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Massiver Ferritin mangel sowie leichter Eisenmangel

Z0auberm\anxn


@ Strauch:

Wie Du schreibst, hast Du tatsächlich eine relativ Eisenarme Ernährung. Guck mal in Nährwert - Tabellen wo überall viel Eisen drin ist. Wie gesagt Haferflocken und Hirse sind gut allgemein Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.

@agnes:

Mich würde auch eine kritische Diskussion interessieren. Schade dass Du keine Argumente bringst.

Ich werde dem Administrator bitten, jns Beitrag zu entsperren. ich halte die Quarantäne für keinesfalls gerechtfertigt.

T4sara


Also ich finds ja oke, dass jn so auf die ernährung achtet.

mich würde aber wundernehmen ob du (jn)vollkommen auf andere ernährung verzichtest. also was machst du wenn du irgendwo eingeladen bist? oder an feiertagen mit freunden oder so?

in meinen augen ist das oke, wenn man sich so ernährt wie du. aber ich find, wenn man dann auch wirklich total auf andere ernährung verzichtet und einladungen von anderen nicht mehr annimmt, weil sie anders kochen, ist das genau so eine sucht wie andere süchte auch.

ich mein man kann ja den konsum von fabrikzucker in grenzen halten, aber ganz darauf verzichten? ich mein ne reihe schockolade bringt einem doch nicht um. man kann sein ganzes leben so darauf einstellen und viel investieren, und dann durch einen autounfall oder durch einen sturz aufn hinterkopf, oder durch eine genetisch bedingte krankheit sterben. ich will hiermit keineswegs sagen, dass das schlecht ist was du machst, ich möchte nur wissen, ob du wirklich so extrem lebst.

ich mein meine grossmutter ist zum beispiel 81 und topfit. sie hat immer gesund gelebt und auf nichts verzichtet.

a$gnexs


ok

1. redest Du oft Leuten ein, daß sie sich nicht-ernährungsbedingte Erkrankungen mit ihrer Ernährung selbst eingebrockt haben. Leuten Schuldgefühle einzureden, wenn es ihnen sowieso schon nicht gut geht, ist ziemlich böse. Es gibt sehr viele Krankheiten, die eben Pech sind und nicht durch unser zivilatorisches Fehlverhalten ausgelöst werden.

2. In Gegensatz dazu: im Falle Deines (vor) letzten Beitrages sind Eisenprobleme wegen eines Verwertungsdefekts sehr selten. Eisenmangel bei einem Vegetarier ist mit höchster Wahrscheinlichkeit ernährungsbedingt, da, wie Du doch sicher weißt, nicht-Haem-Eisen sehr schlecht absorbiert wird und und natürlich außerdem der bisher nicht ganz definierte "meat factor" in der Ernährung fehlt.

3. In etlichen Fäden propagierst Du, daß die Gesetze der Thermodynamik (Energie kann nicht aus dem Nichts gewonnen werden) falsch sind.

Mich zu allen Deinen Fehlempfehlungen zu äußern, würde ewig dauern, wie gesagt, so lange sie keinen großen Schaden anrichten, kann man sie ja stehen lassen.

Insgesamt ist an Deiner Mission, die Leute von diversen ungesunden Nahrungsmitteln wegbekehren zu wollen, ja lobenswert, aber wie gesagt, die Argumente möchten schon auf Fakten beruhen.

asgnxes


die Sachen im Milchfaden

sind natürlich auch ganz witzig zu lesen, aber reine Fiktion.

Z.auzbexrmann


Eisenmangel bei einem Vegetarier ist mit höchster Wahrscheinlichkeit ernährungsbedingt

Das hat jn doch auch so gesagt.

und natürlich außerdem der bisher nicht ganz definierte "meat factor" in der Ernährung fehlt.

Wie kommst Du darauf dass dieser der Ernährung fehlt? Der "meat factor" -übrigens bisher vor allem in Vitro untersucht - verbessert die Eisenaufnahme. Na und? Vitamin C auch.

