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Habe beta-lactoglobulin allergie

mFi_n+i_$manu hat die Diskussion gestartet


mein arzt hat mich auf allergien getestet, weil ich oft nen "ausschlag" um den mund und um die nase bekomme. jetzt hat er eine beta-lactoglobulin allergie festgestellt. er sagte dass ich milchprodukte nicht vertrage. toll - alle etwa? ich hab im netz schon gesucht aber lauter schmarn irgendwie gefunden. dass man das eiweis der kuhmilch in 3 teile aufteilen kann und ich gegen einen teil der milchprodukte allergisch bin. mein arzt meinte, dass ich milch und milchprodukte die länger als 10 minuten gekocht wurden essen darf. sonst nichts! aber irgendwie finde ich nichts was so behandelt wurde.

ich kenne mich halt garnicht aus. ist käse nicht gekocht oder?

ich weiß nur wenn ich buttermilch z.b. trinke schaue ich am nächsten tag aus wie ein sträußelkuchen.

wenn ich meinen geliebten käse nicht mehr darf, wo soll ich denn mein eiweiß herbekommen? ich will nicht mehr als 2-3 eier pro woche essen, weil dass ja auch ungesund ist.

hat jemand evtl. tipps oder einen rat an mich?

wäre für antworten dankbar.

ps. sorry dass ich mich so dumm stelle.

lg manu

Antworten
Ainco=nymxa1


Also was Du bei einer Allergie gegen beta-lactoglobulin jetzt genau essen darfst und was nicht, weiß ich leider auch nicht, da ich selber gegen Kasein (ein weiteres Milch-Eiweiß) allergisch bin, und somit alle Milchprodukte meiden muss. Zumal da Hautausschläge bei mir nicht die einzigen Symptome sind....

Aber wegen Eiweißmangel brauchst Du Dir wirklich keine Gedanken machen. Bei einer ausgewogenen Ernährung hast Du auch ohne Milch und ohne Unmengen an Eiern genügend Eiweiß.

jSn


Hallo manu,

> jetzt hat er eine beta-lactoglobulin allergie festgestellt. er

> sagte dass ich milchprodukte nicht vertrage. toll - alle etwa?

Nein, Ziegen- oder Schafmilch verträgt du wahrscheinlich weil dort dieses Protein nicht vorkommt. Es ist auch nicht so, daß du keine Milchprodukte vertragen würdest, du reagiert einfach nur mit Beschwerden auf einen bestimmten Eiweißstoff.

> mein arzt meinte, dass ich milch und milchprodukte die länger

> als 10 minuten gekocht wurden essen darf. sonst nichts!

Das vermeidet zwar die Symptome, ändert aber nichts an deinem Problem. Derart behandelte Milchprodukte gehören aber auch nicht in eine gesunde Ernährung.

> ich kenne mich halt garnicht aus. ist käse nicht gekocht oder?

Käse ist pasteurisiert, das reicht sehr wahrscheinlich aber nicht aus, um diese Proteine zu zerstören.

> ich weiß nur wenn ich buttermilch z.b. trinke schaue ich

> am nächsten tag aus wie ein sträußelkuchen.

Weil das Protein, auf das du reagierst, ein sog. Molkenprotein ist - also vermutlich hauptsächlich in der Molke vorhanden ist.

> wenn ich meinen geliebten käse nicht mehr darf, wo soll

> ich denn mein eiweiß herbekommen? ich will nicht mehr als 2-3

> eier pro woche essen, weil dass ja auch ungesund ist.

Du benötigst weder Käse noch Eier, um deine Eiweißversorgung sicherzustellen. Genau genommen liefern diese Produkte viel zu viel Eiweiß. Die Muttermilch - und davon wächst ein Baby ja sehr schnell - enthält 1,5 bis 2% Eiweiß. In der Praxis reicht dieser Anteil also in jeder Lebenslage vollkommen aus, es muß sich nur um natives Eiweiß handeln.

Die Kuhmilch enthält 3,5%. Käse ist praktisch das konzentrierte Eiweiß der Kuhmilch. Das ist also viel zu viel Eiweiß für unseren Organismus. Da es sich zudem um erhitztes und damit denaturiertes Eiweiß handelt, ist der Verzehr von Milchprodukten und Käse (bzw. generell von tierischem Eiweiß) eine erhebliche Belastung für unseren Stoffwechsel.

