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Ist zuviel milch eigentlich ungesund?

p(ac5ific5_oceaxn


PS: ich persönlich finde gelegentlich Milchprodukte oder Fleisch (wenn gute Qualität also möglichst Bio) weniger bedenklich als den dauerhaften Verzehr von Weißmehl (wozu auch die Vollkornbrote von den normalen Bäckern zählen!!!) sowie Zucker und schlechten Fetten (Fast Food ist also eine Kombination von allem schlechten, i.d.R. auch noch mit zuviel Salz und Aromastoffen). Dies ist denke ich dramatischer für die Gesundheit, als ein paar wenige Milchprodukte. Milch als Getränk lehne ich mittlerweile aber definitiv ab, nachdem was ich so gelesen habe.

D|ubis1tKE'uraxsien


>>

>>Es gibt eine Wahrheit, der man sich nähert, wenn man skeptisch bleibt und alles, inkl. das, was man bereits für die Wahrheit hält, hinterfrägt. <<

Zitat:

Kannst du mir das bitte genauer erklären?

Vielen Dank<<

Das bedeutet, dass Du jede Menge unterschiedliche und oft widersprüchliche Informationen finden wirst, die Du auswerten musst, um an die echten Informationen zu kommen. Dabei musst Du logisch denken und persönliche Vorlieben nicht berücksichtigen, d.h. Du solltest z.B. ein Lebensmittel, über das Du noch nicht viel weißt, für gesund halten, nur weil Du es gerne isst oder weil Du oder andere es schon seit langer Zeit essen.

Womit wir beim zweiten Punkt wären; sei flexibel, nimm neues Wissen an und aktualisiere altes, wenn es sich als falsch erweist.

Zum Thema:

[[http://www.realmilk.com/why_de.html]]

jxn


@marika stern

> was müßten meine tochter und ich dann als viel-milch-trinker

> alles haben?

Milch verusacht keine Krankheiten, daher gibt es nichts was du und deine Tochter 'haben müßten'. Milch trägt zum einen zu einer Eiweißüberernährung bei, wie stark hängt von der restlichen Ernährung ab. Zum anderen ist das tierische Eiweiß in der Milch ein erheblicher Belastungsfaktor für den Eiweißstoffwechsel. Das wirkt sich dann aus, wenn man unter rheumatischen Krankheiten, Allergien oder einer gesteigerten Infektanfälligkeit leidet. Die Milch ist aber nicht Ursache dieser Krankheiten, sie werden durch eine jahrzehntelange Fehlernährung mit stark verarbeiteten Nahrungsmitteln verursacht.

> und trinkt bis heute jeden tag mindestens 350ml milch.

Frage dich doch mal, warum du ihr Kuhmilch gibst. Sie ist doch keine Kuh und eigentlich sollte sie nach ihrer Säuglingszeit doch andere Nahrung zu sich nehmen als die Säuglingsnahrung eines Kälbchens.

> wie erklärt ihr milchgegener euch, dass ich überhaupt noch lebe?

Siehe oben. Wir sind auch keine Milchgegner, wir stellen nur fest, daß der Mensch nicht dafür vorgesehen ist, nach seiner Säuglingszeit noch Milch zu konsumieren und daß die Milch bei diversen Krankheiten durchaus problematisch ist und zur Eiweißmast beiträgt (die sich dann durchaus langfristig in gesundheitlichen Nachteilen zeigt).

j`n


@träumchen

> hab mir jetzt nit alle beiträge durchgelesen, aber hab ne frage,

> ich bin 15 und trinke jeden tag 1-1,5l milch, is des jetzt schlimm?

Solange du sie verträgst und keine Krankheiten hast, bei denen man das tierische Eiweiß meiden sollte, ist das nicht schlimm.

Die ethische Frage mußt du für dich selbst beantworten, denn eine Kuh gibt ja nur dann Milch, wenn sie ein Kälbchen geboren hat. Die Milch bekommst du, das Kälbchen wird mit künstlichen Milchersatz aufgezogen und geschlachtet.

jxn


@pacific_ocean

> Milch steht halt im Verdacht nicht nur Allergien sondern auch

> Osteoropose zu erzeugen.

Das ist nicht ganz richtig. Milch verursacht weder das eine noch das anderen. Allergien und Osteoporose sind ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten, die durch den Verzehr von Fabrikzucker, Auszugsmehlen und Fabrikfetten verursacht werden. Bei der Osteoporose sind es vor allem der Fabrikzucker und das Auszugsmehl.

