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Fabrikzucker, zucker, rohzucker, invertzucker, honig,

jOn


@vivimo

Und es hat ganz sicher überhaupt keine Bedeutung, daß der dort angegebene Text von der CMA stammt - der Centralen Marketingagentur der Agrarwirtschaft. ;-)

Die CMA hat natürlich ein potentielles wirtschaftliches Interesse daran, den Fabrikzucker in ein positives Licht zu rücken und ist Urheber etlicher Werbekampagnen pro Zucker.

m0uckoelbienBe


@ jn:

warum verweist du eigentlich auf bruker und co. -bücher, wenn ausdrücklich nicht diese verlangt wurden?

es kann dir doch egal sein, wenn es sich jemand "schwer" machen will und brukers zusammengefasste "fakten" andersowo nachlesen will. da du selbst schreibst, dass es schließlich in jedem lehrbuch quasi drin stehen würde (wenn auch nicht so klar und kurz und ...), könntest du doch mal bitte eins nennen (oder kennst du außer den vollwertkostbüchern überhaupt kein anderes?), welches NICHT von verfechter der vollwertkost stammt?

mb

jxn


Nanu, warum so gereizt?

> warum verweist du eigentlich auf bruker und co. -bücher,

> wenn ausdrücklich nicht diese verlangt wurden?

Ich verweise auf dieses Buch, weil es genau da drin verständlich beschrieben steht. Dort stehen keine Theorien, sondern allgemein bekannte Stoffwechselabläufe - afair auch mit Quellenangaben. Wer das Buch geschrieben hat, ist bezüglich der Stoffwechselabläufe unerheblich.

Wer mehr Hintergründe möchte, dem sei "Ernährung des Menschen" von Elmadfa/Leitzmann empfohlen und wer es auf die ganz harte Tour haben will, kann sich ja mal die Fachbücher aus dem Thieme Verlag zu Gemüte führen.

mhuckelbkien>e


@ jn:

wie kommst du darauf, dass ich gereizt bin. mich überrascht nur immer wieder, wie geschickt du immer wieder auf die "gurus" hinlenkst...

> auch mit Quellenangaben

die werd ich mir mal zu gemüte führen. und die thieme-bücher... warum sollten wir das nicht selbst entscheiden, ob wir uns intelligent genug fühlen da mal reinzuschauen...

ich bin und bleibe ewig zweifelnde :-p

mb

jxn


> mich überrascht nur immer wieder, wie geschickt du immer

> wieder auf die "gurus" hinlenkst...

Ich betrachte Bruker nicht als Guru. Er hatte aber die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte so zu schildern, daß sie auch jemand versteht, der nicht Medizin studiert hat und seine Bücher sind nunmal klar und deutlich formuliert. Daher weise ich zwangsläufig eher auf seine Bücher hin als auf andere. Mir geht es nicht darum, einen Guru zu verkaufen, sondern darum, das Wissen über die ernährungsbedingten Krankheiten zu verbreiten. Sonst würde ich hier im Forum nicht seitenlange Beiträge mit Erklärungen posten, sondern gleich die Bücher, einen Altar und Räucherstäbchen empfehlen.. ;-)

vfiviZmo


jn

Und es hat ganz sicher überhaupt keine Bedeutung, daß der dort angegebene Text von der CMA stammt - der Centralen Marketingagentur der Agrarwirtschaft.

Hm, konnte da auf die Schnelle nicht entdecken, im Impressum [[http://www.ammenmaerchen.de/contact.php]] finde ich auch keinen Hinweis auf die CMA ???

Klar, dass die Nahrungsmittelindustrie immer Interesse daran hat, positive Meldungen über ihre Produkte zu verbreiten.

Aber genauso falsch finde ich es aber auch, wenn ihre Produkte zu Unrecht verteufelt werden.

Ich habe die Bücher von Grimm (u.a. "Die Suppe lügt", "Aus Teufels Topf") und Bruker ("Zucker, Zucker") gelesen. Sehr interessant. Vieles davon klingt plausibel und ist wahr. Aber eben nicht alles.

Unbestritten, dass frisches, unbelassene Gemüse und Früchte allemal besser sind als gespritztes vitaminloses Zeug. Oder die ganzen Farb-, Konservierungs- und Geschmacksstoffe überflüssig sind. (Die Liste könnte endlos werden, ich glaube du weißt was ich meine)

Oft wird dann aber so ein Kult daraus gemacht, dass man wirklich von Fanatismus sprechen kann. Es wird unterschieden in "verbotene" und "erlaubte" Lebensmittel, und den Leuten weis gemacht, sie würden krank werden und Mangelerscheinungen kriegen, wenn sie sich nicht an dieses und jenes hielten.

