreidesirup ist ein Fabrikzucker und sollte daher in einer gesunden Ernährung nicht vorkommen. Im Grunde muß man das Frischkorngericht aber nicht süßen, wenn man genügend frische Früchte dazugibt. Wenn nicht ist auch eine pürierte Banane ein prima Süßungsmittel dafür.

T?raMchexmys


Getreidesirup ist ein Fabrikzucker und sollte daher in einer gesunden Ernährung nicht vorkommen.

Ehrlich? Ich dachte Getreidesirup würde irgendwie aus Getreide gewonnen werden ohne Zusätze, so wie Ahornsirup. Leider stell ich es mir in der Tat etwas schwierig vor, da Getreide ja so süss nicht sind.

Gibt es keine Möglichkeit auf den Dienst zuzugehen und entsprechend brauchbares Essen zu bestellen?

Der Dienst ist eine grosse Kantine, die kochen nicht extra für ein paar Leute. Die sehen das wahrscheinlich eh übertrieben.

Läßt sich das nicht durch etwas frisches aufpeppen? Vorher etwas Salat oder Obst anzubieten müsste doch auch für den Service möglich sein.

Das machen wir von uns aus bereits. Wir machen oft selbst Salat und servieren als Nachtisch und/oder als Nachmittagsimbiss Obst.

Bin trotzdem nicht zufrieden *nörgel* Will dass die Köchin wiederkommt ;((( das wird aber wohl noch wenigsten 1 Monat dauern.. Mit der lässt sich wenigstens noch reden.

So ein Essen vom Service sieht z.b. folgendermassen aus:

-Schnitzel

-zermatschte Erbsen

-raffinierter Reis

oder

-Nudeln (natürlich keine Vollkornnudeln)

-Hühnchen

-fritierte Kartoffeln

usw.

Mir graust es... Ich merke jetzt schon dass mein Bauch aufquillt und ich wieder Blähungen bekomme... :-(

jxn


> Ehrlich? Ich dachte Getreidesirup würde irgendwie aus

> Getreide gewonnen werden ohne Zusätze,

Er wird irgendwie aus Getreide gewonnen, richtig... ;-) Getreidesirup ist so ziemlich das billigste Zeug, das es auf dem Zuckermarkt gibt. Im Grunde wird Getreide mit einer Säure behandelt und das Ergebnis ist ein Zucker. Das Ausgangsmaterial ist in der Regel Mais und das Ergebnis nennt sich daher HFCS - High Fructose Corn Syrup. Ein ideales Produkt, um genetisch verändertes Getreide zu verwerten, das man ansonsten nicht verkaufen kann.

Aus Vollwertsicht ist das ebenso ein Fabrikzucker wie Ahornsirup. Letzterer ist zwar dichter am Naturprodukt als der Getreidesirup, wird aber durch stundenlanges Einkochen hergestellt und das Endergebnis ist genauso schädlich wie jeder andere Fabrikzucker auch.

> Der Dienst ist eine grosse Kantine, die kochen nicht extra für

> ein paar Leute. Die sehen das wahrscheinlich eh übertrieben.

Ah, dann sieht es in der Tat schlecht aus. Da hilft nur, den Anbieter zu wechseln - oder selbst zu kochen.

> Wir machen oft selbst Salat und servieren als Nachtisch

> und/oder als Nachmittagsimbiss Obst.

