» »

Milcheiweissallergie

P6ireTlli0x07


Was kommt bei Milcheiweissallergikern denn so aufs Brot? Ich bin doch so ein Käsetiger |-o :°_!? Im Moment weiß ich überhaupt nicht, was die beste Ernährung wäre!?

A9kafsh1a76x7


Ich hab zwar keine Allergie, aber ich esse sehr gerne diverse pflanzliche Aufstriche - die gibts in Reformhäusern, Drogerien, manchen Supermärkten...

jxn


@Pirelli007

> Was kommt bei Milcheiweissallergikern denn so aufs Brot?

> Ich bin doch so ein Käsetiger

Einer der wichtigsten Punkte bei Allergien ist der Verzicht auf tierisches Eiweiß. So gesehen sieht es schlecht aus für den Käse. Ich kann es nachfühlen, ich bin auch ein Käsefan, verzichte aber auch wegen einer früheren Allergie darauf.

Brotaufstriche kann man wunderbar selbst machen. Es gibt einige Bücher im Handel, in denen jede Menge Rezepte zu finden sind. Meist ist die Basis Butter, ein Brandteig oder Sonnenblumenkerne. Butter wird in der Regel gut vertragen, weil sie nur sehr wenig Eiweiß enthält und man keine größeren Mengen verzehrt.

Wenn es dich interessiert, findest du hier ein paar Beispielrezepte: [[http://wiki25.parsimony.net/cgi-bin/wiki/program/db-view.cgi?wiki63722;BrotAufstriche]]

PHir8elli00x7


@jn

Ich habe noch ein paar Fragen |-o *sorry*

1) Es ist ja allgemein bekannt, dass tierisches Eiweiss für den Menschen nicht notwendig ist, mit der Begründung, dass der Mensch kein artfremdes Eiweiss aufnehmen soll. Aber sind pflanzliche Eiweisse nicht auch artfremd?

2) Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, darf man Milchprodukte essen, vorausgesetzt man hat ein gesundes und gut funktionierendes Verdauungssystem. Da dieses aber durch die heutige Zeit nur noch sehr wenige Menschen haben, gibt es auch so viele Allergien. Der Mensch ist doch eigentlich ein Allesfresser und wenn er eben ein gesundes Verdauungssystem hätte, könnte er auch alles essen. Habe ich dich hier richtig verstanden?

3) Angenommen ein Mensch hat eine gesunde Verdauung, mit allen Enzymen usw. Könnte es trotzdem sein, dass diese Person auf Milchprodukte reagiert, weil es einfach generell unnatürlich ist, die Milch eines anderen Säugetieres zu trinken?

4) Ich habe schon des öfteren gehört, dass der Mensch sich nicht zum heutigen Lebewesen entwickelt hätte, wenn er nicht Fleisch als Nahrungsmittel entdeckt hätte. Was ist deine Meinung darüber?

Sorry für die endlose Fragerei, aber mich interessiert die Thematik wahnsinnig!

LG

P7irzelTli0s07


*hochschieb*

jPn


Hallo Pirelli007,

> Ich habe noch ein paar Fragen *sorry*

Kein Grund für Entschuldigungen, frag ruhig solange du mit meinen Antworten zufrieden bist... ;-)

> Aber sind pflanzliche Eiweisse nicht auch artfremd?

Der Begriff ist in der Tat mißverständlich und ich bin damit nicht wirklich zufrieden. Aber mir ist auch noch kein besserer eingefallen. Man könnte es vielleicht besser mit "das fremdartige Eiweiß" ausdrücken, aber das holpert an anderer Stelle wieder.

Eiweiß ist bei Säugetieren sehr spezifisch, wie man an schon den Blutgruppen sieht. Wenn sich zwei Blutgruppen nicht vertragen sind das ja auch nichts anderes als Reaktionen auf Fremdeiweiße. Man sieht es auch bei Transplantationen, bei denen das Immunsystem des Empfängers stark unterdrückt werden muß, um das fremde Organ nicht abzustoßen. Auch bei der Nahrungsaufnahme ist das tierische Eiweiß erst einmal ein Fremdeiweiß, durch das unser Immunsystem aktiviert und belastet wird. Deshalb wirkt das Meiden des tierischen Eiweißes entlastend bei allen Krankheiten, die etwas mit dem Immunsystem zu tun haben: Infektanfälligkeit, sog. Allergien, Rheuma, usw.