Man muss doch auch noch FREUDE am Essen haben, auch wenn nicht alles 100% bio und vollwert ist, oder es Zucker und "böse Stoffe" etc. enthält.

Keine Frage - natürlich es ist gut und sinnvoll, wenn man sich ein bisschen Gedanken um Essen, Nahrungsmittel und deren Erzeugung/Entstehung macht. Aber auch nicht übertrieben viel!

Stichwort Orthorexie:

[[http://de.geocities.com/the_harikrishnas_room101/authors/me/freiepresse-orthorexie.html]]

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Orthorexie]]

m{uck%elAbiene


@ vivimo:

du sprichst mir aus der seele *:)

mb

jxn


@vivimo

> Hm, konnte da auf die Schnelle nicht entdecken, im Impressum

> [[http://www.ammenmaerchen.de/contact.php]] finde ich auch keinen

> Hinweis auf die CMA

Ich kenne den Text. Such einfach mal bei der CMA...

> Oft wird dann aber so ein Kult daraus gemacht, dass man

> wirklich von Fanatismus sprechen kann.

Und oft wird Konsequenz mit Fanatismus verwechselt...

> Es wird unterschieden in "verbotene" und "erlaubte"

> Lebensmittel,

In der Vollwerternährung gibt es keine Verbote. Die Nahrungsmittel werden nach ihrer Wertigkeit eingeteilt und es bleibt jedem selbst überlassen, wie konsequent er sich danach richtet. Wer das Risiko an ernährungsbedingten Krankheiten zu erkranken, minimieren will, muß nunmal konsequenter sein, als jemand, der auch Fabriknahrungsmittel verzehren will.

> Man muss doch auch noch FREUDE am Essen haben, auch

> wenn nicht alles 100% bio und vollwert ist, oder es Zucker

> und "böse Stoffe" etc. enthält.

Und du meinst, das ist mit einer Vollwerternährung nicht möglich? Ich bin ja des öfteren auf Treffen und Einsteigerkursen und ich habe noch nie Menschen getroffen, die soviel Spaß am Zubereiten und Essen haben wie Vollwertköstler. Das liegt vor allem daran, daß diese Leute nicht die immer gleichen Fertigmischungen aufreißen, sondern äußerst kreative ihre Gerichte aus frischen Zutaten herstellen. Das schmeckt nicht nur wesentlich besser als das Fabrikzeug, es macht auch noch Spaß... :-)

Das mag schwer zu glauben sein, wenn man nur Einschränkungen seines bisherigen Lebensstils sieht, aber tatsächlich eröffnet sich dadurch ein weites Feld, das man bisher noch gar nicht kannte.

> Stichwort Orthorexie:

Ja, ist bekannt. Und hat mit dem, was wir machen nicht das geringste zu tun - wie du sicher weißt, wenn du die Fälle kennst.

Die Existenz dieses Begriffs ist aber natürlich bequem für Leute, die sich mit gesunder Ernährung gar nicht erst beschäftigen wollen - gibt es doch Gelegenheit das unliebsame Thema in die Krankheitsecke zu schieben und damit guten Gewissens ignorieren zu können. Womit ich nicht sagen möchte, daß du zu dieser Gruppe gehörst.

v#ivimxo


jn

Nein, zu dieser Gruppe gehöre ich zum Glück definitiv nicht. :-D

Aber es kann doch nicht richtig sein zu behaupten (wie Bruker es tut), B-Vitamine würden bei der Verwertung von Zucker VER-braucht, wenn andere Studien sagen, dass sie dabei lediglich GE-braucht werden.

Und diese Studien sind nicht alle von der CMA & Co.!

Warum ist dieses Land nicht voller zuckeressender Menschen, die nachgewiesene Vit.B-Mangelerscheinungen haben?

Auf Zucker kann man im Rahmen einer normalen Ernährung zwar getrost verzichten, er begünstigt Übergewicht, Diabetes usw., aber an sich richtet er doch keine Vitaminschäden an.

Sowas ist Panikmache, finde ich.