> hat jemand evtl. tipps oder einen rat an mich?

Das wichtigste zuerst: Das beta-lactoglobulin ist NICHT Ursache deiner Allergie. Es löst zwar die Beschwerden aus, aber der Grund, warum dein Immunsystem so seltsam darauf reagiert, liegt in einer Stoffwechselstörung des Eiweißstoffwechsels. Diese Störung entsteht durch eine jahrzehntelange Fehlernährung mit stark verarbeiteten Nahrungsmitteln.

Wenn du jetzt einfach das beta-lactoglobulin meidest, dann verhinderst du damit zwar das Auftreten der Beschwerden, aber die zugrundeliegende Stoffwechselstörung besteht weiterhin. Und solange du deren Ursachen nicht beseitigst, wird sie sich auch weiter verschlimmern. In der Regel entstehen dann neue Allergien auf andere Proteine.

Da die Ursache der Allergie eine Fehlernährung ist, kann sie auch durch Abstellen der Ernährungsfehler behandelt werden. In der Praxis läuft das auf eine dauerhafte Ernährungsumstellung auf eine tiereiweißfreie Vollwerternährung hinaus. Auch dabei müssen das tierische Eiweiß und damit Milchprodukte, Käse, Fleisch, Fisch, Wurst, Quark, Joghurt, Eier möglichst konsequent gemieden werden. Ansonsten die übliche Vollwerternährung:

Gemieden werden sollte:

- Fabrikzucker

- Auszugsmehle

- Fabrikfette und Öle

- Säfte und gekochtes Obst

Stattdessen sollte gegessen werden:

- Vollkornmehle

- Naturbelassene Öle und Fette

- Ein möglichst großer Frischkostanteil (Gemüse, Salate, Obst)

- Täglich ein Frischkorngericht.

Empfehlenswerte Literatur:

"Allergien müssen nicht sein"

M.O.Bruker

emu Verlag

> ps. sorry dass ich mich so dumm stelle.

Du machst das einzig richtige: Du fragst nach. Das ist nicht dumm, sondern das sinnvollste, was man machen kann. :-)

m>ini_cmanu


danke für eure antworten.

ich ernähre mich seit ca. 2 jahren eh gesund oder gesünder würde ich sagen.

ich hab so viele allergien von hausstaubmilben anfgefangen über nickel über vaseline über heuschnupfen uws. und jetzt dass auch noch. nicht schön kann ich euch sagen.

ATnony>max1


Mini-Manu

Kann ich verstehen... Habe auch, von Milcheiweiß abgesehen - noch verschiedenste Haut- / Kontaktallergien (Nickel, verschiedene Inhaltsstoffe in Kosmetika....), zum Glück aber keinen Heuschnupfen oder so. Sprich: die Sachen, auf die ich allergisch bin, lassen sich meiden.

Geht vor allem auch ins Geld, wenn Du keine "normalen" Produkte kaufen kannst.

jn

Also egal, was jetzt die "Ursache" der Allergie ist: Solange Du starke allergische Reaktionen hast, bleibt Dir nichts anderes übrig, als die entsprechenden Lebensmittel wegzulassen.

Und vollwertig ernähre ich mich - mit kurzen Unterbrechungen (wo ich mit verschiedenen anderen "Diäten" herumexperimentiert habe) - seit über 10 Jahren, darunter ein paar Jahre wirklich konsequent und veganisch und auch jetzt noch würde mal sagen ziemlich konsequent. Was sich auf mein Allgemeinbefinden und meine Gesundheit äußerst positiv ausgewirkt hat :-) - nur an meinen Allergien hat sich leider nichts geändert. Genauswenig, wie bei anderen in meiner Familie /Verwandtschaft. Mag ja sein, dass das bei vielen Menschen der Fall ist, aber ein Allheilmittel ist auch eine Vollwerternährung nicht, vor allem, wenn Du familiär stark vorbelastet bist. Was ja, wie Du schreibst, an der falschen Ernährung der Familie liegen mag - was mir aber auch nichts nützt, wenn ich die allergischen Reaktionen nunmal habe.

jYn


@Anonyma1

> Was sich auf mein Allgemeinbefinden und meine Gesundheit

> äußerst positiv ausgewirkt hat - nur an meinen Allergien hat

> sich leider nichts geändert.