Super! :-)

> -Schnitzel

> -zermatschte Erbsen

> -raffinierter Reis

> -Nudeln (natürlich keine Vollkornnudeln)

> -Hühnchen

> -fritierte Kartoffeln

Klingt stark nach dem, was in unserem Kindergarten so serviert wird. Irgendwo ist es doch erstaunlich. Da machen wir alles, um unseren Kindern den besten Start zu geben und sie vor allem Unheil zu beschützt, lassen aber gleichzeitig zu, daß sie mit solchen minderwertigen Sachen abgefüllt werden. Da ist wohl das Bewußtsein noch nicht ausreichend geweckt.

mMucke#lbixene


nur was einwerfen möchte:

vielleicht ist es manchmal eher verständlich von "isoliertem zucker" zu sprechen, anstatt von "fabrikzucker", wenn man den schädlichen zucker betiteln möchte.

schließlich ist das das gefährliche, die isolierung des stoffes, und nicht das woraus er hergestellt wird.

jn hat ganz recht, letztlich ist es wurscht, ob zucker/sirup aus getreide, ahorn (?!) oder zuckerrohr gewonnen wird. es sind alles isolierte zucker...

selbst honig ist ja fast isoliert und sollte deshalb nur in kleinen mengen verwendet werden. am besten sind also wirklich früchte zum süßen (gibt grad lecker birnen und äpfel aus dem garten -zuckersüß *miam*)

vg, mb

myuckwelb]ienxe


@jn

hatte dir ja schon mal eine email geschrieben, weiß nicht, ob du sie bekommen hast.

mich würde mal interessieren wie ein vollwertköstler sich konkret tagtäglich ernährt. ich finde zwar jede menge rezepte und theoretische ratschläge, aber ich hab immer noch keine idee, wie die umsetzung und integration im alltag tatsächlich aussieht (mein leidiges problem).

vielleicht hast du ja lust dich mit mir darüber auszutauschen (eben nicht nur theoretische tips, sondern was du heute bsp. isst). wenn nicht, ist auch okay.

kurze rückmeldung wär schön.

vg, mb

jxn


@muckelbiene

> hatte dir ja schon mal eine email geschrieben, weiß nicht,

> ob du sie bekommen hast.

Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, kann aber keine finden. Sorry.

> mich würde mal interessieren wie ein vollwertköstler sich

> konkret tagtäglich ernährt. ich finde zwar jede menge rezepte

> und theoretische ratschläge, aber ich hab immer noch keine

> idee, wie die umsetzung und integration im alltag tatsächlich

> aussieht (mein leidiges problem).

Das ist ganz unterschiedlich, jeder macht das anders, weil ja jeder wieder eine ganz andere Situation hat. Je nachdem, wo und wie man arbeitet, ob die Familie mitmacht oder nicht, wie die Verwandten darauf reagieren usw...

Bei mir ist das relativ einfach. Ich mache morgens Frischkornbrei für alle, den die Kinder vor der Schule bzw. Kindergarten essen. Ich nehme meinen mit in die Arbeit, weil ich so früh noch keinen Hunger habe. Das ist dann im Grunde mein Mittagessen (die Portion ist etwas größer als normal ;-) ). Mittags kocht meine Frau für die Kinder bzw. macht Brote und abends bin ich dann wieder dran. Wir bekommen einmal die Woche eine Gemüsekiste geliefert und was wir dann abends essen hängt mehr oder weniger vom Inhalt ab. So ähnlich wie bei Kochduell - Zwei Lauch, drei Tomaten, nun mach was draus... ;-) Vor dem Essen gibt es normalerweise immer einen Salat und danach manchmal einen Nachtisch.

Im Grunde ist der Unterschied zur 'konventionellen' Ernährung sehr gering. Es gibt eben keine Konserven oder Fertigprodukte (von Vollkornnudeln mal abgesehen), so daß mehr Gemüse frisch verarbeitet wird. Salat wird geputzt und kommt dann in verschlossenen Schüsseln in den Kühlschrank - er hält sich so mehrere Tage frisch und man hat immer schnell Salat zur Hand. Ansonsten kommt zum Salat dazu, was gerade da ist. Ich habe mir irgendwann mal eine Jupiter mit Gemüseraffel zugelegt, da hat man in wenigen Minuten einen Salat fertig.

Bei Kuchen, Pizza und ähnlichem gibt es keinen Unterschied, außer daß ich das Getreide frisch mahle und das geht ja recht flott.

