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Blähungen von Brot, Nudeln?

21.10.06  21:25

Hallo,

ich wollte fragen ob es eine Nahrungamittelunverträglichkeit gegen Brot, Nudeln und anderen mehlhaltigen Produkten gibt.

Denn ich habe gemerkt, dass nachdem ich mehlhaltige Produkte esse, ich Blähungen bekomme. Drei Tage lang habe ich komplett auf Brot usw. verzichtet und hatte keine Beschwerden.

Ich habe mich selbst auch schon ein bisschen informiert und habe gehört, dass vielleicht das Gluken schuld sein könnte.

Was kann man dagegen machen außer es nichtmehr zu essen? Im Brot usw. sind doch wichtige Nährstoffe und Kohlenhydrate, dass es sicherlich auch nicht gut wäre komplett darauf zu verzichten oder?

Vielen Dank für Antworten.

BQritjtaFr

21.10.06  21:47

also da gibt es mehrere möglichkeiten: zum einen eine glutenunverträglichkeit, die du selbst auch schon in erwägung gezogen hast. da gibt es zum einen die entzündliche, lebenslange erkrankung des dünndarms (zöliakie), bei der sich die darmzotten zurückbilden und somit nährstoffe nur mehr ungenügend aufgenommen werden können. hält man sich an die strikt glutenfreie diät ist alles in ordnung, tut man es nicht kann das aber lebensbedrohlich werden.

das wäre der schlimmste fall, die symptome für eine zöliakie sind meist sehr unspezifisch und können nicht genau zugeordnet werden. meist sind die personen auch müde, abgeschlagen und blass.

diagnostiziert wird das durch antikörperbestimmung im blut, und leider um ganz sicher zu gehen müsste man nachher auch noch eine dünndarmbiopsie machen

es gibt aber auch eine temporäre glutenunverträglichkeit, falls dein darm gereizt ist, und einfach das klebereiweiß nicht verträgt. das äußert sich aber häufig in starken bauchkrämpfen. die temporäre glutenunverträglichkeit kann man glaub ich nicht diagnostizieren.

dann könnte es noch eine allergie sein (wobei da die symptome meist heftiger ausfallen), gegen irgendein getreide - kannst du über bluttest oder haut-prick-test bestimmen (der bluttest lohnt sich ohnehin in jedem fall)

könnte aber auch sein, dass du einfach ein bestimmtes nahrungsmittel nicht verträgst, und ich glaub das ist am wahrscheinlichsten, deinen symptomen nach zu schließen. das nennt sich dann pseudoallergie. manche behaupten sie können das mit einem antikörper-bluttest bestimmen, aber die methode ist noch umstritten. die personen die so einen test machen dürfen nachher oft gar nichts mehr essen.

du könntest es mal so versuchen, alle getreidearten durchzuprobieren, oder zB mal 5 tage glutenhältige getreide (= weizen, roggen, hafer, dinkel, kamut, gerste...) und dann 5 tage lang glutenfreie (= zB buchweizen, mais, hirse, amaranth, quinoa, reis) und schauen, ob du einen unterschied merkst. und dann kannst du später jede einzelne getreidesorte auf die art austesten.

wichtig wäre dann noch zu wissen ob du sonst noch beschwerden hast außer der blähungen, oder ob das dein einziges gesundheitliches manko ist...

es reicht sicher nicht einfach das betreffende nahrungsmittel wegzulassen, denn man will ja auch die ursache dafür finden, dass du das plötzlich nicht mehr vertragst, das muss ja einen grund haben. vielleicht kämpft dein körper ja grade mit was anderem oder deine darmflora ist einfach im eimer.

beim brot muss ich dir aber widersprechen. denke schon dass man sich auch gänzlich ohne brot gesund und mit allen mineralstoffen ernähren kann. in den meisten broten ist sowieso nichts wertvolles mehr drin (außer in 100% vollkornbroten), da ist es eh besser wenn man die weglässt ;-)

lg hendy

h\endy4adyoxin

21.10.06  21:50

Hallo Britta,

> ich wollte fragen ob es eine Nahrungamittelunverträglichkeit

> gegen Brot, Nudeln und anderen mehlhaltigen Produkten gibt.