Und du hattest kein tierisches Eiweiß in der Ernährung (Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Quark, Eier, Johghurt,Milch), kein Fabrikzucker, keine Auszugsmehle, keine Fabrikfette? Du hattest einen Frischkostanteil von mindestens 30%?

Gerade wenn man viele Allergien hat, die Störung des Eiweißstoffwechsels also sehr tiefgreifend ist, muß man das sehr konsequent und auch über Jahre hinweg durchführen. Aber es ist der einzige Weg die Krankheit ursächlich zu behandeln. Macht man das nicht, dann entwickeln sich immer weitere Symptome und damit auch immer mehr Allergien.

Ob man die Allergene meidet oder nicht, ist eher eine Frage des persönlichen Wohlbefindens, da sie ja nicht Ursache der Krankheits sind. Ich würde sie nur in der ersten Zeit meiden und dann langsam wieder einführen. Dann merkt man auch, ob sich etwas bessert oder ob man konsequenter sein muß.

> Mag ja sein, dass das bei vielen Menschen der Fall ist, aber

> ein Allheilmittel ist auch eine Vollwerternährung nicht, vor allem,

> wenn Du familiär stark vorbelastet bist.

Nein, ein Allheilmittel ist es nicht und es gibt mit Sicherheit Fälle, in denen der Stoffwechsel derart ruiniert ist, daß kaum noch etwas zu machen ist. Im Extremfall hilft dann wirklich nur noch reine Frischkost über längere Zeit - wenn man nicht das Pech hat, bis dahin gegen die meisten frischen Lebensmittel ebenfalls allergisch zu sein...

jwn


@mini_manu

> ich hab so viele allergien von hausstaubmilben anfgefangen

> über nickel über vaseline über heuschnupfen uws. und jetzt

> dass auch noch. nicht schön kann ich euch sagen.

Und das wird so weitergehen, wenn du die Allergie nicht ursächlich behandelst. Solange die Stoffwechselstörung besteht, werden sich immer wieder neue Allergien entwickeln...

mgin8i_mcanu


eine allergie von vielen hab ich aber auch schon "bekämpft" - gegen rohe tomate war ich vor 3 jahren allergisch. jetzt habe ich mich erneut testen lassen und jetzt hab ich nicht mehr allergisch reagiert. wie kommt dann dass?

A:nonMymax1


jn

Ja, ich habe mich wirklich konsequent vollwertig veganisch ernährt. Genauso, wie andere in meiner Verwandtschaft es auch versucht haben. Und ich tue es auch nach wie vor weitgehend, weil ich von dieser Ernährung grundsätzlich sehr viel halte. Nur betrachte ich sie eben - im Unterschied zu Dir - nicht als ein Wundermittel, dass gegen (fast) alle Krankheiten hilft. Sondern als eine gesunde Ernährung, die sich allgemein positiv auf die Gesundheit, das Immunsystem usw auswirkt.

Und hast Du schonmal was von einem anaphylaktischen Schock gehört? Ich selber hatte es zum Glück noch nie, da ich nur eine relativ "leichte" Lebensmittelallergie habe. Aber gerade bei Lebensmittelallergien und Allergien gegen Insektenstichen besteht diese Gefahr grundsätzlich. Eine Verwandte von mir musste, nachdem sie versehentlich Haselnüsse gegessen hatte, mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden. Es geht also nicht nur um das "persönliche Wohlbefinden", wie vielleicht bei irgendwelchen "Unverträglichkeiten" oder erhöhten IgG-Antikörpern (von denen auch ich nicht viel halte) uws., die kommen und gehen. Daher halte ich es ehrlich gesagt für bedenklich, wenn Du hier empfiehlst, Lebensmittel nach und nach wieder einzuführen.