Er ist überflüssig, aber für einen gesunden Menschen absolut unschädlich.

j4n


> Aber es kann doch nicht richtig sein zu behaupten (wie Bruker es

> tut), B-Vitamine würden bei der Verwertung von Zucker

> VER-braucht, wenn andere Studien sagen, dass sie dabei

> lediglich GE-braucht werden.

Thiamin bspw. hat eine Halbwertszeit von 9-18 Tagen und wird vor allem über den Urin und in geringerem Umfang über die Galle ausgeschieden. Ich kenne keine seriösen Studie, die das widerlegen würde. Warum auch, es ist gängiges Wissen. Ich gebe auch zu bedenken, daß es nicht 'das' Vitamin B gibt, sondern einen ganzen Vitamin B Komplex, aber bleiben wir mal bei B1.

Tatsache ist, daß bspw. das Thiamin in adäquater Menge zu den Kohlenhydraten benötigt wird, aber nicht zugeführt wird. Speziell dann nicht, wenn hochreine isolierte Konzentrate wie Fabrikzucker zugeführt werden. Wenn auch noch die restliche Nahrung arm an Thiamin ist - was heute üblich ist - dann nützt es nichts, wenn B1 zu einem geringen Teil reresorbiert wird, dann ist einfach zuwenig verfügbar, um die Mengen an isolierten Kohlenhydraten in Form von Fabrikzucker und Auszugsmehl zu verarbeiten.

> Und diese Studien sind nicht alle von der CMA & Co.!

Von wem sind sie denn?

> Warum ist dieses Land nicht voller zuckeressender Menschen,

> die nachgewiesene Vit. B-Mangelerscheinungen haben?

Zähle die Menschen mit Diabetes, Herzinfarkt, Übergewicht, Steinbildungen... Und das sind nur diejenigen, bei denen die Mangelerscheinungen schon zu sichtbaren Symptomen geführt haben. Nachzulesen bei Cleave&Campbell.

> Auf Zucker kann man im Rahmen einer normalen

> Ernährung zwar getrost verzichten, er begünstigt

> Übergewicht, Diabetes usw., aber an sich richtet er

> doch keine Vitaminschäden an.

Worauf basiert denn diese Meinung? Was macht dich so sicher, daß sie stimmt?

> Sowas ist Panikmache, finde ich.

Nein, sowas ist Realität. Daß der Fabrikzucker Hauptursache der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten ist, ist lange nachgewiesen. Entsprechende Informationen findest du bei bspw. bei Cleave&Campbell, Yudkin, Price oder Katase.

vOi[vUimo


Cleave&Campbell, Yudkin, Price oder Katase.

Diese Namen sagen mir leider alle nichts. Wie wär's mal mit Link posten? :-) Google spuckt alles mögliche aus (Künstler & Schriftsteller), aber nichts ädaquates zum Thema. Einzig zu (John?) Yudkin, aber über den wird nur in Homöopathie- und Vegetarismus-Foren schwammig darüber geredet.

Hm, also wenn du überzeugt bist, dass alle Studien über die Unschädlichkeit von Zucker eh von der CMA sind - woher weißt du dann, dass hinter "deinen" nicht Bruker oder sonstwer steckt? ;-) Ist ja dann letzten Endes genauso aussagekräftig.

Vielleicht ist es ja auch Glaubenssache - die einen glauben (so wie ich), Zucker an sich ist unschädlich, die anderen glauben (so wie du), er zerstört Vitamine.

Vielleicht stimmt beides nicht. Oder von allem ein bisschen?

Worauf basiert denn diese Meinung? Was macht dich so sicher, daß sie stimmt?

Das ist zur Abwechslung mal meine eigene bescheidene Meinung! :-)

Wie ich dazu komme? Ich habe in meiner Ausbildung zur Krankenschwester keinen einzigen Patienten gehabt, bei dem der Laborbefund im Blutbild einen Vitamin B-Mangel angezeigt hätte. Die Werte waren alle im Normalbereich. Und das obwohl diese durchaus Zucker zu sich genommen haben, sei es im Tee, Kaffee, mit dem Essen oder dem Nachtisch. (Und das Krankenhausessen, zumindest in meinen, ist leider sehr vitaminarm - Fertigkost, Dampfkost aus der Großkantine.)

Zähle die Menschen mit Diabetes, Herzinfarkt, Übergewicht, Steinbildungen...