Auf pflanzliches Eiweiß reagiert unser Organismus nicht, weil es nicht artspezifisch ist. Es kennzeichnet keinen bestimmten Typ innerhalb unserer Art. Für uns als Mensch ist das pflanzliche Eiweiß unspezifisch, es ist einfach Bestandteil der von der Natur für uns vorgesehenen Nahrung.

> 2) Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, darf man

> Milchprodukte essen, vorausgesetzt man hat ein gesundes

> und gut funktionierendes Verdauungssystem.

Man sollte Milchprodukte meiden, wenn man an bestimmten Krankheiten leidet, die das Immunsystem bzw. den Eiweißstoffwechsel betreffen. Und man sollte sie nicht im Übermaß verzehren, vor allem nicht, wenn die restliche Nahrung reich an tierischem Eiweiß ist. Ansonstens spricht nichts dagegen. Es macht nur Sinn auch hier auf die Naturbelassenheit zu achten. Eine Rohmilch ist in jedem Fall wertvoller und gesünder als eine H-Milch oder gar eine Fertigmilch (Säuglingsnahrung!).

> Da dieses aber durch die heutige Zeit nur noch sehr

> wenige Menschen haben, gibt es auch so viele Allergien.

Die Allergien haben ihre Ursache zum einen in einem Überverzehr von tierischem Eiweiß, zum anderen in einer langjährigen Fehlernährung mit stark verarbeiteten und damit vitalstoffarmen Nahrungsmitteln. Das Verdauungssystem ist nie Ursache einer Allergie, bestenfalls zeigen sich dort die Folgen der Fehlernährung. Krankheitsursachen liegen immer(!) außerhalb des Organismus und in der Vergangenheit.

> Der Mensch ist doch eigentlich ein Allesfresser und wenn er

> eben ein gesundes Verdauungssystem hätte, könnte er auch

> alles essen. Habe ich dich hier richtig verstanden?

Der Mensch ist ein Früchte- und Samenesser. Fleisch kann er zwar in Grenzen verdauen, aber er trägt dadurch auf Dauer Schäden davon. Für Fleischverzehr sind wir nicht ausgelegt: Falsche Speichelzusammensetzung, unpassendes Gebiß, zu langer und faltiger Darm, usw..

> 3) Angenommen ein Mensch hat eine gesunde Verdauung,

> mit allen Enzymen usw. Könnte es trotzdem sein, dass diese

> Person auf Milchprodukte reagiert, weil es einfach generell

> unnatürlich ist, die Milch eines anderen Säugetieres zu trinken?

Im Grunde ja, aber das müßte man genauer definieren. Die Laktoseintoleranz bspw. ist bspw. ein Zeichen dafür, daß ein Milchverzehr nach der Säuglingszeit nicht für uns vorgesehen ist.

> 4) Ich habe schon des öfteren gehört, dass der Mensch

> sich nicht zum heutigen Lebewesen entwickelt hätte, wenn

> er nicht Fleisch als Nahrungsmittel entdeckt hätte. Was ist

> deine Meinung darüber?

Das ist eine interessante Theorie. Ich weiß nicht ob sie stimmt, aber ich bezweifle es. Früchte und Samen sind nunmal sehr viel leichter zu finden, zu sammeln und zu lagern als Fleisch. Fleisch zu beschaffen war immer mit einem sehr hohen Risiko behaftet und bevor der Mensch effektive Waffen hatte, war er nicht mal in der Lage eine Kaninchen zu fangen.

Letztendlich ist das aber auch nicht relevant, weil wir daraus keine sinnvollen Verhaltensweisen ableiten können. Wir wissen, daß Fleischverzehr im Übermaß gesundheitliche Nachteile hat. Wir wissen auch, welche Ernährungsfehler den meisten heutigen Krankheiten zugrundeliegen. An diesen Punkten müssen wir ansetzen. Was der Urmensch vor Tausenden von Jahren gegessen hat, ist da bestenfalls von akademischem Interesse.. ;-)

> Sorry für die endlose Fragerei, aber mich interessiert

> die Thematik wahnsinnig!

Frag ruhig. Es ist doch prima, daß du dich für dieses Thema interessierst. :-)

mei/choibob


@Pirelli & JN

> 4) Ich habe schon des öfteren gehört, dass der Mensch

> sich nicht zum heutigen Lebewesen entwickelt hätte, wenn

> er nicht Fleisch als Nahrungsmittel entdeckt hätte. Was ist

> deine Meinung darüber?

