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Erfahrungen mit entsäuerung

j0oLeBdaltoxn


@ Terraner

der Bicarbonatpuffer über die Atmung ist am schnelsten und effektivsten

und siehe andere Faktoren wie Stress, saufem etc.

@DonJoker

was meinst du gemau?

die Nahrungsmittel sind doch wurscht

das andere ist interessabnter

DHon@ Joxker


Re: joedalton

die Nahrungsmittel sind doch wurscht

das andere ist interessanter

Kommt darauf an, wer es liest. Ich habe da nichts entdeckt, was ich nicht schon vorher gewußt hätte.

d|ionysQos7x4


In dieser Diskussion sind mehrere Punkte sachlich falsch:

1. Der Begriff der "Übersäuerung" ist zu allgemein. Als Diskussionsgrundlage müßte man zunächst definieren, was man darunter versteht. Die Klinik meint damit die akutmedizinischen Notfälle von Azidosen aller Art. Die Naturheilkunde dagegen meint die latente(!!!) Azidose. Latent bedeutet, wie der Name schon sagt, daß der Blut-pH sich im Normbereich befindet, aber die Säure-Basen-Regulation nur noch auf Kosten von Kompensationsmechanismen, insbesondere der basischen Mineralstoffdepots und der Proteoglykane des Bindegewebes gewährleistet wird. Die Kritik, daß der menschliche Körper über effiziente Puffersysteme verfügt, beantwortet nicht die Frage, woher denn die Puffer kommen. Der Organismus kann in der Tat große Mengen an Puffer mobilisieren, ohne das klinisch relevante Azidosen entstehen, aber das geht auf Kosten der Substanz. Und die gesundheitlichen Probleme entstehen dann nicht durch das azidotische Koma oder durch Veränderungen des pH-Wertes, sondern durch die Überlastung der Speicher. Als solche fungieren hauptsächlich die obengenannten Systeme, also die Knochen und das Bindegewebe, weshalb die Symptome sich daher auch überwiegend im Bewegungsapparat manifestieren; Die Knochen müssen zur Pufferung unverhältnismäßig große Mengen an basischem Phosphat abgeben, was auf Dauer zur Demineralisierung führt. Die Proteoglykane des Bindegewebes enthalten an ihren Aminosäureseitenketten viele negative elektrische Ladungen, die wie ein Molekularsieb wirken und die (positiv geladenen) Protonen (also die sauren Valenzen) abfangen. Dadurch verändern aber die Proteine ihre sterische Struktur und somit ihre natürlichen mechanischen Eigenschaften, was zu Schmerzen führt – ein häufiges Sympton der latenten Azidose. Allerdings muß der Vollständigkeit erwähnt werden, daß Schmerzen auch sehr viel andere Ursachen haben können, die nichts mit einer latenten Azidose zu tun haben, was aber durch solide Diagnostik ohne Probleme differenziert werden kann.

2. Eine Messung des pH-Wertes im Urin sagt zwar etwas über die Nierenfunktion, Harnwegsinfekte und das Nierensteinrisiko aus, aber leider nichts über das Vorliegen einer latenten Azidose, weil nur ein sehr geringer Anteil an Säuren ungebunden über die Nieren ausgeschieden wird. Dieser Anteil liegt bei maximal 1%, weshalb der Methode der Urinmessung keine höhere Validität zukommt, als dem Lesen aus dem Kaffeesatz. Die Blut-pH-Messung ist ebenfalls nur aussagekräftig in der Beurteilung klinisch manifester Azidosen. Aber solche Patienten schreiben nicht hier im Forum, sondern die befinden sich auf der Intensivstation. Um eine latente Azidose diagnostizieren zu können müssen die Säuren quantitativ über Titration bestimmt werden, wobei aber der an Stickstoff gebundene Anteil, den die Physiologen auch als "nicht-titrierbare Säure" bezeichnen, ebenfalls erfaßt werden muß. Dieser Anteil kann im Fall einer latenten Azidose immerhin bis zu 70%(!!!) der Säuremenge ausmachen und ist somit keine zu vernachlässigende Größe. Da er aber bei ärztlichen Harntitrationen nie erfaßt wird, kann diese Berufsgruppe auch keine qualifizierten Aussagen über die tatsächliche Säurebelastung des Patienten treffen.

3. Die sogenannte "Vollwerternährung" geht auf Vorstellungen des Nazi-Professors Werner Kollath zurück. Kollath, ein Befürworter von Zwangssterilisation und Rassenhygiene, hatte diese Ernährung aus politischen Gründen propagiert: Fleisch war teuer und rar, also mußt es schlecht geredet werden, denn Früchte die man nicht erreichen kann, sind ja bekanntlich sauer. Man bedenke, daß im 18. Jahrhundert ein Fleischverzehr von rd. 5 kg pro Kopf und Woche üblich war. Im 19. Jahrhundert wurde das Fleisch dann auf Grund der stark gestiegenen Nachfrage teurer. Die Städte expandierten wegen der Industrialisierung, die Unterversorgung mit erschwinglichen Lebensmitteln führte zu Mangelerscheinungen und Krankheiten, insbesondere Tuberkulose. Die Nazis suchten nach einem Kompromiß, wie man die Massen billig ernähren kann, ohne Mangelerscheinungen aufteten zu lassen. Gesund ist etwas anderes.

4. Vom internen Gebrauch basischer Mittel kann nur dringend abgeraten werden; zwar neutralisieren diese Basenmischungen die Säure, hinterlassen aber Salze, denn die Produkte aus Säuren und Basen sind ja bekanntlich die Salze der beteiligten Säuren. Man treibt damit den Teufel mit Beelzebub aus. Anders liegt die Sache bei der exteren Anwendung, also bei basischen Bädern, denn da muß die Niere ja nicht die Salze ausscheiden, sondern sie befinden sich im Badewasser.

E8ly7sian


Habe bereits bei einem anderen Thema (Schilddrüse) meinen Senf dazu gegeben. Nun frage ich mich, nachdem mein Arzt meine Schildddrüse für gesund befunden hat, ob meine Symptome evtl. mit einem aus dem Gleichgewicht gebrachten Säure-Basen-Haushalt zu tun haben könnten?

Meine Symptome sind Leistungsschwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis und ein ausgeprägtes Übersäuerungsgefühl in der Oberschenkelmuskulatur. Hinzu kommt Konditionsschwäche beim Sport und ich kann nur noch einen Bruchteil der Zeit in Sport investieren, den ich aufgebracht hatte, bevor diese Symptome vor etwa 3 Jahren eingesetzt haben.

Ich ernähre mich subjektiv gesund, aber recht einseitig oder abwechslungsarm: Morgens immer einen Apfel mit 'ne Schüssel Cornflakes mit Müsli, auf der Arbeit rohe Karotten, 'ne Banane und 2-3 doppelte Käsebrote, abends gibt's meistens Gemüsepfanne oder -auflauf mit Nudeln und frischer Kohl (Blumen-/Rosenkohl, Broccoli, Kohlrabi) mit gekochten Karotten und Zwiebeln, Oliven, Feta/Käse, Schinken. Esse wenig Süßigkeiten, wenn dann Hefekuchen mit wenig Zucker. Und meine tägliche Ernährungsweise weicht selten von diesem Schema ab, ziemlich krank, ich weiß, aber es geht schnell, schmeckt klasse und scheint gesund zu sein.

Kann so eine Ernährung zu Übersäuerung führen ???

Sport treibe ich max. 2x/Woche je ca. 2 Stunden. Bin 34, 190m, 80kg.

Die üblicherweise gemessenen Blutwerte sind alle OK, innere Organe wurden per Ultraschall für gesund befunden, Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG wurden ebenfalls für OK befunden.

Es ist also nicht ratsam Basenprodukte, wie SanaPro BASO Ph zu nehmen, die den Säure-Basen-Haushalt eigentlich ausgleichen sollen?

Nährstoffe/Kapsel bei einer Einnahme von 3x2 laut Empfehlung: Natriumbicarbonat 410,10mg, Calciumcarbonat 289,50mg, Magnesiumcitrat 96,50mg, Kaliumcitrat 72,40mg, Kaliumbicarbonat 48,30mg, Natriumphosphat 48,30mg

Gruß

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