Es ist wahrscheinlich, dass in diesem Fall mangelnde Eisengehalt der Nahrung Ursache für den Eisenmangel ist.

Mit Verlaub: Aber hier diesen meat factor einzubringen ist doch genauso wenig Evidenzbasiert und angebracht wie andere Ernährungsempfehlungen hier auch.

In etlichen Fäden propagierst Du, daß die Gesetze der Thermodynamik (Energie kann nicht aus dem Nichts gewonnen werden) falsch sind.

Nunja, im Augenblick ist es Mode anzunehmen, dass ein Kalorienüberschuss Übergewicht und ein Kaloriendefizit Abnahme bedeutet.

Die gesetze der Thermodynamik gelten natürlich. Was jn behauptet ist dass Übergewicht nicht Ursache eines Kalorienüberschusses ist. Das widerspricht ja der Thermodynamik nicht. Sonst wäre ja die Welt voller Wunder, in der verschiedeneMenschen bei gleicher Kalorienaufnahme in verschiedenen Lebenssituationen und Lebensabschnitten unterschiedlich viel Fett auf die Waage bringen.

Es ist ja wohl auch nicht von der Hand zu weisen dass das Gewicht und der Fettansatz auch durch Hormone (Schwangerschaft, Stress) beeinflusst sind. Und das hat wenig mit irgendeiner Kalorienbilanz zu tun.

Insofern sollte man die These im Auge behalten.

Es wäre nicht das erste mal, dass eine medizinische Wahrheit gekippt würde.

Z}aub$ermaxnn


sind natürlich auch ganz witzig zu lesen, aber reine Fiktion.

Mag sein. Das Problem ist aber, dass gerade in der Ernährungsmedizin vieles reine Fiktion ist. Auch von denen die sich so wissenschaftlich geben.

Insofern halte ich mich an meine eigenen Erfahrungen, Plausibilität und an jn'S Empfehlung darauf zu achten: Wer profitiert davon?

Ilsm2ael


Ferritin und Eisenmangel

Zunächst ist einmal festzustellen, dass ein niedriger Ferritinspiegel i.d.R. einen niedrigen Vorrat an Eisen widerspiegelt. Ferritin kann allerdings falsch normal oder sogar erhöht sein bei Lebererkrankungen, chronischen Krankheiten und Entzündungen im Körper. Ein erst seit Kurzem erniedrigter Ferritinspiegel und Eisenmangel muss noch nicht mit Symptomen einhergehen, deshalb ist bei gering ausgeprägtem Mangel und fehlenden Symptomen eine Kontrolle der Werte (ohne Therapie) nach wenigen Wochen angezeigt.

Für eine Interpretation des Normalbereiches muss man stets auf die Einheiten achten, so entsprechen 20 µg/l oder 20 ng/ml z.B. 44 pmol/l. Die Grenzwerte schwanken von Labor zu Labor, je nach verwendeter Methode, deshalb ist bei einer Interpretation auf die konkreten Grenzwerte und die Erfahrung des Hausarztes mit diesen Rücksicht zu nehmen. Einen ersten Anhalt für Normalwerte abhängig von Geschlecht und Alter liefert [[http://www.schenk-ansorge.de/analysen/parameter.asp?kuerz=FERR&mat=B diese Übersicht über den Ferritinspiegel im Blut]] eines Labors.

Man sieht hier exemplarisch, dass Frauen im Schnitt niedrigere Werte aufweisen als Männer, dass aber auch bei Kindern und Jugendlichen deutlich niedrigere Werte erlaubt sind. Bis zum Alter von 15 Jahren wird in dieser Tabelle z.B. ein unterer Grenzwert von 7 ng/ml genannt im Vergleich zu 22/34 ng/ml bei über 15-Jährigen. Da Sie noch nicht so viel älter sind als diese willkürlich gezogene Grenze, würde ich Ihren Ferritinspiegel nicht ganz so kritisch betrachten.