> eben nicht nur theoretische tips, sondern was du heute

> bsp. isst).

Wenn ich das jetzt schon wüsste ;-)

Vorgestern gab es bspw. eine Mangold-Quiche, gestern eine Zwiebelsuppe - vorher jeweils Salat - und heute wird es wohl irgendetwas mit Lauchzwiebeln oder Fenchel geben, weil ich die noch übrig habe. Der Fenchel wird wahrscheinlich zusammen mit einer Wassermelone als Salat enden und die Lauchzwiebeln eventuell in Kartoffelpuffern...

T%rachnemyxs


Hört sich alles sehr toll und lecker an. Da brauch ich noch ein ganzes Weilchen bis ich soweit bin. Dafür brauch ich jedoch mehr Raum. Unsere Wohnung und insbesondere unsere Küche sind so winzig, dass ich

1. kein Platz habe Gemüse aufzubewahren, weder etwas einzufrieren (nur das Gefrierfach im Kühlschrank)

2. kein Platz habe für Haushaltsgeräte, die die Arbeit einfacherer machen würden

3. mich durch die Enge unwohl beim Kochen fühle und mir somit nicht gerne riesige Menus zum Kochen raussuchen :-(

Ich möchte mir endlich ein Haus leisten können!!! :°( :°( :°( :°(

m}uckqelbyiene


@jn:

dank dir erstmal für deine antwort.

Das ist ganz unterschiedlich, jeder macht das anders, weil ja jeder wieder eine ganz andere Situation hat. Je nachdem, wo und wie man arbeitet, ob die Familie mitmacht oder nicht, wie die Verwandten darauf reagieren usw...

stimmt, aber einfach find ich es so und so nicht. mein freund ernährt sich glücklicherweise ähnlich bewußt und ist offen für gesunde ernährung. bei meinen eltern ist das schon was anderes. sie wollen die veränderung nicht. aber ich wohne ja nicht mehr zu haus...

Im Grunde ist der Unterschied zur 'konventionellen' Ernährung sehr gering. Es gibt eben keine Konserven oder Fertigprodukte

das reicht doch aber nicht weit, oder? ich meine, ich verzichte eigentlich auch auf fast alle fertigprodukte und konserven (nur von den selbstgemachten komm ich nicht los, wie marmelade, likör oder apfelmus...ess ich aber selten), aber ich hab gelesen, dass ca. 50% der ernährung aus unerhitzten lebensmitteln bestehen soll ([[http://www.medizin-netz.de/koerper/vollwertumf.htm]]). das finde ich schwierig.

kann man eigentlich den "normalen puren joghurt" mitzählen? wohl nicht, oder? tja, was hätte ich da heute zu bieten gehabt:

immerhin mittags ein großer teller mit möhrensalat, tomaten-gurken-oliven-salat und rotkrautrohkost

ach ja, und ein apfel...

ansonsten hatte ich eben heute morgen mein müsli mit joghurt und apfelmus, mittags noch ein frischkäse-kartoffel-törtchen und abends gedünstetes fenchel-lauch gemüse + vollkornbrötchen (vom bäcker.. naja).

also bei weitem nichts mit 50% lebensmittel klasse 1...

ich lese grad:

und heute wird es wohl irgendetwas mit Lauchzwiebeln oder Fenchel geben

was für ein zufall :-)

tja, mit selbst brot backen werden wir wohl demnächst anfangen (gehör zwar auch nich in klasse 1...). das mehl bekommen wir frisch gemahlen...

beim backen auf zucker und weißmehl zu verzichten find ich schwierig. back mal eine eierschecke ohne zucker... klar, es gibt viele vollwertige backrezepte, aber ich mag die klassiker so... aber das muss ich wohl mit mir ausmachen...

wenn du strikt trennen würdest zwischen unerhitzten und erhitzten lebensmitteln: wie würde das prozentual bei dir und deiner familie aussehen?

so, nun reicht es aber für heute.

gute nacht!

muckelbiene

M*iss VEllie


Huhu *:)

Hat hier vielleicht jemand eine Buchempfehlung für mich, so in der Art "Vollwertkost für Anfänger (mit leckeren Rezepten)"

Liebe Grüße

Czo;smexe


@ Miss Ellie

"Das große Dr. Bruker Ernährungsbuch" kann ich dir empfehlen!

