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Fabrikzucker, zucker, rohzucker, invertzucker, honig,

vsivaimo


> Trotzdem bringt die Medizin (ich nehme mal an, du

> meinst die Schulmedizin) sehr viel Nutzen und Gutes.

Beispiele? Außerhalb der Notfall und Unfallmedizin?

Einige Beispiele von tausenden nützlichen Sachen der Schulmedizin:

Antibiotika (zu Zeiten der Pest wäre es z.B. ein Segen gewesen - der Missbrauch der AB u. deren Resistenzen ist ein anderes Kapitel),

Operationen (angefangen von Blinddarm über Kaiserschnitt etc.)

Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit entsprechenden Medikamenten,

Insulintherapie bei Diabetikern,

Beatmung von Frügeborenen, deren Lunge noch zu unreif ist,

Transplantationen,

orthopädische Ersatzgliedmaßen bei Amputierten

...

Was sollten wir denn bspw. mit Contergan machen, wenn wir es dort nicht mehr als Anti-Lepra Mittel verkaufen könnten...

In der Tat. Bei Lepra ist es sinnvoll.

Hier ist es zu Recht in Verruf geraten, bei den grauenvollen, schrecklichen Schäden, die es bei Schwangeren angerichtet hat.

m0uck-elxbiene


@ jn:

das ist ja nicht grad viel...

zum einen finde ich schon die bezeichnung "alter artikel" etwas... na ja, brukers aussagen sind auch mindestens so "alt".

desweiteren wundert es mich stark, dass sich pirlet wie zitiert geäußert haben soll, denn seine kinder (? nehm ich mal an, da gleicher name), praktizieren nach seinen methoden noch heute. würden sie das tun, wenn er seine auffassungen öffentlich als falsch deklariert hätte?

[[http://www.dr-pirlet.de/start.html]]

[[http://www.pirlet-gottwald.de/]]

mb

CAh)indixt


@jn

Mag sein, dass es sich um einen alten Artikel handelt. Auf jeden Fall bietet der besagte Professor Pirlet seine Artikel und Schriften immer noch im Internet an ([[http://www.prof-pirlet.de/]]). Das andere hat Muckelbiene bereits gesagt.

Auch Pollmer hat in einem neueren Buch (Prost Mahlzeit. Krank durch gesunde Ernährung) den Professor Pirlet zitiert. Aber Pollmer ist bei dir abgeschrieben, seit er sich kritisch über die Vollwerternährung äussert. Die älteren Bücher erwähnst du ja noch gerne, da schien der gute Herr Pollmer noch vernünftig zu sein.

Zu diesem Artikel hattest du seinerzeit keine genaue Stellung genommen. Oder irre ich mich da?

[[http://www.gesundheitstrends.de/ernaehrung/tipps/brottrunk1.php]]

Interessant ist, dass der von dir zitierte Artikel von der GGB stammt (Gesellschaft für Gesundheitsberatung (GGB) e.V. )

Dr. Max Otto Bruker (1909 - 2001) gründete 1978 die gemeinnützige Gesellschaft für Gesundheitsberatung (GGB) e.V. Die Quelle sagt eigentlich schon viel aus. Hast du auch noch andere Quellen als die von der GGB?

jxn


@vivimo

> Einige Beispiele von tausenden nützlichen Sachen der Schulmedizin:

> Antibiotika

> Operationen

> Beatmung von Frügeborenen, deren Lunge noch zu unreif ist,

> orthopädische Ersatzgliedmaßen bei Amputierten

Das gehört zur Notfallmedizin. Keine Einwände.

> Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit entsprechenden

> Medikamenten,

> Insulintherapie bei Diabetikern,

Das sind symptomatische Linderungsbehandlungen. Hier wird versucht ein Leiden erträglich zu machen, statt es ursächlich zu behandeln oder von vorneherein zu verhüten.

Wenn eine pathologische Herzrhythmusstörung vorliegt, müssen die Ursachen gefunden und abgestellt werden. So etwas liegt üblicherweise im lebensbedingten Bereich, mit dem sich Medizinier ziemlich schwer tun und deshalb lieber versuchen mit Medikamenten das System zu beeinflussen. Da dadurch die Ursachen nicht behandelt werden, ist der über die Notfallversorgung hinausgehende medikamentöse Ansatz prinzipiell falsch.