Dass Vegetarier im Schnitt weniger Eisen aufnehmen als Fleischesser, ist bekannt. Diese Ernährungsform muss aber nicht mit einem Eisenmangel einhergehen. Allerdings ist der Sicherheitsabstand zu einem Eisenmangel niedriger als bei Fleischessern, so dass eine bewusste Ernährung noch wichtiger ist.

[[http://www.uni-giessen.de/fbr09/int-nutr/Forschung-Arbeitskreis/poster_Lee2.pdf Diese Studie]] durchgeführt in Südkorea (buddhistische Nonnen = Temple Food = vegetarisch vs. christliche Nonnen und Studentinnen = omnivore Ernährung) zeigt deutliche Unterschiede nicht nur beim Ferritin, jedoch wurde der Ferritinspiegel als Ausdruck des Eisenspeichers von den Forschern auch bei den Vegetarierinnen noch als normal eingestuft, obwohl er bei vielen unterhalb von 20 ng/ml lag. Der Normalwert des verwendeten Tests wurde allerdings nicht genannt.

jxn


@agnes

> 1. redest Du oft Leuten ein, daß sie sich nicht-ernährungsbedingte

> Erkrankungen mit ihrer Ernährung selbst eingebrockt haben.

Ich rede niemandem etwas ein, sondern erkläre Zusammenhänge. Wenn daraus jemand eine Schuld ableitet, dann tut mir das leid, aber die Zusammenhänge sind nun einmal wichtig, um zu erkennen, wie die Krankheiten entstehen. Es wäre ethisch verwerflich, Informationen zurückzuhalten, die jemand benötigt, um die Ursachen seiner Krankheit zu verstehen.

Du wirst an keiner Stelle sehen, daß ich auch nur einem Betroffenen jemals eine Schuld zugesprochen habe. Die Betroffenen können ja nichts dafür, daß man ihnen diese Zusammenhänge bisher verschwiegen hat.

> Leuten Schuldgefühle einzureden, wenn es ihnen sowieso

> schon nicht gut geht, ist ziemlich böse.

Böse wäre, ihnen die Ursachen zu verschweigen und ihnen damit die Chance zu nehmen, ihr Problem möglicherweise zu lösen.

> Es gibt sehr viele Krankheiten, die eben Pech sind und

> nicht durch unser zivilatorisches Fehlverhalten ausgelöst werden.

Gut, dann nenne mir bitte mal einige und wir diskutieren darüber.

> 2. In Gegensatz dazu: im Falle Deines (vor) letzten Beitrages

> sind Eisenprobleme wegen eines Verwertungsdefekts sehr selten.

Da selbst bei Veganern, die keinerlei tierische Produkte konsumieren, die typische Eisenzufuhr im Schnitt rund das Doppelte des empfohlenen Bedarfs beträgt, muß ein Eisenmangel zwangsläufig in den meisten Fällen auf Verwertungsstörungen zurückgehen. Der Schluß liegt auch deshalb nahe, weil zur Eisenverwertung etliche Vitalstoffe benötigt werden, die in der heutigen zivilisatorischen Ernährung nicht mehr ausreichend vorhanden sind.

> Eisenmangel bei einem Vegetarier ist mit höchster

> Wahrscheinlichkeit ernährungsbedingt,

Natürlich ist er ernährungsbedingt. Wir diskutieren ja lediglich darüber ob er Folge einer Unterversorgung mit Eisen oder einer Unterversorung mit anderen Vitalstoffen ist. In der Praxis spielt das keine Rolle: In jedem Fall sollte die Ernährung verbessert werden.

> 3. In etlichen Fäden propagierst Du, daß die Gesetze der

> Thermodynamik (Energie kann nicht aus dem Nichts

> gewonnen werden) falsch sind.

Wo genau soll ich das bitte propagiert haben?

> Mich zu allen Deinen Fehlempfehlungen zu äußern, würde

> ewig dauern, wie gesagt, so lange sie keinen großen

> Schaden anrichten, kann man sie ja stehen lassen.