Und selbst meine relativ leichte Allergie verursacht bereits bei kleinen Mengen (also meinetwegen irgendein Gebäck, das Butter enthielt) starke Symptome. Woran sich in den mittlerweile über 10 Jahre nichts geändert hat. Was mich aber mittlerweile nicht sonderlich stört. Und ich sie für eine gesunde Ernährung auch nicht für unbedingt erforderlich halte.

jxn


@Anonyma1

> Ja, ich habe mich wirklich konsequent vollwertig veganisch

> ernährt.

Wie lang?

Nun, ich kann deine Ernährung nicht beurteilen. Bisher hat sich in solchen Fällen eben immer herausgestellt, daß dann doch Dinge in der Ernährung waren, die nicht hineingehörten. Ich will dir das nicht unterstellen, aber es fällt mir schwer das zu glauben - gerade weil ich weiß, wie eingeschränkt man dann mit der Ernährung ist.

> Und ich tue es auch nach wie vor weitgehend,

> weil ich von dieser Ernährung grundsätzlich sehr viel halte.

Weitgehend?

> Nur betrachte ich sie eben - im Unterschied zu Dir - nicht als

> ein Wundermittel, dass gegen (fast) alle Krankheiten hilft.

Nochmal: Ich betrachte sie keineswegs als Wundermittel, aber bei ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten - und das sind nunmal rund 80% der heute üblichen - ist sie die nötige Basisbehandlung, weil dadurch die Ursachen abgestellt werden. Ob dann daraufhin eine Heilung eintritt, hängt von der Krankheit, dem Grad der Schädigung und der Konsequenz ab. Wobei den Begriff "Heilung" hier im weitest möglichen Sinne verwende, denn streng genommen sind diese Krankheiten alle nicht heilbar.

> Und hast Du schonmal was von einem anaphylaktischen

> Schock gehört?

Natürlich. Ich war 30 Jahre lang Allergiker...

> Daher halte ich es ehrlich gesagt für bedenklich, wenn Du

> hier empfiehlst, Lebensmittel nach und nach wieder einzuführen.

Genau das ist aber möglich, wenn die Ursachen abgestellt sind. Ich sage hier ja nicht: Eßt vollwertig und morgen ist die Allergie weg. Das kann Jahre dauern.

Und natürlich darf jemand, der mit Schockzuständen auf bestimmte Stoffe reagiert, diese Stoffe nicht einfach wieder zu sich nehmen. In diesen Fällen sollte die gesamte Therapie sowieso in den Händen eines Arztes liegen, der sich damit auskennt.

> Und selbst meine relativ leichte Allergie verursacht bereits

> bei kleinen Mengen (also meinetwegen irgendein Gebäck,

> das Butter enthielt) starke Symptome.

Du hast auf Butter reagiert?

> Und ich sie für eine gesunde Ernährung auch nicht für

> unbedingt erforderlich halte.

Was verwendest du denn stattdessen?

Aknon~ym2ax1


jn

Ich reagiere auf alle Milchprodukte, und da gehört Butter nunmal dazu. Und das mit dem für eine gesunde Ernährung nicht erforderlich meinte ich alle Milchprodukte, nicht nur Butter.

An Fetten verwende ich reine kaltgepresste Pflanzenöle (vorwiegend Olivenöl). Und ein echtes Vollkornbrot schmeckt mir auch ohne Aufstrich, einfach so etwa abends zu einem Salat. Wenn ich Aufstrich verwende, dann entweder Honig (morgens) oder ab und zu Olivenaufstrich.

Und ja, ich habe mich ein paar Jahre lang veganisch vollwertig ernährt. Was an meiner Milchallergie nichts geändert hat...

Mittlerweile nehme ich es zugegeben nicht 100%. Gerade, weil ich nicht (mehr) daran glaube, dass sich dadurch Allergien heilen lassen. Mag ja bei manchen funktionieren, aber eben nicht bei allen.

Ausnahmen sind bei mir insbesondere Vollkorn-Gebäck aus dem Bioladen (ich liebe nunmal Süßes - solange es nicht zu süß ist - und habe zum Selberbacken keine Zeit), ab und zu Soja und Tofu (allerdings die naturbelassenen), Fisch, sowie gelegentliche Dienstreisen, wo ich halt das esse, was es gibt und was keine Milchprodukte enthält.

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