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Ist zuviel milch eigentlich ungesund?

p8acif%ic_ocexan


@ Bluete

Also die Bio-Milch die ich hole (weniger für mich als für den Rest der Familiy) gibt es nur mit 3,7% Fett. Im Bioladen gibt es auch 1,5%ige Milch, allerdings homogenisiert, entrahmte also 0,3%ige hab ich noch nicht gesehen. Was verträgst du denn an der fetten Milch nicht?

Die Bio-Milch die ich hole kostet 79 cent der Liter. Ich finde man sollte sich mal überlegen, das manche Milch mit 49 cent gegenüber manchem Markenwasser billiger ist, dass kann doch eigentlich nicht sein, wenn man bedenkt, dass dazu ein Lebenwesen gehalten werden muss. Man sollte nicht nur an sein Portemonaie, sondern auch mal an die Tiere denken. Soll jetzt kein Angriff auf dich sein ;-), sondern nur mal ein Denkanstoß für alle. Mir tun die Tiere in Massentierhaltung echt leid. :°( Dann lieber paar cent mehr ausgeben.

MEonanJtoxnia


Milch ist gar nicht so gesund...

Ich höre immer wieder von Leuten, die an Osteoporose erkrankt sind und doch ihr Leben lang immer viele Milchprodukte gegessen haben und viel viel Milch getrunken haben. Es gibt, soweit ich weiß, bereits Erkenntnisse, dass Milch die Knochen eher sogar entkalkt als sie stabil zu machen.

j`n


> Es gibt, soweit ich weiß, bereits Erkenntnisse, dass Milch die

> Knochen eher sogar entkalkt als sie stabil zu machen.

Milch zu trinken um stabile Knochen zu bekommen ist ähnlich erfolgversprechend wie Haare zu essen, um einer Glatzenbildung vorzubeugen...

Die Knochen werden permanent von knochenbildenden Zellen aufgebaut und an anderer Stelle wieder abgebaut. Dazu ist nicht nur Baumaterial (Calcium u.a.) nötig, sondern auch gesunde Bauarbeiter. Bei der Osteoporose gibts zwar jede Menge Baumaterial, aber die Arbeiter sind krank. Und da macht es auch keinen Sinn, noch mehr Baumaterial anzuliefern...

Die Entkalkung findet statt, weil die heute übliche Ernährung sehr eiweißreich ist. Zusammen mit dem Eiweißanteil der Milch und dem eher ungünstigen Ca/P Verhältnis führt das dazu, daß in der Regel mehr Calcium ausgeschieden wird, als aufgenommen und verwertet werden kann. Die Osteoporose wird aber nicht duch Milchverzehr verursacht, sie ist eine typische ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit, deren Hauptursachen im Verzehr raffinierter Kohlenhydrate liegen. Die Milch trägt nur einen kleinen Teil dazu bei.

AXnir=attxha


Wenn fast alle Zivilisationskrankheiten hausgemacht - sprich auf Fabrikzucker, etc. zurückzuführen sind, und sich der überwiegende Teil der Bevölkerung ungesund ernährt, wie erklären sich dann dennoch die massiven Unterscheide in der Lebenserwartung einzelner? Und wie erklären sich die Ergebnisse von Studien, die die positiven Effekte gesunder Ernährung im klassichen Sinne, die aus jns Sicht aber ebenfalls ungesund ist, rausstellen (ich meine z.B. [[http://www.geo.de/GEO/medizin_psychologie/wellness/service/2004_10_GEO_ernaehrung/index.html?linkref=geode_teaser_medium_text&SDSID=]])

Ist wirklich alles schwarz - weiß oder gibt es auch Graustufen ??? Gibt es nur

gesund:= nur eine einzige Ernährungsform verhindert Zivilisationskrankheiten;

ungesund:= alles andere, egal, in welcher Ausprägung

Ist es nicht viel mehr eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Lebesweise - also nicht nur Ernährung sondern auch Sport und Umgang mit Stress?

Meiner Meinung ist die Erkenntnis über den genetsichen Einfluss auf Krankheiten viel zu wenig erforscht. Warum gibt es Leute, die viel Fett essen, übergewichtig sind, sich kaum bewegen und trotzdem traumhafte Blutwerte haben und im hohen Alter noch gesund sind, während andere bei deutlich günstigerer Lebensweise deutlich ungesünder sind?

Gibt es eigentlich Studien zu der hier propagierten Ernährungsform? Werden Leute die Fabrikzucker, etc. meiden wirklich signifikant älter als Leute, die sich klassisch gesund ernähren (sprich wenig Fett, viel Obst und Gemüse - aber mit normal im Handel erwerblichen vermeintlichen Vollkornprodukten und Industriezucker) und sind sie wirklich signifikant gesünder?