Wenn das deine Meinung ist, dann stört mich das nicht weiter. Aber du stellst hier etwas als Fehlerinformation hin, nur weil es nicht in dein momentanes Weltbild paßt. Das ist nicht weit von denen entfernt, die damals Leute köpfen ließen, weil sie behaupteten die Erde sei keine Scheibe sondern eine Kugel. Und du machst damit genau das, was du mir vorwirfst - du stellst deine Meinung als Faktum hin.

Darüber hinaus würde mich interessieren, auf Basis welcher Qualifikation du hier von Fehlinformationen redest...

> Insgesamt ist an Deiner Mission, die Leute von diversen

> ungesunden Nahrungsmitteln wegbekehren zu wollen, ja

Ich will niemanden bekehren. Wie schon öfter erwähnt, bekomme ich keinen Toaste für zehn Bekehrte. Ich liefere Informationen und erkläre Zusammenhänge. Ich ermutige jeden, kritisch darüber nachzudenken, alles zu prüfen und eigene Entscheidungen zu treffen.

> lobenswert, aber wie gesagt, die Argumente möchten schon

> auf Fakten beruhen.

Ich weiß nicht, wo bei dir ein Faktum beginnt. Meine Informationen basieren primär auf praktischer Erfahrungen und sekundär auf erworbenem Fremdwissen. Da Fremdwissen nicht zwingend korrekt sein muß, liefere ich gerne ergänzende Informationen, wenn man freundlich fragt und dann kann man das diskutieren. Das könnte ja unter Umständen auch dazu führen, daß du deine Ansichten überdenkst... ;-)

T%sar.a


@ jn

es gibt sehr wohl krankheiten, die nicht zivilatorisch bedingt sind. zum beispiel können gewisse krebsarten vererbt werden. zum beispiel das retinomablastom. dann gibt es weitere genetische krankheiten, wie zum beispiel v5 leiden, bei der die blutgerinnung durch einen genetischen defekt gestört ist, sichelzellenanämie, alzheimer, etc. etc... da kannst du auch mit noch so krass vollwertiger ernährung nichts dagegen machen. oder auch ein beispiel cystische fibrose. du kannst noch so gesund leben, aber dein kind hat es vielleicht trotzdem. oder ich habe eine ziemlich starke hornhautverkrümmung, da nützt auch alle gesunde ernährung nichts dagegen....

ich finde deine postings hier etwas arrogant. wie zum beispiel oben: nenne mir einige krankheiten, die nicht durch zivilatorisches fehlverhalten hervorgerufen werden, dann diskutieren wir darüber! oben hast du gewisse krankheiten.

wir leben nun mal in einer zivilatorischen gesellschaft und sind nicht mehr die alten keulenschwinger und beerenesser. und trotzdem ist meine oma 81 jahre und topfit.

ich finde auch, dass man sich ausgewogen und gesund und wenn möglich biologisch ernähren sollte. aber was du betreibst grenzt für mich schon fast an sektiererisches. sicher zeigst du hier positive effekte auf, aber immer gleich den fabrikzucker und alles verdammen....

wenn es im sommer heiss ist und ich lust auf ein eis hab, gönn ich mir eben eins. und dann ist das ein genuss. wenn ich vorher noch 4 h mit dem hund unterwegs war umso schöner. falsch wäre es meinermeinung auf der couch zu sitzen und den ganzen abend chips reinzustopfen, dann noch n kübel eis etc...kannst du deine tipps nicht etwas objektiver gestalten? ausserdem sind viele extravollwertige produkte auch teuer und nicht für alle erschwinglich.... aber ich glaub agnes und ich gebens auf...

u=RzzVeLxLe


@Tsara

Woher nimmst du eigentlich dein ganzes Wissen?Google? ;-D

Tgsaira


Biologiestudium

jxn


@Tsara

> es gibt sehr wohl krankheiten, die nicht zivilatorisch bedingt

> sind. zum beispiel können gewisse krebsarten vererbt werden.