Eine Insulintheraphie ist sicher nötig, wenn der Diabetes auftritt, aber auch das ist keine ursächliche Behandlung, sondern nur ein Lindern von Symptomen. Natürlich muß es auch so etwas geben, aber das primäre Ziel der Medizin sollte sein, den Diabetes erst gar nicht auftreten zu lassen. Die Ursachen sind seit Cleave&Campbell bekannt, werden aber von der Medizin ignoriert. Warum das so ist, kann man nur vermuten, aber wer weiß, wieviele Millionen und Milliarden mit allem rund um den Diabetiker gemacht werden, kann sich leicht ausmalen, welches Interesse daran besteht, den Diabetes von vorneherein zu verhindern...

> Transplantationen,

Hier muß man sich auch wieder die Frage stellen, warum die Transplantationen denn notwendig sind. Die Notfallmedizin mal beseite gelassen, sind dies in erster Linie Fälle, bei denen sich die Menschen die eigenen Organe durch entsprechende Schadstoffzufuhr ruiniert haben. Die Transplantation ist hier ebenfalls nur eine symptomatische Linderungsbehandlung. Aber solange mit dem Konsum von Genußdrogen jede Menge Geld gemacht wird - auch von staatlicher Seite - ist auch hier keine brauchbare Prävention zu erwarten.

jxn


@muckelbiene

> zum einen finde ich schon die bezeichnung "alter artikel" etwas...

Ein Artikel aus der Zeit vor dem Gespräch mit Bruker war gemeint.

> desweiteren wundert es mich stark, dass sich pirlet wie

> zitiert geäußert haben soll,

Ich kann dazu nichts näheres sagen. Da ich die Quelle aber persönlich kenne, halte ich das für vertrauenswürdig.

> denn seine kinder (? nehm ich mal an, da gleicher name),

> praktizieren nach seinen methoden noch heute. würden sie das

> tun, wenn er seine auffassungen öffentlich als falsch

> deklariert hätte?

Er hat seine Auffassungen nicht öffentlich als falsch deklariert, sondern in einem persönlichen Gespräch im kleinen Kreis mit Dr. Bruker.

jxn


@Chindit

> Auch Pollmer hat in einem neueren Buch (Prost Mahlzeit. Krank

> durch gesunde Ernährung) den Professor Pirlet zitiert.

Aus einer Rezension dieses Buches stammt das o.a. Zitat.

> Aber Pollmer ist bei dir abgeschrieben, seit er sich kritisch

> über die Vollwerternährung äussert.

Er ist nicht abgeschrieben. Er hat durchaus respektable Fähigkeiten auf seinem Gebiet - der Lebensmittelchemie - insbesondere, wenn es darum geht, sie anderen näherzubringen. Allerdings hat er keinerlei Erfahrungen in der Behandlung von Patienten und überträgt gerne mal isolierte in vitro Vorgänge auf den lebenden Menschen, was so nicht möglich ist. Und er erzählt Dinge, die er eigentlich besser wissen müßte - immerhin war er lange Jahre bei der GGB.

> Zu diesem Artikel hattest du seinerzeit keine genaue

> Stellung genommen. Oder irre ich mich da?

Kann sein, aber warum sollte ich dazu Stellung nehmen? Weil Pollmer wieder mal in vitro mit in vivo verwechselt? ;-)

> Interessant ist, dass der von dir zitierte Artikel von der

> GGB stammt (Gesellschaft für Gesundheitsberatung (GGB) e.V.)

Ja. Das Zitat stammt aus einer GGB Buchrezension zu dem o.g. Buch.

> Hast du auch noch andere Quellen als die von der GGB?

Nein.

CZhbindxit


@jn

In diesem Gespräch stellte sich alsbald heraus, daß Pirlet keinerlei Ahnung vom Verträglichkeitsproblem und von den Grundkenntnissen einer vollwertigen Ernährung hatte. " (GGB 02/92, Internet)

Professor Pirlet ernährte sich eine Zeit lang vollwertig:

[[http://www.delta-gym.ch/Ernaehrung/nutri/vollwert.htm]]

[[http://www.optipage.de/pirlet.html]]

pDac ifi9c_oc3egaxn


.desweiteren wundert es mich stark, dass sich pirlet wie zitiert geäußert haben soll, denn seine kinder (? nehm ich mal an, da gleicher name), praktizieren nach seinen methoden noch heute. würden sie das tun, wenn er seine auffassungen öffentlich als falsch deklariert hätte?..