Ich mag sehr gerne den Spruch, wer nichts weiß muss Dinge glauben.

Mir persönlich ist es immer wichtig, solche Aussagen zu hinterfragen und mich selbsständig in der Fachliteratur schlau zu machen.

Dabei bin ich auf serh interessante Zusammenhönge gestoßen, durch die solche pauschalen Aussagen schnell relativiert werden.

Es ist erwiesen, das die Größe des Gehirnsnichts mit der Entwicklung zum heutigen Menschen zu tun hat. Zumindest nicht in Bezug auf den angeblichen Größenwachstum durch Fleischverzehr.

Vielmehr, und das klingt für mich wahrscheinlicher, war die wichtigste Grundlage die Entwicklung der Sprache.

Ein sehr interessantes Buch zu diesem Thema ist "Der dritte Schimpanse" von Jared Diamond.

Es wären bei solchen Aussagen auch etliche fragen zu klären, zum beispiel.

1. Zu welcher zeit, an welchem Ort und von wie vielen Menschen wurde Fleisch verzehrt?

2. Wie waren die klimatischen Bedingungen?

3. Wie groß war die menschliche Population zu diesen Zeitpunkten?

4. Wie wurden die Tiere gefangen und zerlegt, zum Beispiel in den Millionen Jahren bevor Werkzeuge von Menschen gebraucht wurden.

5. Wie wurde das Fleisch zubereitet oder haltbar gemacht, bevor der Gebrauch von feuer selbstverständlich war.

6. Welchen Einfluß hatte der Konsum von artfremden Eiweiß auf die Gesundheit des Menschen bei lysosomaler Eiweißabbauchschwäche?

7. Was war das Grundnahrungsmittel und wer hat dieses besorgt (Familienstrukturen, die Rolle von Frauen)

8. Ist die Anatomie des Menschen für Fleischverzehr ausgelegt (Gebissvergleiche, Enzyme, Verdauungssystem)

9. Bedeutet Fleisch essen "können" auch Fleisch essen "müssen"!?

10. Wie sieht das bei Naturvölkern aus (damals und heute)?

11. Gäbe es aus heutiger Sicht umweltspezifische Argumente gegen Fleischkonsum?

12. Selbst wenn es so wäre, worin besteht der Unterschied zum heutigen Fleischkonsum, zum möglichen damaligen? (Menge, Massentierhaltung, Abholzung, Tiermehl, BSE, Antiobiotika, Pestizide, Nahrungsgrundlage für Entwicklungsländer, Ökologische Kosten/Nutzen Analyse usw.)

Es gäbe sicher noch viele andere Fragen, die aufgeführt werden könnten.

Die Erfahrungen aus der Praxis haben jedoch gezeigt, das Fleischkosum nicht nur unnötig, sondern auch gesundheitsschädlich ist - nicht nur für die Tiere.

Gruß, Michael

bUerni*e-a74


Interessante Fragen.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Ern%C3%A4hrung#Ern.C3.A4hrung_in_der_menschlichen_Evolution]]

Spätestens vor 500.000 Jahren sind in Europa durch Funde von Waffenresten eindeutige menschliche Jagdaktivitäten belegt.

Vorher hat der Mensch vielleicht Aas gegessen, oder mit den Händen gejagt.

Ich teile die Meinung von JN in weiten Bereichen, aber nicht was den Fleichverzehr angeht.

Der Mensch ist keine Maschine. Ich denke....ist die Ernährung mögl. naturbelassen und wenig verändert, kann er sowohl Fleischesser dominierend als auch Pflanzenesser dominierend sein.

Was aber stimmt ist, dass man Allergien zur Verzicht von tierischem Eiweiß behandlen kann. (Bruker und Co.) Dabei ist aber das tierische Eiweiß NICHT die URSACHE der Allergie. Aus irgendeinem Grung verträgt der Allergiker das Eiweiß nicht. Da irrt Bruker, das ist meine Meinung.

j8n


@bernie

Es wäre doch schade, wenn wir alle einer Meinung wären... ;-)

> Der Mensch ist keine Maschine. Ich denke... ist die Ernährung

> mögl. naturbelassen und wenig verändert, kann er sowohl

> Fleischesser dominierend als auch Pflanzenesser dominierend

> sein.