Natürlich können durch ionisierende Strahlung verursachte Gendefekte vererbt werden. Die Vererbung ist aber nicht Ursache für die Existenz der Krankheit, so einfach darf man es sich nicht machen. Die eigentliche Ursache liegt ja in der ionisierenden Strahlung und die ist in erster Linie menschengemacht. Mit der natürlichen Strahlung hat unser Organismus im Laufer der Millionen Jahre gelernt umzugehen, dafür gibt es DNA Reparaturmechanismen. Werden die aber durch toxische Substanzen wie bspw. Fluoride gestört, dann funktionieren diese Mechanismen nicht mehr. In beiden Fällen liegt die Ursache letztendlich also in der Zufuhr von Schadstoffen - einmal in Form ionisierender Strahlung, einmal in Form von toxischen Substanzen.

> dann gibt es weitere genetische krankheiten, wie zum

> beispiel v5 leiden, bei der die blutgerinnung durch einen

> genetischen defekt gestört ist, sichelzellenanämie,

> alzheimer, etc. etc...

Wie gesagt: Auch genetisch erworbene Krankheiten haben ihre Ursachen. Gendefekte fallen nicht einfach so vom Himmel. Die auf natürlichen Mutationen beruhenden Krankheiten dürften einen so geringen Anteil ausmachen, daß sie praktisch nicht relevant sind. Viele Krankheiten, die man in der Medizin als genetisch bedingt ansieht, sind tatsächlich ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten oder haben eine ernährungsbedingte Komponente. Das ist nur unbekannt, weil hierzu keine Studien durchgeführt werden. In Unkenntnis der tatsächlichen Ursachen wird dann gerne mal ein Gendefekt verantwortlich gemacht.

> da kannst du auch mit noch so krass vollwertiger ernährung

> nichts dagegen machen.

Wenn ich im Ernährungsbereich primär auf der Ernährungs herumreite, bedeutet das natürlich nicht, daß alle Krankheiten ernährungsbedingt sind. Die Ernährung ist in rund 80% der heute üblichen Krankheiten die Ursache. Der Rest geht auf die Psyche und auf Schadstoffeinwirkungen zurück - und zu letzteren gehört auch die ionisierende Strahlung. Daß sich diese Krankheiten von einer Generation auf die nächste übertragen ist nichts neues, auch wenn das im Ernährungsbereich offensichtlich nichts mit Genetik, sondern mit Stoffwechseladaptionen zu tun hat.

> oder auch ein beispiel cystische fibrose. du kannst noch so

> gesund leben, aber dein kind hat es vielleicht trotzdem.

Natürlich, das schließe ich auch gar nicht aus. Aber auch diese Krankheit hat letztendlich Ursachen, der Gendefekt fällt ja nicht vom Himmel. Aber um diese Krankheiten geht es im Bereich Ernährung ja auch nicht.

> oder ich habe eine ziemlich starke hornhautverkrümmung,

> da nützt auch alle gesunde ernährung nichts dagegen...

Nein, natürlich nicht. Generell nützt die Ernährung nichts mehr, wenn bereits Formveränderungen eingetreten sind. Aber vor der Formveränderung kommt immer eine funktionelle Störung und in dieser Phase kann man bei ernährungsbedingten Krankheiten noch etwas tun. Es geht ja nicht darum, Krankheiten mit Ernährung zu heilen - auch wenn das in gewissen engen Grenzen möglich ist - sondern darum, die Krankheiten von vorneherein zu vermeiden.

>> nenne mir einige krankheiten, die nicht durch zivilatorisches

>> fehlverhalten hervorgerufen werden, dann diskutieren wir

>> darüber!

Das steht dort nicht. Oben steht "Gut, dann nenne mir bitte mal einige und wir diskutieren darüber."

Was ist an einer höflichen Bitte arrogant?

> wir leben nun mal in einer zivilatorischen gesellschaft und

> sind nicht mehr die alten keulenschwinger und beerenesser.