VG,

Aniratha

uDRzeLxLe


Generationen

Das liegt einfach daran,dass die vorigen Generationen dieser Leute diese Ernährungsfehler einfach nicht gemacht haben und dass dadurch die Gene nicht vorbelastet sind. Die Kinder dieser Leute die sich jetzt schlecht ernähren aber selbst gesund bleiben werden dieses Glück nicht mehr haben. Außerdem beschäftigte sich Dr.M.O. Bruker genauso mit lebensbedingten Krankheiten wie ernährungsbedingten.Es ging ihm um die ganzheitliche Gesundheit und nicht nur um einen Faktor,die Ernährung.

ZBaubekr6maxnn


Ich glaube dass viel Märchen erzählt werden. Dazu zählt aber auch der Brigitte Link. Woher wollen die denn diese genauen Angaben haben? Aus einer Studie? Das ist doch Lächerlich. Es gibt wirklich nicht viel Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs, wenn man mal die jüngsten Studien liest.

In der Ernährungsberatung spielen Studien eine große Rolle. Die werden aber meist so hingebogen, dass es auf Linie passt.

Auch das das Übergewicht gemessen im BMI so ungesund ist, ist ein Märchen.

Gefährlich ist nur ein schlechtes Taillen-Hüft verhältnis bei Männern und das entsteht vor allem durch Stress.

Ich finde aber dass die von JN Propagierte Vollwerternährung durchaus weniger rigide und einfacher einzuhalten ist als jetzt zum Beipiel die Brigitte Empfehlungen. Gut wenn man jetzt Roggen nicht mag oder rohe Paprika nicht verträgt, dann lässt mans eben weg und nimmt was anderes.

Ich denke auch dass Verträglichkeit und Reaktion auf verschiedene Lebensmittel sehr unterschiedlich ist je nach genetischer Austattung e.t.c.

Mein Kriterium ist, dass ich mich mit einer Vollwerternährung einfach fitter und besser fühle. Krebs hat viele Ursachen und sicher nicht nur die Ernährung. Es kann Zufall sein, Viren, Stress, Umweltgifte, zuviel Strahlung zur falschen Zeit, zu wenig Schlaf e.t.c.

Aber eine gute Ernährung hilft, sich besser zu fühlen und Stressresistenter zu sein und führt damit zu einem besseren Imunsystem und besserem Schlaf.

j n


@Aniratha

> Wenn fast alle Zivilisationskrankheiten hausgemacht - sprich auf

> Fabrikzucker, etc. zurückzuführen sind, und sich der

> überwiegende Teil der Bevölkerung ungesund ernährt, wie

> erklären sich dann dennoch die massiven Unterscheide in der

> Lebenserwartung einzelner?

Die Lebenserwartung hängt zwar noch von anderen Faktoren ab (Genetik, Lebenplanung), wird aber natürlich durch Krankheiten wie Herzinfarkt oder Krebs direkt verkürzt. Die Unterschiede erklären sich vor allem durch die jeweils unterschiedliche Konstitution. Ernährungsbedingte Krankheiten treten mit jeder Generation früher auf, die Kinder kommen also mit einer Vorbelastung zur Welt. Je nachdem, wie gesund die Vorfahren gelebt haben, gibt es daher deutliche Unterschiede in den Krankheitsfällen und damit auch der Lebenserwartung.

> Ist wirklich alles schwarz - weiß oder gibt es auch Graustufen

> Gibt es nur gesund:= nur eine einzige Ernährungsform

> verhindert Zivilisationskrankheiten; ungesund:= alles andere,

> egal, in welcher Ausprägung

Es gibt natürlich auch alle Graustufen dazwischen. Generell kannst du von einem Kernpunkt ausgehen: Je naturbelassener die Nahrung, umso geringer das Krankheitsrisiko und umso höher die Lebenserwartung. Natürlich gehen auch Ernährungen wie die in dem Link beschriebene in die richtige Richtung und das wird auch in solchen Erhebungen deutlich. Ob die Konsequenz dann im Einzelfall ausreicht, um eine Krankheit zu verhindern, ist dann wieder eine andere Sache. Deshalb ist es so wichtig, zu erkären, welche Ernährungsfehler genau zu den Krankheiten führen. Wie konsequent das dann jeder umsetzt, muß jeder selbst entscheiden.