Die Folgen lassen sich vielleicht am ehesten bei den Inuit erkennen, auch wenn die im Gegensatz zur landläufigen Meinung keineswegs reine Fleischesser waren. Immerhin verzehrten sie die erlegten Tiere vollständig, was eine unabdingbare Voraussetzung für die Gesunderhaltung ist. Leider litten sie als Folge des sehr hohen Eiweißanteils an einer der höchsten Osteoporoseraten der Welt. (-> John Robbins, Ernährung für ein neues Jahrtausend)

In diesem Zusammenhang sind vielleicht auch die Forschungen von Lothar Wendt interessant.

> Was aber stimmt ist, dass man Allergien zur Verzicht von

> tierischem Eiweiß behandlen kann. (Bruker und Co.) Dabei

> ist aber das tierische Eiweiß NICHT die URSACHE der Allergie.

Es ist nicht das tierische Eiweiß an sich, sondern der übermäßige Verzehr davon in Verbindung mit der zivilisatorischen Fehlernährung.

> Aus irgendeinem Grung verträgt der Allergiker das Eiweiß nicht.

Das artfremde Eiweiß belastet den Eiweißstoffwechsel und damit das Immunsystem zusätzlich. Deshalb hilft dem Allergiker oft auch schon der Verzicht auf tierisches Eiweiß.

> Da irrt Bruker, das ist meine Meinung.

Bruker hat aber in seinen Büchern nie gesagt, daß das tierische Eiweiß Ursache der Allergie ist, schon gar nicht alleinige...

mbichHibxob


@bernie

mit Sicherheit nicht vom Aas, dann wären sie vom Leichengift verreckt.

Ev. von frisch verstorbenen Tieren, welche aber mit Sicherheit nicht in Massen herum lagen.

"Was aber stimmt ist, dass man Allergien zur Verzicht von tierischem Eiweiß behandlen kann. (Bruker und Co.) Dabei ist aber das tierische Eiweiß NICHT die URSACHE der Allergie. Aus irgendeinem Grung verträgt der Allergiker das Eiweiß nicht. Da irrt Bruker, das ist meine Meinung."

Der "irgendeine Grund" ist die Ursache, nämlich eine Eiweißspeicherkrankheit (Proteothesaurismosen) (siehe prof. Dr. Lothar Wendt.) sowie der zusätzliche Verzehr isolierter Kohlehydrate.

-- Michael

P,iqrellzi00x7


Hallo jn,

Danke für deine Antworten :)^. Wie sind denn Käsesorten, die aus Rohmilch (z.B. Emmentaler) bestehen, zu beurteilen?

jxn


@Pirelli007

> Wie sind denn Käsesorten, die aus Rohmilch (z.B. Emmentaler)

> bestehen, zu beurteilen?

Für die gilt bezüglich des tierischen Eiweißes das gleiche wie für andere Käsesorten. Wenn tierisches Eiweiß verzehrt werden kann, dann sind sie aus Vollwertsicht natürlich deutlich besser, denn sie fallen noch unter Lebensmittel (fermentativ verändert, 3 nach Kollath). Das Eiweiß darin ist noch nativ, während es bei anderen Käsesorten, die ja durch die Pasteurisierung hitzebehandelt sind, das Eiweiß denaturiert ist.

"Denaturierung" meint den Verlust der Lebendigkeit und der spezifischen Eigenschaften des Eiweißes, nicht die Aufspaltung in Aminosäuren. Leider wird der Begriff heute fälschlich auch dafür verwendet.

S#nookxey


@ jn

Nun will ich dir aber auch einmal ein paar Fragen stellen :-)

Du sagst,dass jede "Allergie" eine Ursache hat und dass man diese beseitigen muss,damit man die Produkte,auf die man reagiert,wieder zu sich nehmen kann.

Was kann ich denn da machen mit meiner Fructose-, Lactoseintoleranz, Weizen-, Milcheiweiallergie usw.?

Wie kann man denn da die Ursache beseitigen?

Geht das überhaupt, wenn die Ursache eine Entzündung im Darm war und diese nun aber bereits wieder abgeklungen ist?

...mir wird immer gesagt, dass das alles lebenslang so sein wird ... :-(

Würde mich über eine Antwort freuen

Liebe Grüße

Julia

jxn


@Snookey

> Du sagst, dass jede "Allergie" eine Ursache hat

Stimmt. Du wurdest ja nicht mit der Allergie geboren, sondern hast sie im Laufe deines Lebens erworben. Es muß also eine Ursache dafür geben, auch wenn sie möglicherweise in vorangehenden Generationen liegt.