Das ist richtig. Aber leider hat uns der Einfluß dieser Zivilisation auch Nachteile gebracht, die sich gesundheitlich auswirken. Niemand fordert, daß wir wieder zur Keule greifen und in Höhlen leben sollen. Aber wir müssen erkennen, was uns krank macht und entsprechend handeln. Seit rund 100 Jahren manipulieren wir unsere natürliche Nahrung und tragen nun die Folgen in Form diverser Krankheiten. Das dieser Zusammenhang den wenigsten bekannt ist, ist gewünscht und selbst in deinem Biologiestudium wird das nicht vorgekommen sein. Es ist ja nicht einmal Bestandteil des Medizinstudiums.

> und trotzdem ist meine oma 81 jahre und topfit.

Das freut mich für sie und ich wünsche ihr, daß das auch so bleibt.

Aber es geht nicht um die letzten Überlebenden mit guter Konstitution. Es geht um Kleinkinder mit Diabetes, fünfjährige mit Arteriosklerose und 16 jährige mit Gallensteinen. Herzinfarkte und Schlaganfälle treffen immer jüngere und sind mittlerweile in der Generation der heute 40 jährigen angekommen. Die Krebsraten steigen immer weiter und werden in einigen Jahren die HK-Krankheiten als erste Todesursache abgelöst haben.

Wir können diese Entwicklung so hinnehmen und immer hinterherreparieren - was Milliarden kostet - oder wir können die Ursachen dieser Krankheiten abstellen und uns das Geld sparen.

> aber was du betreibst grenzt für mich schon fast an

> sektiererisches.

Das mag so erscheinen, aber du verwechselst dabei Hartnäckigkeit mit Sektentum. Wenn du meine Beiträge liest, wirst du feststellen, daß ich zwar informiere, aber es mir letzten Endes gleich ist, wie sich jemand entscheidet. Ich wünsche mir nur, daß man die Informationen nicht einfach vom Tisch wischt, weil sie nicht ins eigene Weltbild passen. Deswegen fordere ich auch gerne mal dazu auf, das alles objektiv zu prüfen und liefere auch gerne weiterführende Informationen dazu, wenn sich jemand damit beschäftigen will. Wenn sich danach jemand entscheidet, daß das alles Käse ist, dann respektiere ich das selbstverständlich - aber bisher kamen die ablehnenden Haltungen immer von Leuten, die sich damit erst gar nicht auseinandersetzen wollten...

> sicher zeigst du hier positive effekte auf, aber immer gleich

> den fabrikzucker und alles verdammen...

Ich verdamme nicht, ich informiere. Das Verdammen überlasse ich der Kirche. ;-)

Der Fabrikzucker ist nachweislich eine der Hauptursachen der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten und da gibt es nichts zu beschönigen. Das sind Fakten, die genannt werden müssen.

> wenn es im sommer heiss ist und ich lust auf ein eis hab,

> gönn ich mir eben eins. und dann ist das ein genuss.

Ja natürlich ist es das. Für mich auch - nur daß mein Eis keinen Fabrikzucker enthält.. ;-) Und wenn das eine Ausnahme ist, dann ist das vermutlich auch gar kein Problem. Aber glaubst du, daß nur das Eis das Problem ist? Mach mal spaßeshalber deinen Kühlschrank auf und lies die Etiketten auf den Nahrungsmitteln. Es wird dir schwerfallen etwas ohne Fabrikzucker zu finden. Der Zuckerverbrauch liegt in der westlichen Welt im Schnitt bei rund 150g pro Tag und das ist auch nur die Saccharose ohne weitere Fabrikzuckerarten, die immer mehr zunehmen. Heute setzt man Sofdrinks ja keinen "Zucker" mehr zu sondern Glukosesirup oder HFCS die lebensmittelrechtlich gar nicht unter "Zucker" laufen.

Niemand erwartet, daß wir uns asketisch in eine Höhle zurückziehen, aber wir müssen wissen, was uns krank macht, um unsere Gesundheit selbst in der Hand haben zu können. Wer sich gerne mal etwas gönnt, kann das ja gerne tun, er sollte aber wissen, welche Konsequenzen das haben kann. Auch ein Raucher gönnt sich täglich ein paar Zigaretten, genauso wie der Gewohnheitstrinker sich regelmäßig ein paar Glas Wein gönnt. Und das, obwohl in diesem Bereich die Folgen wesentlich weiter bekannt sind, als bei der Ernährung. Wenn der Gewohnheitstrinker dann mit einer Leberzirrhose im Krankenhaus liegt, dann ist das nunmal der Preis den er für den Genuß zahlt. Hier ist das jedem klar, nur beim Fabrikzucker ist das Wissen leider noch nicht so weit verbreitet. Was natürlich Gründe hat...