Sehr leckere Rezepte mit schönen Farbfotos und vielen Tipps und Informationen, rund um die Vollwertkost. :-)

jLn


@Miss Ellie

> Hat hier vielleicht jemand eine Buchempfehlung für mich, so in

> der Art "Vollwertkost für Anfänger (mit leckeren Rezepten) "

Die Vollwert-Rezeptbücher haben eigentlich fast alle einen kleinen Einsteigerteil. Gut und empfehlenswert sind die Kochbücher von Barbara Rütting (ja, die Politikerin!), von Helma Danner oder alle Kochbücher aus dem emu Verlag. Auch gut sind die beiden Bücher aus dem Gräfe&Unzer Verlag "Das große Vollwert-Kochbuch".

Beim emu Verlag gibt es auch ein kleines Heft "Vollwertkost zum Kennenlernen" für drei Euro: Amazon

In dem Heft stehen alle wichtigen Grundlagen, einiges an Tipps und einige Rezepte zum Ausprobieren. Eine prima Sache, wenn man sich das für wenig Geld mal anschauen will.

j?n


@muckelbiene

> stimmt, aber einfach find ich es so und so nicht.

Das ist aber immer so, wenn man etwas neues anfängt. Am Anfang sieht es furchtbar kompliziert aus, aber wenn man es erst einmal ausprobiert hat, wird es ganz schnell zur Normalität und dann ist es tatsächlich einfach.

> mein freund ernährt sich glücklicherweise ähnlich bewußt

> und ist offen für gesunde ernährung.

Toll! :-) Das Glück hat auch nicht jeder. Ich kenne Familien, in denen dann doppelt gekocht wird, weil der Partner auf weißen Nudeln mit Fertigsauce besteht...

> bei meinen eltern ist das schon was anderes. sie wollen die

> veränderung nicht. aber ich wohne ja nicht mehr zu haus...

Das kenne ich gut. Wenn nicht irgendein Leidensdruck dahinter ist, sträubt man sich vor Veränderungen umso mehr, je älter man wird. Ich bewundere die Leute, die auch im Alter noch neue Erfahrungen suchen. :-)

> ich meine, ich verzichte eigentlich auch auf fast alle

> fertigprodukte und konserven

Praktisch bleibt vom Supermarkt fast nur noch die Obst und Gemüse Abteilung und Non-Food übrig. Übrigens mit ein Grund, weshalb die Vollwerternährung offiziell nicht verbreitet wird.

> (nur von den selbstgemachten komm ich nicht los, wie

> marmelade, likör oder apfelmus... ess ich aber selten),

Da gibt es auch Alternativen zum Fabrikzucker, aber die sind dann nicht so lange haltbar.

> aber ich hab gelesen, dass ca. 50% der ernährung aus

> unerhitzten lebensmitteln bestehen soll (www.medizin-

> [[http://netz.de/koerper/vollwertumf.htm]]). das finde ich schwierig.

Normalerweise sagt man, daß es etwa ein Drittel sein soll. Aber das ist keine feste Regel, das kann ja jeder selbst festlegen. Man weiß ja, daß das Risiko ernährungsbedingter Krankheiten umso kleiner ist, je höher der Frischkostanteil ist - es hat also jeder selbst in der Hand. Nur wenn bereits Krankheiten vorliegen, muß man den Frischkostanteil manchmal stark erhöhen. Bei bestimmten Krankheiten wie bspw. einer Colitis, hilft oft nur reine Frischkost über längere Zeit.

