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Fructoseintoleranz

kqi`r3afxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

im Dezember hat sich endlich der Grund für meine langen Beschwerden im Magen gefunden: Fructoseintoleranz :-(

Seit Jahren schon habe ich im Büro viel Obst und Gemüse gegessen da man als durchweg sitzender Mensch ja auch nicht allzuviel an Kalorien verbraucht. Auch vor dem Sport war ein Apfel und eine banane eigentlich normal - prima, das fällt ja nun aus.

Das Problem ist, ich weiß nicht was ich essen soll - meine Hausärztin meinte alles außer Obst - die Gastroentrologin ging soweit alles mit Zucker, Süßstoff zusätzlich zu verbieten.

Tja, aber was bleibt da ?? Mir kommen die Reiswaffeln als Snack zwischendurch nämlich langsam an den Ohren raus.....

Hat hier jemand Erfahrung damit und kann mir ein paar Tips geben ??

Schon mal vielen Dank und liebe Grüße

Frauke

Antworten
jxn


Hallo Frauke,

Die Früchte wegzulassen ist der falsche Weg, denn die Früchte sind natürlich nicht die Ursache dafür, daß sein Organismus mit Fructose nicht richtig umgehen kann. Wenn der Stoffwechsel die Fructose nicht richtig verarbeiten kann, dann hat das ja einen Grund. Um die Fructose verarbeiten zu können, müssen viele andere Stoffwechselvorgänge in deinem Organismus richtig ablaufen. Funktionieren diese nicht mehr richtig, dann zeigt sich das zwar in einer andersartigen Reaktion auf Fructose, aber dafür kann die Fructose ja nichts.

Die Frage, die du beantworten müsstest, wäre also: Was fehlt meinem Stoffwechsel, so daß er mit der Fructose nicht mehr richtig umgehen kann?

Worauf sich die nächste Frage anschließt: Was immer es ist - warum fehlt es meinem Stoffwechsel? Kann er es nicht herstellen oder fehlt es in meiner Ernährung?

Vielleicht wäre es eine gute Idee, wenn du mal deine Ernährung kritisch hinterfragst. Wenn du bspw. vorrangig von Obst gelebt hast, dann ist ein Mangel an B-Vitaminen fast zwangsläufig die Folge...

Die Gastroenterologin ist schon auf dem richtigen Weg. Allerdings hätte sie 'Fabrikzucker' sagen sollen.

k(iraxfe


Hallo jn,

die Gastroentrologin erklärte es mir so das im Dünndarm ein Transponder (Glut 5 oder so )nicht richtig funktioniert. Dieser wäre dafür verantwortlich das Fructose zersetzt und weitergeleitet wird. Durch den Defekt gelangt Fructose nun im ganzen in den Dickdarm und wird da natürlich falsch zersetzt wodurch Durchfall, Blähungen und Magenkrämpfe entstehen. Das einzige Mittel ist halt alles an Zuckersorten zu meiden....

Ich habe mich früher eigentlich meines erachtens nach gesund ernährt: viel Vollkornprodukte, natürlich Obst und Gemüse, ganz selten fleisch und mäßig Milch Produkte. Fast Food eigentlich nie und auch nur selten Fertigessen...Das Problem ist halt das Zucker in irgendeiner Art überall zugesetzt ist, selbst mein Müsli Riegel zwischendurch ist gestrichen => enthält meist Fructosesirup oder halt Zucker - also was nun ??

Aber schon mal danke für Deine schnelle Rückmeldung....

LG

Frauke

bRer/nie-xa7s4


JN deine Aussagen sind gefährlich!

Du ratest jemanden, der eine Fruktoseintoleranz hat, Früchte zu essen.

Du stellst eine Menge Fragen, kannst kirafe selbst aber auch nicht sagen, wie sie die Fruktoseintoleranz wieder loswerden kann.

Liebe Kirafe,

ich weiß, das ist nun ein harter Schlag, ab nun Fruktose mehr essen zu dürfen. (eben auch Obst). Aber sei froh, du hast wenigstens eine Diagnose, du weißt, wie du deine Beschwerden loswerden kannst.

Substituiere das Obst durch Gemüse. Wenn deine Gastroentrologin meint, gar keinen Zucker mehr zu essen, dann ist das eine recht allgemeine Aussage, die allgemein gültig ist und nicht auf dich speziell zugeschnitten ist.

JN muss ich aber insofern Recht geben, wünschenswert wäre es natürlich die Fruktoseintoleranz selbst wieder loszuwerden, aber wie das geht kann ich dir auch nicht sagen, über die Möglichkeiten kann dich vielleicht ein guter Ganzheitsmediziner aufklären.

Aber bis es soweit ist, würde ich keine Fruktose mehr essen.

jxn


Hallo Frauke,

> die Gastroentrologin erklärte es mir so das im Dünndarm ein

> Transponder (Glut 5 oder so) nicht richtig funktioniert. Dieser

> wäre dafür verantwortlich das Fructose zersetzt und

> weitergeleitet wird. Durch den Defekt gelangt Fructose nun im

> ganzen in den Dickdarm und wird da natürlich falsch zersetzt

> wodurch Durchfall, Blähungen und Magenkrämpfe entstehen.

Ja, so kenne ich das auch. Des Rätsels Lösung liegt aber in der Frage, warum denn dieser Transponder nicht richtig funktioniert. Das hat ja auch wieder Ursachen. Wenn du da weiterfragst, dann landest du entweder bei Schadstoffeinwirkungen auf den Organismus oder bei Ernährungsfehlern...

> Das einzige Mittel ist halt alles an Zuckersorten zu meiden...

Ich denke nicht, daß das allein ausreicht, aber es ist ein wichtiger Schritt.

> viel Vollkornprodukte, natürlich Obst und Gemüse, ganz selten

> fleisch und mäßig Milch Produkte. Fast Food eigentlich nie und

> auch nur selten Fertigessen... Das Problem ist halt das Zucker in

> irgendeiner Art überall zugesetzt ist,

Was darauf schließen läßt, daß entweder die Vollkornprodukte keine waren, denn Vollkorn und Fabrikzucker führt bei den meisten Menschen zu Verdaungsproblemen. Wobei ich mich da natürlich frage, ob diese Kombination nicht vielleicht sogar Ursache der Verdauungsprobleme ist...?

> selbst mein Müsli Riegel zwischendurch ist gestrichen =>

> enthält meist Fructosesirup oder halt Zucker - also was nun ??

Nunja, wenn du den Zucker streichst, dann bist du mit einem Bein sowieso schon in einer Vollwerternährung. Es wäre dann sinnvoll, das zweite Bein auch noch nachzuziehen... ;-)

Praktisch bedeutet das dann:

- Kein Fabrikzucker

- Vollkornmehle und daraus hergestellte Produkte statt Auszugsmehle

- Naturbelassene Öle und Fette statt Fabrikfette und raffinierter Öle

- Möglichst viel Frischkost (2/3 Gemüse und Blattsalate, 1/3 Obst)

- Täglich ein Frischkorngericht

- Keine Säfte oder gekochtes Obst.

Wenn die Ursache der Intoleranz in der Ernährung liegt (und das halte ich für sehr wahrscheinlich), dann wäre das die sinnvollste Behandlung. Die Vollwerternährung ist so gestaltet, daß der Stoffwechsel möglichst mit allem versorgt wird, was er benötigt. Wenn die Fehlfunktion des Transporters auf einen Mangel an biologischen Wirkstoffen zurückgeht, dann sollte diese Ernährung in der Lage sein, das wieder zu korrigieren.

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