Die Milch fördert die Osteoporose, weil sie im Rahmen einer eiweißreichen Ernährung zu einer negativen Kalziumbilanz führt, dem Körper also zusätzlich Kalk entzieht. Bei Allergien liegt die nachteilige Wirkung der Milch in der zusätzlichen Belastung des Eiweißstoffwechsels, in dem ja auch das Immunsystem 'angesiedelt' ist.

> Das Problem ist v.a. das die Milch heute viel Phosphat enthält,

> das Calcium zieht, mehr als was sie liefert, also hat man am

> Ende ne negative Bilanz.

Das Phosphat verhindert, daß der Organismus das Calcium aufnehmen kann, dabei spielt das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphat (Ca/P Faktor) eine Rolle. Gleichzeitig ist das tierische Eiweiß der Milch säurebildend und diese Säure muß der Organismus mit Kalzium neutralisieren. Daher kann es bei einer ansonsten eiweißreichen Ernährung zu der negativen Kalziumbilanz kommen.

GclückwlichesB;ienchen


jn

Allergien und Osteoporose sind ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten, die durch den Verzehr von Fabrikzucker, Auszugsmehlen und Fabrikfetten verursacht werden.

Aber wie erklärst Du Dir dann die Ostheoporose bei den Leuten,die schon zu Kriegszeiten gelebt haben (jetzt also etwa 70-85 Jahre)?Da gab es doch kaum etwas zu essen und das,was sie hatten,war doch meist aus eigener Herstellung.

pyacifZic_oicexan


@ jn

Die Milch fördert die Osteoporose

So in etwa hatte ich es ja gemeint, aber danke für die kleine Korrektur *:), sind halt so kleine sprachliche Nuancen auf die man vielleicht achten sollte

@Glückliches Bienchen

Die Leute die jetzt 70-80 sind und im Alter Osteoporose bekommen haben, haben sich doch nach dem Krieg ganz normal wie der meiste Rest der Bevölkerung ernährt, mit Auszugsmehl und Industriezucker. Das heißt die paar Jahre, die sie sich während des Krieges anders ernährt haben, hatten nun nicht den extremen Einfluss. Übrigens hab ich mal gelesen, dass viele Krankheiten gerade während der Kriegszeiten verschwunden bzw. zurückgegangen sind (trotz des Hungers), weil die Leute weniger von den schlechten Sachen wie Zucker zur Verfügung hatten, es gab weniger Fleisch und viel Gemüse (in Form von Rüben usw. ). Zum Beispiel sollen Blinddarmentzündungen zurückgegangen sein, weil Ursache dafür unter anderem Ballaststoffmangel ist(ich weiß jn man sollte es lieber Faserstoffe statt Ballaststoffe nennen, aber die meisten können mit letzterem nun mal mehr anfangen :-). Durch das viele Gemüse nahmen sie nun mehr davon auf. Keine Ahnung was dran ist, hab es nur mal irgendwo gelesen.

j n


@GluecklichesBienchen

> Aber wie erklärst Du Dir dann die Ostheoporose bei den Leuten,

> die schon zu Kriegszeiten gelebt haben (jetzt also etwa 70-85

> Jahre)? Da gab es doch kaum etwas zu essen und das, was sie

> hatten, war doch meist aus eigener Herstellung.

Die Ernährungsfehler wirken sich nicht sofort aus, ernährungsbedingte Krankheiten benötigen Jahrzehnte, bis sie sich in den entsprechenden Symptomen zeigen. Ohne Vorbelastung dauert es im Schnitt 20 Jahre...

Sicherlich haben die Menschen vor dem Krieg gesündere Produkte verzehrt, allerdings gab es zu dieser Zeit auch schon Auszugsmehl und Fabrikzucker. Die Kriegsjahre waren sowieso durch Entbehrungen gekennzeichnet, aber in den Jahren danach, als es mit der Wirtschaft wieder aufwärts ging, wollten doch alle wieder ein süßes Leben führen. Fabrikzucker und das weiße Mehl waren wieder überall verfügbar, die Kalorienlehre sorgte zusätzlich dafür, daß gerade diese Nährstoffkonzentrate als besonders gesund und kräftigend beworben wurden. Die Margarine wurde als angeblich gesündere Alternative zur Butter in den Markt gedrückt, die Nahrungsmittelindustrie entwickelte sich und die Fertigprodukte kamen langsam auf.

Da verwundert es doch nicht weiter, daß die Osteoporose in dieser Altersgruppe weit verbreitet ist...

AFkBashRa767


Sorbit(ol) Richtigstellung

Wie ist Sorbitol in der veganen Kost zu bewerten?