Yep, da gibt es unzählige. Zur Entstehung dieser Krankheiten zählen aber sehr viele Faktoren, nicht nur der Zucker allein, z.B. fettreiches, einseitiges Essen, Bewegungsmangel, Stress, die Psyche, Hormonstörungen, nicht zu vergessenen die genetischen Veranlagungen.

Man kann doch sowas nicht allein auf den Zucker schieben!

Umgekehrt: Auch mit einer zuckerfreien Ernährung kann man diese Krankheiten bekommen!

Auf Station waren z.B. oft ältere männliche Patienten, die sich überhaupt nichts aus Süßem gemacht haben ("Süßes ist nur was für Frauen und Kinder"), sondern deftiges, würziges Essen a lá Fleisch, Soße und Knödel bevorzugten.

Sie hatten so gut wie keinen Zuckerkonsum und litten trotzdem unter den sog. Zivilisationskrankheiten.

Du meintest auf der vorigen Seite, es stehe in jedem Physiologiebuch, dass Zucker Vitamine der B-Gruppe verbrauche. In meinem konnte ich jedenfalls nichts finden (sind aber anerkannte Lehrbücher für Medizinalberufe).

Ich denke, man muss es als gesamtes sehen.

Eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung, wo auch Zucker in Maßen vorkommt, zusammen mit einem vernünftigen Lebensstil - ich glaube nicht, dass Vitaminmängel da eine Chance hätten.

Unser Körper ist ein Wunderwerk, ein hochkomplexes Zusammenspiel so vieler Mechanismen, von denen bis heute noch nicht alle erforscht sind. Immer wieder werden gängige Lehrmeinungen revidiert, bewiesene Thesen widerlegt... wir dürfen also weiterhin auf die Ergebnisse der Wissenschaft gespannt sein.

Und jetzt mal völlig abgesehen von Medizin & Co.:

Eine tolle Geburtstagstorte von friends und family, ein Stückchen Schokolade, süße Brotaufstriche, leckere Dessertkreationen...mmmh! :-x Ohne Zucker wäre manches nicht möglich.

Und jetzt geht ja bald wieder die Eisdielen-Saison los! *freu*

Und trotz allem bin ich ernährungsbewusst, gesund, schlank, habe keine Vitaminmangelerscheinungen und genieße das Essen und das Leben! :-D

*:)

jYn


@vivimo (1)

> Cleave&Campbell, Yudkin, Price oder Katase.

> Diese Namen sagen mir leider alle nichts.

Genau das ist das Problem: Diese Namen sagen praktisch niemandem in der etablierten Medizin etwas... ;-)

Deshalb auch die Empfehlung in das Bruker Buch zu schauen, denn dort werden diese Wissenschaftler alle mit entsprechendem Literaturhinweis zitiert.

Von Cleave&Campbell gab es mal eine ihrer Veröffentlichungen im Internet, du kannst ja mal danach suchen: "The Saccharine Disease".

Yudkin ist oder war Professor am Queen Elizabeth College in London und leitete dort das ernährungswissenschaftliche Institut. Er sagte bspw.: "Wenn sich auch nur ein kleiner Teil dessen, was wir über die Auswirkungen von (Fabrik)Zucker gesichert wissen, für irgendeinen anderen Nahrungsmittelzusatz stichhaltig nachweisen ließe, würde dieser Stoff mit Sicherheit verboten werden."

Yudkin arbeitete jahrelang mit Kollegen und Studenten an dieser Thematik. Der Zusammenhang zwischen Fabrikzuckerverzehr und Diabetes, Übergewicht, Zahnschäden, Herzinfarkt und anderen Krankheiten wurde von ihm eindeutig nachgewiesen. Er hat umfangreiche Untersuchungen an einer größeren Anzahl von Männern durchgeführt und festgestellt, daß der übermäßige Konsum von Fabrikzucker für die Zunahme des Herzinfarktes verantwortlich ist und nicht eine zu fettreiche Ernährung.

Price war ein amerikanischer Zahnarzt, der die halbe Welt bereiste, und die Folgen der zivilisatorischen Ernährung dokumentierte. Er stellte zweifesfrei fest - und dokumentierte das auch in Wort und Bild - das die Krankheiten immer dann Einzug erhielten, wenn von der naturbelassenen traditionellen Ernährnug auf die zivilisatorische Ernährung mit Auszugsmehlen und Fabrikzucker übergegangen wurde. Du findest das in "Gefährdete Menschheit" von Albert v. Haller, Hippokrates Verlag.

