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Ist zuviel milch eigentlich ungesund?

jSn


@Zaubermann

> Das Buch ist ja aber vom Inhalt her 20 Jahre alt.

Die Newtonschen Gesetze sind noch älter und du zweifelst auch nicht an der Schwerkraft... ;-)

Es wäre doch schlimm, wenn Erkenntnisse ein Verfallsdatum hätten.

Ztauboermanxn


Naja, das haben sie in der Praxis aber wirklich. Gerade in den Ernährungswissenschaften. ;-)

Und selbst Newtons Gesetze sind ja auch nurmehr eine bestimmte spezielle Betrachtungsweise aus Sicht der modernen Quantenphysik.

Gibt es denn Erfahrungen, dass das Weglassen von Milch etwas verbessert hat? Zum Beispiel Allergien?

Und wie ist es mit Rohmilchkäse? Das Eiweiß wurde ja nicht erhitzt, sollte also in vollem Umfang aufschließbar sein. Das ist doch eine Eiweißquelle, wenn auch tierischen Usprungs.

jin


@Zaubermann

> Gibt es denn Erfahrungen, dass das Weglassen von Milch etwas

> verbessert hat? Zum Beispiel Allergien?

Ja, definitiv. Allein das Weglassen des tierischen Eiweißes (nicht nur der Milch) verbessert das Beschwerdebild bei Allergien und diversen anderen Krankheiten deutlich. Allerdings reicht das alleine natürlich nicht aus, weil das tierische Eiweiß nicht Ursache der Krankheiten ist. Es gehört daher auch immer die Beseitigung der Ursache durch eine entsprechende Ernährungsumstellung dazu.

> Und wie ist es mit Rohmilchkäse?

Er ist in diesen Fällen genauso nachteilig. Die nachteilige Wirkung entsteht direkt durch das artfremde Eiweiß, nicht durch die Denaturierung beim konventionellen Käse.

azbu ?dawxud


@jn

dann bin ich wohl die "berühmte" ausnahme. da ich weiterhin milch konsumiere. und mich durch eine an anderer stelle beschriebene vollwerternährung ernähre.

trotzdem sind meine allergien fast vollständig verschwunden.

dh eine habe ich noch nicht "ausgetestet". :-p

jxn


@abu dawud

> dann bin ich wohl die "berühmte" ausnahme. da ich weiterhin

> milch konsumiere. und mich durch eine an anderer stelle

> beschriebene vollwerternährung ernähre.

Nein, du bist keine Ausnahme. Ich habe auch dreißig Jahre lang eine Allergie gehabt, die nach der Umstellung auf Vollwerternährung innerhalb von drei Jahren verschwand - obwohl ich weiterhin Käse gegessen und Milch (in Maßen) getrunken habe. Möglicherweise wäre es schneller gegangen, wenn ich das auch noch gemieden hätte, aber das kann man im Nachhinein natürlich nicht sagen. Das ist bei jedem anders und hängt wohl davon ab, wie stark und an welchen Stellen der Stoffwechsel beeinträchtigt ist. Generell ist das tierische Eiweiß aber ein Belastungsfaktor und daher sollte jemand, der eine Allergie hat, das erst einmal meiden, um schnell Erfolge zu haben. Später kann er das ja wieder in die Ernährung einbauen, wenn es keine Probleme macht.

Aber ich wußte gar nicht, daß du dich auch vollwertig ernährst - das muß mir entgangen sein..

a~bu Ndawud


@jn

das was du vollwertig nennt, heißt bei mir vegane ernährung.

das was ich vollwertig nenne, würdest dir nicht weit genug gehen.

Die Grundsätze meiner "Vollwert-Ernährung" lauten:

1. lakto-ovo-vegetabilen Ernährung.

2. Die Lebensmittel sollen möglichst wenig bearbeitet werden.

3. Etwa die Hälfte der Kost soll aus Rohkost bestehen.

4. Die Speisen sollen frisch, mit wenig Fett und genussvoll zubereitet werden.

5. Auf Nahrungsmittel mit Zusatzstoffen sollte verzichtet werden.

6. Mithilfe bestimmter Technologien gewonnene Nahrungsmittel (Gentechnik, Bestrahlung, "Food Design") sollten vermieden werden.