Naja man weiß ja nicht was für ein Vater-Kind-Verhältnis da war. Nicht wenige Kinder machen das ganze Gegenteil von ihren Eltern. Aber ich glaube in diesem Fall machen sie sogar das selbe. Pirlet hat sich bei Bruker angeblich damit entschuldigt, dass er nicht anders konnte, weil er seine Arbeit sonst wahrscheinlich an den Nagel hängen hätte können. Nicht jeder kann so gut gegen den Strom schwimmen wie Bruker oder Schnitzer. Von irgendwas müssen auch Ärzte leben, v.a. wenn Kinder da sind, die versorgt werden müssen Da würde ich mir auch sehr genau überlegen ob ich mich mit allen anderen anlege und im Zweifel meine Kinder darunter leiden, evtl. sogar angefeindet werden. Pirlets Kinder haben jetzt also dasselbe Problem wie er selbst damals, d.h. sie haben vielleicht selber wieder Kinder und leben lieber irgendwo in Frieden als im Dauerkrieg exisitieren zu müssen. Ich kann das gut verstehen.

Professor Pirlet ernährte sich eine Zeit lang vollwertig:

Das heißt nicht, das er sich damit ausgekannt haben muss. Er kann ja viel falsch gemacht haben. Ich stimme ihm aber insoweit schon zu, dass die Vollwertkost für Leute, die Probleme mit der Verdauung kriegen, nicht zu empfehlen ist, weil es eben auf die Gesundheit geht. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass das nicht an der Vollwertkost an sich liegt, sondern eben daran, das die Leute Fehler machen. Es gibt nun mal sensible, für die die kleinsten Ausnahmen mit Zucker oder Säften zu Problemen führen können, aber die meisten sind angesichts der vielen Verlockungen auf Besuchen oder bei Einkäufen einfach nicht fähig konsequent zu sein. "Ach die kleine Ausnahme wird schon nicht so schlimm sein". Dann entstehen solche Unverträglichkeiten. Und auch die Kombination und Reihenfolge der Nahrungsmittel ist wichtig, wiel sonst eben Gärungsprozesse u.ä. möglich sind, die dann zu Blähungen, Bauchschmerzen usw. führen. Bruker sagt in seinen Büchern zum Beispiel immer, dass der Salat vor dem Mittagessen kommen sollte, weil bei manchen sonst eben Probleme auftreten, wenn auch nicht bei jedem. Aber wieviel essen ihren Salat nicht davor, sondern nebenbei wenn sie zu Mittag haben? Ich denke die Vollwertkost an sich ist schon der richtige Weg, man muss sich aber, wenn man sensibel ist schon richtig dafür entscheiden und Ausnahmen meiden. Es erfordert eben ein bißchen Arbeit und Information seine Ernährung dahingehend umzustellen. Und ich glaube Pirlet denkt selbst genauso, denn sonst würde er kaum empfehlen, dass die bei der Vollwertkost bleiben sollen, die sie vertragen.

Auch Pollmer hat in einem neueren Buch (Prost Mahlzeit. Krank durch gesunde Ernährung) den Professor Pirlet zitiert. Aber Pollmer ist bei dir abgeschrieben, seit er sich kritisch über die Vollwerternährung äussert.

Ich finde Pollmer auch nicht glaubwürdig. Im Vollwertforum haben wir gestern zufällig auch das Thema Pollmer gehabt, könnt Euch das ja mal durchlesen, warum ich ihn nicht gut finde:

[[http://www.vollwertleben.info/html/vollwert-forum.html]]

Rubrik "Küche und Kochen" und dann das Thema "polierter Reis" anklicken.

Wer keine Lust hat, hier mal paar Links, die dort auch vorkommen:

Biographie: [[http://www.lebenswissen.de/1veranstalt/pollmer-bio.htm]]

(Man beachte das Foto, dafür das er sich ja so toll mit Ernährung auskennt, ist er ziemlich dick, da stimmt was nicht. Ich würde auch keinem dicken Arzt glauben, der mir erzählt ich solle abnehmen, da würde ich mir verar...t vorkommen)

Und das hier finde ich schon regelrecht fahrlässig von Pollmer:

[[http://blattkritik.ch/index.php?/archives/43-Gewichtige-Argumente.html]]

mYuckeulb1ienxe


@ jn:

Er hat seine Auffassungen nicht öffentlich als falsch deklariert, sondern in einem persönlichen Gespräch im kleinen Kreis mit Dr. Bruker.

klar, und wenn die GGB das dann herausposaunt ist das natürlich nicht öffentlich...