Den Effekt sieht man beispielsweise auch beim Thema Übergewicht sehr schön: Ernährungsformen wie Montignac, Trennkost oder auch der neue Atkins funktionieren bei einigen ja durchaus. Die Erklärungen sind zwar falsch, aber die zugrundeliegende Ernährung geht in die richtige Richtung. Da es aber - wie bei den Brigitte Link - nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ist, reicht die Konsequenz dann für viele nicht aus.

> Ist es nicht viel mehr eine Kombination aus genetischer

> Veranlagung und Lebesweise - also nicht nur Ernährung

> sondern auch Sport und Umgang mit Stress?

Natürlich. Es sind immer die gesamten Lebensumstände. Du kannst bspw. einen Übergewichtigen nicht auf Ernährungsebene beraten, ohne auch bspw. die Frage zu stellen, wovor er sich schützen möchte. Wir sind leider mittlerweile gewohnt, beim Arzt immer auf die Krankheit reduziert zu werden, aber letzten Endes gehört zu einer erfolgreichen Behandlung immer die Berücksichtigung des ganzen Menschen.

> Meiner Meinung ist die Erkenntnis über den genetsichen

> Einfluss auf Krankheiten viel zu wenig erforscht.

Ist der denn wichtig? Was wäre gewonnen, wenn wir mehr darüber wüßten? Für rund 80% der Krankheiten sind die Ursachen bekannt - sie liegen in einer Fehlernährung. Der Rest geht auf Lebensprobleme oder Schadstoffeinwirkungen zurück.

> Warum gibt es Leute, die viel Fett essen, übergewichtig

> sind, sich kaum bewegen und trotzdem traumhafte

> Blutwerte haben und im hohen Alter noch gesund sind,

> während andere bei deutlich günstigerer Lebensweise

> deutlich ungesünder sind?

Das ist der Effekt der oben erwähnten Konstitution. Hinzu kommen zwei andere Effekte: Zum einen benötigen diese Krankheiten 15-20 Jahre, um sich in spürbaren Symptomen zu manifestieren, zum anderen erzeugt die gleiche Fehlernährung nicht bei jedem die gleiche Krankheit. Je nach Konstitution, also je nachdem an welcher Stelle der Stoffwechsel am anfälligsten ist, entstehen unterschiedliche Krankheiten. Der eine entwickelt ein sofort sichtbares Übergewicht, der andere einen Diabetes oder Herzinfarkt - Krankheiten, die sich erst dann zeigen, wenn es bereits zu spät ist.

> Gibt es eigentlich Studien zu der hier propagierten

> Ernährungsform?

Keine aktuellen. Da diejenigen, die Studien finanzieren - Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie - natürlich kein Interesse an einer Studie haben, die die Überflüssigkeit der eigenen Produkte zeigt, existiert so etwas leider nicht. Man kann aber den Effekt von "je naturbelassener, umso gesünder" in jeder aktuellen Ernährungsstudie bestätigt finden. Historisch gesehen gibt es etliche bestätigende Untersuchungen, bspw. bei Kollath, Cleave&Campbell, Yudkin, Bernasek, Katase, Dahm, Lutz, usw... Sehr deutlich zeigen die Zusammenhänge auch die Aufzeichnungen von Weston Price ("Gefährdete Menschheit", Albert.v.Haller, Hippokrates)

F}lip_hFlxop


as liegt einfach daran, dass die vorigen Generationen dieser Leute diese Ernährungsfehler einfach nicht gemacht haben und dass dadurch die Gene nicht vorbelastet sind.

Die Lebensweise verändert doch die Gene nicht... Die sind von Geburt an festegelet.. Oder hab ich in Bio damals gepennt?

jxn


@Flip_Flop

> Die Lebensweise verändert doch die Gene nicht... Die sind

> von Geburt an festegelet.. Oder hab ich in Bio damals gepennt?

Nein, du hast schon Recht. Man spricht leider umgangssprachlich auch oft von Vererbung, wenn eigentlich gar keine im Spiel ist. Der Mechanismus ist aber ein anderer: Das ungeborene Kind teilt sich ja den Kreislauf mit der Mutter und wenn dort Mangel herrscht, dann wächst das Kind bereits mit einem Mangel auf und entwickelt entsprechende Krankheiten viel früher.

Trer2ran(exr


@ Flip_Flop

Die Gene sind von Geburt an festgelegt, können aber durch äußerliche Einwirkungen verändert werden. Man spricht hier von induzierter Mutation. Dieser Effekt lässt sich theoretisch auch mit einer veränderten Lebensweise erzielen. Genauere Zusammenhänge werden derzeit noch erforscht.

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