> kann man eigentlich den "normalen puren joghurt" mitzählen?

> wohl nicht, oder?

Wenn es ein Rohmilchjoghurt wäre, dann gerade noch - er würde dann in der Kollath Tabelle unter fermentierte Lebensmittel laufen. Aber alle fertigen Joghurts werden aus pasteurisierter Milch hergestellt und sind damit mindestens erhitzt (Note 4) oder - im Falle von konventioneller Milch wegen der enthaltenen GVOs schon außerhalb der Tabelle. (Das Kraftfutter in der konventionellen Milchproduktion enthält gentechnisch veränderte Futtermittel, das landet natürlich auch in der Milch)

([[http://www.vollwertleben.info/html/kollath-tabelle.html]] )

> tja, was hätte ich da heute zu bieten gehabt:

> immerhin mittags ein großer teller mit möhrensalat, tomaten-

> gurken-oliven-salat und rotkrautrohkost ach ja, und ein apfel...

Super! :)^

> ansonsten hatte ich eben heute morgen mein müsli mit

> joghurt und apfelmus, mittags noch ein frischkäse-kartoffel-

> törtchen und abends gedünstetes fenchel-lauch gemüse +

> vollkornbrötchen (vom bäcker.. naja).

> also bei weitem nichts mit 50% lebensmittel klasse 1...

Ich würde mir da keine Gedanken machen. Wenn man sich selbst unter Druck setzt, dann macht das irgendwann keinen Spaß mehr. Wichtig ist, daß die generelle Richtung stimmt - konsequenter wird man dann schon ganz von alleine. Ob du nun 20 oder 50% Frischkostanteil hast, spielt für niemanden außer für dich eine Rolle. Der Spruch heißt ja "Ernähre dich so naturbelassen wie möglich" und nicht "Ernähre dich perfekt"

> was für ein zufall

Gestern abend gab es übrigens Rondini. Kannte ich vorher auch noch nicht. Eine Art runde Zucchini. Schmeckt mit Butter und Kräutersalz gar nicht schlecht. :-)

> tja, mit selbst brot backen werden wir wohl demnächst

> anfangen (gehör zwar auch nich in klasse 1...). das mehl

> bekommen wir frisch gemahlen...

Prima. :-) Ich hoffe nur, du fängst nicht gleich mit einem Drei-Stufen Sauerteig an.. ;-)

> beim backen auf zucker und weißmehl zu verzichten

> find ich schwierig.

Je nach Rezept ist das Ergebnis manchmal etwas anders als gewohnt, aber das ist meist eher ein optisches Problem. Biskuit erwartet man eben meist hellgelb und nicht hellbraun. ;-) Aber geschmacklich finde ich die Vollkornvariante in jedem Fall besser.

> back mal eine eierschecke ohne zucker...

Das Problem dabei ist eher das Puddingpulver für das es in der Vollwertküche keinen Ersatz gibt. Der Zucker wird einfach durch etwas weniger Honig ersetzt. Im Grunde läßt sich fast jedes Rezept auch vollwertig backen. Nur bei Sandkuchen klappts nicht, so fein bekommt man das Mehl in den normalen Mühlen nicht hin.

> klar, es gibt viele vollwertige backrezepte, aber ich mag die

> klassiker so... aber das muss ich wohl mit mir ausmachen...

Poste mal dein Rezept, dann schaue ich mal, wie ich das machen würde.

> wenn du strikt trennen würdest zwischen unerhitzten und

> erhitzten lebensmitteln: wie würde das prozentual bei dir und

> deiner familie aussehen?

Ich denke, das wären 20-30% (ohne das Frischkorngericht). In dem Bereich habe ich durchaus noch Verbesserungspotential...

M@iss _Ejllxie


vielen lieben Dank @ Cosmee und jn

*:)

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