Nein, nicht direkt.

> Ich habe mich selbst auch schon ein bisschen informiert und

> habe gehört, dass vielleicht das Gluken schuld sein könnte.

Nein. Das Gluten ist nie schuld. Bei der Zöliakie (auch: Sprue, Mehlnährschaden, Heubner-Hertersche Krankheit), degenerieren die die Zellen des Darmepithels aufgrund einer allergischen Reaktion auf das Klebereiweiß des Getreides (Gluten). Das Gluten kann aber nichts dafür, daß der Darm so seltsam reagiert. Es ist also nicht Ursache einer solchen Erkrankung, sondern nur Auslöser. Die Ursachen der Zöliakie liegen wie die einer normalen Allergie in einer langjährigen Ernährung mit stark verarbeiteten Nahrungsmitteln.

> Was kann man dagegen machen außer es nichtmehr zu essen?

Zunächst solltest du zum Arzt gehen und eine Diagnose stellen lassen. Möglicherweise hast du ja auch etwas anderes.

Wie bei jeder Krankheit kann eine Heilung nur dann erfolgen, wenn die Ursachen abgestellt werden. Da die Ursachen im langjährigen Verzehr stark verarbeiteter Nahrungsmittel liegen, wäre es sinnvoll, die Ernährung auf eine möglichst naturbelassene Ernährung umzustellen. Das würde im einzelnen bedeuten: Kein Fabrikzucker, keine Auszugsmehle, keine Fabrikfette, keine Säfte oder gekochtes Obst und kein tierisches Eiweiß. Stattdessen: frische (echte) Vollkornprodukte, naturbelassene Öle und Fette, viel Frischkost. Zu Beginn muß eventuell auch auf glutenhaltige Nahrungsmittel verzichtet werden, sie können später nach Abklingen der Krankheit wieder in die Ernährung aufgenommen werden.

Das alles sollte aber allen mit einem Arzt besprochen werden, der sich damit auskennt und entsprechend beraten kann.

> Im Brot usw. sind doch wichtige Nährstoffe und Kohlenhydrate,

> dass es sicherlich auch nicht gut wäre komplett darauf zu

> verzichten oder?

Richtig. Das Getreide ist essentiell für die Erhaltung der Gesundheit, allerdings nur dann, wenn es als Vollgetreide verzehrt wird. In konservierter Form, als Auszugsmehl, schadet es mehr als es nützt.

jKn

23.10.06  10:17

Es gibt sehr wohl eine Brotunverträglichkeit

Ich halte eine Getreide und somit eine Brotunverträglichkeit für durchaus denkbar. Insbesonders wenn man Blutgruppe 0 hat. Diese Menschen haben neben einer Glutenunverträglichkeit auch noch eine Lactoseintolleranz nur wird in unserer Gesellschaft das meist als nicht möglich dargestellt. Und es gibt sie eben doch! Einfach mal auf Brot verzichten und sich von Milchprodukten fern halten. Auf Getreidesorten wie Hirse Reis und Amaranth umsteigen. Essener Brot (Brot aus gekeimten Weizen) ist dann noch am ehesten zu vertragen. Mein Tipp das weglassen was einem nicht gut tut! Gute Besserung *:)

D.erQ Überz[euxgte

23.10.06  15:36

Meiner meinung nach kannst du eine unverträglichkeit auch gegen Hefe haben.

Bzw du hast einfach eine gestörte Darmflora, die dir die Kohlehydrate in übelriechende Gase umwandelt.

Die "Behandlung" erfolgt durch gesundes Essen, wie JN sie hier schon öfters erklärt hat. Deine Beschwerden sollten wieder verschwinden.

bTerniCe-a74

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