Katase ist oder war Direktor des pathologischen Instituts der Medizinischen Akademie von Osaka. Er hat in seinem Buch "Einfluß der Ernährung auf die Konstitution des Menschen" seine Versuche über die Wirkung des isolierten Zuckers auf den in Wachstum befindlichen Organismus untersucht und dokumentiert. Seine Ergebnisse entstanden im Verlauf von 10 Jahren unter Beteiligung von 40 Mitarbeitern.

Es gibt etliche weitere Forscher, die diese Thematik eingehend untersucht haben, bspw. der dänische Nobelpreisträger Dam oder Lutz, Sandler, Batchelor, usw.

> Hm, also wenn du überzeugt bist, dass alle Studien über die

> Unschädlichkeit von Zucker eh von der CMA sind -

Das habe ich nie behauptet, lediglich, daß der Text von der CMA stammt (er findet sich übrigens auch auf deren Webseite). Ich empfehle aber generell, bei allen Studien zunächst zu prüfen, wer sie finanziert hat.

> woher weißt du dann, dass hinter "deinen" nicht Bruker oder

> sonstwer steckt?

Aus vier Gründen:

1. Bruker hat nicht selbst geforscht, sondern die Erkenntnisse etlicher Forscher in der Praxis bei der Behandlung seiner Patienten bestätigt - und das waren immerhin rund 30.000...

2. Die Erkenntnisse wurden von etlichen Forschern unabhängig voneinander zu verschiedenen Zeiten gesammelt.

3. Es gibt keine Lobby, die etwas davon hätte, wenn wir keinen Fabrikzucker mehr verzehren, aber eine sehr große Lobby, die das mit allen Mitteln verhindern will.

4. Meine persönlichen Erfahrungen und die anderer, die ihre Ernährung entsprechend umgestellt haben und Krankheiten loswurden, die in der Schulmedizin als unheilbar gelten.

> Vielleicht ist es ja auch Glaubenssache - die einen glauben

> (so wie ich), Zucker an sich ist unschädlich, die anderen

> glauben (so wie du), er zerstört Vitamine.

Glauben heißt nichts wissen. Ich weiß, daß Fabrikzucker schädlich ist, weil ich es u.a. am eigenen Leib erfahren habe. Meine Krankheiten verschwanden nachdem ich den Fabrikzucker aus der Ernährung geworfen habe und ich bin damit kein Einzelfall. So gesehen bestätigt das direkt die Erkenntnisse von Bruker und den genannten Forschern.

Im übrigens habe ich nie gesagt, daß Fabrikzucker Vitamine zerstört - das ist falsch. Fabrikzucker führt zu einem relativen Mangel an den am Abbau beteiligten Vitaminen. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

> Wie ich dazu komme? Ich habe in meiner Ausbildung zur

> Krankenschwester keinen einzigen Patienten gehabt, bei

> dem der Laborbefund im Blutbild einen Vitamin B-Mangel

> angezeigt hätte. Die Werte waren alle im Normalbereich.

Interessant finde ich, daß in eurer Klinik die Bestimmung des Vitamin B1 Gehalts offenbar zur Standardprozedur gehört, während üblicherweise Vitamine nicht einmal im Rahmen eines großen Blutbildes ermittelt werden. Bestenfalls wird heute B12 zusätzlich bestimmt. Was für eine Station war das denn?

> Und das obwohl diese durchaus Zucker zu sich genommen

> haben, sei es im Tee, Kaffee, mit dem Essen oder dem

> Nachtisch. (Und das Krankenhausessen, zumindest in meinen,

> ist leider sehr vitaminarm - Fertigkost, Dampfkost aus der

> Großkantine.)

Dazu zitiere ich mal Bruker: "Demgegenüber sind die Hypovitaminosen ungeheuer verbreitet; die leichten Formen werden jedoch in ihrem wenig charakteristischen Bild, solange die Störungen sich vorwiegend im Funktionellen abspielen, nicht erkannt. Erschwerend für die diagnostische Erkennung kommt außerdem dazu, daß in den meisten Fällen Überlagerungen mit anderen Hypovitaminosen (Laktoflavin, Panthothensäure, Nikotinsäureamid, Biotin, Vitamin C u.a.) vorliegen, die überdies noch durch sonstige Ernährungsfehler kompliziert sein können. Daß auch hierbei noch individuelle Faktoren eine Rolle spielen, die das Bild variieren, versteht sich von selbst." (1)

jxn


@vivimo (2)

> Zur Entstehung dieser Krankheiten zählen aber sehr viele

> Faktoren, nicht nur der Zucker allein, z.B. fettreiches,

> einseitiges Essen, Bewegungsmangel, Stress, die Psyche,

> Hormonstörungen, nicht zu vergessenen die genetischen

> Veranlagungen.