Nicht jeder kann so gut gegen den Strom schwimmen wie Bruker oder Schnitzer.

mag sein, aber dann wäre ich als pirlet-kind ganz leise und würde GAR KEINE position zum thema nehmen, wenn ich mich wegen gewissenskonflikte in der zwickmühle fühle. wenn ich von A überzeugt bin, aber angst davor habe es laut auszusprechen, dann werde ich nicht lautstark B vertreten... sondern geschickt weder/noch...

Und ich glaube Pirlet denkt selbst genauso, denn sonst würde er kaum empfehlen, dass die bei der Vollwertkost bleiben sollen, die sie vertragen.

er empfielt es nicht, er sagt lediglich, dass man sich so ernähren kann (nicht soll!), wenn man es verträgt.

pollmer find ich übrigens auch nicht so... ich hab mal in das buch mit den ernährungsirrtümern reingeschaut. ich hab aus der selben reihe ein buch mit psycho-irrtümern und da hat sich bei mir ein ziemlich negativer eindruck der serie entwickelt.... ich mag diese buchreihe nicht und stehe deren autoren somit ebenfalls kritisch gegenüber...

in einem hat er recht: manchmal machen wir uns das leben unheimlich schwer und verschwenden es damit darüber nachzudenken, was wir in zukunft besser machen können, anstatt einfach mal zu LEBEN!

(ein bissl ist ja gut, aber in der hinsicht kann man es definitiv auch übertreiben...)

mb

v|iviFmxo


jn

> Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit entsprechenden Medikamenten, >Insulintherapie bei Diabetikern

Das sind symptomatische Linderungsbehandlungen. Hier wird versucht ein Leiden erträglich zu machen, statt es ursächlich zu behandeln oder von vorneherein zu verhüten.

Wenn eine pathologische Herzrhythmusstörung vorliegt, müssen die Ursachen gefunden und abgestellt werden [...]

Eine Insulintheraphie ist sicher nötig, wenn der Diabetes auftritt, aber auch das ist keine ursächliche Behandlung, sondern nur ein Lindern von Symptomen. Natürlich muß es auch so etwas geben, aber das primäre Ziel der Medizin sollte sein, den Diabetes erst gar nicht auftreten zu lassen...

Lieber jn, für Prävention bin ich auch.

Manchmal ist es aber gar nicht möglich, die Ursachen abzustellen.

Die Forschung ist noch nicht so weit, sodass sie alles vollständig heilen kann.

Jetzt wird dein Einwand kommen, dass das gezielt verhindert wird (was aber auch nicht immer der Fall ist), weil dadurch die Pharmazie davon lebt - aber so ist das Leben!

Überall wird Profit, aus allem, geschlagen, aber das ist in dem Fall wirklich das kleinere Übel!

Wir leben nun mal in einer materialistischen-kapitalistischen Welt. Mir wär's anders auch viel lieber, aber diese romantisch verklärte Vorstellung kann man sich abschminken.

Was willst du machen bei einem Kind, das mit angeborenen Herzfehler auf die Welt kommt oder mit Diabetes Typ I?

Es gibt nicht soviele Spenderherzen und -bauchspeicheldrüsen für alle, die es nötig hätten!

Auch bei einem älteren Menschen, der vielleicht durch ungesunde Ernährung zur Entstehung des Diabetes Typ II, beigetragen hat, kann dies nicht auf einmal wieder rückgängig gemacht werden!

Warum das so ist, kann man nur vermuten, aber wer weiß, wieviele Millionen und Milliarden mit allem rund um den Diabetiker gemacht werden, kann sich leicht ausmalen, welches Interesse daran besteht, den Diabetes von vorneherein zu verhindern...

Ich weiß, was du damit sagen willst. Natürlich ist das ein Milliardengeschäft.

Wie gesagt, die Entstehung des Diabetes zu verhindern, wäre natürlich das Optimalste.

Jedoch lassen sich viele Menschen auch bei der Diagnose Diabetes wider besseren Wissens z.B. nicht ihr fettes zuckerreiches Essen verbieten.

