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Natriumflourid

JuaNcob`s hat die Diskussion gestartet


Ich habe gehört, das Natriumflourid, das in den meisten Zahnpasten enthalten ist, in Verbindung mit der Magensäure giftige Flusssäure verursachen soll.

Wenn das stimmt, möchte ich wissen, wie schädlich sich die Flusssäure auf den menschlichen Organismus auswirkt?

Antworten
jAn


Re: Natriumflourid

Hallo Michael,

Daß dabei Flußsäure entsteht, wäre mir neu - allerdings ist das nun wirklich das geringste Problem, wenn es um NaF geht:

NaF ist ein Speicher-Enzymgift, das bereits in geringsten Konzentraktionen den Enzymstoffwechsel beeinträchtigt. NaF reduziert massiv die Wanderungsgeschwindigkeit der weißen Blutkörperchen (Leukozyten->Immunsystem), behindert den DNA Reparaturmechanismus (->Krebs), stört die Kollagensynthese (->Hautalterung), stört die Funktion der Knochenauf- und abbauenden Zellen (Osteosklerose, Osteoporose) und führt bei Heranwachsenden zu spröden Knochen und Zähnen (->Fluorose). Und das ist noch lang nicht alles...

Da sich der Stoff im Körper anreichert, werden die Schäden im Lauf der Zeit immer ausgeprägter.

Und ja: Das ist genau _der_ Stoff, den man seinen Kindern zur Verhütung von Karies gibt ("Fluoretten") und den sich täglich hunderttausende per Zahnpasta, Mundspülung und Kochsalz zuführen.

Mahlzeit.

-- jn

d9erK7atrxin


Wer nimmt noch NaF?

Aus den genannten und wohl noch weiteren Gründen wird doch schon ewig Natriummonofluorphosphat verwendet. Ist überhaupt noch irgendwo NaF drin? Achtet mal auf die Bestandteile der Zahnpastas.

jxn


Re: Wer nimmt noch NaF?

Hallo derKatrin.

> Aus den genannten und wohl noch weiteren

> Gründen wird doch schon ewig

> Natriummonofluorphosphat verwendet.

Sorry, aber das sind nicht die Gründe für den Einsatz von Natriummonofluorphosphat.

Natriummonofluorphosphat wird verwendet, weil das Fluorid nicht durch die als Putzkörper verwendete Schlämmkreide (Kalziumhaltig) beeinträchtigt wird.

Bei NaF besteht eine ionische Bindung, die in wässriger Lösung sehr schnell aufgelöst wird. Die Fluorid-Ionen werden durch die hohe Affinitiät zu Kalzium bereits im Produkt durch die Schlämmkreide (bzw. andere Ca-haltige Zusätze) praktisch deaktiviert (Bildung von schwerlöslichem Ca-Fluorid)

Bei Natriummonofluorphosphat besteht eine stabilere kovalente Bindung und die Freisetzung der Fluorid-Ionen erfolgt erst durch bakterielle Phophatasen, die im Speichel enthalten sind.

NaF ist also schlicht nicht mit den restlichen Zusätzen der Zahnpasta kompatibel - das ist der einzige Grund für den Einsatz von Natriummonofluorphosphat. In beiden Fälle liegen nach dem Auflösen der Bindungen freie Fluorid-Ionen vor - es gibt daher keinerlei Unterschiede in der potentiellen Schädlichkeit.

-- jn

L|erMne6ndxer


Übertreibung

Fluorid-Ionen sind lebensnotwendig.

Langfristige Überdosierung ist natürlich schädlich...

Meist wird aber zuwenig Fluorid aufgenommen.

Siehe:

[[http://yavivo.lifeline.de/GesundesLeben/05Ernaehrung/20Lexikon/Fluorid.html]]

Zum Artikel sei noch anzumerken dass die Zahnpasta für Kinder sowieso sehr viel weniger Fluorid enthält weil vom verschlucken ausgegangen wird und die Vorbeugung von Osteoporose durch Fluorid durch Studien in den USA bereits nachgewiesen ist..

Gruss

d~erNKatrKixn


Frage

wird wirlich Schlämmkreide verwendet? Ich las mal was von einer Titanverbindung (TiO2?) als Putzkörper. Die dürfte auch weniger reaktionsfreudig sein. Hab allerdings hier auf Arbeit keine Zahnpastatube zum nachgucken...

jxn


Re: Übertreibung

Hallo Lernender,

> Fluorid-Ionen sind lebensnotwendig.

Wofür? Und wo und wann wurde das belegt?

Mir ist keine Studie oder Untersuchung bekannt, die das schlüssig belegen würde.

Die Behauptung, daß Fluorid ein essentielles Spurenelement sei, muß man vor dem Hintergrund der Vermarktung sehen. Wenn man einen Zusatzstoff verkaufen will - insbesondere, wenn dieser Stoff vorher als Gift bekannt war - dann geht das am besten, indem man ihn zum lebensnotwendigen Stoff erklärt. Da fragt man sich doch, wie Menschen in nahezu fluoridfreien Gegenden (ohne Karies) überleben können und warum Karies nicht durch Fluoridmangel ausgelöst werden kann.

-- jn

p'anhdorxa


Fluorid

"Da fragt man sich doch, wie Menschen in nahezu fluoridfreien Gegenden (ohne Karies) überleben können und warum Karies nicht durch Fluoridmangel ausgelöst werden kann. "

Fluoride hemmen das Wachstum der Kairesbakterien- genauso wie andere desinfizierende Substanzen (Chlorhexidin, etc)

Gleichzeitig besteht der Zahnschmelz aus einer fluorhaltigen Verbindung.

Das heisst also, man kann durchaus auch die Zähne ohne fluorhaltige Zahncreme gesund halten (die Einnahme bringt eh nur was bei Säuglingen oder wenn die bleibenden Zähne kommen), aber daß es eben LEICHTER ist, seine Zähne MIT Fluor gesund zu halten.

Im Endeffekt ist es aber egal, MIT WAS man putzt, also ob mit Zahncreme oder ohne, mit welcher Zahnbürste etc. Du kannst also auch Sägespäne kauen, wenn es Dir Spass macht, hauptsache Du entfernst eben allen Zahnbelag.

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