7. Alle Erzeugnisse sollten möglichst aus anerkannter ökologischer Landwirtschaft stammen.

8. Die verwendeten Produkte sollten möglichst aus der Region (damit gleichbedeutend auch entsprechend der Saison) bezogen werden.

9. Unverpackte oder umweltschonend verpackte Lebensmittel werden bevorzugt.

10. Durch Verwenden umweltverträglicher Produkte Verminderung der Schadstoffemission.

11. Geringer Verzehr tierischer Lebensmittel und damit geringere Veredelungsverluste.

12. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, die sozial verträglich hergestellt, verarbeitet und vermarktet werden, sollten bevorzugt werden.

dh. bei uns gibt es 2 - 3 fleisch die woche.

[[http://www.rezeptesammlung.net/vollwertindex.htm?vollwert_rechts.htm]]

hier ein parr rezeptvoschläge

ahbu dqaHwxud


auch wenn wir noch einige der nicherwünschten nahrungsmittel zu uns nehmen. ;-)

j,n


@abu dawud

Klingt im großen und ganzen nach der Gießener Definition der Vollwerternährung...

> das was du vollwertig nennt, heißt bei mir vegane ernährung.

Vegan würde ja tierische Produkte generell ausschließen. In der Vollwerternährung kommen sie aber vor. Eventuell meidet man das tierische Eiweiß, wenn das Krankheiten erforderlich machen, aber vegan ist das ganze nicht.

> das was ich vollwertig nenne, würdest dir nicht weit genug gehen.

Ich finde im wesentlichen machen wir schon das gleiche. Die Vollwerternährung ist ja keine strikte Vorgabe, sondern mehr eine Leitlinie. Jeder setzt das so konsequent um, wie er es für richtig befindet.

GVlückli7chesBpienchexn


jn

trotzdem sind meine allergien fast vollständig verschwunden

Und das innerhalb eines Jahres.Ich muß das schlieslich wissen. ;-)

Klingt im großen und ganzen nach der Gießener Definition der Vollwerternährung...

Kannst Du diese Definition mal genauer definieren ???

Und noch eine kleine Anmerkung:

So,wie Du Deine Vollwerternährung hier rüberbringst,klingt es gaaaaaaanz dolle nach veganer Ernährung und nicht nach lakto-ovo-vegetabilen Ernährung.

p]acifiYc_otcean


So weit ich weiß, darf man bei veganer Kost keine tierischen Produkte essen. Jn isst aber sowohl Käse, als auch Butter, Sahne und Eier. Er hat mal geschrieben er ist Vegetarier mit Hang zum Veganismus.

Das er zum Beipiel Milchprodukte nicht lobt und eher abrät, ist ja nur um den Leuten überhaupt erst einmal das Problem begreiflich zu machen und meistens fragen ja auch welche, bei denen ein tierischer Eiweißverzicht zunächst einmal anzuraten wäre. So lange man alles in Maßen und nicht in Massen macht, sind viele Dinge in der Vollwertküche erlaubt, je nach dem was man eben auch erreichen will, es ist keine Diät. Wer gesund ist und sich nur besser ernähren will braucht halt nicht so viel umstellen wie jemand der zum Beipiel Neurodermitis oder andere Allergien hat.

Am besten wäre es natürlich, die Menschen würden sich ausschließlich aus den Spalten 1 und 2 der Kollathtabelle ernähren, solche Menschen gibt es, das sind Rohköstler (von denen es dann auch wieder veganer, vegetarier oder nicht vegetarier gibt, wobei was ich bisher mitbekommen habe, die veganen Rohköstler nicht unbedingt gesund leben, da häufig Mangelerscheinungen auftreten. Aber gerade bei den anderen hat es häufig Krebsheilungen gegeben, bei Leuten die schon längst von der Medizin aufgegeben wurden. Allerdings kenne ich hier niemanden persönlich, der so eine Heilung erfahren hat, deshalb ist man erst einmal skeptisch.

Das Problem ist ganz einfach, dass für die Masse der Leute reine Rohkost nicht in Frage käme und da ist Vollwertkost der Kompromiss zu dem die meisten wohl noch bereit wären.