Es gibt Leute, die wirklich so handeln: "Ach, nach der Kuchenschlacht am Büffet spritz ich einfach ein bisschen mehr Insulin, dann passt das schon wieder."

Für mich persönlich ist sowas zwar ziemlich unverständlich, aber im Grunde ist das ist das des Menschen gutes Recht, mit ihrem Körper zu machen, was er will. Oder siehst du das anders?

Es ist bei Rauchern, Trinkern, und anderen, die bewusst selbstschädigendes Handeln betreiben, ähnlich.

> Transplantationen

Hier muß man sich auch wieder die Frage stellen, warum die Transplantationen denn notwendig sind. Die Notfallmedizin mal beseite gelassen, sind dies in erster Linie Fälle, bei denen sich die Menschen die eigenen Organe durch entsprechende Schadstoffzufuhr ruiniert haben. Die Transplantation ist hier ebenfalls nur eine symptomatische Linderungsbehandlung.

Du meinst die Fälle, wenn z.B. Raucher und Trinker neue Lebern und Lungen erhalten?

Klar, da sind sie selber schuld, sie haben sich ihre Organe selber ruiniert. Stimm ich dir vollkommen zu.

Das wäre lediglich symptomatische Linderungsbehandlung (und Verschwendung kostbarer Organe an Menschen, die es gar nicht verdient haben, ist meine ganz persönliche Meinung).

Doch bedenke die Menschen, die mit angeborenen Gendefekten auf die Welt kommen! (z.B. Morbus Wilson oder die autosomal rezessive polyzystische Nierenerkrankung)

Wo eine Organtransplantation die einzige Möglichkeit ist, ein halbwegs normales Leben außerhalb der Klinik führen zu können!

Die "Schulmedizin" sind nicht so schlecht, wie du denkst, jn.

Aber solange mit dem Konsum von Genußdrogen jede Menge Geld gemacht wird - auch von staatlicher Seite - ist auch hier keine brauchbare Prävention zu erwarten.

Tja, unsere Gesellschaft ist böse und verlogen. Geld regiert die Welt.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Keiner wird gezwungen, Alkohol zu trinken oder zu rauchen (ich bin übrigens selber Raucherin), Drogen zu nehmen, etc.

Es mag vielleicht schizophren sein, staatlich geförderte Aufklärungskampagnen gegen oben genannte Dinge zu führen und gleichzeitig hohe Steuern darauf zu schlagen. Vielleicht aber auch sinnvoll.

Aber so ist die Realität. Es wird aus allem Profit geschlagen.

Und jeder hat das Recht, nach seiner Facon zu leben.

Und muss mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen leben.

jxn


@muckelbiene

> klar, und wenn die GGB das dann herausposaunt ist das

> natürlich nicht öffentlich...

Von herausposaunen kann keine Rede sein. Die GGB ist damit nie hausieren gegangen oder hat Pressemeldungen veröffentlicht. Der Hinweis taucht lediglich in einer Buchbesprechung in der hauseigenen Mitgliederzeitschrift auf. Daß das dann jemand im Internet zitiert ist wieder eine andere Sache.

> [Pollmer]

> in einem hat er recht: manchmal machen wir uns das leben

> unheimlich schwer und verschwenden es damit darüber

> nachzudenken, was wir in zukunft besser machen können,

> anstatt einfach mal zu LEBEN!

Das ist in gewissen Grenzen sicher richtig, aber nicht in denen, die er gemeinhin präsentiert. Ich stimme dem zu, wenn es um Angstmacherei geht, wie bspw. bei den Infektionskrankheiten, der Vogelgrippe und ähnlichem. Und teilweise sicher auch im Bereich der Ernährung, wenn bspw. Angst vor irgendwelchen Inhaltsstoffen in natürlichen Lebensmitteln gemacht wird (was Pollmer ja interessanterweise selbst sehr gerne macht, um vor natürlicher Nahrung zu warnen).