Ich gebe dir insofern Recht, als neben dem Fabrikzucker weitere Ursachen wie der Verzehr von Auszugsmehlen, Fabrikfetten und der zu geringe Verzehr von Frischkost vorliegen. Es handelt sich aber um eine rein ernährungsbedingte Krankheit - sie wird also nur durch Ernährungsfehler verursacht. Diese Ursache ist Voraussetzung, daß ein Herzinfarkt entstehen kann, für den es dann unterschiedliche Auslöser geben kann. Streß bspw. verursacht keinen Herzinfarkt, er fungiert nur als Auslöser. Bewegungsmangel verursacht keinen Herzinfarkt und Hormonstörungen sind Symptome, keine Ursachen. Genetische Veranlagungen existieren genau genommen nicht, da kein Gendefekt für die Entstehung des Herzinfarktes verantwortlich zu machen ist. Lediglich wirken sich die Ernährungsfehler der Eltern auf die Kinder aus. Man nennt es nur "genetische Veranlagung" aber der Begriff ist genau genommen falsch.

> Man kann doch sowas nicht allein auf den Zucker schieben!

Das machen Dutzende von Forschern und Wissenschaftlern schon seit über 100 Jahren...

> Umgekehrt: Auch mit einer zuckerfreien Ernährung kann

> man diese Krankheiten bekommen!

Wie gesagt: Es gibt weitere Ernährungsfehler. Tatsache ist aber, daß man diese Krankheiten nicht bekommt, wenn diese Ernährungsfehler nicht gemacht werden. Wobei der Grad der Konsequenz, den man hierbei anlegen muß, abhängig von der Vorbelastung ist.

> Auf Station waren z.B. oft ältere männliche Patienten, die

> sich überhaupt nichts aus Süßem gemacht haben ("Süßes

> ist nur was für Frauen und Kinder"), sondern deftiges,

> würziges Essen a lá Fleisch, Soße und Knödel bevorzugten.

Dazu müßte man die Historie ihrer Ernährung näher beleuchten. Du würdest dabei mit Sicherheit einiges an Fabrikzucker, Auszugsmehlen und Fabrikfetten finden. Zumal der Fabrikzucker seit Jahrzehnten nahezu jedem Nahrungsmittel zugesetzt wird, so daß die Patienten dem gar nicht ausweichen konnten.

> Du meintest auf der vorigen Seite, es stehe in jedem

> Physiologiebuch, dass Zucker Vitamine der B-Gruppe

> verbrauche. In meinem konnte ich jedenfalls nichts finden

> (sind aber anerkannte Lehrbücher für Medizinalberufe).

Schau mal, ob du das Standardwerk irgendwo findest: "Die Vitamine und ihre klinische Anwendung" von Stepp, Kühnau, Schröder

> Ich denke, man muss es als gesamtes sehen.

> Eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung, wo

> auch Zucker in Maßen vorkommt, zusammen mit einem

> vernünftigen Lebensstil - ich glaube nicht, dass

> Vitaminmängel da eine Chance hätten.

Bei einer abwechslungsreichen, vollwertigen Ernährung kann kein Fabrikzucker vorkommen, das würde zu Unverträglichkeiten führen. Fabrikzucker hat die unschöne Eigenschaft, bei den meisten Menschen Vollkornprodukte und Frischkost unverträglich zu machen. Und da wir heute bereits die fünfte Generation sind, die mit der Fehlernährung aufwachsen, haben wir eine entsprechende Vorbelastung, was sich ja in den immer höheren Krankheitsraten bei Kindern widerspiegelt. Da reicht eine 'ich tu niemandem weh' Ernährung leider nicht mehr aus, da muß man schon konsequenter sein.

> Unser Körper ist ein Wunderwerk, ein hochkomplexes

> Zusammenspiel so vieler Mechanismen, von denen bis

> heute noch nicht alle erforscht sind.