C/a>rlxita


@ jn

Ich hätte da eine Frage. Ich bin kein grosser Milchprodukte-Esser. Ich esse nur Butter und den 10 %-fetten Naturjoghurt. Butter ist ja pures Fett und mein Joghurt hat nur 3 g Eiweiss pro 100 g. Wie du zu der guten Butter stehst, weiss ich ja schon, aber was ist mit fettem Joghurt (ohne Zusatz)?

LG Carlita

jZn


@Carlita

> Ich bin kein grosser Milchprodukte-Esser. Ich esse nur Butter

> und den 10 %-fetten Naturjoghurt. Butter ist ja pures Fett

Nicht ganz - 82% wenn ich mich recht erinnere...

> und mein Joghurt hat nur 3 g Eiweiss pro 100 g. Wie du zu

> der guten Butter stehst, weiss ich ja schon, aber was ist mit

> fettem Joghurt (ohne Zusatz)?

Der Eiweißanteil im Joghurt ist höher und man ißt auch mehr davon als von der Butter. Deshalb nimmt man beim Joghurt mehr tierisches Eiweiß auf.

Solange du aber keine Krankheit hast, bei der du das tierische Eiweiß meiden müßtest, spielt das keine Rolle, also laß dir den Joghurt ruhig schmecken. :-)

BHluxete


@ jn

Wodurch deckst Du denn Deinen täglichen Eiweißbedarf, wenn Du tierisches Fett meidest? Pflanzliches Eiweiß, wie es z.B. in Bohnen oder Linsen vorkommt, ist doch biologisch nicht so wertvoll wie tierisches Eiweiß.

B]luetxe


Sollte natürlich tierisches Eiweiß heißen. Sorry.

jrn


@Bluete

> Wodurch deckst Du denn Deinen täglichen Eiweißbedarf,

> wenn Du tierisches Eiweiß meidest?

Durch die Frischkost, das Getreide und die Nüsse, Kerne und Saaten.

> Pflanzliches Eiweiß, wie es z.B. in Bohnen oder Linsen vorkommt,

> ist doch biologisch nicht so wertvoll wie tierisches Eiweiß.

Die Theorie von der biologischen Wertigkeit hält sich leider sehr hartnäckig. Francis Morre Lappe, die das damals in ihrem ersten Buch (Diet for a small planet) aufgebracht hat, wollte damit eigentlich nur zeigen, daß im pflanzlichen Eiweiß ebenfalls alle Aminosäuren enthalten sind, aber leider wurde das falsch interpretiert und jeder dachte plötzlich, man müsse pflanzliche Eiweiße kombinieren, um auf die angeblich höchste Wertigkeit von Ei-Eiweiß zu kommen. Sie hatte das damals in einem weiteren Buch richtiggestellt, aber da war das schon in das Allgemeinwissen eingesickert.

Die Sache mir der angeblich höchsten Wertigkeit des Ei-Eiweißes wurde übrigens in Rattenversuchen gewonnen, die sich nicht auf Menschen übertragen lassen. Das hatte auch die WHO erkannt und später ein neues Konzept zur Eiweißwertigkeit vorgestellt, das besser auf den Menschen ausgerichtet ist..

Tatsächlich ist das pflanzliche Eiweiß genauso wertvoll wie das tierische. Es enthält ebenfalls alle essentiellen Aminosäuren, wenn auch in unterschiedlichen Mengenverhältnissen. Da man sich aber nicht ausschließlich nur von bspw. Spinat ernährt, spielt das keine Rolle. Das pflanzliche Eiweiß ist im Grunde sogar wertvoller, weil es im Gegensatz zum tierischen in der Regel unerhitzt verzehrt wird. Durch Hitze denaturiert das Eiweiß und ist dann je nach Schädigungsgrad nicht mehr oder schlechter für den Organismus verwertbar.

Was die Eiweißmenge angeht, so benötigt der Mensch selbst in der Wachstumsphase (als Säugling) nur rund 2% Eiweißanteil in der Ernährung - das ist der Eiweißanteil der Muttermilch. Man kann also davon ausgehen, daß der beim Erwachsenen mit seinem Erhaltungsstoffwechsel nötige Eiweißanteil darunter liegt. Der Eiweißanteil pflanzlicher Nahrung liegt im Schnitt ebenfalls bei 2%, man ist damit also gut versorgt.

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