Süßstoffe werden weitestgehend abgelehnt in der Vollwertküche, da viele umstritten sind (wie das bei den Veganern ist, weiß ich nicht). Gerade bei Sorbit hatte meine Oma neulich schlechte Erfahrungen. Bei ihr wurde Diabetes im Anfangsstadium festgestellt und sie wollte sich Diabetekermarmelade kaufen, da war Sorbit drin. Sie hat nur einen kleinen Löffel gegessen und ist vom Klo nicht mehr runtergekommen. Das sagt alles finde ich.

In der Vollwertküche ist die süße aus Früchten erlaubt (also zum Beispiel pürierte Banane im Frühstück), Trockenfrüchte und Honig, allenfalls noch Stevia, aber das weißt du wahrscheinlich wenn du dich vollwertig ernährst. Bei Diabetekern wird auch mal noch Süßstoff zugestanden (macht zumindest Bruker in seinen Büchern), aber es ist besser man ist sparsam damit.

Ich glaube hier geht einiges durcheinander. :-) Zwar wird Sorbitol oft von der Industrie als Süßungsmittel verwendet, allerdings ist es auch natürlicherweise in vielen Früchten vorhanden. Einen hohen Sorbitanteil haben Birnen, Pflaumen, Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Rosinen sowie sämtliches Trockenobst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass darauf in der Vollwerküche verzichtet wird. Wahrscheinlich meist du damit Sobit aus industrieller Herstellung, das leider mittlerweile sehr oft eingesetzt wird, obwohl ein Verzehr über 20g/Tag zu Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen führen können. Diese Menge kann z.B. in 30g Diätkonfitüre enthalten sein.

Quelle: Wikipedia

Zum Thema Milch: Ich bin der Meinung, dass Kuhmilch den Kälbern gehört. Wenn, dann sollte sie in Maßen genossen werden und nicht täglich literweise. Das ist weder gesund noch notwendig.

Z6a0ub(ermanxn


Das Osteopörose hier vermehrt auftaucht hängt neben dem Krieg auch mit dem hohen Alter zusammen dass hier erreicht wird.

kann es nicht sein, dass menschen so unterschiedlich und anpassungsfähig sind, dass sämtliche ernährungstheorien totaler quatsch sind und man immer nur vom individuum ausgehen kann?

Genau. Im Norden waren die Menschen tausende von jahren auf Milch als einzige Vitamin D Quelle im Winter angewiesen. Deshalb vertragen Menschen aus dem Norden den Milchzucker auch noch im Erwachsenenalter im gegensatz zu den meißten Afrikanern und Asiaten.

Wer weiß, was sich noch angepasst hat. Die massai z.B ernähren sich überwiegend von Milch und Rinderblut. Auch hier geht man von einer genetischen Anpassung aus.

jn, worauf stützt Du denn Deine Überzeugungen zum Kalziumdieb Milch?

pGacifi2c_oxcean


@ akasha

Ich kann mir nicht vorstellen, dass darauf in der Vollwerküche verzichtet wird. Wahrscheinlich meist du damit Sobit aus industrieller Herstellung, das leider mittlerweile sehr oft eingesetzt wird

Ja ich hatte die Frage so verstanden, da das künstliche gemeint ist. Früchte sind in der Vollwertküchen natürlich immer willkommen.

jxn


@Zaubermann

> Das Osteopörose hier vermehrt auftaucht hängt neben dem

> Krieg auch mit dem hohen Alter zusammen dass hier erreicht

> wird.

Das mag sein, ändert aber nichts an der Ursache dieser Krankheit. Es gibt keine altersbedingten Krankheiten, es gibt nur Krankheiten, die im Alter auftreten. Sie haben aber - wie allen anderen Krankheiten auch - Ursachen in der Lebensführung des einzelnen.

> Wer weiß, was sich noch angepasst hat. Die massai z.B

> ernähren sich überwiegend von Milch und Rinderblut.

Und nicht von Fabrikzucker und Auszugsmehlen...

> jn, worauf stützt Du denn Deine Überzeugungen zum

> Kalziumdieb Milch?

Auf entsprechende Studien, die sehr schön zusammengefaßt in John Robbins "Ernährung für ein neues Jahrtausend" zu finden sind.

Gflück^lichesBGienchen


Aber pauschalisieren kann man das Ganze trotzdem nicht. :-p

Z!aubMermadnn


Das Buch ist ja aber vom Inhalt her 20 Jahre alt. Also ich da nicht so überzeugt von der Schädlichkeit der Milch. Es bleibt für mich eine Spekulation.

ZJauHber&mann


... oder auch der Nicht-Nützlichkeit

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