> kannst du deine tipps nicht etwas objektiver gestalten?

Nein, das geht nicht.

Würdest du einem Diabetiker sagen er darf sich ruhig mal ein Eis gönnen? Oder würdest du ihn über seine Krankheit informieren und ihm dann die Entscheidung überlassen?

Ich bevorzuge letzteres. Ich kann und darf nicht die Verantwortung für andere übernehmen, deshalb liefere ich Informationen und überlasse dem Einzelnen die Entscheidung, sein Leben und seine Ernährung selbst in die Hand zu nehmen - und zwar nachdem er das alles kritisch hinterfragt hat, wofür ich und andere gerne zu Verfügung stehen.

> ausserdem sind viele extravollwertige produkte auch teuer

> und nicht für alle erschwinglich...

Was sind denn extravollwertige Produkte?

Die Vollwerternährung hat einen Grundsatz: "Laß die Ernährung so natürlich wie möglich". Natürliche Nahrung ist das, was beim Bauern auf dem Feld wächst und das ist zwangsläufig immer preiswerter als das verarbeitete Produkt, an dem ja der Hersteller und der Handel auch noch verdienen will. Tatsächlich ist eine Vollwerternährung sogar preiswerter als die konventionelle Ernährung - oft so viel, daß man gleich noch Bioprodukte verwenden kann.

> aber ich glaub agnes und ich gebens auf...

Das ist eure Entscheidung, aber macht es doch einfach so: Informiert euch genau über das, was ich hier erzähle und wenn ihr das dann nach objektiver Prüfung für Unsinn haltet, wißt ihr in jedem Fall genau, wie ihr es widerlegen könnt.

Literaturtipps:

1. "Gefährdete Menschheit", Albert v. Haller, Hippokrates

2. "Unsere Nahrung, unser Schicksal", Bruker, emu

3. "The Saccharine Disease", Cleave&Campbell

ZMaubOermxann


falsch wäre es meinermeinung auf der couch zu sitzen und den ganzen abend chips reinzustopfen, dann noch n kübel eis etc...

Das ist aber auch eine Meinung. Der eine hält es für falsch Chips zu essen, der andere verdammt den Zucker.

Ich finde es nicht arrogant einen Standpunkt zu haben. Immerhin hat jn ja zur Diskussion eingeladen. Warum willst Du aufgeben? Es hat doch gerade erst angefangen.

Arrogant finde ich es eher mit verlaub, wenn man sich frühzeitig einer Diskussion entzieht, so nach dem Motto: Es hat mit dem ja eh kein Zweck.

Dabei gibt es ja noch gar keine Hinweise darauf, dass es keinen Zweck hat.

TPsarxa


Neinnein schon klar.

a propos diabetiker und eis essen. meine kollegin ist diabetikerin und sie muss sogar auf fabrikzucker zurückgreifen. nämlich dann, wenn ihr blutzucker so drastisch gesunken ist, dass es gefährlich wird. ohne dextroenergen wäre sie glaube ich schon einige male gestorben. und sie gönnt sich sehr wohl schockolade und süsses, sie muss einfach darauf achten, dass es im rahmen bleibt.

jn, ich find deinen letzten beitrag übrigens gut. ;-) öhm, ich muss jetzt lernen, hab nächste woche genetikprüfung. in dem sinne einen schönen sonntag!! byebye

Z(a{uber,mann


Natürlich, das schließe ich auch gar nicht aus. Aber auch diese Krankheit hat letztendlich Ursachen, der Gendefekt fällt ja nicht vom Himmel.