Stimmt. Deshalb bringt es nichts, auf analytischer Ebene zu suchen, denn da verliert man sich in Einzelreaktionen, die in das Gesamtsystem Mensch nicht übertragbar sind. Gewisse Populärwissenschaftler machen gerne diesen Fehler. Die sicherste Variante ist immer noch: Wer heilt, hat Recht. Und wenn epidemiologisch sauber nachgewiesen wurde, daß Ernährungfehler zu Zivilisationskrankheiten führen, dann reicht das, um aktiv zu werden. Bitte lies hierzu mal das Buch "Gefährdete Menschheit".

> wir dürfen also weiterhin auf die Ergebnisse der

> Wissenschaft gespannt sein.

Da die Wissenschaft sich nicht um die Prävention von Krankheiten kümmert, sondern um die Behandlung von Symptomen, ist von dieser Seite wenig zu erwarten.

> Eine tolle Geburtstagstorte von friends und family, ein

> Stückchen Schokolade, süße Brotaufstriche, leckere

> Dessertkreationen... mmmh! Ohne Zucker wäre manches

> nicht möglich.

Gibts bei uns auch alles - ohne Fabrikzucker.

> Und trotz allem bin ich ernährungsbewusst, gesund, schlank,

> habe keine Vitaminmangelerscheinungen und genieße das

> Essen und das Leben!

Die ernährungsbedingten Krankheiten, die übrigens rund 80% der heutigen Krankheiten ausmachen, haben eine Anlaufzeit von 20-40 Jahren. Erst dann zeigen sie sich in Form diverser Symptome. Bei manchen früher durch bspw. Übergewicht, bei anderen erst dann, wenn es zu spät ist, bspw. durch Herzinfarkt.

Wie sicher bist du dir, wenn du siehst, daß alle Menschen um dich herum früher oder später solche Krankheiten entwickeln?

Das Leben und Essen genieße ich ebenfalls - aber zusätzlich genieße ich das Gefühl der Sicherheit, zumindest den ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen. Und das ist bei 80% schon mal eine ganze Menge... :-)

hlolyHgh+ost


Streß bspw. verursacht keinen Herzinfarkt, er fungiert nur als Auslöser. Bewegungsmangel verursacht keinen Herzinfarkt und Hormonstörungen sind Symptome, keine Ursachen. Genetische Veranlagungen existieren genau genommen nicht, da kein Gendefekt für die Entstehung des Herzinfarktes verantwortlich zu machen ist. Lediglich wirken sich die Ernährungsfehler der Eltern auf die Kinder aus. Man nennt es nur "genetische Veranlagung" aber der Begriff ist genau genommen falsch.

jn , findest du es nicht ein bisschen zu anmaßend , zu behaupten , herzinfarkte hätten als ursache ernährungsfehler und hormonstörungen ebenfalls?!

und in der umkehr zu sagen , wenn man sich so ernährt wie du es vorschlägst , hätte man selbst und die kinder ein absolut krankheitsfreies leben?!

das kann nicht dein ernst sein....

das ist kranken menschen eigentlich ziemlich kräftig auf die füße getreten...

jEn


@holyghost

> jn , findest du es nicht ein bisschen zu anmaßend, zu

> behaupten, herzinfarkte hätten als ursache ernährungsfehler

> und hormonstörungen ebenfalls?!

Was hat es mit Anmaßung zu tun, wenn ich das erzähle, was die genannten Forscher herausgefunden haben?

> und in der umkehr zu sagen, wenn man sich so ernährt wie

> du es vorschlägst, hätte man selbst und die kinder ein

> absolut krankheitsfreies leben?!

Das habe ich nicht gesagt.

Ich habe gesagt, daß man mit einer entsprechenden Ernährung die Entstehung der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten verhüten kann. Und daß dazu je nach Vorbelastung eine mehr oder weniger konsequente Umsetzung nötig ist. Wohlgemerkt, ich spreche hier nicht von Heilung, sondern von Prävention.

Ich würde nie behaupten, daß eine Ernährung welcher Art auch immer ein absolut krankheitsfreies Leben garantiert. Das verbietet sich schon aufgrund der Tatsache, daß ein Teil der Krankheiten nicht ernährungsbedingt ist und jeder Mensch eine individuelle Vorbelastung und Konstitution hat.

> das ist kranken menschen eigentlich ziemlich kräftig auf

> die füße getreten...

Warum? Weil man die Ursachen ihrer Krankheiten nennt? Seltsam. Mich würde es freuen, wenn man mir sagt, welche Ursache meine Krankheit hat, denn dann könnte ich etwas tun.

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