> und dass man diese beseitigen muss, damit man die

> Produkte, auf die man reagiert, wieder zu sich nehmen kann.

Ja.

> Was kann ich denn da machen mit meiner Fructose-,

> Lactoseintoleranz, Weizen-, Milcheiweiallergie usw.?

> Wie kann man denn da die Ursache beseitigen?

Da muß man ein wenig unterscheiden, denn das sind verschiedene Krankheiten.

Eine Laktoseintoleranz ist keine Krankheit. Es ist von der Natur aus einfach nicht vorgesehen, daß wir nach der Säuglingszeit noch Milch konsumieren, schon gar nicht Milch einer fremden Art. So etwas macht nur der Mensch - im Tierreich würde es uns nachgerade absurd erscheinenen, wenn Tiere so handeln würden. Unser Organismus drosselt daher nach der Säuglingszeit die Laktaseproduktion und dadurch entsteht die Unverträglichkeit des Milchzuckers. Durch ständigen Milchverzehr kann man die Laktaseproduktion aufrecht erhalten, aber das ist ein Kampf gegen Windmühlen, denn letztendlich setzt sich über die Generationen die Natur durch.

Eine 'Heilung' gibt es hier nicht, man sollte das machen, was die Natur uns damit sagen will: Keine Milchprodukte konsumieren. Eventuell ändert sich die Situation hier, wenn man die Ursachen der anderen Allergien abstellt, aber das ist nur eine Vermutung.

Die Weizenallergie und in der Regel auch die Milcheiweißallergie sind 'echte' Allergien, bei der das Immunsystem überschießend auf das Weizenprotein bzw. das Protein der Kuhmilch reagiert.

Die Ursachen liegen sowohl im Verzehr von artfremdem tierischem Eiweiß als auch in einer langjährigen Fehlernährung. Unter Umständen reicht es aus, die Ernährung entsprechend zu korrigieren, aber oft ist es auch nötig, das tierische Eiweiß ebenfalls zu meiden oder zumindest deutlich einzuschränken.

Die Fructoseintoleranz ist keine sog. Allergie, denn das ist keine Reaktion des Immunsystems auf Proteine. Stattdessen wird die Fructose nicht richtig aus dem Darm aufgenommen, es liegt also eine Verwertungs- bzw. Stoffwechselstörung vor. Die genauen Ursachen sind mir noch nicht bekannt, da recherchiere ich noch. Ich gehe aufgrund der Zusammenhänge mit dem Stoffwechsel und der Resorption aber davon aus, daß die FI ihre Ursachen ebenfalls in der langjährigen Fehlernährung hat. Das ist bisher aber nur eine Vermutung.

> Geht das überhaupt, wenn die Ursache eine Entzündung im

> Darm war und diese nun aber bereits wieder abgeklungen ist?

Eine Entzündung im Darm verursacht keine Allergien. Auch für die FI kann ich mir das bestenfalls in der Akutphase vorstellen. Aber die Entzündung im Darm fällt ja auch nicht vom Himmel, sondern hat Ursachen. Letztendlich wirst du bei der Suche nach diesen Ursachen auch wieder bei der Ernährung landen, so daß der Verdacht naheliegt, daß beides nur unterschiedliche Folgen der gleichen Ursache sind.

> ...mir wird immer gesagt, dass das alles lebenslang

> so sein wird ...

Das sagt die Schulmedizin bei allen ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, weil die Ernährung als Ursache nicht in Betracht gezogen wird. Auf diesem Auge ist die Schulmedizin ziemlich blind. Außerdem verdient ja niemand etwas, wenn Allergien plötzlich heilbar sind.. ;-) Wer soll denn die ganzen Antihistaminika kaufen? ;-)

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, daß Allergien sehr wohl heilbar sind, auch wenn es einige Jahre dauern kann. Bei mir verschwand meine Allergie im Laufe von drei Jahren nach der Ernährungsumstellung. Und die war wirklich heftig - ich konnte in der Saison ohne Notfallset praktisch nicht aus dem Haus.

Smnoqokexy


@ jn

Danke für deine ausführliche Antwort!

Ich würde meine Ernährung auch gerne umstellen, aber wie?

Ich kann ja schlecht Obst usw. essen und dann den Tag auf der Toilette verbringen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Ernährung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Übergewicht · Unter­gewicht · Magen und Darm · Zahnmedizin · Suchtprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH