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Wie senke ich meine Cholesterienwerte?

jsacRko007


Was jn hier erzählt

ist vollkommener Blödsinn. Ein zu hoher Choelsterinspiegel, insbesondere ein zu hoher LDL-Cholesterin-Spiegel, ist ein wesentlicher Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen, das ist eine der sichersten Erkenntnisse der Medizin und wurde in zahlreichen grossen Studien belegt, einige gesponosrt von Pharmafirmen, einige aber auch nicht. Was nun die Ursache für den hohen Cholesterinspiegel ist, ist in den meisten Fällen vollkommen unbedeutend, und oft auch nicht korrigierbar. Deshalb einen hohen Choelsterinspiegel nicht zu senken wäre genauso widersinnig wie einen Beinbruch nicht zu gipsen weil das ja nicht die Ursache des Bruchs (z.B. eine Osteoporose) beseitigt.

jxn


> Ein zu hoher Choelsterinspiegel, insbesondere ein zu hoher

> LDL-Cholesterin-Spiegel, ist ein wesentlicher Risikofaktor für

> kardiovaskuläre Erkrankungen,

Ein Risikofaktor ist die vornehme Umschreibung für ein Symptom, das gerne mal gleichzeitig mit einem anderen Symptom auftritt. Man ahnt, daß es einen Zusammenhang gibt, weiß aber nichts genaues, weil man die Ursachen nicht kennt. In keinem Fall ist ein Risikofaktor gleichzusetzen mit der Ursache einer Krankheit.

> das ist eine der sichersten Erkenntnisse der Medizin und

> wurde in zahlreichen grossen Studien belegt, einige gesponosrt

> von Pharmafirmen, einige aber auch nicht.

Nenne bitte eine seriöse Studie, die signifikant zeigt, daß das medikamentöse Senken des Cholesterinspiegels kardiovaskuläre Erkrankungen verhütet.

> Was nun die Ursache für den hohen Cholesterinspiegel ist,

> ist in den meisten Fällen vollkommen unbedeutend,

> und oft auch nicht korrigierbar.

Es ist sogar sehr bedeutend, wenn man die Krankheit heilen will, denn das geht nunmal nur, indem man die Ursachen der Krankheit abstellt. Wenn man stattdessen lieber Medikamente verkaufen möchte, besteht natürlich ein wirtschaftliches Interesse daran, die Ursachen als unbedeutend und sowieso nicht korrigierbar darzustellen. Sonst kämen die Leute am Ende ja noch auf die Idee, die Krankheit ursächlich zu behandeln und damit zu heilen, statt lebenslang Medikament zu konsumieren...

> Deshalb einen hohen Choelsterinspiegel nicht zu senken

> wäre genauso widersinnig wie einen Beinbruch nicht zu

> gipsen weil das ja nicht die Ursache des Bruchs

> (z.B. eine Osteoporose) beseitigt.

Es geht hier um eine erworbene Stoffwechselstörung deren Ursache in den Lebensumständen des Betroffenen liegt und nicht um eine durch Unfall verursachte Verletzung. Der Beinbruch ist eine Unfallfolge, kein Symptom.

hMolyg7hosxt


und wenn die ernährung unschuldig ist?

was macht man dann zur ursachenbeseitigung?

sich von der brücke stürzen?

:)D

lg

holy

jxn


@holyghost

> und wenn die ernährung unschuldig ist?

Generell muß zur Heilung einer Krankheit die Krankheitsursache beseitigt werden, die dazu natürlich vorher identifiziert werden muß und das ist Sache eines Arztes, der sich damit auskennt.

Sollte der Arzt zu dem Schluß kommen, daß die Fettstoffwechselstörung nicht ernährungsbedingt ist, sondern durch bspw. Medikamente verursacht wird, muß er eben diese Ursache beseitigen. In der Regel weiß der Betroffene aber auch schon selbst, ob er entsprechende Medikamente nimmt.

Da derartige Stoffwechselstörungen bei erworbenen Krankheiten aber fast ausschließlich ernährungsbedingt sind, muß die Ernährung zuerst korrigiert werden.

In jedem Fall macht es keinen Sinn, die Symptome zu unterdrücken ohne die Krankheitsursache zu beseitigen.

hHoNlyghxost


und wenn der grund zbsp stress ist?

oder erblich veranlagt?

oder schwangerschaft?

was dann?

jxa~cko0x07


jn

meint alles auf die Ernährung oder sonstige beeinflussbare Faktoren reduzieren zu können. Die Ernährung spielt in vielen Fällen sicherlich eine Rolle, ist aber in den meisten Fällen nicht allein verantwortlich für hohes Cholesterin. In der Regel spielen genetische Variationen die groesste Rolle, z.B. im Niemann-Pick-C-1-like-1 Protein, im Cholesterol-Esther-Transfer Protein, oder in intestinalen ABCG5/G8-Transportern. Wer mit entsprechenden Allelen geboren wird, kann dafür gar nichts und diese Ursache lässt sich auch in keiner Weise korrigieren. Sehr wohl aber kann man wirkungsvoll mit Medikamenten gegensteuern. Man kann die Pharmaindustrie für vieles beschimpfen, und natürlich spielen auch wirtschaftlichde Interessen eine Rolle, aber es ist dennoch im wesentlichen ein Verdienst der medikamentösen Behandlung dass die Mortalität an kardiovaskulären Erkrankungen in den letzten 30 Jahren um ca. 50% gesunken ist. Dass Pharmafirmen wirtschaftliche Interessen haben ist selbstverständlich und auch prinzipiell nicht unethisch, vor allem wenn man bedenkt dass die Entwicklung eines einzigen Medikaments heutzutage ca. $600.000.000 bis $850.000.000 kostet.

Mein Vergleich mit dem Beinbruch ist absolut gültig. Wo man die Ursache nämlich nicht behandeln kann,, ist es vollkommen legitim und geboten zumindest die Folgen (jn nennt das ein Symptom) zu behandeln.

j$n


@holyghost

Vorsicht, es geht hier um Ursachen erworbener Krankheiten. Die muß man unterscheiden von Auslösern oder Faktoren, die eine bestehende Symptomatik verschlimmern.

> und wenn der grund zbsp stress ist?

Wenn Streß Ursache einer Krankheit ist, dann muß in der Tat der Streß reduziert werden, keine Frage. Aber Streß verursacht keine Fettstoffwechselstörungen oder einen hohen Cholesterinspiegel.

> oder erblich veranlagt?

Wenn es wirklich ein Gendefekt ist, dann läßt sich daran weder mit Ernährung noch mit anderen Maßnahmen etwas ändern. Konsequent betrachtet ist aber nicht der Gendefekt die Ursache, sondern das, was den Gendefekt seinerseits verursacht. Die Ursache wäre dann in der toxischen Gesamtsituation zu suchen.

Es geht mir aber um erworbene Krankheiten, also Krankheiten, mit denen wir nicht geboren wurden. Gendefekte gehören also nicht dazu.

> oder schwangerschaft?

Schwangerschaften sind nie Krankheitsursachen. Der Grund, weshalb bestimmte Krankheiten im Rahmen der Schwangerschaft auftreten, liegt darin, daß die Schwangerschaft einen vorhandenen ernährungsbedingten Mangel an biologischen Wirkstoffen zwangsläufig verstärkt. Deshalb treten ernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes oder Übergewicht gerne mal in der Schwangerschaft auf - und verschwinden manchmal danach wieder, wenn die Mutter wieder nur für sich essen kann.

jWackox007


Eine erbliche Veranlagung

ist nicht ein Gendefekt, sondern eine Genvariation. Diese hat nichts mit "toxischen Gesamtsituationen" zu tun, sondern ist schlicht eine Folge der Vererbung an der sich nichts, aber auch wirklich gar nichts ändern lässt. Dir mag es um erworbene Krankheiten gehen, den meisten geht es hier aber schlicht darum ihr kardiovaskuläres Risiko zu senken, und das geht nun mal am besten mit konsequenter Senkung des Cholesterinspiegels mit Medikamenten falls sich durch gesunde Ernährung allein kein ausreichender Erfolg erzielen lässt. Dazu gehört natürlich auch eine gute Kontrolle des Blutdrucks (ggf. ebenfalls mit Medizin), Aufhören mit Rauchen, gute BZ-Einstellung bei Diabetikern, regelmässige körperliche Aktivität (Sport) und Gewichtsnormalisierung.

Diabetes in der Schwangerschaft hat im übrigen nichts (wirklich GAR nichts) mit Mangelernährung zu tun, sondern mit hormonellen Umstellungen die eine Insulinresistenz begünstigen. Das hier im Detail zu erklären würde zu weit führen und verstehen würdest du es eh nicht.

jIn


> Eine erbliche Veranlagung ist nicht ein Gendefekt, sondern

> eine Genvariation.

Es spielt keine Rolle, wie du es nennst. Tatsache ist, daß Krankheiten mit einer derartigen Ursache nicht ursächlich behandelbar sind. Ein hoher Cholesterinspiegel ist durch eine entsprechende Ernährungsumstellung korrigierbar, kann ergo nicht auf eine genetische Variation zurückzuführen sein.

> Dir mag es um erworbene Krankheiten gehen, den meisten

> geht es hier aber schlicht darum ihr kardiovaskuläres Risiko

> zu senken,

Um das Risiko einer Krankheit zu senken, muß die Ursache der Krankheit vermieden werden. Bei einer symptomatischen Senkung des Cholesterinspiegels passiert das nicht, ergo kann damit das Risiko nicht gesenkt werden.

> Das hier im Detail zu erklären würde zu weit führen

> und verstehen würdest du es eh nicht.

Es freut mich immer, wenn die Teilnehmer hier einen gepflegten und respektvollen Diskussionsstil führen.

bvernite-a7x4


Hmmm...

Diabetes in der Schwangerschaft hat im übrigen nichts (wirklich GAR nichts) mit Mangelernährung zu tun, sondern mit hormonellen Umstellungen die eine Insulinresistenz begünstigen.

...meine Frau hatte keine Schwangerschaftsdiabetes, hat da jetzt was mit ihrer Hormonumstellung nicht gestimmt? ;-)

hfend>yadRyoin


also es gibt schon andere ursachen als die ernährung. das schau ich mir an, wie jemand mit einem ldl-rezeptor-defekt über die ernährung seinen cholesterinspiegel senkt. die leute sterben mit 20 jahren an einem herzinfarkt, OBWOHL sie sich natürlich angemessen ernähren (müssen sie ja, sonst würden sie noch früher sterben).

lg hendy

jWackox007


Danke Hendy

für deinen Kommentar. Man kann die Details dazu schön nachlesen in dem berühmten Paper von Brown und Goldstein das in den 70ern in "Science" veröffentlicht wurde und letztlich mit dem Nobelpreis belohnt wurde. Diese beiden Herren arbeiten übrigens immer noch sehr erfolgreich auf diesem Gebiet und haben die University of Texas in Dallas zum weltweiten Mekka der Cholesterinforschung gemacht. Ihre Entdeckung war die Grundlage für die Einführung von Statinen und hat neueren Schätzungen zufolge inzwischen mehreren Millionen Menschen das Leben gerettet. Ein schönes Beispiel dafür wie absurd jn's Thesen sind.

Kurz gesagt: Auch bei vielen "Normalos" ohne familiäre Hypercholesterolämie sind hohe Cholesterinspiegel nicht allein durch Ernährungsumstellung behebbar. Das zu verleugnen zeugt schlicht von Unkenntnis. Und dass eine "symptomatische Senkung" des Cholesterins kardiovaskuläre Krankheiten verhindert ist allgemein anerkanntes und mehrfach sauber bewiesenes Wissen. Schlicht zu behaupten dass das nicht stimmt ist einfach nur lächerlich. JN will lediglich sein Buch mit frei erfundenem Halbwissen verkaufen, das ist verständlich aber nicht entschuldbar.

@bernie:

Keinen Schwangerschaftsdiabetes zu haben ist normal, schliesslich tritt das nur in einer Minderheit der Fälle auf. Insulinresistenz ist im übrigen nicht gleichzusetzen mit Diabetes.

b%ernsiex-a74


Insulinresistenz ist im übrigen nicht gleichzusetzen mit Diabetes

...Danke, das war mir nicht ganz klar.

Denke nicht, dass JN Bücher verkaufen will.

Eines finde ich aber bei dem Umstrittenen Ernährungsarzt Bruker beeindrukend.

Seine extremst umstrittenen Ernährungstipps der 70er und 80er sind nun eigendlich 1:1 umgesetzt. Damals "offiziell" empfohlen: Statt Stillen Säuglingsnahrung und "Margarine ist gesund".

Wir haben ja gerade ein Kind bekommen, von einer österreichischen Landesregierung aus, ist uns viel Infomaterial zugeschickt worden, auch bzgl Ernährung unseres kleinen.

Kurz zusammengefasst:

Stillen 6 Monate lang

Zucker SEHR, SEHR einschränken

Auf Gemüse Butter (warum nicht Margarine?)

j;n


@hendy

> also es gibt schon andere ursachen als die ernährung. das schau

> ich mir an, wie jemand mit einem ldl-rezeptor-defekt über die

> ernährung seinen cholesterinspiegel senkt.

Welche Ursache hat denn der LDL Rezeptordefekt? Die medizinihsce Forschung definiert gerne den nächstbesten Grund als Ursache, aber man muß die Ursachenkette schon bis zu ihrem Anfang zurückverfolgen.

> die leute sterben mit 20 jahren an einem herzinfarkt, OBWOHL

> sie sich natürlich angemessen ernähren (müssen sie ja, sonst

> würden sie noch früher sterben).

Wie sieht die angemessene Ernährung denn in diesem Fall aus? Ist das nicht die übliche cholesterinarme, cholesterinsenkende Diät?

jxn


@jacko007

> Man kann die Details dazu schön nachlesen in dem berühmten

> Paper von Brown und Goldstein das in den 70ern in "Science"

> veröffentlicht wurde und letztlich mit dem Nobelpreis belohnt

> wurde.

Die Herren haben lediglich einen Teil des Transportmechanismus - eben die LDL Rezeptoren entdeckt und offenbar geht ein Mangel an Rezeptoren offenbar häufig einher mit einem erhöhten Cholesterinspiegel. Wie immer, wenn zwei Dinge gleichzeitig auftreten, geht die Medizin den einfachsten Weg und erklärt eins zur Ursache des anderen. Und genauso üblich ist es, bei Unkenntnis der Ursache die Ursache erst mal in Gendefekten zu suchen.

Was, wenn die LDL Rezeptoren deshalb vermindert sind, weil die Zelle sie nicht mehr richtig ausbilden kann?

> Ihre Entdeckung war die Grundlage für die Einführung von

> Statinen und hat neueren Schätzungen zufolge inzwischen

> mehreren Millionen Menschen das Leben gerettet.

Woher stammt diese Aussage?

> Kurz gesagt: Auch bei vielen "Normalos" ohne familiäre

> Hypercholesterolämie sind hohe Cholesterinspiegel nicht

> allein durch Ernährungsumstellung behebbar.

Sagt wer und wo?

> Und dass eine "symptomatische Senkung" des Cholesterins

> kardiovaskuläre Krankheiten verhindert ist allgemein

> anerkanntes und mehrfach sauber bewiesenes Wissen.

Jetzt mal bitte Butter bei die Fische: Wo genau wird das sauber bewiesen?

> JN will lediglich sein Buch mit frei erfundenem Halbwissen

> verkaufen, das ist verständlich aber nicht entschuldbar.

Der Begriff der Verleumdung ist dir sicher bekannt? Belege, daß ich hier "mein Buch" verkaufen will, oder ziehe deine Aussage zurück.

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