Es gibt genetische Krankheiten, die sehr wohl eine natürliche Ursache haben. Ein gutes Beispiel ist die Sichelzell - Anämie. Menschen mit dieseer Krankheit sind nämlich gegen Malaria resistent. Der Nachteil dieser Krankheit (deformierung der roten Blutkörperchen) war also in gewissen Gebieten und Zeiten ein Vorteil so dass dieses Gen Selektiert wurde.

Allgemein ist es so, dass das Genom des Menschen stärker zur Mutation neigt was einer stärkeren Neigung zum Krebs einhergeht.

Außerdem sollte beachtet werden dass mit steigender lebenserwartung einfach altersbedingte Krankheiten zunehmen. Auch damit erklärt sich einer höhere Krebsrate. Dazu kommen bessere Diagnosemöglichkeiten, womit eine sichere Aussage zur historischen Krebsrate weiter erschwert wird.

Herzinfarkte und Schlaganfälle treffen immer jüngere und sind mittlerweile in der Generation der heute 40 jährigen angekommen. Die Krebsraten steigen immer weiter und werden in einigen Jahren die HK-Krankheiten als erste Todesursache abgelöst haben.

Allerdings ist es doch so dass die Ernährung eher gesünder geworden ist, die böse Fresswelle mit hohem Fleischkonsum und viel Weißmehl war ja in den 50ern und 60ern, danach setzte ja ein neues Ernährungsbewusstsein ein.

Ich halte auch den zunehmenden Stress für eine mögliche Ursache.

Die Luftverpestung und Wasserverschmutzug sowie der Einsatz von Giften in der landwirtschaft hat in den siebzigern ihren Höhepunkt.

Danach wurde alles besser. Also kann das ja nun nicht die Ursache sein. Es sei diese Krankheiten sind auf irgendeine Weise noch Erbschaften aus den sechzigern und siebzigern (Erbgut, frühe Kindheit e.t.c...) aber es müsste jetzt eoigentlich besser werden.

Allerdings muss man auch sehen dass es natürliche Krebserregende Stoffe gibt: Einige Schimmelpilzgifte zum Beispiel sind auf jeden Fall giftiger als marktübliche Konservierungsmittel.

Wir werden so alt, wie noch nie. Damit lassen sich schon eine Menge der Zivilisationskrankheiten erklären. Früher wurden die Leute eben nicht alt genug für Krebs und Arteriosklerose. Und jene mit einem schlechten Immunsystemn starben vorher an einer Infektionskrankheit.

Wer also 70 wurde, war von vornherein schon robuster. Heute kommt ja jeder durch, was auch gut ist, aber so kommen einige Krankheiten zum Zuge, die es früher nicht gegeben hat. Das mal als Gegen-These.

Immerhin Leben wir sicherer hygienischer und länger als vor 150 Jahren.

Auch ein Raucher gönnt sich täglich ein paar Zigaretten, genauso wie der Gewohnheitstrinker sich regelmäßig ein paar Glas Wein gönnt. Und das, obwohl in diesem Bereich die Folgen wesentlich weiter bekannt sind, als bei der Ernährung. Wenn der Gewohnheitstrinker dann mit einer Leberzirrhose im Krankenhaus liegt, dann ist das nunmal der Preis den er für den Genuß zahlt. Hier ist das jedem klar, nur beim Fabrikzucker ist das Wissen leider noch nicht so weit verbreitet.

Naja im Sommer einmal in der Woche ein Eis nicht mit dem Gewohnheitstrinker zu vergleichen, der ja täglich seinen Organismus mit einem Nervengift belastet. Für so giftig wie Alkohol halte ich den Zucker nun nicht. Und einmal in der Woche ein Eis, ist ja nicht jeden Tag.

Wobei meine persönliche Erfahrung ist: Wenn man sich dem Zucker einmal entwöhnt hat, dann ist mir das viel zu Süß und ich fühle mich nach so einem "Zuckerexzess" auch gar nicht gut. In so fern verzichte ich persönlich gerne auf so was. Es schmeckt mir auch gar nicht wirklich so gut, wenn ichs nicht gewohnt bin.

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