Ich stimme dem aber nicht mehr zu, wenn es um offensichtliche Ernährungfehler geht. Dsa "einfach mal zu LEBEN", das uns die Nahrungsmittelindustrie samt Pollmer seit Jahren verkaufen wollen, hat in den vergangenen 100 Jahren zu einem derartigen Anstieg der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten geführt, daß unser medizinisches System in nächster Zukunft kollabieren wird, weil niemand mehr die Kosten dafür tragen kann. Hier zu verbreiten "lebt einfach so weiter, es ist alles in Ordnung" mag den Leuten gelegen kommen, weil sie dann nichts ändern müssen, aber dadurch ändert sich leider dann auch nichts an der Verbreitung der Krankheiten. Die Leidtragenden sind die Kinder, die immer früher immer mehr Krankheiten entwickeln. Wie das schon Frau Kühnast sehr gut erkannte und sagte, daß die heutige Generation der Kinder die erste sein wird, die vor den Eltern stirbt. Sie hat leider Recht - und da stellt sich einer hin und erzählt, daß man einfach nur so weiter machen soll...

jxn


@vivimo

> Lieber jn, für Prävention bin ich auch.

Dann sind wir ja schonmal auf der gleichen Linie...

> Manchmal ist es aber gar nicht möglich, die

> Ursachen abzustellen.

Es ist immer möglich die Ursachen abzustellen, wenn man sie erst einmal als solche erkannt hat.

> Die Forschung ist noch nicht so weit, sodass sie alles

> vollständig heilen kann.

Die Forschung kann prinzipiell nichts heilen, sie kann bestenfalls den Organismus bei der Heilung unterstützen. Wenn, heilt sich der Organismus selbst.

> Jetzt wird dein Einwand kommen, dass das gezielt verhindert

> wird (was aber auch nicht immer der Fall ist), weil dadurch die

> Pharmazie davon lebt - aber so ist das Leben!

Nein, so sind die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Das Leben könnte anders sein, wenn wir andere Werte und Ziele hätten. Solange nicht das Wohl des Nächsten im Vordergrund steht, sondern sein Geldbeutel, wird sich an der Problematik aber nichts ändern. Da müssen wir aber erst einmal bei uns selbst anfangen.

> Überall wird Profit, aus allem, geschlagen, aber das ist in

> dem Fall wirklich das kleinere Übel!

Das ist das Grundübel unserer Zivilisation. Wenn du dich mal mit dem Thema Zinssystem beschäftigst, wirst du feststellen, wie übel das wirklich ist und demnächst werden wird. Aber bleiben wir mal bei der Ernährung.

> Mir wär's anders auch viel lieber, aber diese romantisch

> verklärte Vorstellung kann man sich abschminken.

Es liegt an dir das zu ändern. Die Welt spiegelt ja nur unser Inneres.

> Was willst du machen bei einem Kind, das mit angeborenen

> Herzfehler auf die Welt kommt

Das ist ein Notfall, wie er mal passieren kann, aber idealerweise sollte sich hier ebenfalls eine Ursachenanalyse anschließen mit entsprechenden Konsequenzen. Vieles wird durch Fehlverhalten der Eltern verursacht, bspw. durch den Mißbrauch von Tabak, Genußdrogen oder Medikamenten. Hier müßte also eine entsprechende Aufklärung einsetzen.

> oder mit Diabetes Typ I?

Auch dieser Diabetes ist erworben und ernährungsbedingt. Hier ließe sich über die Ernährung sehr viel erreichen, eine entsprechende Aufklärung auch von staatlicher Seite vorausgesetzt.

> Es gibt nicht soviele Spenderherzen und -bauchspeicheldrüsen

> für alle, die es nötig hätten!

Das stimmt. Aber warum haben es denn so viele nötig? Hier liegt doch das Problem...

> Auch bei einem älteren Menschen, der vielleicht durch

> ungesunde Ernährung zur Entstehung des Diabetes Typ II,

> beigetragen hat, kann dies nicht auf einmal wieder

> rückgängig gemacht werden!

Es kann überhaupt nicht rückgängig gemacht werden, die Schäden an der BSP sind nicht umkehrbar. Aber auch hier muß präventiv etwas getan werden. Würde man die Bevölkerung über die Zusammenhänge aufklären und eine gesunde Ernährung durch entsprechende Maßnahmen unterstützen, würden die Erkrankungsraten im Lauf der Zeit deutlich sinken.

> Wie gesagt, die Entstehung des Diabetes zu verhindern,

> wäre natürlich das Optimalste.

Warum macht es dann niemand? Die Ursachen sind bekannt, aber es werden nicht einmal Studien dazu durchgeführt.

> Jedoch lassen sich viele Menschen auch bei der Diagnose

> Diabetes wider besseren Wissens z.B. nicht ihr fettes

> zuckerreiches Essen verbieten.

> Es gibt Leute, die wirklich so handeln: "Ach, nach der

> Kuchenschlacht am Büffet spritz ich einfach ein bisschen

>mehr Insulin, dann passt das schon wieder."

Gesundheit ist nunmal ein Informationsproblem. Solange bei Diabetikerschulungen (deren Inhalte letztendlich von Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie stammen) falsche Zusammenhänge geschildert werden, müssen wir uns über solche Einstellungen doch nicht wundern....

> Für mich persönlich ist sowas zwar ziemlich unverständlich,

> aber im Grunde ist das ist das des Menschen gutes Recht,

> mit ihrem Körper zu machen, was er will. Oder siehst du das

> anders?

Natürlich hat jeder das Recht auf seine freie Entfaltung - allerdings nur soweit das nicht auf Kosten anderer geht. Und diese Grenze haben wir lange überschritten, denn die Kosten für die Behandlung von Menschen mit dieser Einstellung tragen alle. Auch die Gesunden.

> Es ist bei Rauchern, Trinkern, und anderen, die bewusst

> selbstschädigendes Handeln betreiben, ähnlich.

Diese Handlungen werden ja auch gefördert, sogar von staatlicher Seite, denn die Einnahmen aus der Tabak und Alkoholsteuer werden dringend benötigt. Unter anderem wieder dafür, die dadurch verursachten Krankheiten zu behandeln...

> Du meinst die Fälle, wenn z.B. Raucher und Trinker neue

> Lebern und Lungen erhalten?

Ja.

> Doch bedenke die Menschen, die mit angeborenen

> Gendefekten auf die Welt kommen! (z.B. Morbus Wilson

> oder die autosomal rezessive polyzystische Nierenerkrankung)

Kein Frage. So etwas passiert natürlich, ist aber so selten, daß die Gemeinschaft das locker mit tragen könnte. Wobei zu berücksichtigen wäre, daß einiges, was als angeborener Gendefekt gehandelt wird, gar kein genetischer Defekt ist.

> Die "Schulmedizin" sind nicht so schlecht, wie du denkst, jn.

Sie ist sogar noch viel schlechter... Wenn du mal einen Einblick in das System bekommst, dann wundert dich nichts mehr.

Ich bin dafür, das Ärzte zukünftig ein Erfolgshonorar bekommen. Sie sollten bezahlt werden, wenn der Patient gesund wird und auch bleibt.

> Tja, unsere Gesellschaft ist böse und verlogen.

Eigentlich nicht. Nur egoistisch. Wir müssen im Grunde das lernen, was da einer schon vor 2000 Jahren gelehrt hat: Den Nächsten zu lieben - statt ihn auszubeuten.

> Keiner wird gezwungen, Alkohol zu trinken oder zu rauchen

> (ich bin übrigens selber Raucherin), Drogen zu nehmen, etc.

Indirekt schon: Werbung, Gruppenzwang, falsche Werte...

Frage dich doch doch mal selbst: Warum rauchst du?

> Und jeder hat das Recht, nach seiner Facon zu leben.

> Und muss mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen leben.

Ein gutes Schlußwort. Allerdings stimmt das nur, solange der Einzelne das nicht auf Kosten anderer macht. Die persönliche Freiheit endet nunmal dort, wo die Freiheit des anderen beeinträchtigt wird.

vqiIvimxo


jn

Langsam wird das Ganze hier zu einer Grundsatzdiskussion ohne Ende. %-|

Wenn du mal einen Einblick in das System bekommst, dann wundert dich nichts mehr.

Ich habe größere Einblicke und weiß mehr Bescheid darüber als du denkst.

Nur weil ich nicht deiner Meinung bin und die gleichen Auffassungen habe, musst du nicht denken, ich wäre ein naives Dummchen, das an Halbgötter in Weiß glaubt. :-/

Und die Vollwertköstler haben die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen.

Wenn du oder deine Familienmitglieder mal krank werden, kannst du dich ja gerne mit homöopathischen Sachen behandeln.

Nur, du wirst auch froh sein über die Künste und Methoden der Schulmedizin, wenn du mal einen Autounfall hast oder ein behindertes, schwerkrankes Kind hättest.

Gehst du nicht regelmäßig zum Zahnarzt? Der ja auch ein Schulmedizinier ist?

Ich find das ganz schön dreist von dir, zu behaupten, dass unsere Medizin ja so furchtbar schlecht und geldversessen ist.

> Die "Schulmedizin" sind nicht so schlecht, wie du denkst, jn.

Sie ist sogar noch viel schlechter...

Woanders wären sie froh, wenn es so ein gutes Gesundheitssystem wie hier gäbe!

Manchmal ist der Mensch ganz schön undankbar! >:(

jxn


> Ich habe größere Einblicke und weiß mehr Bescheid darüber

> als du denkst.

Nun, möglicherweise weißt du einfach andere Dinge als ich..

> Nur weil ich nicht deiner Meinung bin und die gleichen

> Auffassungen habe, musst du nicht denken, ich wäre ein

> naives Dummchen, das an Halbgötter in Weiß glaubt.

Hmm. Interessant finde ich, daß ich das nie behauptet habe und auch nicht von dir denke, du das aber so empfindest...

> Und die Vollwertköstler haben die Weisheit auch

> nicht mit Löffeln gefressen.

Nein, die halten sich meist an den Frischkornbrei.. ;-)

> Wenn du oder deine Familienmitglieder mal krank werden,

> kannst du dich ja gerne mit homöopathischen Sachen behandeln.

Das mache ich auch mit gutem Erfolg. Allerdings hat die Homöopathie Grenzen und die muß man kennen.

> Nur, du wirst auch froh sein über die Künste und Methoden

> der Schulmedizin, wenn du mal einen Autounfall hast oder

> ein behindertes, schwerkrankes Kind hättest.

Natürlich. Und wenn du meine Beiträge nochmal liest, wirst du feststellen, daß ich den Bereich der Unfall- und Notfallmedizin bewußt ausgeklammert habe. Hier wird wirklich hervorragendes geleistet, keine Frage. Mit geht es um die Prävention und ursächliche Behandlung von Krankheiten. Beides ist in unserem Medizinsystem praktisch nicht existent.

> Ich find das ganz schön dreist von dir, zu behaupten, dass

> unsere Medizin ja so furchtbar schlecht und geldversessen ist.

Dieser Eindruck entsteht leider.

> Woanders wären sie froh, wenn es so ein gutes

> Gesundheitssystem wie hier gäbe!

Das mag sein, ändert aber nichts daran, daß es einem Krankenhaus in erster Linie um sein wirtschaftliches Überleben und damit um den Geldbeutel der Patienten geht. Wie bei allen Institutionen gilt das primär für das dahinter stehende System, nicht für die Leute an der Front. Die Ärzte, Pfleger und Pflegerinnen haben meinen vollsten Respekt, hier wird wirklich für den Patienten gearbeitet - wenn es das System dahinter zuläßt.

mAuckelEbiexne


@ jn:

Wie das schon Frau Kühnast sehr gut erkannte und sagte, daß die heutige Generation der Kinder die erste sein wird, die vor den Eltern stirbt. Sie hat leider Recht - und da stellt sich einer hin und erzählt, daß man einfach nur so weiter machen soll...

Hast du schon mal darüber nachgedacht, wieviele Kinder früher vor ihren Eltern gestorben sind? An Kinderkrankheiten, weil sie nicht behandelt werden konnten oder ähnlichen Krankheiten, die heute keine Gefahr mehr für Kinder darstellen? Manchmal frag ich mich, ob die Menschen früher einfach wenig "Zivilisationskrankheiten" aufwiesen, weil sie vorher durch Krankheiten gestorben sind, die es heute nicht mehr gibt oder heilbar sind. Im Mittelalter beispielsweise sind die Menschen ja bei weitem noch nicht so alt geworden wie heute.

Werbung, Gruppenzwang, falsche Werte...

vielleicht darf ich dir dazu mal das Buch "Konsumrebellen. Der Mythos der Gegenkultur" von Joseph Heath, Andrew Potter, Thomas Laugstien (Übersetzer) empfehlen. Sehr interessant in psychologischer Hinsicht... (ich stehe nicht 100% hinter dem Buchinhalt, aber man kann jede Menge über Werbung, Gruppenzwang, Trends etc. lernen und hinterher hatte ich zumindest eine differenzierte Sicht auf manche Dinge.

mb

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